Hoffentlich könnt ihr mir helfen, oder mich zumindest ein bisschen beruhigen.
Meine kleine Tochter kam am 07.01.21 bei 37+4 zur Welt, und ist somit jetzt 17 1/2 Wochen alt.
Im Krankenhaus wurden mir sofort Stillhütchen gegeben, da die Pflegerin meinte, dass meine Brustwarzen zu flach wären.
Leider gab es im KH auch keine wirkliche Stillhilfe. Meine Tochter wurde mir mit Hütchen angelegt, aber es gab keinerlei Erklärung oder Hilfe dazu.
Meine Nachsorgehebamme hat dann bemerkt, dass das Zungenbändchen zu kurz war, und so wurde das im Alter von 3 1/2 Wochen durchtrennt.
Innerhalb von 2 Tagen war das Stillhütchen dann weg, bei dem Wechsel hatte sie keinerlei Problem.
Seit Anfang an wollte sie immer nur eine Seite zu trinken, bei den Schüben teilweise auch beide.
Bis Mitte März hat eine Mahlzeit ca. 10 Minuten gedauert, wenn sie beide Seiten wollte, dann 20 Minuten.
Seit Mitte März trinkt sie an einer Seite 5-7 Minuten, an beiden Seiten das doppelte.
Diese Woche hat sie das alles über den Haufen geworfen.
Seit Mittwoch trinkt sie maximal 5 Minuten, das schaut dann folgendermaßen aus
Andocken – 2-3 mal saugen – loslassen und herumschauen – andocken – 2-3 mal saugen – loslassen und herumschauen
Und das ganze 5 Minuten lang, danach dockt sie nicht mehr an.
Soweit ist dieses Verhalten in ihrem Alter ja normal.
Allerdings bereitet es mir Sorgen, da sie in diesen 5 Minuten nur 1 bis maximal 2 Minuten wirklich saugt
Abends ist es noch schlimmer.
Da saugt sie zwar eine Minute durch, lässt dann los, und beginnt zu schreien, mit viel Glück schaffe ich es, sie nochmal für eine Minute anzulegen, danach ist aber Schluss, obwohl sie sichtlich Hunger hat. Da schreit sie nur mehr, wenn ich dann versuche, ihr die Brust noch einmal zu geben, dann eskaliert sie komplett und brüllt. Da hilft nurmehr ein Muttermilchfläschen, da trinkt sie dann 100ml und schläft dann zufrieden ein.
Um 5 in der Früh meldet sie sich dann das erste Mal, diese Mahlzeit ist die beste vom ganzen Tag, da trinkt sie ruhig und durchgehend 10-15 Minuten.
Wenn mein Partner in der Arbeit ist, möchte sie spätestens nach 1 1/2 Stunden wieder trinken.
Wenn mein Partner zuhause ist, reichen ihr 2 1/2 bis 3 Stunden, von ihm lässt sie sich gut beruhigen. Bei mir lässt sie sich nur durch die Brust beruhigen und trinkt da aber auch, und nuckelt nicht.
Das letzte mal trinkt sie zwischen 19 und 20 Uhr und dann legen wir sie schlafen, und dann schläft sie fast immer bis 5 in der Früh.
Bis jetzt hat sie 7 mal ein Muttermilchfläschen bekommen, da wechselt sie problemlos an die Brust zurück, und sie akzeptiert auch verschiedene Flaschenmarken. Schnuller nimmt sie allerdings keinen einzigen. Rein zum nuckeln mag sie nur ihren Daumen oder den kleinen Finger von meinem Partner oder mir.
Allerdings ist es recht mühsam einen Milchvorrat anzulegen, da ich beim Pumpen pro Seite maximal 30ml zusammen bekomme.
Diese Woche habe ich mir eine kleine mobile Pumpe gekauft, dass ich während dem Stillen an der anderen Seite pumpen kann. Nach dem Stillen geht es leider nur schwer, da die Kleine sich nicht ablegen lässt und immer beschäftigt werden möchte. 2-3 Stunden nachdem sie ins Bett gebracht wurde, pump ich noch mit einer elektrischen Doppelpumpe.
So, das war jetzt einmal alles zu Stillen, jetzt noch die anderen Infos.
Sie hat meistens zwischen 5-6 nasse Windeln am Tag, hin und wieder auch nur 3-4. In der Früh ist der Urin meistens dunkler, da sie in der Nacht selten pinkelt. Vor 2-3 Wochen war auch 3 mal in der Früh ein Ziegelmehlsediment in der Windel.
Stuhl hast sie fast täglich, der war jetzt auch 2 Wochen schaumig, seit Mittwoch ist er aber wieder komplett normal.
Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion, bin medikamentös eingestellt und bei der Kontrolle vor einem Monat hat alles gut gepasst.
Da wir im Februar im KH waren, V.a. Pylorusstenose, haben wir uns da eine Waage zugelegt, da wir wöchentliches Wiegen verordnet bekamen, somit haben wir einige Werte. Wiegen tue ich sie immer nackig in der Früh vor der ersten Mahlzeit, und ich schaue auch darauf, dass sie ruhig daliegt, und nicht strampelt. Bei den Werten bei denen kein Ort dabei steht, hab ich sie zuhause gewogen.
07.01. 2905g 48cm Geburt KH
09.01. 2700g Entlassung KH
10.01. 2670g Hebamme
11.01. 2720g Hebamme
13.01. 2820g Hebamme
18.01. 2990g Hebamme
27.01. 3310g Hebamme
02.02. 3540g Hebamme
07.02. 3630g Hebamme
08.02. 3730g 52cm Kinderärztin
11.02. 3840g Hebamme
15.02. 4050g 53,5cm Kinderärztin
19.02. 4200g KH
20.02. 4150g KH
22.02. 4295g
01.03. 4570g
08.03. 4785g
15.03. 4890g 56cm Kinderärztin
22.03. 5135g
29.03. 5180g
05.04. 5300g
12.04. 5410g
19.04. 5450g 61cm Kinderärztin
26.04. 5510g
03.05. 5520g
05.05. 5510g 61cm Kinderärztin
09.05. 5630g
Da sie seit Anfang April fast nichts zugenommen hat, war ich am Mittwoch bei der Kinderärztin. Laut der Kinderärztin ist meine Tochter von der 50. Perzentile abgestürzt, und ist jetzt irgendwo zwischen der 15. Und der 20.
Am 19.05. haben wir den nächsten Kontrolltermin, falls die Kleine bis dahin nicht besser zugenommen hat, sollen wir zufüttert. Das möchte sie nicht machen, falls es nicht unbedingt notwendig ist, von dem her noch das Warten.
Vielleicht kennt ja jemand von euch das Problem und kann mir helfen oder mich beruhigen.
Danke und LG
Samy