Loslösung- muss das sein

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Henni
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Loslösung- muss das sein

Beitrag von Henni »

Hallo, ich hab immer wieder gelesen, dass Kinder zwischen 2 und 3 damit beginnen sich von der Mutter loszulösen und sich auf andere Bezugspersonen konzentrieren, wie z.b. Papa.
Bei Mausebär, wird Ende Februar 3, ist das aber rein gar nicht der Fall und irgendwie mach ich mir etwas Sorgen. Unser Start war etwas holprig zwecks Wochenbettdepression, darum hinterfrage ich evtl unsere Beziehung etwas mehr, tendiere zur Sorge.

Mausebör ist sehr Mama fixiert. Einschlafen geht nur in enger Umarmung mit Mama nach dem Aufwachen wird sofort die Mama gesucht und falls ich nicht im Bett bin, wir schlafen im Familienbett), wird geweint.
Trösten darf auch nur die Mama.
Wenn ich in die Arbeit fahre, kommt häufig der Vorschlag, dass doch lieber Papa fahren soll.
Die Fixierung auf mich ist noch super stark, manchmal kommt es mir sogar so vor, dass es stärker wird.
Papa macht sehr viel mit Mausebär, Ausflüge, Einkaufen, kuscheln, Lesen etc. Aber trotzdem ne wirkliche Loslösung gibt es nicht. Mausebär sagt auch oft, dass er noch ein Baby ist, kein Kind. Klo gehen findet er auch doof. Stecken wir wo fest oder ist das alles normal und ich übertreibe? Gab es bei euch eine richtige Loslösungsphase?
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Fliegdings
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Re: Loslösung- muss das sein

Beitrag von Fliegdings »

Setz mal ein auch dazu. Er kann sich in dem Alter AUCH auf andere Bezugspersonen konzentrieren. Mein Großer war in dem Alter auch noch stark bei mir. Konnte sich aber zum Beispiel auf Oma oder Erzieherin als Bezugsperson einlassen.
Kathrin mit
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Kaba
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Re: Loslösung- muss das sein

Beitrag von Kaba »

Du gehst arbeiten, wer betreut ihn da? Der Papa? Dann geht ja auch jemand anders. Der darf dann bestimmt auch trösten, oder? Ich finde es in dem Alter völlig normal, dass Mama bevorzugt wird, wenn sie verfügbar ist.
Unsere sagt gerade auch öfter, sie sei noch ein Baby, ich glaube, das ist auch völlig normal, wenn sie merken, dass sie "groß" werden bzw jetzt irgendwo zwischen einem noch ganz abhängigen Baby und einem richtigen Kind stehen.

Einschlafen und nachts ohne Mama haben wir irgendwann mehr oder weniger erzwungen, klappt nicht immer gut, aber ich weiß, dass es würde, wenn es sein müsste. Das ist für mich ein gutes Gefühl, nicht mehr zwingend immer gebraucht zu werden. Für mich persönlich würde es sich falsch anfühlen, als Eltern zu arg daran festzuhalten, dass es eben nur mit Mama geht. Ich finde immer wieder probieren besser, um dem Kind auch zu zeigen, dass man glaubt, dass es z.B. auch bei Papa einschlafen kann.
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Sabina
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Re: Loslösung- muss das sein

Beitrag von Sabina »

Bei mir waren bzw. sind die Kleinen auch so. Mit zunehmender Vernunft geht immer mehr. Ich würde also zum Abwarten raten und versuchen locker zu bleiben. Es kommt alles so wie es soll. Aber ich weiss auch, dass man sich unglaublich viele Sorgen macht.
Signaturen sind halt doch praktisch für die Mitleser:innen…

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Re: Loslösung- muss das sein

Beitrag von 08u11 »

Das ist absolut normal. Beim Zwerg hier alles ganz genauso: Bin doch ein Baby, brauche unbedingt die Windel und Mama soll dableiben.
Das wird von selbst. Einfach abwarten und kuscheln genieße😀
Nina mit A. (11/2008), J. (03/2011), Minimaus (28/01/15), Babyzwerg (15/02/2019) und Weihnachtsengel im Herzen (Januar 2018, 10. Woche)
pqr
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Re: Loslösung- muss das sein

Beitrag von pqr »

Ich finde es auch normal und gar nicht ungewöhnlich.
Ich habe mich beim Lesen eher gefragt, woher die Idee einer so frühen Loslösung von der Mutter kommen könnte?
Ein Kind in dem Alter ist ja noch sehr auf Bezugspersonen angewiesen.
Viele Grüße
pqr

pqr mit Mini 04/2015
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Henni
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Re: Loslösung- muss das sein

Beitrag von Henni »

Vielen Dank für eure Antworten! manchmal braucht man den Vergleich halt doch und so kann ich gleich wieder besser akzeptieren, dass mausebär lieber vor der Dusche sitzt bei Mama als mit Papa im Wohnzimmer zu spielen. Ja, wenn ich arbeite lässt sich mausebär von Papa und auch Oma betreuen, aber da wird regelmäßig gefragt, wann die Mama nun endlich wieder kommt. Wie ich darauf komme, dass mausebär evtl
etwas autonomer sein sollte? Einmal die Beobachtung in Kindergruppen, wo Mausebär z.b. im Gegensatz zu den anderen Kindern niemals in einem Zimmer ohne mich bleiben würde, egal wieviel Spielzeug da ist und auch durch Lesen über Entwicklungsschritte
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nido56
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Re: Loslösung- muss das sein

Beitrag von nido56 »

Zum einen denke ich, dass es bei Familien, die nicht das Modell leben, in dem Papa der Alleinverdiener ist, ohnehin oft etwas anders ablaeuft. Das Kind ist ja ohnehin nicht 24/7 mit der Mutter zusammen. Da muss also nicht unbedingt eine aktive Hinwendung zu zusaetzlichen Bezugspersonen stattfinden, da das Kind ja ohnehin bereits mehrere enge Bezugespersonen hat.

Zum anderen sind Kinder nunmal auch sehr unterschiedlich. Mein Sohn war auch so ein Kandidat, der immer wenig Beduerfnis nach Autonomie und Selbstaendigkeit hatte. Wenn es nach ihm ginge, wuerde ich ihm vermutlich noch heute das Essen kleinschneiden und ihn morgens anziehen. Wo andere Kinder "alleine!" bruellten, musste ich jeden Schritt in die Selbsaendigkeit bei ihm hart erarbeiten. Dafuer ist er in anderen Bereichen total reif.
nido mit dem Piraten (01/2012)
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