Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

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Kobold
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von Kobold »

Hier werden die Nächte gerade auch wieder schlechter, nachdem sie zwischendrin so was wie gut waren (also gut heißt 3-4 Std. am Stück geschlafen). Jetzt ist das Baby wahlweise nachts 1-2 Std. wach oder steht um 5 Uhr auf. *gähn*
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amaryllis
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von amaryllis »

Oh man, eure Nachrichten bekommen mir gar nicht gut. Ich brauche meinen Schlaf zu Gunsten aller Familienmitglieder... :oops:
Hoffentlich geht es so schnell vorbei, wie es gekommen ist. Vielleicht hilft später ins Bett gehen, damit sie dann wieder komatös durchratzt. :mrgreen:
Dabei war ich eigentlich froh, dass sie in letzter Zeit schon gegen 20/21 Uhr eingeschlief.

Eine andere Verhaltensweise plagt mich hier schon seit längerem gewaltig, vielleicht hat jemand diesbezüglich einen Rat. Die Schnute wechselt beim Stillen ständig, das heißt wirklich alle 5 bis 10 Sekunden die Brust. Das versucht sie eigentlich immer und unabhängig von der Stillposition, es sei denn sie ist so müde, dass sie ratzfatz einschläft oder aber die Milch ausnahmsweise mal leicht fließt. Zum Spray will ich nicht mehr greifen, da ich froh bin, dass es mittlerweile zumindest ohne Geheule klappt. Brustkompression bringt nichts bzw. wenn dann nur 1-2 zusätzliche Schlücke. Dadurch ist das Stillen generell unruhig und eher ungemütlich. Spaß macht es so nicht wirklich, aber mir fällt auch nicht ein, wie ich die Situation verbessern könnte. Lasse ich einre Brust verpackt, dockt sie trotzdem immer wieder ab, um dir andere Seite zu suchen und nimmt dann, wenn sie bemerkt, dass sie sie sich auf dem Holzweg befindet, eben doch wieder die olle erste Brust. Das brachte daher auch keine Verbesserung.

Wer hat einen heißen Tipp für mich?
Fühlt euch gegrüßt von amaryllis und der kleinen Schnute (*06/20).

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ShinyCheetah
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von ShinyCheetah »

Jap, das hatten wir auch. Eventuell ein oder zwei Monate später, aber es war - wenn meine Erinnerung stimmt - eine Phase, die immer mal wieder kam. Meine Lösung? Ich hab F gesagt "noch 1x jede Seite, dann ist Schluss" und hab das dann auch durchgezogen und danach seinen Frust ausgehalten und ihn anders beruhigt.
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
amaryllis
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von amaryllis »

Hallo ihr Lieben,

nach langer Funkstille möchte ich mich heute noch einmal, mit dem Ziel einer abschließenden Bilanzmitteilung, bei euch melden.

Wie ihr ja wisst, hatte mein Mann kurz vor Silvester einen lebensbedrohlichen Notfall am Herzen.
Da seine Diagnose für einen so jungen Mann enorm ungewöhnlich ist, legte man uns nahe, eine genetische Untersuchung durchführen zu lassen.
Dabei kam nun eine Mutation heraus, die den Verdacht einer Erbrankheit aufwirft, die unbehandelt mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 27 Jahren einhergeht.

Es gibt bislang nicht genügend Daten, um die bei ihm gefundene Mutation als eindeutig oder sehr wahrscheinlich pathogen einzustufen, allerdings spricht einiges dafür, dass sie es dennoch ist. Da die Krankheit autosomal-dominant vererbt wird, beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Tochter diese geerbt hat, zumindest statistisch betrachtet, 50%. Diese Erkenntnis hat uns erstmal einen ganz schönen Hieb versetzt. Noch haben wir die Schnute zwar nicht testen aber ihr Herz vorsorglich einmal schallen lassen. Da war glücklicherweise bislang alles unauffällig. Ich bete zu Gott, dass dies so bleibt und mein kleiner Engel gesund ist.Wir haben demnächst einen Beratungstermin in einem Spezialzentrum und wollen danach entscheiden, wie wir weiter vorgehen. Auch unsere weitere Familienplanung wurde durch die Diagnose gehörig umgepflügt.

Diese Neuigkeiten waren auch der Grund für meinen Rückzug aus dem Forum. Mein Mann und ich mussten den Schock erstmal verdauen und uns sammeln.Da ihr mich jedoch so lange Zeit enorm unterstützt und begleitet habe, fände ich es unfair, euch nicht wissen zu lassen, wie es bei uns weiterging.

Am 27.06. habe ich meine letzte Domperidon genommen, nachdem ich diese über eine gefühlte Ewigkeit in mikroskopisch kleinen Schritten ausgeschlichen habe. Eine gute Woche lang hatte ich den Eindruck, dass meine Milch fast völlig abhanden gekommen ist, aber ich bin standhaft geblieben und es hat sich wieder eingeschwungen.

Ihr erinnert euch sicherlich, dass ich monatelang den Eindruck nicht loswurde, keinen Msr mehr zu haben. Am 30.06. kam meine Hebamme überraschend vorbei, da sie noch ein paar Unterschriften benötigte und wir führten ein langes Gespräch. Sie erzählte mir von ihren Stillzeiten und ich ihr von meinem Eindruck. Sie meinte zwar, dass ich die Erste sei, die ihr von einem nach mehreren Monaten Stillzeit plötzlich langfristig verschwundenen Msr berichtet, das aber nicht zwangsläufig bedeuten müsse, dass dies nicht vorkommen könne. Sie meinte jedoch, dass meine "hervorragenden" Wehen und der ganze Ablauf der Geburt in keinster Weise auf einen Oxytocinmangel hindeuteten und auch mein Milcheinschuss völlig unauffällig war.

Ich kann gar nicht sagen, was ihr Besuch in mir ausgelöst hat oder ob es reiner Zufall ist, aber seit diesem Tag läuft es buchstäblich wieder. Mein Msr ist seitdem sie zur Tür raus war quasi "auf Knopfdruck" wieder so wie früher und die Schnute schluckt wieder deutlich wahrnehmbar. Bis heute, das heißt seit genau vier Wochen. Völlig kurios und für mich unbegreifbar.

Ab Mitte August werde ich wieder 19 Stunden arbeiten gehen, während mein Mann die Maus betreut. Ich hoffe sehr, dass das gut klappt und die beiden für zwei Monate in der Wohnung zurechtkommen (mein Mann darf die Kleine nicht die Treppen zu unserer Etagenwohnung hinauftragen). Im Oktober ziehen wir dann ins Erdgeschoss und haben dann auch endlich einen Garten. Ich bin gespannt, wie es dann, auch mit unserer Stillbeziehung, weitergeht.

An dieser Stelle möchte ich dir, deidamaus, noch einmal von Herzen für alles danken. Du hast mir mehr geholfen, als du es je ahnen könntest.

Und auch an alle, die meinen bzw. unseren Weg verfolgt und an ihm virtuell teilgenommen haben: Dankeschön!

Ich wünsche euch eine erholsame Nacht und dass ihr alle gesund bleiben oder werden möget.
Fühlt euch gegrüßt von amaryllis und der kleinen Schnute (*06/20).

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deidamaus
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von deidamaus »

amaryllis hat geschrieben: 30.07.2021, 23:55
An dieser Stelle möchte ich dir, deidamaus, noch einmal von Herzen für alles danken. Du hast mir mehr geholfen, als du es je ahnen könntest.
Vielen Dank für deine Worte. Das freut mich sehr. Genau diese Worte sind es, die unser Ehrenamt so schön machen.

Ich habe auch einen Gendefekt von meinem Papa geerbt (Protein-C-Mangel) mit einem deutlich höheren Tromboserisiko. Ich werde meine Kinder auch demnächst darauf testen lassen, ob sie es auch geerbt haben. Man kann nix dagegen tun, aber vorbeugend auf einen entsprechenden Lebensstil achten und bei Warnzeichen früh genug zum Arzt. Ansonten finde ich es gut, dass ich es weiß (auch wenn ich nix daran ändern kann). Vielleicht hilft es euch, wenn ihr Gewissheit habt. Dann könnt ihr vielleicht besser mit der Situation umgehen. Ich habe von meinem Gendefekt erst nach der Geburt des letzten Kindes erfahren, so dass es meine Entscheidung für oder gegen eine Schwangerschaft nicht beeinflussen konnte.

Mich freut es, dass dein MSR wieder zu alter Form zurückgefunden hat. Oft kann ein Gespräch dabei helfen, da die wenigsten Frauen wirklich ein Problem mit einem Hormonmangel diesbezüglich haben.

Ganz liebe Grüße

deidamaus
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
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Freshi
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von Freshi »

Amaryllis, ich mochte deine Art zu schreiben immer sehr gerne!
Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft (()). Und wie wundervoll (im wahrsten Sinne des Wortes;-)), dass die Milch wieder problemlos läuft!
Manchmal ist das größte Glück ganz klein... (05/18)&(06/20)
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Willma
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von Willma »

Ich schließe mich Freshi in allen Punkten an!
Alles Gute und ich würde mich freuen, dich auch in anderen Bereichen des Forums weiterhin an und zu zu lesen.
Muckel (5/16) Knubbel (12/17) Wusel (6/20) Krümel (*+9/23)
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Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von Leominor »

Ich hab mich auch sehr gefreut von euch zu lesen.

Schön, dass es mit dem Stillen jetzt wieder richtig gut klappt.

Deinem Mann wünsche ich weiterhin alles Gute und für eure Tochter hoffe ich, dass sie seine Erkrankung nicht geerbt hat. Auf jeden Fall ist es gut, dass ihr wisst, was Sache ist und euch jetzt überlegen könnt, was ihr tut. Den Forenteil „Mein besonderes Kind“ kennst du, oder? Auch wenn eure Tochter zu 50 Prozent nicht betroffen ist, ist da vielleicht das ein-oder andere interessante für dich dabei. Ggf. tut auch Austausch gut, wie man damit umgeht. Testen ja/ nein. Falls ja, wann? Etc.
Euch allen viel Kraft und weiterhin viel Freude an der kleinen Maus!
Würde mich im Übrigen auch sehr freuen, dich weiter (in anderen Teilen des Forums) zu lesen. 😁
Leominor mit Tigermädchen (2017) und Bärenjunge (2020)
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