Ach du meine Güte! Wie kann man sein eigenes Kind nur so misshandeln...Reike hat geschrieben: 11.02.2021, 12:52 Mein Großer hat sich mit 10 Monaten so langsam an einen Löffel gewagt. Aber auch selbst gelöffelt dann.
Wennman aber das Baby auf den Schoß nimmt, einen Arm hinter den Rücken klemmt und den anderen festhält, kann man so lange den Löffel in den Mund stopfen, bis das Baby es 'gelernt' oder eher aufgegeben hat.
Und wenn es dann nicht schlucken will, macht man es wie meine Fußpflegerin: einmal kurz nach hinten kippen lassen, dann schlucken sie schon.![]()
Ersteres halte ich aber auch nicht für erstrebenswert. Der Mensch kann auch ohne Löffel leben. Letzteres ist mehr als gefährlich.
Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost
Es war wohl nicht das Eigene. Aber Misshandlung trifft es ganz gut.
Liebe Grüße von Reike
mit dem kleinen Bären 9/15, dem Igelchen 10/17 und der kleinen Raupe 8/20
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost
Es muss auch nicht immer direkt so brutal sein. Fs Oma, die echt lieb und respektvoll mit Kindern und Babys umgeht, hat F am Anfang beim Brei füttern die Hände festgehalten und den Löffel quasi im Mund ausgestrichen. Sie hat sich dabei überhaupt nichts gedacht - so macht man das doch, dass man Babys füttert. Ich habe dann klar gesagt, dass F gerne nach dem Löffel greifen kann, wenn er das möchte - dass wir ihn dazu sogar ermutigen - und dass er den Brei selbst vom Löffel essen soll, ohne Abstreichen. Will sagen: Es gibt einfach Methoden beim Babyfüttern die hier (leider) genau so verbreitet sind wie Schnuller geben. Leute, die das praktizieren, sind oft einfach gedankenlos und keine Kinderquäler.
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und Tochter V (Ende Juni 21)
The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost
Naja, nur weil man etwas nicht besser weiß oder selber so aufgezogen wurde, ist die Tat an sich ja nicht weniger übergriffig
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost
Aber zwischen den beiden Beschreibungen sind ja schon deutliche Unterschiede. Das mit dem Abstreichen habe ich auch schon häufiger gesehen. Das Baby macht den Mund auf und dann aber nicht richtig wieder zu. Und wenn dann wirklich klassisch gefüttert wird, ist es dann wahrscheinlich als Hilfe gedacht. Den Löffel in den Mund zwängen und dann abstreichen ist dann schon deutlich übergriffiger.
Ich denke, je mehr man auf die Signale des Babys achtet und je mehr man es selbst ausprobieren lässt, desto besser. Und für einige Eltern-Kind-Paare funktioniert klassisches Füttern gut. Die Raupe möchte je nach Tagesform auch lieber gefüttert werden als selbst zu essen. Am Anfang nimmt sie mir meist den Löffel ab. Und nach einiger Zeit macht sie dann einfach nur den Mund auf und meckert, wenn ich dann nicht füttere. Dabei ist die Koordination aber noch lange nicht so gut und kommt manchmal diesem 'Abstreichen' ziemlich nahe.
Was das Hände unbedingt aus dem Weg halten angeht, stimme ich dir aber zu.
Ich denke, je mehr man auf die Signale des Babys achtet und je mehr man es selbst ausprobieren lässt, desto besser. Und für einige Eltern-Kind-Paare funktioniert klassisches Füttern gut. Die Raupe möchte je nach Tagesform auch lieber gefüttert werden als selbst zu essen. Am Anfang nimmt sie mir meist den Löffel ab. Und nach einiger Zeit macht sie dann einfach nur den Mund auf und meckert, wenn ich dann nicht füttere. Dabei ist die Koordination aber noch lange nicht so gut und kommt manchmal diesem 'Abstreichen' ziemlich nahe.
Was das Hände unbedingt aus dem Weg halten angeht, stimme ich dir aber zu.
Liebe Grüße von Reike
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost
Ja, aber ich finde, dass es dann trotzdem anders zu bewerten ist. Ist vielleicht Ansichtssache. Ich halte mich für einen ziemlich reflektierten Menschen, habe aber z. B. nicht darüber nachgedacht wie sehr man Kindern durch exzessives Loben schaden kann, bevor ich "Liebe und Eigenständigkeit" gelesen habe. Genau so hat meine Schwiegermutter eben nicht darüber nachgedacht, dass es von Nachteil für ein Baby sein kann, seine Arme beim Füttern festzuhalten. Sie hatte eben noch nie darüber nachgedacht, dass man es auch anders machen könnte.
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost
Sorry, da kam noch Reike dazwischen.
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Kobold
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost
Uff. Eure Beschreibungen klingen tatsächlich kein bisschen nach dem, was ich möchte. Weder zwingen, noch "liebevoll aufdrängen". Und ihr habt vollkommen Recht, ich weiß nicht, wie es dazu gekommen ist, dass diese Babys, die ich da im Kopf habe, "brav" vom Löffel essen. Damit möchte ich jetzt aber natürlich auch niemandem, dessen Baby begeistert Brei vom Löffel futtert unterstellen, dass da irgendwas mit Zwang gelaufen ist, auf keinen Fall! Ist eben, wie immer, 'ne sehr individuelle Sache.
Aber ihr habt mich sehr beruhigt. Danke euch.
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Julikind 2020
Augustkind 2022
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Mamane
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost
Guten Abend, ich habe eine kurze Frage: Meine Zwillingsmädchen bekommen seit nem guten Monat Beikost. A isst weniger, Brei meist nur ein paar Löffelchen, dafür nagt sie gerne an Brot und anderem fingerfood. Nun spuckt sie immer mal wieder ein bisschen was, was nach einer Mischung aus Milch und Beikost aussieht. Keine großen Mengen, nicht nach jedem Essen. Bevor sie Beikost bekommen hat, hat sie nie gespuckt. Irgendwie irritiert mich das.
Kennt das jemand von euch, weiß jemand dazu etwas?
Danke schonmal
Kennt das jemand von euch, weiß jemand dazu etwas?
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Mamane mit einer großen Tochter *10/2015 und kleinen Zwillingstöchtern *07/2020
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Igerl
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Re: Kurze Frage, kurze Antwort - Beikost
Mamane - leider kann ich dir nicht direkt helfen. Mein Kind hat vorher schon gespuckt. Sie hat aber jetzt mit Beikost auch nicht damit aufgehört. Ich denke dass es hier noch genauso ist, dass alles was zuviel ist, einfach wieder hoch kommt. Solange du stillst/Flasche gibst und nicht alles wieder hoch kommt, würde ICH mir keine Sorgen machen.
Zum Löffelthema: wir machen quasi BLW, weil es das Igelchen bei Gemüsebrei ekelt. Sir fängt da richtig zu würgen an. Dasselbe Gemüse im ganzen wird mit Genuss gegessen. Deshalb gibt es bei uns nur Obstbrei. Ich mache es so, dass ich ihr den Löffel reiche. Das Igelchen greift danach, führt es zum Mund, aber ich lasse nicht den Löffel los, warte bis er abgeleckt ist und nehme ihn wieder aus der Hand. (Unser Esstisch steht direkt an die Couch angrenzend, deshalb möchte ich nicht, dass der Löffel geworfen wird.
) Wenn das gebotene Essen schmeckt, wird vom Löffel gegessen. Ansonsten nicht.
(Aber selbst löffeln vom Teller kann es noch nicht.)
Zum Löffelthema: wir machen quasi BLW, weil es das Igelchen bei Gemüsebrei ekelt. Sir fängt da richtig zu würgen an. Dasselbe Gemüse im ganzen wird mit Genuss gegessen. Deshalb gibt es bei uns nur Obstbrei. Ich mache es so, dass ich ihr den Löffel reiche. Das Igelchen greift danach, führt es zum Mund, aber ich lasse nicht den Löffel los, warte bis er abgeleckt ist und nehme ihn wieder aus der Hand. (Unser Esstisch steht direkt an die Couch angrenzend, deshalb möchte ich nicht, dass der Löffel geworfen wird.
Igerl
mit zwei tollen Töchtern: dem Igelchen 07/20 und der Igeline 05/24