Stillkrise wegen anhaltender Schmerzen und Verdacht auf Probleme mit dem Zungenbändchen

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Antifee86
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Stillkrise wegen anhaltender Schmerzen und Verdacht auf Probleme mit dem Zungenbändchen

Beitrag von Antifee86 »

Hallo,
ich habe mich entschlossen hier einen Thread zu eröffnen, da ich die Stillbeziehung mit meiner Tochter zunehmend als belastend erlebe und hier auf Hilfe hoffe, weil ich mittlerweile nicht mehr für mich stressfrei stillen kann.
Kurz zur Vorgeschichte: ich habe meinen Sohn ziemlich genau drei Jahre gestillt, davon weit über ein Jahr mit erheblichen Problemen und häufigen Einsatz von Schmerzmitteln (Vasospasmen, wunde Brustwarzen, offene Stellen, schmerzhafter Milchspendereflex, stechende Schmerzen in der gesamten Brust, ständig Milchstau, vermuteter Soor in den Milchgängen, der mit Fluconazol behandelt wurde). Ich habe damals sehr viel unternommen und war sehr verzweifelt. Irgendwann ist dann der Knoten geplatzt und es wurde alles viel besser und so gut wie schmerzfrei (ich denke, so mit 15 oder 16 Monaten…). Ich habe dann auch zu diesem Zeitpunkt die rechte Brust abgestillt, weil ich dort immer weiter Probleme hatte, die sich besonders durch Schmerzen in der Brustwarze zeigten.
Mein Sohn war das ganze erste Lebensjahr ein extremes Spuckkind und ist mit 7 Monaten von der 50. auf die 9. Perzentile abgerutscht, was leider aufgrund eines Arztwechsels und der Durchführung der U5 beim Hausarzt, der den Gewichtsverlauf nicht überprüft hat, niemand bemerkt hat. Zur U6 hatte er sich wieder auf seine ursprüngliche Perzentile hochgearbeitet. Grundsätzlich war er ein extremes Stillkind, er hing stundenlang und immer und ständig an der Brust, Tag wie Nacht.

Das Stillen mit meiner Tochter, aktuell drei Monate alt, lief bisher deutlich entspannter, obwohl meine Angst in der Schwangerschaft echt groß war. Ich saß bisher noch nie an einer Pumpe, Schmerzmittel musste ich nur die ersten 6-8 Wochen immer mal nehmen und bis auf wunde Brustwarzen ist zumindest nichts schlimmes passiert. Es tat am Anfang wieder ziemlich weh und ich habe auch dieses mal wieder besonders mit der rechten Brust Probleme, aber es ist kein Vergleich zu damals. Der Milchspendereflex ist wieder häufig schmerzhaft und es sticht phasenweise sehr unangenehm in der Brust, aber ich hatte zum Beispiel kein einziges Mal einen Milchstau. Meine Tochter möchte allerdings insgesamt auch deutlich weniger an die Brust und hat bisher nie Clusterfeeding betrieben. Sie ist ebenfalls ein Spuckkind.
Da es rechts weiterhin doch sehr unangenehm bis wirklich schmerzhaft ist, überlege ich nun, ob ich dieses Mal schon sehr viel früher die rechte Brust abstille, mache mir aber Sorgen, dass sie dann zu wenig kriegt und ebenfalls vom Gewicht her in eine schlechte Entwicklung verfällt. Kann die linke Brust das leisten, ein Baby, was noch keine Beikost erhält, zu versorgen? Grundsätzlich habe ich links deutlich mehr Milch, aber ob das reicht, weiß ich nicht… Ich habe große Angst, dass sich das mit der ungenügenden Zunahme wiederholt. Auch, wenn ich weiterhin beide Seiten stille, ist diese Sorge gerade sehr präsent.

Jetzt hat sie vor etwa zwei Wochen plötzlich angefangen beim stillen zu schnalzen. Das Schnalzen setzt ein, wenn der Milchspendereflex ausgelöst wird, also wenn die Milch fließt. Nun kam von einer Stillberaterin der LLL (nehme an einer Stillgruppe teil) der Hinweis, dass sie vielleicht Probleme mit dem Zungenbändchen haben könnte und dass sie dies auch schon bei meinem Sohn damals als Ursache für unsere Probleme vermutet hat und irgendwie komme ich seitdem überhaupt nicht mehr klar. Ich weiß nicht, was mich daran so triggert, aber ich kann meiner Tochter kaum noch in die Augen schauen, weil ich ständig in ihren Mund starre und versuche zu ergründen, ob mit ihrer Zunge alles ok ist. Wenn das Schnalzen anfängt, macht es mich fast ein bisschen aggressiv. Wieso macht sie das plötzlich? Ich will das irgendwie nicht wahrhaben, dass ein verkürztes Zungenbändchen das Problem sein könnte, mich macht das total hilflos. Es gibt nur mindestens 200km weit entfernt Praxen, die sich auf das Thema spezialisiert haben und eine sichere Diagnose stellen können (sagt jedenfalls die Stillberaterin) und auch nur in diesen weit entfernten Praxen wird das Zungenbändchen adäquat durchtrennt, falls nötig. Die Kosten von 400-500€ müssten wir selbst zahlen. Abgesehen davon, dass ich weder weiß, wie wir so eine weite Reise organisieren sollen, wird es auch nur schwer möglich das Geld aufzubringen. Das wiederum löst sofort ein extrem schlechtes Gewissen bei mir aus, denn für das Wohlergehen meiner Tochter dürften wir ja keine Kosten oder Mühen scheuen und ich habe gerade eine teure Federwiege gekauft, die ja nicht ansatzweise so wichtig ist wie die Gesundheit meines Babys. Die Vorstellung, dass jemand meinem Baby ohne Betäubung im Mund rumschneidet, kann ich außerdem überhaupt nicht aushalten.
Fakt ist aber, dass das Schnalzen nicht aufhört und meine Brustwarzen weiterhin wund sind (mal mehr, mal weniger) und es gibt anscheinend ein Problem, auch, wenn ich das nicht wahrhaben will.

* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Ein Mädchen

* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)?

Nein, sie wurde bisher ausschließlich gestillt

* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?

Tagsüber stillen wir ungefähr alle 2 Stunden, nachts alle 4 Stunden, aber grundsätzlich nach Bedarf. Manchmal nuckelt sie den ganzen Mittagsschlaf über, manchmal will sie in den Morgenstunden häufiger an die Brust. Ich stille immer nur eine Seite (ca. 10-20 Minuten denke ich), die rechte schmerzhafte Brust stille ich nur etwa 4 Mal in 24 Stunden und an der Seite darf sie nicht nuckeln.

* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?

Stuhlgang mindestens 1x täglich, oft auch 2-3x täglich. Die Windeln sind immer nass und gut gefüllt.

* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?

Es gab bisher keine nennenswerten Probleme. Sie ist kein unruhiges Baby, hat sich von Anfang an bei Hunger gemeldet, jedoch die ersten Wochen viel geschlafen.

* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?

Sie bekommt manchmal einen Schnuller zum einschlafen (maximal 15 Minuten in 24 Stunden), aktuell nimmt sie den aber kaum noch. Nachts gibt es gar keine Schnuller, nur tagsüber kurz in der Trage, wenn sie die Kurve nicht kriegt.

* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?

Nein.

* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?

Übergewicht bei mir, sonst gibt es nichts.

* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.

Siehe Beitrag.

03.03. U1: 3880
10.03. U2: 3850
16.04. U3: 4770
25.05. U4 5900

Sie hatte nach zwei Wochen ihr Geburtsgewicht wieder erreicht. Die anderen Wiegedaten der Hebamme habe ich mir nicht notiert, ich kenne nur die vom Kinderarzt.

Ich weiß, dass es vielleicht albern erscheint, dass ich mich wegen dem Schnalzen und dieser Zungenbändchen-Geschichte so anstelle, aber mich lässt das nicht mehr los, ich weiß aber auch nicht, was ich tun kann. Ich erwische mich dabei, wie ich häufiger darüber nachdenke, wie lange ich sie denn stillen „muss“ (nach meiner Definition) und ich bin einfach nicht mehr entspannt. Dabei war ich so froh, dass es doch dieses Mal so viel besser gelaufen ist bisher…

Liebe Grüße!
Großer 9/2015 und Kleine 3/2021
vam
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Re: Stillkrise wegen anhaltender Schmerzen und Verdacht auf Probleme mit dem Zungenbändchen

Beitrag von vam »

Hallo Antifee, da hast du ja schon einiges hinter dir. Wir hatten hier ein lange nicht erkanntes bzw. falsch eingeschätztes Zungenbandproblem und ich will dir Mut machen, da dran zu bleiben. Ich hatte nicht annähernd solche Schmerzen, aber seit der Trennung (erst mit fast sechs Monaten) lief es einfach so viel besser.

Auch Logopäden oder Zahnärzte können sich damit auskennen, da kurze Zungenbändchen auch zu Sprachproblemen oder Zahnfehlstellungen führen können. Vielleicht gibt es ja doch noch jemanden, der näher ist.

Zur Trennung (weil du schreibst, dass der Gedanke besonders schlimm für dich ist): Das ist ein Schnitt mit chirurgischer Schere oder Laser. Und dauerte bei uns ein paar Sekunden. Es kam ein Tropfen Blut, mein Sohn hat natürlich kurz geweint, aber ich durfte ihn sofort trösten und stillen. Und Schleimhaut heilt sehr schnell. Vielleicht sind im Anschluss Dehnübungen zu machen. Ich würde jederzeit sofort wieder trennen lassen, da die Trennung so viel weniger tragisch war als das ganze Chaos vorher mit Gedeihkontrollen, Arztterminen, Abklärung sonstiger möglicher körperlicher Probleme etc.

Du klingst schon ziemlich angespannt. Ich lass dir noch einen Drücker da, wenn du magst.
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Alice89
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Re: Stillkrise wegen anhaltender Schmerzen und Verdacht auf Probleme mit dem Zungenbändchen

Beitrag von Alice89 »

Liebe Antifee,

Ich habe bei meiner Tochter auch das Zungenbändchen durchtrennen lassen und würde es jederzeit wieder tun. Hast du schon selbst gegoogelt, ob es in eurer Nähe einen Arzt, Logopäden oder Stilberatung gibt, die sich damit auskennen? (Ich hab damals eine Stillberaterin gleich ums Eck gefunden, die meinen Verdacht bestätigt hat, mit "Zungenbändchen" + meine Stadt). Geholfen haben mir auch Bilder, die man im Netz findet, um grob einschätzen zu können, ob es verkürzt sein könnte.

Sollte das Zungenbändchen tatsächlich zu kurz sein, kann ich dir nur auch zur Trennung raten, weil da halt mehr dran hängen kann als nur das Stillen. Meine Tochter hat z. B. vor der Trennung immer mit offenem Mund geschlafen, danach gar nicht mehr. Das begünstigt ja wiederum Infekte.

Bei meiner Tochter wurde übrigens mit einem Gel betäubt und dann gelasert. Während des Eingriffs (nur ein paar Sekunden!) hat sie zwar gebrüllt wie am Spieß, das kam aber mMn einfach davon, dass sie gepuckt wurde, ihre Augen sicherheitshalber abgedeckt wurden und dann halt die Zunge hochgedrückt wurde. Kaum hatte ich sie danach auf dem Arm und angelegt, war alles wieder gut.
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Re: Stillkrise wegen anhaltender Schmerzen und Verdacht auf Probleme mit dem Zungenbändchen

Beitrag von Multik90 »

Ich möchte dir einen Drücker dalassen und Mut machen, es abklären zu lassen, wenn dir das Thema keine Ruhe lässt.
Was die Geräusche und gelegentliche Schmerzen beim Stillen angeht: beide Kinder hatten bei mir eine Phase, in der sie schnalzende Geräusche beim Stillen gemacht haben. Und bei beiden war es phasenweise ein Gehampel, Gekasper, hastiges Andocken/Andocken und verursachte ganz schnell Schmerzen, wenn ich nicht genau darauf achtete, richtig anzulegen (und dafür notfalls ein paar Mal abzudocken). Auch so um den 4. Monat rum, glaube ich. Vorher war alles unauffällig, danach hatte es sich auch von alleine wieder erledigt, Zungenbändchen war bei beiden unauffällig. Aber die Sorge, es könnte etwas sein, gepaart mit Schmerzen, sind schon Grund genug, mal jemanden vom Fach draufschauen zu lassen.
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Re: Stillkrise wegen anhaltender Schmerzen und Verdacht auf Probleme mit dem Zungenbändchen

Beitrag von Antifee86 »

vam hat geschrieben: 02.06.2021, 22:33 Hallo Antifee, da hast du ja schon einiges hinter dir. Wir hatten hier ein lange nicht erkanntes bzw. falsch eingeschätztes Zungenbandproblem und ich will dir Mut machen, da dran zu bleiben. Ich hatte nicht annähernd solche Schmerzen, aber seit der Trennung (erst mit fast sechs Monaten) lief es einfach so viel besser.

Auch Logopäden oder Zahnärzte können sich damit auskennen, da kurze Zungenbändchen auch zu Sprachproblemen oder Zahnfehlstellungen führen können. Vielleicht gibt es ja doch noch jemanden, der näher ist.

Zur Trennung (weil du schreibst, dass der Gedanke besonders schlimm für dich ist): Das ist ein Schnitt mit chirurgischer Schere oder Laser. Und dauerte bei uns ein paar Sekunden. Es kam ein Tropfen Blut, mein Sohn hat natürlich kurz geweint, aber ich durfte ihn sofort trösten und stillen. Und Schleimhaut heilt sehr schnell. Vielleicht sind im Anschluss Dehnübungen zu machen. Ich würde jederzeit sofort wieder trennen lassen, da die Trennung so viel weniger tragisch war als das ganze Chaos vorher mit Gedeihkontrollen, Arztterminen, Abklärung sonstiger möglicher körperlicher Probleme etc.

Du klingst schon ziemlich angespannt. Ich lass dir noch einen Drücker da, wenn du magst.
Vielen Dank für deine Antwort. Ich muss irgendwie diese irrationale Angst vor der eventuellen durchtrennung überwinden… am Montag werde ich für beide Kinder einen Termin bei einem Kinderzahnarzt in meiner Stadt vereinbaren. Nach einiger Recherche und der Inspektion der Mundhöhlen von beiden ist mir nämlich aufgefallen, dass beide einen hohen Gaumen haben. Es scheint also irgendwas nicht ganz optimal zu sein und ich lasse das jetzt auf jeden Fall abklären.
Alice89 hat geschrieben: 03.06.2021, 11:31 Liebe Antifee,

Ich habe bei meiner Tochter auch das Zungenbändchen durchtrennen lassen und würde es jederzeit wieder tun. Hast du schon selbst gegoogelt, ob es in eurer Nähe einen Arzt, Logopäden oder Stilberatung gibt, die sich damit auskennen? (Ich hab damals eine Stillberaterin gleich ums Eck gefunden, die meinen Verdacht bestätigt hat, mit "Zungenbändchen" + meine Stadt). Geholfen haben mir auch Bilder, die man im Netz findet, um grob einschätzen zu können, ob es verkürzt sein könnte.

Sollte das Zungenbändchen tatsächlich zu kurz sein, kann ich dir nur auch zur Trennung raten, weil da halt mehr dran hängen kann als nur das Stillen. Meine Tochter hat z. B. vor der Trennung immer mit offenem Mund geschlafen, danach gar nicht mehr. Das begünstigt ja wiederum Infekte.

Bei meiner Tochter wurde übrigens mit einem Gel betäubt und dann gelasert. Während des Eingriffs (nur ein paar Sekunden!) hat sie zwar gebrüllt wie am Spieß, das kam aber mMn einfach davon, dass sie gepuckt wurde, ihre Augen sicherheitshalber abgedeckt wurden und dann halt die Zunge hochgedrückt wurde. Kaum hatte ich sie danach auf dem Arm und angelegt, war alles wieder gut.
Dir auch vielen Dank! In meiner Stadt gibt es leider keinen, der mit einem Laser schneidet und das soll ja anscheinend die deutlich bessere Variante sein. Für diese Option müsste ich etwa 200km weit fahren, zumindest ist mir nichts anderes bekannt. Mittlerweile habe ich mich aber entschieden, dass ganze auf jeden Fall anzugehen, weil es ja weitreichende Folgen haben kann, wie da auch schreibst. Das wäre echt verrückt, wenn sich meine Stillprobleme tatsächlich dadurch lösen lassen könnten…
Multik90 hat geschrieben: 03.06.2021, 13:22 Ich möchte dir einen Drücker dalassen und Mut machen, es abklären zu lassen, wenn dir das Thema keine Ruhe lässt.
Was die Geräusche und gelegentliche Schmerzen beim Stillen angeht: beide Kinder hatten bei mir eine Phase, in der sie schnalzende Geräusche beim Stillen gemacht haben. Und bei beiden war es phasenweise ein Gehampel, Gekasper, hastiges Andocken/Andocken und verursachte ganz schnell Schmerzen, wenn ich nicht genau darauf achtete, richtig anzulegen (und dafür notfalls ein paar Mal abzudocken). Auch so um den 4. Monat rum, glaube ich. Vorher war alles unauffällig, danach hatte es sich auch von alleine wieder erledigt, Zungenbändchen war bei beiden unauffällig. Aber die Sorge, es könnte etwas sein, gepaart mit Schmerzen, sind schon Grund genug, mal jemanden vom Fach draufschauen zu lassen.
Danke für deinen Antwort. Ja, das schnalzen muss nicht unbedingt mit einem Problem verbunden sein, allerdings hat meine Recherche ergeben, dass es weitere Hinweise gibt, dass etwas mit den Zungenband bzw. den Lippenband nicht in Ordnung ist. Ich werde es also abklären lassen und dann natürlich auch meine Ängste überwinden und es durchtrennen lassen.
Sie stillt eigentlich meistens sehr ruhig und trotzdem schnalzt sie. Manchmal aber auch nicht. Finde es auch komisch, dass das erst jetzt angefangen hat, wenn es tatsächlich an einem zu kurzen zungenband liegt…
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Re: Stillkrise wegen anhaltender Schmerzen und Verdacht auf Probleme mit dem Zungenbändchen

Beitrag von MmeClementinchen »

Nur ganz kurz, da Baby gerade ruft: Ob man Laser oder Skalpell braucht, kommt wohl darauf an, wie das Zungenbändchen angewachsen ist. Liegt es tief, braucht man einen Laser, ist es offensichtlich, nimmt man Skalpell. So wurde es mir jedenfalls erklärt. Man muss also nicht in jedem Fall zum Spezialisten mit Laser.
(Bei uns stand auch die Diagnose im Raum, hat sich aber nicht bestätigt).
Lass den Kopf nicht hängen und alles Gute!!!
Meine Familie ist endlich vollständig und besteht aus Mann, Hund und dem Full House: 10/2014 :22: , 11/2016 :22:, 11/2018 :21:, 04/2021 :22:, 10/2023 :21:



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Re: Stillkrise wegen anhaltender Schmerzen und Verdacht auf Probleme mit dem Zungenbändchen

Beitrag von Antifee86 »

Laut dem Kinderarzt ist mit dem Zungenband alles in Ordnung. Das Lippenband setze sehr tief an, das findet er aber unproblematisch. Wegen den Schmerzen hat er mir Stillhütchen empfohlen… die Gewichtszunahme ist weiterhin gut. Am Donnerstag habe ich noch einen Termin bei einer Kinderzahnärztin, eine zweite Meinung kann ja nicht schaden.

Im Moment habe ich rechts wieder so starke Schmerzen, dass ich eine Paracetamol genommen habe. Ich werde die rechte Seite bis morgen früh nicht mehr stillen. Da die Brust sich trotzdem nicht voll anfühlt, denke ich, dass dort eh kaum noch Milch kommt? Ich überlege, ob ich mir eine elektrische Pumpe verschreiben lassen und Rechts für ein paar Tage gar nicht mehr stille. Könnte die gewonnene Milch entweder einfrieren oder zufüttern. Es bleibt die Sorge, dass meine Tochter bald nicht mehr genug erhält… das schnalzen ist auch weiterhin da.
Im Moment will das Baby recht oft an die Brust, was die linke Seite dann ziemlich strapaziert, da ich rechts überwiegend auslasse. Es macht einfach keinen Spaß so.
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Re: Stillkrise wegen anhaltender Schmerzen und Verdacht auf Probleme mit dem Zungenbändchen

Beitrag von hope1 »

Hallo!
Bitte hol dir eine Zweitmeinung.
Wir haben hier auch eine Odyssee hinter uns, da der Kinderarzt es nicht erkannt hat und der Chirurg zwar das Zungenband getrennt, aber das Lippenband als unrelevant abgetan hat.
Dies war aber eben doch relevant und deswegen hatten wir weiterhin Probleme, bis wir endlich noch jemanden gefunden haben der es getrennt hat!
Wir stillen zum Glück immer noch! :slürp*
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Re: Stillkrise wegen anhaltender Schmerzen und Verdacht auf Probleme mit dem Zungenbändchen

Beitrag von Antifee86 »

hope1 hat geschrieben: 12.06.2021, 19:17 Hallo!
Bitte hol dir eine Zweitmeinung.
Wir haben hier auch eine Odyssee hinter uns, da der Kinderarzt es nicht erkannt hat und der Chirurg zwar das Zungenband getrennt, aber das Lippenband als unrelevant abgetan hat.
Dies war aber eben doch relevant und deswegen hatten wir weiterhin Probleme, bis wir endlich noch jemanden gefunden haben der es getrennt hat!
Wir stillen zum Glück immer noch! :slürp*
Hallo,
ich war inzwischen noch bei einer Kinderzahnärztin, die das Zungenband ebenfalls als unproblematisch eingestuft hat. Das Lippenband müsse man im Blick behalten, wenn die bleibenden Zähne kommen… also quasi die gleiche Einschätzung wie der Kinderarzt. Die Zahnärztin sagt, meine Tochter habe die volle Beweglichkeit der Zunge, legt diese beim stillen jedoch nicht über die untere Kauleiste. Tatsächlich ist mir das auch schon aufgefallen, ich sehe die Zunge nicht im Mundwinkel… sie hat und an eine Logopädin verwiesen, da waren wir heute. Die Logopädin sagt genau das gleiche. Zungenband ok, aber sie schiebt die Zunge beim trinken nicht über die Kauleiste. Behandeln könne sie das nicht.

Tja… dann ist es jetzt wohl so. Am 1.7. gehe ich noch zur Stillberatung bei einer Gynäkologin. Aber die kann ja auch nicht wirklich was machen.
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Re: Stillkrise wegen anhaltender Schmerzen und Verdacht auf Probleme mit dem Zungenbändchen

Beitrag von Alice89 »

Eventuell könntest du deine Tochter durch Spielzeug animieren, ihre Zunge mehr einzusetzen, vielleicht nimmt sie sie dann auch beim Stillen nach vorne? Wir haben damals einen O-Ball empfohlen bekommen.
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