Ich spiele mit dem Gedanken an einen Veganuary, also einen Januar mit veganer Ernährung. Ich habe mich mit Anfang zwanzig mal ein Jahr vegetarisch ernährt, das war überhaupt kein Problem. Im Moment essen wir für meinen Geschmack viel zu viel Fleisch und Wurst. Nicht so, dass es täglich Schnitzel oder Braten gäbe (das eher nie), aber Kohlsuppen schmecken mit Würstchen oder Speck drin einfach besser, dann gibt's eine Sorte Wurst zum Frühstück, am Wochenende mal eine Bolognese...und da kommt schon was zusammen. Vegan kann ich mir nicht dauerhaft für mich vorstellen, auch wenn ich den Grundsatz dahinter verstehe. Aber auch hier ist es mir zu viel geworden an Käse, Butter, Milch, Sahne. Bzw. es überwiegt zu arg im Vergleich mit Gemüse, Hülsenfrüchten, Kräutern. Alleine würde ich da, denke ich, eine bessere Balance hinbekommen, aber für die Familie kochen geht dann doch irgendwie schneller, wenn man auf Bekanntes und bei Mann und Kind beliebtes zurückgreift
Einfach ein Monat oder länger auf vegetarisch umstellen ist mir irgendwie zu langweilig, dann überbacke ich halt alles mit Käse, statt Fleisch dazu zu legen

Am veganen reizt mich, mal wirklich "anders" kochen und essen zu müssen.
Ich bin schwanger in der 14. Woche, mein Eisenwert war bei der letzten Messung zu Beginn der Schwangerschaft "ausgezeichnet". Weiß jemand, ob ich da bei nur einem Monat vegan auf irgendwas achten müsste? Danach hoffe ich zwar, mich insgesamt pflanzenbasierter zu ernähren, aber würde auf jeden Fall für den Rest der Schwangerschaft wieder Milchprodukte, Fisch und ich denke auch gelegentlich Fleisch essen.
Mein Mann ist bei der Ankündigung leicht sauer geworden, ob das denn ausgerechnet jetzt sein müsse und vegetarisch nicht ausreiche, ich sei gerade erst wieder fitter nach mehreren Wochen schlimmer Schwangerschaftsmüdigkeit und solle doch jetzt nicht meine Ernährung komplett umstellen. Aber Wurst und Käse und Schokolade und Pizza wie in den letzten Wochen sorgen vermutlich auch nicht gerade für einen Energieschub

Deutlich mehr Gemüse zu essen und überhaupt bewusster halte ich da schon für gesünder, auch schwanger. Das habe ich auch so geantwortet und er hat zugegeben, dass er sich damit auch zu wenig auskennt. Also, die Unterstützung da ist schon ein bisschen ein Knackpunkt. Ich werde für Mann und Kind auf jeden Fall weiter gelegentlich Fleisch und Fisch und auch regelmäßig Milchprodukte kaufen und wohl auch zubereiten. Wobei das Kind bestimmt auch Sojajoghurt isst und ein Käsebrot zu schmieren und selbst ein veganes zu essen sollte eigentlich ja auch nicht so schwer sein.
Puh, lange Rede, kurzer Sinn: wer mag mitmachen?