Hilfe erbeten bei OP-Vorbereitung von 22-monatigem Stillkind

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Kalimera
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Re: Hilfe erbeten bei OP-Vorbereitung von 22-monatigem Stillkind

Beitrag von Kalimera »

Ich melde mich heute Abend, K2 hatte gerade vor 2 Wochen eine Zahn-OP in Vollnarkose :)
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Waldkäuzchen
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Re: Hilfe erbeten bei OP-Vorbereitung von 22-monatigem Stillkind

Beitrag von Waldkäuzchen »

Guten Morgen und vielen Dank für die ganzen Antworten.
Ich bin heute dank Boosterimpfung ziemlich "matschig", versuche aber mal auf alles zu antworten.

Der Eingriff findet in der Unizahnklinik Witten statt.
Wir haben den zweiten Termin des Tages, so ca. 9 Uhr. Die Anfahrt ist 40 Minuten.
Die Idee, den Eingriff auf den Mittag zu verschieben kam von uns.
Eine Alternative wäre noch die Zahnklinik am Uniklinikum Düsseldorf. Sind die besser - keine Ahnung...

Mein Mann meint, er könne den Kleinen bis zur Narkose begleiten. Danke für die Idee. Das haben wir nicht bedacht. Dann würden wir tauschen, damit ich während der OP Ansprechpartnerin bin (Mann hat Sprachbarriere) und mit im.Aufwachraum sein kann.

Wegen der Nüchternzeiten: ich habe mal gegoogelt und eine neue Leitlinie für präoperative Nüchternzeiten bei Kindern gefunden.
Die hier: https://www.dgai.de/alle-docman-dokumen ... /file.html
Darauf spreche ich den Narkosearzt direkt mal an. Vielen Dank für den Schubs in die Richtung. Das hatte ich auch nicht auf dem Schirm.

Die Schnuller, die ich bestellt hatte, habe ich auch mal eben storniert. Das war eine Verzweiflungsbestellung.

Hoffentlich habe.ich nun alles soweit beantwortet.
Und ganz lieben Dank für den Zuspruch und das Mutmachen.
Ausser mit meinem Mann kann ich hier mit niemandem drüber reden. Das hier ist so wertvoll für mich.
Ich schick jetzt.mal ab.
Liebe Grüße vom Waldkäuzchen!

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Kalimera
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Re: Hilfe erbeten bei OP-Vorbereitung von 22-monatigem Stillkind

Beitrag von Kalimera »

Also dann hier meine Erfahrungen mit einem echten Brustfanatiker 😂 die zahn-OP war ambulant beim Kinderzahnarzt mit kooperierendem Kinder-Amästhesisten.

Hier hieß es ab 4 Stunden vorher nichts mehr essen (auch keine Muttermilch mehr!b nur noch Wasser, ungesüßten Tee und im Notfall stark verdünnten klaren Saft) und ab 2 Stunden vorher nichts mehr trinken (auch kein Wasser). Frag sonst nochmal direkt beim Anästhesisten nach, denn im Aufklärungsbogen stand hier auch 6 Stunden, das ist aber eher für große Kinder und längere OPs.

Ich habe deswegen um einen Termin nicht gleich früh morgens gebeten - die kleinen Kinder kommen sonst als erste ran, damit sie quasi nur aufstehen und zur Praxis fahren können. Ein Termin um 08:00 hätte für uns aber bedeutet, dass K2 ab 4 Uhr nicht mehr hätte stillen dürfen und er hätte dann nicht mehr geschlafen 🙈 So waren wir um 11 dran und K2 konnte um 06:30 noch ganz normal zum Aufstehen stillen und seine Adventskalender-Schoki essen bis 7 Uhr.

Die nächsten zwei Stunden habe ich ihn so gut es ging beschäftigt. Er wollte dann doch stillen, weil ihn irgendwas aufgeregt hat, und hat ganz bitterlich bei mir geweint. Mein Mann hat da übernommen und mit beiden Kindern im Bett Kissenschlacht gespielt für die letzte Stunde zu Hause; das ging super und ohne weitere Tränen. Draußen, auf dem Weg und in der Praxis war er eh genug abgelenkt.

Also für uns war ein Termin am späten Vormittag besser. Und Papa-Beschäftigung hat die Wartezeit gerettet. Zum Termin selbst bin ich mit K2 allein gefahren, während mein Mann K1 zu Hause betreut hat.

Nach der OP (1,5h in Vollnarkose, mehr als 2h hätte der Anästhesist ambulant auch gar nicht gemacht) kam er in den Aufwachraum zu mir und hat dort noch 1h geschlafen - direkt vom "Aufwachschlaf" (ca. 30 min) zum Mittagsschlaf übergegangen 😂 der Anästhesist hat ihn dann sanft geweckt und wir durften 5min später nach Hause. Er war dann noch circa 1h ziemlich dösig und verwirrt (im Bus hat er die ganze Zeit geweint "falscher Bus! Aussteigen!!!") und nach 2h wieder ganz da.

Er war am OP-Tag noch ziemlich heiser vom Intubieren, ist normal. Abends hat der Anästhesist nochmal angerufen, ob alles ok ist, das hat mir nochmal Sicherheit gegeben.

Falls dir das keiner gesagt hat, nimm Wechselsachen fürs Kind mit, manche spucken beim Aufwachen.

Ich drück euch die Daumen, dass alles gut läuft!
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Re: Hilfe erbeten bei OP-Vorbereitung von 22-monatigem Stillkind

Beitrag von Waldkäuzchen »

Kalimera hat geschrieben: 19.12.2021, 20:12 Also dann hier meine Erfahrungen mit einem echten Brustfanatiker 😂 die zahn-OP war ambulant beim Kinderzahnarzt mit kooperierendem Kinder-Amästhesisten.

Hier hieß es ab 4 Stunden vorher nichts mehr essen (auch keine Muttermilch mehr!b nur noch Wasser, ungesüßten Tee und im Notfall stark verdünnten klaren Saft) und ab 2 Stunden vorher nichts mehr trinken (auch kein Wasser). Frag sonst nochmal direkt beim Anästhesisten nach, denn im Aufklärungsbogen stand hier auch 6 Stunden, das ist aber eher für große Kinder und längere OPs.

Ich habe deswegen um einen Termin nicht gleich früh morgens gebeten - die kleinen Kinder kommen sonst als erste ran, damit sie quasi nur aufstehen und zur Praxis fahren können. Ein Termin um 08:00 hätte für uns aber bedeutet, dass K2 ab 4 Uhr nicht mehr hätte stillen dürfen und er hätte dann nicht mehr geschlafen 🙈 So waren wir um 11 dran und K2 konnte um 06:30 noch ganz normal zum Aufstehen stillen und seine Adventskalender-Schoki essen bis 7 Uhr.

Die nächsten zwei Stunden habe ich ihn so gut es ging beschäftigt. Er wollte dann doch stillen, weil ihn irgendwas aufgeregt hat, und hat ganz bitterlich bei mir geweint. Mein Mann hat da übernommen und mit beiden Kindern im Bett Kissenschlacht gespielt für die letzte Stunde zu Hause; das ging super und ohne weitere Tränen. Draußen, auf dem Weg und in der Praxis war er eh genug abgelenkt.

Also für uns war ein Termin am späten Vormittag besser. Und Papa-Beschäftigung hat die Wartezeit gerettet. Zum Termin selbst bin ich mit K2 allein gefahren, während mein Mann K1 zu Hause betreut hat.

Nach der OP (1,5h in Vollnarkose, mehr als 2h hätte der Anästhesist ambulant auch gar nicht gemacht) kam er in den Aufwachraum zu mir und hat dort noch 1h geschlafen - direkt vom "Aufwachschlaf" (ca. 30 min) zum Mittagsschlaf übergegangen 😂 der Anästhesist hat ihn dann sanft geweckt und wir durften 5min später nach Hause. Er war dann noch circa 1h ziemlich dösig und verwirrt (im Bus hat er die ganze Zeit geweint "falscher Bus! Aussteigen!!!") und nach 2h wieder ganz da.

Er war am OP-Tag noch ziemlich heiser vom Intubieren, ist normal. Abends hat der Anästhesist nochmal angerufen, ob alles ok ist, das hat mir nochmal Sicherheit gegeben.

Falls dir das keiner gesagt hat, nimm Wechselsachen fürs Kind mit, manche spucken beim Aufwachen.

Ich drück euch die Daumen, dass alles gut läuft!
Oh Kalimera, danke für den ausführlichen Bericht ❤️.
Das bestärkt mich auch noch einmal, dass ein späterer Termin für uns doch passt. Dann kann Mini noch die Nacht durchstillen, frühstücken.
Und dann lasse ich ihn wirklich vom Papa beschäftigen, bis wir losfahren.

Was mich gerade nur etwas erschreckt hat: bei uns ist ein "normaler" Zahnarzt und Anästhesist dabei. Nicht spezielles auf Kinder geschult. Die Aufwachraumschwester habe ich auch schon kennengelernt, wüsste nicht, dass sie speziell geschult ist.
Sollten wir uns besser nach einem Kinderzahnarzt und -anästhesisten umsehen?
Und Wechselkleidung mitnehmen, ist notiert.
Ich habe sowieso immer den halben Haushalt dabei, wenn ich mit meinem Sohn draussen bin🙈
Liebe Grüße vom Waldkäuzchen!

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Kalimera
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Re: Hilfe erbeten bei OP-Vorbereitung von 22-monatigem Stillkind

Beitrag von Kalimera »

Sehr gern :) Also wenn mein Kind zuverlässig bis zum Aufwachen durchgeschläft bzw nur Wasser nimmt, verstehe ich, dass ein Termin früh am Tag weniger stressig ist. Wenn man aber so wie ich ein in den Morgenstunden dsuernuckelnedes Stillkind hat, sieht die Sache schnell anders aus 😂 wobei man das den Zahnärzten ja gar nicht erzählen darf, sonst heißt es nur "ja kein Wunder, dass das Kind soviel Karies hat! Sofort nachts Abstillen!!" (Der Einwand, dass K1 trotz nächtlichen Dauerstillens bis über 3 und deutlich mehr Zucker super Zähne hat, hat die Zahnärztin nicht interessiert...)

Zu den Zahnärzten... Hm, schwierige Frage. Manche normalen Zahnärzte kennen sich tatsächlich besser aus als Kinderzahnärzte (oder ersten wenigstens erstmal zum abwarten). Ich weiß aus Erfahrung, dass gerade im Kinder-Zahnarzt-Bereich gern zuviel gemacht wird mit OPs. Habt ihr euch mal eine zweite Meinung geholt? Oft kann man noch abwarten, über Ernährung die Karies zum Stillstand bringen, Darmaufbau etc. Es sind nur Milchzähne und solang das Kind keine Schmerzen hat, muss bei kleinen Kariesstellen nicht gleich alles in OP saniert werden zb. Wir haben uns mit der Entscheidung zur OP extra noch 6 Monate Zeit gelassen, um zu schauen, ob es vielleicht doch ohne geht. Bei K2 gab es leider keine Alternative, da fast alle Zähne sehr tiefe Karies hatten und es trotz Ernährungsumstellung nicht wirklich zum Stillstand kann. Schmelzdefekt hat er auch noch. Ich hab jetzt zwar Angst, dass es unter den Füllungen wieder losgeht (habe selbst das Problem), naja. Hoffentlich sind die bleibenden Zähne später dann ok.
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Re: Hilfe erbeten bei OP-Vorbereitung von 22-monatigem Stillkind

Beitrag von Waldkäuzchen »

Ja, abstillen soll ich auch sofort.
Ganz ehrlich - nö! Der Kleine ist noch nicht so weit. Aber die "Schuld" liegt natürlich bei mir 🙄.
Die jetzige Uniklinik ist übrigens unsere vierte Anlaufstelle zu dem Thema. Niemand sonst wollte unter drei Jahren operieren. Egal, ob die Zähne abblättern und der Kleine durch Karies ausgehöhlte Zähne hat.

Und der Blick vieler Kinderzahnärzte und -ärztinnen auf ihre kleinen Patient*innen ist zum Fürchten. Ich weiss nicht mehr, wie oft ich gehört habe "da muss er jetzt halt dur h", wenn der Kleine, vor Panik schreiend, sich nicht in den Mund schauen lassen wollte.
Da war das Gespräch mit der Kinderzahnärztin an der Uniklinik und mit dem Anästhesisten um Welten angenehmer.
Liebe Grüße vom Waldkäuzchen!

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Re: Hilfe erbeten bei OP-Vorbereitung von 22-monatigem Stillkind

Beitrag von Waldkäuzchen »

Maaan, jetzt war der Beitrag fertig.
Und wurde vom System gefressen :twisted:

Bei uns hat sich die Situation akut verschlechtert.
Der Kleine wurde heute Mittag als Notfallpatient beim Zahnarzt operiert.

Seit gestern abend hatte er immer wieder über Schmerzen geklagt. Wenn es hochkommt, hab ich in der letzten Nacht vielleicht 3,5 h Stunden geschlafen.
Heute früh habe ich dann alles in Bewegung gesetzt und einen Op-Termin ergattert.

Noch einmal vielen Dank für alle Ideen, Meinungen und Anregungen.
Es hat mir für heute so geholfen, zu wissen was auf mich/uns zukommt.
Der Kleine hat alles auch ganz toll mitgemacht. Einmal war alles zu viel. Da aber mein Mann auch mit dabeisein durfte, konnten wir das gut abfangen.
Liebe Grüße vom Waldkäuzchen!

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Re: Hilfe erbeten bei OP-Vorbereitung von 22-monatigem Stillkind

Beitrag von Reike »

Oh nein, der Arme! Zahnschmerzen sind schon als Erwachsener so schlimm. Wie muss es dann erst für die Kleinen sein.
Super, dass du so schnell einen OP-Termin bekommen hast.
Erholt euch gut!
Liebe Grüße von Reike
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Re: Hilfe erbeten bei OP-Vorbereitung von 22-monatigem Stillkind

Beitrag von Waldkäuzchen »

Reike hat geschrieben: 20.12.2021, 19:30 Oh nein, der Arme! Zahnschmerzen sind schon als Erwachsener so schlimm. Wie muss es dann erst für die Kleinen sein.
Super, dass du so schnell einen OP-Termin bekommen hast.
Erholt euch gut!

Ja, er hat echt so gelitten gestern.
Und Ich bin soo froh, dass es jetzt schon vorbei ist.
Er hat ein neues Spielzeugauto bekommen und ist ganz happy.
Liebe Grüße vom Waldkäuzchen!

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Re: Hilfe erbeten bei OP-Vorbereitung von 22-monatigem Stillkind

Beitrag von Kalimera »

Am Ende kommt es dann doch oft anders ;)

Schön, dass ihr so schnell einen Not-Termin bekommen und gut überstanden habt! Ich drück euch ganz fest die Daumen, dass die Zähne jetzt erstmal eine Weile Ruhe geben ☺️

Nochmal kurz zu der Alterssache, in Tübingen operieren alle Kinderzahnärzte ab 2 Jahren ambulant in den Praxen, die Zahnklinik im Notfall auch U2. Wusste gar nicht, dass das regional so unterschiedlich ist!
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