Abstill-Plauder-Strang

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Krachbum
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Krachbum »

Zu früh abgeschickt: tagsüber habe ich weiter nach Bedarf gestillt, wobei H. da auch nicht so der Stillfreak war. Aber das Einschlafstillen zum Mittagsschlaf am WE haben wir z.B. noch lange gehabt.
februarkind16
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von februarkind16 »

Kaba hat geschrieben: 11.07.2021, 18:40 Da fällt mir noch eine Frage ein - denkt ihr, es ist leichter, dann auch direkt tagsüber abzustillen? Das ist ihr eh nicht soo wichtig, glaube ich, andererseits stört es mich auch gar nicht und ich würde es gern noch etwas erhalten, glaube ich.
Das ist wohl abhängig vom Kind. Bei meinem Großen hat schrittweises Reduzieren nicht geklappt. Da habe ich dann abrupt mit Vorankündigung aufgehört und das ging gut.
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Lynn19
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Lynn19 »

Hallo zusammen,

ich geselle mich auch mal zu Euch und wollte Euch ein bisschen von meinem Abstillfrust hier lassen, vielleicht habt ihr ja noch guten Input :-)

Seit ca 2,5 Wochen versuche ich die Kleine (15,5 Monate) nachts abzustillen. Das kam daher, dass sie echt einige Nächte dauergenuckelt hat, ich dann mit steifem Nacken, der mich tagelang begleitet hat, aufgewacht bin und generell einfach nachts keine Lust mehr habe. Tagsüber und zum einschlafen stört mich überhaupt nicht. Zudem bin ich Ende August eine Woche weg, tagsüber wäre das Kompensieren der Milch wohl gar kein Problem, aber nachts würde es dem Rest der Familie glaube ich sehr gut tun, wenn es bis dahin ohne Milch klappt.

Wir haben es zunächst so gelöst, dass ich ins Gästezimmer ausgewichen bin, um zu sehen, ob es besser klappt, wenn ich gar nicht im Bett "verfügbar" bin. Die erste Nacht war erwartungsgemäß eine Katastrophe, aber ab dann ging es schrittweise besser, bis die Kleine sich eine Erkältung zugezogen hat, sodass ich nach ca 4 Nächten wieder für zwei Nächte gestillt habe. Ab dann ist sie zwar auch oft aufgewacht, hat aber nicht mehr gewütet. So ca ab 4/5 Uhr hat sie dann aber gar nicht mehr in den Schlaf gefunden und wälzt sich rum, bzw. döst beim Tragen ein, lässt sich dann aber nicht mehr ablegen. Also bin ich da immer "eingeknickt" und habe dann gestillt. Mittlerweile hatte sie natürlich auch raus, dass ich nur in einem anderen Zimmer bin, also bin ich wieder ins Bett gezogen. Ändert aber eigentlich nichts. Sie findet vor den frühen Morgenstunden super wieder in den Schlaf, aber sobald sie nach 4 Uhr aufwacht nicht mehr. Sie wütet auch nicht, versucht auch nicht an die Milch zu gelangen, aber schläft wie gesagt einfach nicht mehr ein.

So langsam sind wir also am Rande des Wahnsinns durch den erheblich größeren Schlafmangel :-)
Was tun?
Weiter probieren bis ca 6/7 Uhr "durchzuziehen", in der Hoffnung, dass sie irgendwann einschlafen wird?
Ab ca 4 Uhr einfach stillen und hoffen, dass das Schlaffenster irgendwann größer wird?

Habt ihr weitere gute Ideen?

Vermeiden will ich eigentlich dass ich Ende August weg bin und wir dann von "100 auf Null" gehen müssten. 100 heißt natürlich in unserem Fall grade, dass sie tagsüber maximal ein paar Schlucke trinkt, eine echte Milchmahlzeit nimmt sie nach meinem Empfinden maximal zum Einschlafen oder wenn sie so gegen 22/23 Uhr aufwacht zu sich. Bis Ende August sind wir nochmal zwei Wochen im Urlaub und dann beginnt die Eingewöhnung in der Kita, also nicht unbedingt "ruhige" Wochen bis dahin.

So, das tat auf jeden Fall schonmal gut, dass runterzuschreiben :-)
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Kaba
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Kaba »

nur kurz: ich war vor zwei Wochen die erste Nacht weg und habe bis dahin jede Nacht gestillt, Verweigerung meinerseits führte zu großem Gebrüll. In der Nacht hat der Papa ihr in der Küche beim ersten Aufwachen einen Becher Kuhmilch trinken lassen, danach hat sie weiter geschlafen und wurde noch zweimal kurz wach,ist aber direkt wieder eingeschlafen und hat in den frühen Morgenstunden mit Papa gekuschelt (völlig undenkbar, wenn ich da bin!!). Das kann also schon auch funktionieren, sie ist ja nur ein bisschen älter.
Abends einschlafen ohne mich hatten wir aber vorher geübt. Das war mir wichtig, dass alle Beteiligten wissen, dass das Einschlafen prinzipiell klappt - notfalls hatte mein Mann nachts dann wohl ein ähnliches Programm wie abends durchgezogen mit Buch lesen und Geschichten erzählen.
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Kieselstein
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Kieselstein »

Wir sind an einem ähnlichen Punkt. Nachts nicht stillen klappt gut, bis 4.00h. Dann wird erst geschimpft und dann gewühlt bis ich um sechs aufstehen muss. Bisher habe ich um 4.00 dann nochmal gestillt. Ab Ende Juli werde ich aber auch das beenden. Dann ist die Stillzeit (leider) vorbei. Ich habe in dem jetzt ca ein 3/4 Jahr dauernden Prozess bemerkt, das Klarheit sehr wichtig ist. Ich darf auf keinen Fall so etwas sagen wie „Jetzt geht es nicht, aber...“. Ein klare Nein und kuscheln ist wichtig. Essen und Trinken bieten wir an. Und ansonsten weiß ich mittlerweile, dass es bei uns nicht ohne kurzfristiges, heftiges Schlafdefizit gehen wird. Ich drücke dir/euch die Daumen, dass ihr einen guten Weg für euch findet!
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Lynn19
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Lynn19 »

Danke für Eure Erfahrungen!
Wie immer hilft es ja schonmal zu hören, dass man nicht alleine ist!

Einschlafen ist übrigens kein Problem. Oft stillen wir zwar im Bett, aber sie will dann nochmal aufstehen und spielen (vor allem wenn ihr Bruder noch wach ist). Dann läuft es meist so, dass ich den Großen ins Bett bringe und mein Mann die Kleine, das klappt super.
Vier Uhr scheint also der Knackpunkt zu sein - tatsächlich bin ich mir hier nicht schlüssig, ob stillen oder nicht...Samstag sind wir auf einer Hochzeit eingeladen, vielleicht versuche ich etwas Schlaf bis dahin nachzuholen und um 4 zu stillen und danach den Schlafmangel auf mich zu nehmen :-)

Ich bin gespannt wie es bei euch weitergeht!
Lynn mit dem Großem (3/18), der Mittleren (3/20) und dem Kleinsten (08/23)
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Kaba »

gab es da nicht eine Evolutions-Erklärung: in der Morgendämmerung zieht Familie/Herde/Stamm weiter, deshalb müssen Babys da besonders aufmerksam sein, um nicht vergessen zu werden..? Hilft vielleicht, wenn es mal einen sinnvollen Grund hatte :lol:
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Lynn19
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Lynn19 »

:D ja auf jeden Fall!
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Reh
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Reh »

Ich finde das total interessant!

Beim Rehlein habe ich, als ich nachts eine stillfreie Zeit eingeführt habe, diese bis 4 Uhr eingerichtet. Einfach so aus meinem Gefühl heraus. Am Anfang ist es oft auch ziemlich genau dann aufgewacht und hat zum weiter schlafen gestillt. Aber nach einiger Zeit hat es dann von selbst länger geschlafen, teilweise bis 5 oder 6 Uhr.

Und mir fällt auf, dass meine Kinder dieses Feature "morgens leichter schlafen, wenn der Clan aufwacht, damit er nicht ohne mich weiter zieht" nicht haben. Die schlafen morgens tendenziell besser als früher in der Nacht... ich hab es schon oft geschafft, morgens aufs Klo zu gehen, Selten sogar, mich anzuziehen. Abends bzw in der ersten Nachthälfte reicht es teilweise sogar, dass ich mich umdrehe, zack Baby wach.
5 * im Herzen, Rehlein 02/18, Rehkitz 07/20, Reh-Mini 03/23

Ich kann Groß- und Kleinschreibung, mein Handy nicht immer...
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Lynn19
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Lynn19 »

Wirklich spannend mit der Uhrzeit!

Vielleicht halte ich mir Dein Beispiel vor Augen, Reh und hoffe, dass es dann einfach von selbst bald länger klappt! Das wäre natürlich ein Traum :-)
So ne Nacht voller Schlaf, das wäre schon was - hach! :-) ;-)
Lynn mit dem Großem (3/18), der Mittleren (3/20) und dem Kleinsten (08/23)
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