Kinderchaos

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Cecily
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Re: Kinderchaos

Beitrag von Cecily »

FuFu hat geschrieben: 06.07.2021, 08:22 Unmotiviertes auskippen kenne ich nicht. Hier steckt immer ein tieferer Sinn dahinter...

Aber auch bei uns ist eher das Nicht-Spielzeug bzw. die unsachgemäße Verwendung von Dingen und die extreme gestalterische Ader das Problem. Also wir haben hier nicht nur Schnipsel und Blätter, sondern ganze Skulpturen, Bastelwerke, Kleinkram, Kartonkunstwerke. Und es wird auch alles verwendet und wir hatten schon des Öfteren Drama, weil irgendetwas weg war nach einer meiner Aufräumaktionen.

Inzwischen räumt sie durchaus auch selber auf oder schmeißt Papierkram weg. Gestaltet das Zimmer um.
Irgendwann war im Regal eine Art Puppenhaus aufgebaut, die Bücher waren weg, die Kallaxkisten standen im Raum und ziemlich viel Krams flog rum.
Die Bücher habe ich dann in einer Schublade im Schrank gefunden, das herumfliegende Zeug gehörte in die Schublade...
Den tieferen Sinn habe ich jedenfalls noch nicht erkannt, das würde mir auch irgendwie helfen.

Es kommt vor, dass er sehr kreativ bastelt mit unserem Papiermüll, da kann ich wunderbar mit leben.

Aber so sind die Sachen gar nicht "im Spiel". Die werden einfach ausgekippt.

Wenn ich mich mal lange genug mit dem aufräumen gedulden kann, stelle ich am besten mal ein Foto ein.
Serafin
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Re: Kinderchaos

Beitrag von Serafin »

Cecily hat geschrieben: 06.07.2021, 10:23
Serafin hat geschrieben: 06.07.2021, 06:50 Hier sind Brettspiele nicht im Kinderzimmer. Können sie eh nicht allein spielen. Das würde ich ins Wohnzimmer räumen. Zettel etc schmeiß ich einfach weg. Hat noch niemand danach gefragt.
Die hätte ich auch gerne aus dem Kinderzimmer raus. Wir haben aber keinen Platz woanders. Unsere Wohnung ist recht unglücklich möbliert, wir bräuchten eigentlich so einen riesigen Wohnzimmerschrank. Mein Mann weigert sich aber partout, weil er die so megahässlich findet.

Eigentlich hilft uns nur eine Baugenehmigung. Dann wäre der ganze Kram oben und ich hätte es unten ordentlich. Ich habe die vage Hoffnung, dass ich damit besser leben könnte.
Wir haben ein Spieleregal hinter der Tür mit nem Vorhang davor...
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Cecily
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Re: Kinderchaos

Beitrag von Cecily »

Serafin hat geschrieben: 06.07.2021, 10:25
Cecily hat geschrieben: 06.07.2021, 10:20
schneebesen hat geschrieben: 05.07.2021, 20:41 Hier lebt auch so ein Exemplar. Unsere Tochter kann alles, also wirklich alles zum spielen gebrauchen. Und muss alles auseinander nehmen und rumwerfen. Am Anfang habe ich es noch toleriert als sie kleiner war, da ich es als eine "Leistung" empfand, wenn sie Dinge im Spiel umgenutzt hat - Stichwort Fantasie und Rollenspiel und so. Mittlerweile regt es mich auf. Warum müssen ausgerechnet die Puzzleteile als Tierfutter für die imaginären Tiere verwendet werden? Sie hat vor Jahren ein fädelspiel mit Holzperlen und so Steckblumen geschenkt bekommen. Für uns Geschenke aus der Hölle, schlimmer als dudelzeug mit Batterie. Ständig liegen die Kleinteile irgendwo, obwohl wir sie längst eingesammelt und weggeräumt haben. Die hat überall welche verteilt, wie ein Hund seine Knochen. In allen täschchen und Körben und schachteln sind wahllos Sachen versteckt. Letzte Woche habe ich beim Aufräumen zufällig meinen Wohnungsschlüssel und meine Schuheinlagen gefunden, in ihrem Zimmer. Hat sie " gebraucht" was so viel heisst wie, dass sie es einfach genommen hat und irgendwo reinsteckt. Sie spielt damit irgendwie auch nicht. Ich habe manchmal das Gefühl, es geht in eine Art Übersprunghandlung.
Am meisten ärgt es mich bei Dingen, denen sie entwachsen ist und die ihre kleineren Brüder noch bekommen sollen. Ich glaube bei fast jedem "ersten Puzzel" fehlt ein Teil. Oder Teile von Gesellschaftsspielen... Sie muss auch alles auseinander nehmen. Jedes Playmobil Teil zerlegt sie in die Einzelteile, auch wenn das gar nicht vorgesehen ist. Und oft geht dann dabei was kaputt oder verloren. Ist ihr dann aber egal. Aber mich nervt es. CDs ist auch so ein Thema. ...

Ich weiss nicht wie ich das ändern kann. Ich habe noch die Hoffnung mit beschrifteten Kisten usw kommen wir weiter. Aber das scheint ja auch nicht überall zu funktionieren.

Danke auf jeden Fall für dieses Thema. Und danke fürs lesen, das musste irgendwie mal raus bei mir. :roll:
Und mir hilft es, dass es anderen auch so geht. :oops:

Dieses Teile auseinandernehmen und rumschmeißen nervt mich auch so. Z.B. beim Elektrobaukasten. Das funktioniert dann halt nicht mehr. Bei den Puzzlen sind teilweise auch die Teile vermischt. Und klar stört es ihn, wenn er dann ein Puzzle nicht mehr Puzzeln kann. Aber bei mehreren 300er Puzzlen habe ich dann keinen Bock mehr zu sortieren. Er auch nicht. Ist aber traurig, wenn das Puzzle unvollständig ist. :(
Ich würde ihm die Puzzle nicht zur freien Verfügung geben. Weils genau so endet, wie du beschreibst. Gepuzzelt werden kann am Esstisch oder Wohnzimmertisch oder im aufgeräumten Zimmer. Sonst nirgends. Genau so mit Spielen. Die stehen hier aus genau dem Grund im Wohnzimmer.

Und das mit der Jacke, könnt hier genau so sein. Nur die Kinder anders rum. Der kleine nimmt die Jacke des großen und der heult dann...
Du hast schon recht. Puzzle und Spiele sollten aus dem Kinderzimmer raus. Stand jetzt ist eben nur, dass kein Platz da ist. Da müssten wir irgendwie ummöblieren.... Ich gehe mal in mich. Vielleicht geht was in den Kleiderschrank. Da könnte unten schon was rein. Ich grübele mal....
Cecily
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Re: Kinderchaos

Beitrag von Cecily »

Jia hat geschrieben: 06.07.2021, 08:51 Das Chaos-Problem kenne ich auch, von meinen Kindern, aber auch von mir früher. Es hat mich schlicht nicht gestört, dass überall alles herumlag (und meine ganze Familie ist chaotisch, das hatte System). Und leider musste ich als Erwachsene das Ordnung-halten dann erst mühsam lernen. Deshalb versuche ich gerade, meinen Kindern beizubringen, dass abends kurz aufgeräumt wird. Was bisher ganz gut funktioniert: einen Wecker stellen/auf dem Handy programmieren, der täglich um dieselbe Zeit klingelt. So ist es das Handy, das an die abgemachte Ordnungszeit erinnert, nicht die meckernde Mama. Zusammen mit gründlich ausmisten hat das geholfen, das Chaos etwas zu reduzieren. Es funktioniert noch nicht so, wie ich gerne hätte, ist aber eine deutliche Verbesserung zu vorher. Und inzwischen reagieren die Kinder manchmal auch auf meine Aufforderung, doch erst rasch die Legos wegzuräumen, bevor das Puppengeschirr darüber gekippt wird...
Hach, es ist natürlich auch die zeitliche Komponente. Ich bin um 18.30 zu hause. Dann wartet - Luxus - schon das Essen auf uns. Nach dem Essen ist noch 1 Stunde Zeit (wenn mein Mann den Tisch abräumt) und da spielen wir manchmal was zusammen. Jeden 2. Tag geht allerdings (persönlicher Egoismus) 1/2 Stunde weg, in der ich Sport mache. Das macht mir auch ein schlechtes Gewissen, aber nach dem Insbettbringen gegen 21 Uhr (= dann sind wir fertig) kann ich nicht mehr. An Sporttagen gehen wir zusammen baden. Dann gucken wir Logo und gehen ins Bett.

Klar könnte ich irgendwann dazwischen 10 Minuten aufräumen. Aber das strengt mich mega an, weil halt immer so viel Nörgelei damit verbunden ist.

Merkwürdigerweise hilft er aber in anderen Bereichen recht gerne beim aufräumen. In gut gelaunten Momenten kann ich das auch "gegenrechnen". Sprich, wenn er die Türklinken abwischt, mache ich was in seinem Zimmer oder so.
Cecily
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Re: Kinderchaos

Beitrag von Cecily »

arwen82 hat geschrieben: 06.07.2021, 09:07 Letztens hat sie mit einer Freundin Konfettiparty gespielt :shock:
Sie haben sich eine Rolle Geschenkpapier geholt (ich glaub ich hab ihnen die auch noch gegeben, sie wollen was basteln :lol: ) und dann haben sie zu zweit tausende Kleine Schnipsel geschnitten und das haben sie über alles drüber verteilt, über Spielzeug, ins Bett, übers Bücherregal,…
Wenigstens waren die Schnipsel trocken :D
Das hatten wir auch schon. Das könnte ich ja einsaugen, wenn die Party zu Ende ist. Aber das liegt ja dann über Bergen von anderem Spielzeug. :?

(Muss mich mal an die Arbeit machen....)
Elena
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Re: Kinderchaos

Beitrag von Elena »

schneebesen hat geschrieben: 05.07.2021, 20:41Die hat überall welche verteilt, wie ein Hund seine Knochen. In allen täschchen und Körben und schachteln sind wahllos Sachen versteckt. Letzte Woche habe ich beim Aufräumen zufällig meinen Wohnungsschlüssel und meine Schuheinlagen gefunden, in ihrem Zimmer. Hat sie " gebraucht" was so viel heisst wie, dass sie es einfach genommen hat und irgendwo reinsteckt.
Ooooh, das hatten wir auch. Meine Kleinste hat das ganz viel gemacht, die ist zwei Jahre älter als deine Tochter und mittlerweile ist es selten. Aber "Das steckt bestimmt in irgendeiner Tasche" ist bei uns sprichwörtlich, wenn etwas verschwunden ist. Das Highlight war ihr kleiner Kuschelnpinguin, der weg war. Ich hatte schon bei den Großeltern angerufen deswegen und in einem Hotel, wo wir gewesen waren. Er war weg... und tauchte dann bei einer Aufräumaktion auf: Sie hatte ihn in Stoffreste gewickelt und in eine leere Bügelperlendose gesteckt und diese Dose dann in einen Rucksack. Und den in irgendeine Ecke gelegt, wo er von Zeug verschüttet worden war. :roll:

@Cecily: Ich habe noch nicht alles gelesen. Aber ich finde das erstmal noch normal, also, am chaotischen Rand von normal, aber durchaus irgendwie typisch in dem Alter. Wir machen Aufräumaktionen mit den Kindern. Wir haben uns von der Idee verabschiedet, dass sie ihr Zimmer ordentlich halten, wenn man nur die Kisten richtig beschriftet oder so. :lol: Meistens bieten wir Samstagmorgen Aufräumassistenz an, das läuft ziemlich gut. Die 12jährige macht mittlerweile selbst große Aufräumaktionen, z.B. wenn sie sich mit Freundinnen verabredet hat und einfach ein ordentliches Zimmer haben möchte. Sie weiß also, wie es geht, auch wenn sie im Alltag sehr chaotisch ist. Die jüngeren müssen wir unterstützen. Besonders die 8jährige verliert immer mal wieder den Faden beim Aufräumen. Da muss man dann mitmachen und ihr klare Aufträge geben: "Jetzt bitte alle Buntstifte sammeln und HIER rein" oder so. Machmal hilft auch Musik dazu anmachen oder die Stoppuhr stellen und 15 Minuten Poweraufräumen alle zusammen.
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Re: Kinderchaos

Beitrag von Multik90 »

Ich lese hier mal interessiert mit. Ich selbst wurde als Kind und Jugendliche immer zum Aufräumen gezwungen, erpresst, dass sonst alles im Müll landet etc. Mich hat es nur gestört, wenn ich keinen Platz zum Malen mehr hatte oder etwas Bestimmtes nicht finden konnte. Jetzt würde ich sagen, dass ich durchschnittlich ordentlich bin. Schränke ausmisten und Klamotten in den Schrank sortieren, finde ich aber immer noch super lästig. Da kann ich den Kindern leider auch nicht die Freude daran vorleben. K1 räumt überhaupt nicht gerne auf. Sortiert aber für sein Leben gern und findet so aber in ein neues Spiel, statt wirklich zu helfen. Bisher habe ich nur Unterstützung beim Aufräumen erzwungen (habe es nicht anders gelernt), also entweder mit Androhen, dass das Zeug sonst wegkommt, oder so halb im Spiel mit klaren Anweisungen. Letzteres geht aber auch nur, wenn ich noch fit und gut gelaunt bin. Habe mich direkt im verlinkten Artikel ertappt gefühlt mit dem Nicht-wertgeschätzt-werden und meckernder Mama. Teufelskreis.

Um das Chaos auf ein Minimum zu beschränken, haben wir Folgendes schon probiert:
- statt je ein Kinderzimmer je Kind haben wir ein (in Zukunft) gemeinsames Kinderschlafzimmer und ein extra Spielzimmer, wo zumindest einmal in der Woche absolute Ordnung herrscht, wenn gesaugt und gewischt wird. Aber nicht jeden Tag alles wieder weggeräumt werden muss, weil man einfach die Tür schließen kann, wenn mein Energielevel keine Diskussion oder selbständige Aufräumaktion zulässt
- Lego hat EINEN festen Platz (auf dem oberen Doppelstockbett im Kinderschlafzimmer, wo ausschließlich die Zone und der Rückzugsort von K1 ist) und kein Lego-Teil darf für K2 erreichbar sein. Darauf achte ich penibel und mittlerweile hat der Große es auch verinnerlicht
- Puzzles, Gesellschaftsspiele, Mal- und Bastelzeug, kinetischer Sand, Knete etc haben in dem Spielzimmer nichts zu suchen. Das gibt es auf dem Schreibtisch im Kinderschlafzimmer, am großen Tisch im Wohnzimmer oder nur mit Erwachsenen gemeinsam. Nachteil: dass so auch Kindersachen in andere Räume wandern und wieder zurück gebracht werden müssen, aber bisher sind nur wenige Teile verschollen
- CDs/DVDs bekommt das Kind gar nicht in die Hand

Zu viel Zeug haben wir im Übrigen auch. Stark reduzieren und im Rotationsprinzip nach einiger Zeit wechseln, bringt bestimmt ganz neue Spielideen mit sich. Müssten wir Eltern aber alleine angehen, da K1 ALLES UNBEDINGT braucht und schon beim Gedanken ans Aussortieren eine Krise kriegt. Was wir dann noch probieren könnten, wären Beschriftungen/Bilder am Schrank im Spielzimmer, um an die Sortierfreude anzuknüpfen. Aussortiert ist aktuell alles an Zubehör der Kinderküche inkl. Salzteigerzeugnisse, Besteck. Steine, Muscheln, Stöckchen, Blätter, Kastanien werden entweder gar nicht erst nach Hause reingebracht oder nach kurzer Zeit weggeworfen, wenn das konkrete Bastelvorhaben umgesetzt ist.
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Re: Kinderchaos

Beitrag von IndieRina »

Cecily hat geschrieben: 06.07.2021, 10:13
IndieRina hat geschrieben: 05.07.2021, 18:24 Ich würde sagen, euer Kind hat VIEL zu viel Spielzeug. Allein das, was in seinem Zimmer ist, klingt für mich nach absoluter Überforderung. Wir leben hier spielzeugreduziert. Das heißt, es sind immer nur zwei Sachen gleichzeitig da (zum Beispiel Playmobilkiste und Bausteine. Oder Duplokiste und Briokiste. Kiste heißt jeweils ein Branäs-Korb voll). Einmal wöchentlich wird getauscht. Wir misten rigoros aus. Was die Großeltern schenken (oft Plastikschrott) bleibt bei denen zuhause. Kleinkram wie Ü-Ei-Inhalt, den ich zwischen Sofakissen finde, schmeiß ich weg (wir kaufen die sowieso nicht).

Die Verantwortung für's Aufräumen sehe ich noch bei uns Erwachsenen (Kinder sind 2 und 5 3/4). Da es nur wenig Spielzeug ist, mach ich das abends in fünf Minuten. Ich glaube, Ordnung vorleben bringt am meisten.

Versuch mal, übergangsweise alles wegzuräumen. Kinder werden dann manchmal unglaublich kreativ. Mein Sohn hat mal angefangen, mit dem Backrost und Sofakissen Eisenbahn zu spielen. Cool ist auch, zu beobachten, was passiert, wenn das Zimmer komplett leer ist bis auf diese riesen Softbausteine. Die Kinder fangen toll und vertieft an zu spielen.

Kennst du diesen tollen Wunschkind-Artikel zum Thema Aufräumen?

https://www.gewuenschtestes-wunschkind. ... n.html?m=1
Ich kannte den Artikel nicht und habe den gelesen.

Vom Tenor her ist mir das völlig klar. Und ja, stimmt, ich fühle mich und meine Zeit nicht wertgeschätzt, wenn ich da ewig abends aufräumen muss.

Und ich arbeite auch mit Erpressung und kann mir gut vorstellen, dass das kontraproduktiv ist.

Aber abwarten, bis er mal Lust hat bringt gar nichts. Jedenfalls nichts, wenn ich nicht weniger als 1 Woche abwarte. Bis jetzt habe ich es nicht länger geschafft.

Und ich habe zB morgens keine Zeit dazu, die Kinder öfters zu fragen, ob sie sich denn jetzt mal anziehen möchten. Heute morgen zB hat er - das war wohl als Witz gedacht - die Winterjacke seines Bruders angezogen. War aber letztendlich nicht lustig, weil das Kleinkind einen riesigen Wutanfall hatte, was dann dazu führte, dass Maxi im die Jacke an den Kopf geschmissen hat und am Ende lag sie auf dem Boden und keiner wollte sie wegräumen. Das hört sich echt pillepalle an, ist aber ein totaler Standard und nervt mich total.

Alles wegräumen wüsste ich echt nicht wohin. Wir haben allein um die 300 Kinderbücher. Die bleiben weitestgehend verschont. Er malt gerne und spielt gerne Lego, das täte mir schon leid.

Ich glaube aber, dass es eine gute Idee ist, wie hier angegeben, die Malsachen mal zu reduzieren.
Naja, du musst die Sachen ja nicht wegschmeißen. Nur außer Sicht räumen und regelmäßig rotieren lassen, sodass immer nur ein Teil da ist. Bei den Mengen, die ihr habt, genügt ein Bruchteil.

Wenn du schon weißt, er spielt fast jeden Tag kreativ mit Lego, dann bleibt halt das Lego da. Eventuell eine kleinere Menge. Ich mache es so, dass ich immer alles, was drei Tage nicht bespielt wurde, außer Sicht räume (Kisten ganz oben auf den Schrank). Wenn ich es nach Wochen wieder raushole, wird es wieder total gut bespielt.
Mama von Knopf (09/15) und Knöpfin (02/19)
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Re: Kinderchaos

Beitrag von IndieRina »

Ich möchte noch hinzufügen: Wegräumen und Umsortieren sind in dem Fall keine Strafe, sondern eine Hilfe. Die Kinder sind teils richtig erleichtert und genießen den vielen freien Platz.
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Re: Kinderchaos

Beitrag von DolphinFFM »

Ich kann auch mitreden. Und bei uns ist es auch vor allem die 7jährige. Bei ihr habe ich beobachtet:

1) sie fühlt sich in Chaos nicht offensichtlich unwohl. Ich dagegen (inzwischen) schon. Als Kind war das bei mir aber auch nicht so.
2) sie weiß meist gar nicht wo sie anfangen soll und wo was hingehört. Die meisten Sachen haben seit langer Zeit einen festen Platz - und sie weiß trotzdem nicht wo sie hin gehören. Das halte ich für Überforderung - eine Art Systemabsturz.
3) aufräumen empfindet sie als anstrengend. Das geht mir genauso und ich habe auch erst als Mutter verstanden wozu regelmäßiges/ständiges aufräumen und Ordnung gut ist. Also letztlich warum gleich aufräumen immer noch weniger anstrengend ist, als dann später so viel machen zu müssen.

Aber auch:
A) umso unordentlicher es ist, umso mehr breiten sie ihre Spielzonen aus. Sie weichen dem Chaos aus. Also stört es sie unterbewusst eben doch.
B) wenn alles aufgeräumt ist, spielen sie kreativer und fassen auch Dinge wieder an, die vorher liegen gelassen/übersehen wurden

Aktuell versuche ich daher die Variante das abends aufgeräumt werden muss. Und sie Spielzeug mit dem sie nicht mehr spielen gleich wegräumen sollen, va Puzzle, Bücher und so… Die Mittlere hat das heute schon ganz gut umgesetzt, bei der Großen arbeite ich noch dran.

Aussortieren ist dann mal die nächste Aufgabe. Manches steht schon im Keller, aber da kann noch mehr hin. Und dann muss ich auch im Keller mal Dinge wirklich weg bringen. Also verschenken/verkaufen. Nur da denke ich auch oft, das ja vielleicht die Kleineren später mal noch damit spielen wollen und ich es dann nicht wieder besorgen muss.
... mit den 3 Tigermädchen (02/2014 & 12/2016 & 01/2020)
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