Brot selbst backen??? lohnt sich das???

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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FloppyDisc
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Re: Brot selbst backen??? lohnt sich das???

Beitrag von FloppyDisc »

splischsplasch hat geschrieben: 06.06.2021, 10:23 Gibt es da eine gute, schnelle und einfache Anleitung für Sauerteig?
So für absolute Anfänger mit zwei linken Koch- und Backhänden?
Meine quick and dirty Version: Du mischst (Roggen-) Vollkornmehl mit Wasser 1:1 (also zB 50g Mehl mit 50g Wasser), rührst um und lässt es 24 Std lang stehen. Am nächsten Tag rührst du wieder 1:1 Mehl und Wasser unter (da reichen auch 25g jeweils), an Tag 3 das gleiche. Dann sollte der Sauerteig schon Bläschen gebildet haben, sonst kannst du es auch noch am einem vierten Tag so machen.

Dann ist er fertig und kann im Kühlschrank wohnen. Einmal pro Woche holst du ihn raus, fütterst ihn (also rührst 1:1 Mehl und Wasser unter), lässt ihn einen Tag draußen stehen bis es wieder hübsch blubbert und stellst ihn wieder in den Kühlschrank.

Das, was du unter der Bezeichnung "Sauerteig" im Supermarkt kaufen kannst, ist eher als Aroma zu verstehen, das kannst du also für ein echtes reines Sauerteigbrot nicht verwenden.
LG Floppy
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splischsplasch
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Re: Brot selbst backen??? lohnt sich das???

Beitrag von splischsplasch »

FloppyDisc hat geschrieben: 06.06.2021, 10:40
splischsplasch hat geschrieben: 06.06.2021, 10:23 Gibt es da eine gute, schnelle und einfache Anleitung für Sauerteig?
So für absolute Anfänger mit zwei linken Koch- und Backhänden?
Meine quick and dirty Version: Du mischst (Roggen-) Vollkornmehl mit Wasser 1:1 (also zB 50g Mehl mit 50g Wasser), rührst um und lässt es 24 Std lang stehen. Am nächsten Tag rührst du wieder 1:1 Mehl und Wasser unter (da reichen auch 25g jeweils), an Tag 3 das gleiche. Dann sollte der Sauerteig schon Bläschen gebildet haben, sonst kannst du es auch noch am einem vierten Tag so machen.

Dann ist er fertig und kann im Kühlschrank wohnen. Einmal pro Woche holst du ihn raus, fütterst ihn (also rührst 1:1 Mehl und Wasser unter), lässt ihn einen Tag draußen stehen bis es wieder hübsch blubbert und stellst ihn wieder in den Kühlschrank.

Das, was du unter der Bezeichnung "Sauerteig" im Supermarkt kaufen kannst, ist eher als Aroma zu verstehen, das kannst du also für ein echtes reines Sauerteigbrot nicht verwenden.
Hey cool,
Danke. Das stehenlassen die ersten 4 Tage ist dann aber normal zudeckt bei Raumtemperatur?
Ich probiere es mal aus und besorge Roggenvollkornmehl.
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Re: Brot selbst backen??? lohnt sich das???

Beitrag von FloppyDisc »

splischsplasch hat geschrieben: 06.06.2021, 10:46 Hey cool,
Danke. Das stehenlassen die ersten 4 Tage ist dann aber normal zudeckt bei Raumtemperatur?
Ich probiere es mal aus und besorge Roggenvollkornmehl.
Ja, genau. In einem Bügel- oder Schraubglas am besten. Der braucht keinen Sauerstoff (habe ich hier gelernt und seitdem hatte ich auch keine Fruchtfliegen mehr drin 🙈), sondern nur die Temperatur.
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Re: Brot selbst backen??? lohnt sich das???

Beitrag von splischsplasch »

Schraubgläser haben wir auf jeden Fall genug. Diese großen Rapunzel Nussmusgläser.
Und wenn der Sauerteig fertig ist, nehme ich dann immer die Hälfte ab zum Brotbacken? Und füttere den Rest weiter?
Oder gibt es da bestimmte Rezepte?
Sorry, absolute Anfängerin.
FloppyDisc hat geschrieben: 06.06.2021, 10:52
splischsplasch hat geschrieben: 06.06.2021, 10:46 Hey cool,
Danke. Das stehenlassen die ersten 4 Tage ist dann aber normal zudeckt bei Raumtemperatur?
Ich probiere es mal aus und besorge Roggenvollkornmehl.
Ja, genau. In einem Bügel- oder Schraubglas am besten. Der braucht keinen Sauerstoff (habe ich hier gelernt und seitdem hatte ich auch keine Fruchtfliegen mehr drin 🙈), sondern nur die Temperatur.
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Re: Brot selbst backen??? lohnt sich das???

Beitrag von FloppyDisc »

splischsplasch hat geschrieben: 06.06.2021, 10:58 Schraubgläser haben wir auf jeden Fall genug. Diese großen Rapunzel Nussmusgläser.
Und wenn der Sauerteig fertig ist, nehme ich dann immer die Hälfte ab zum Brotbacken? Und füttere den Rest weiter?
Oder gibt es da bestimmte Rezepte?
Das ist sehr unterschiedlich je nach Rezept. Häufig benutzt man einen relativ kleinen Anteil von dem Ansatz und setzt den in einem ersten Schritt mit einer größeren Menge Mehl und Wasser zu dem eigentlichen Sauerteig an. Oder man nimmt direkt einen größeren Teil von dem aus dem Kühlschrank. Oder einen sehr kleinen (Lutz Geißler nimmt zB oft nur 7g) und lässt das Ganze dafür sehr lange gehen. Oder oder oder 😅

Manche füttern dann auch nur einen kleinen Teil des Ansatzes weiter und werfen den Rest weg (oder gießen die Blumen damit). Ich sehe eigentlich immer zu, dass ich nicht zu viel Sauerteig züchte, indem ich mit eher geringen Mengen füttere, und suche mir dann auch mal gezielt Rezepte, mit denen ich viel verbrauche (oder rechne einen Teil des Rezeptes um, ersetze also einen bestimmten Anteil von Mehl+Wasser durch meinen Sauerteigansatz).

Du siehst, man kann aus dem Sauerteig eine Wissenschaft machen, aber man kann es auch einfach mal ausprobieren und sich dabei auf das Wesentliche beschränken 😅
LG Floppy
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Re: Brot selbst backen??? lohnt sich das???

Beitrag von splischsplasch »

FloppyDisc hat geschrieben: 06.06.2021, 11:22
splischsplasch hat geschrieben: 06.06.2021, 10:58 Schraubgläser haben wir auf jeden Fall genug. Diese großen Rapunzel Nussmusgläser.
Und wenn der Sauerteig fertig ist, nehme ich dann immer die Hälfte ab zum Brotbacken? Und füttere den Rest weiter?
Oder gibt es da bestimmte Rezepte?
Das ist sehr unterschiedlich je nach Rezept. Häufig benutzt man einen relativ kleinen Anteil von dem Ansatz und setzt den in einem ersten Schritt mit einer größeren Menge Mehl und Wasser zu dem eigentlichen Sauerteig an. Oder man nimmt direkt einen größeren Teil von dem aus dem Kühlschrank. Oder einen sehr kleinen (Lutz Geißler nimmt zB oft nur 7g) und lässt das Ganze dafür sehr lange gehen. Oder oder oder 😅

Manche füttern dann auch nur einen kleinen Teil des Ansatzes weiter und werfen den Rest weg (oder gießen die Blumen damit). Ich sehe eigentlich immer zu, dass ich nicht zu viel Sauerteig züchte, indem ich mit eher geringen Mengen füttere, und suche mir dann auch mal gezielt Rezepte, mit denen ich viel verbrauche (oder rechne einen Teil des Rezeptes um, ersetze also einen bestimmten Anteil von Mehl+Wasser durch meinen Sauerteigansatz).

Du siehst, man kann aus dem Sauerteig eine Wissenschaft machen, aber man kann es auch einfach mal ausprobieren und sich dabei auf das Wesentliche beschränken 😅
Dankeschön.
Kreatives Ausprobieren ist eher nicht so mein Fall, bin da eher rational strikt nach Rezept.
Ich Google auf jeden Fall mal und dann wird losgebacken.
Vielleicht mische ich sonst noch etwas Hefe zur Sicherheit runter.
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Re: Brot selbst backen??? lohnt sich das???

Beitrag von jessy80 »

Das mit dem Internet war ich. Hab ihn bei ketex bestellt und er ist echt total fit und Triebstark.
Räuberbande (04/02; 03/15; 07/16) *(02/14)
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Re: Brot selbst backen??? lohnt sich das???

Beitrag von Myeskathry »

Mein Sauerteigansatz ist 1:2 also z.B. 50g Roggenmehl und 100ml Wasser. Als Starthilfe wird in meinem Buch angegeben, dass man einen TL Naturjoghurt ganz am Anfang dazu gibt. Dann ist sofort etwas Milchsäure da.
Bisher hat das bei mir fast immer geklappt. Die ersten Tage lasse ich ihn auch eher warm (so in Heizungsnähe oder halt im Sommer einfach so) stehen.
Es gibt da echt viele Varianten, woran man sieht, dass es eigentlich nicht so unglaublich genau sein muss. Trotzdem ist es gut, wenn man sich für eine Variante entscheidet.

Da ich eher kreativ und frei backe nehme ich für meine zwei Silikonkastenformen meist eine Tasse als Maß.
3 Tassen Roggenmehl + 2 Tassen Dinkelmehl mit etwas Ansatz und lauwarmem Wasser zu einem eher Glitschigen Vorteig rühren.
Zugedeckt reifen lassen.
Wenn er beginnt wieder zusammen zu fallen kommen noch 2 Tassen Dinkel, 2TL Salz und evtl. etwas Gewürz dazu. Beim Kneten mit den Knethaken noch etwas lauwarmes Wasser vielleicht ein paar Körner zu einem Hauptteig rühren, in die Formen füllen und gehen lassen. Meist decke ich für eine Weile Wachstücher darüber, bis der Teig oben ankommt. Backofen vorheizen auf 250°. Dann die Brote mit einem Schluck heißem Wasser aufs Backblech einschießen. Nach ein paar Minuten schneide ich oben ein und regel nach und nach die Temperatur etwas runter. Das Brot ist fertig, wenn es eine schöne Kruste hat und hohl klingt, wenn man von unten klopft.

So das ist sehr unfachmännisch und klappt trotzdem. Wir sind derzeit damit zufrieden, auch wenn es sicherlich besser ginge.
Viel Erfolg bei deinen Versuchen!
Liebe Grüße
Myeskathry mit Ritter (7/12), Möhrchen (7/14) und kleinem Edelmann (4/20) +🐈
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Re: Brot selbst backen??? lohnt sich das???

Beitrag von maarisha »

ich hab mich an wurzelbrot versucht, naaja... mal sehen wie es schmeckt 😂
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Re: Brot selbst backen??? lohnt sich das???

Beitrag von Lösche Benutzer 20900 »

Ich hab heute 2 Baguettes und ein zupfbrot gebacken - war alles sehr lecker :)
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