Hallo zusammen,
meine Tochter ist 21 Monate alt und liebt es zu stillen.

Und ich genieße die kuschelige Zeit mit ihr. Bis vor kurzem haben wir noch komplett nach Bedarf gestillt und der war Tags und Nachts hoch. Im Oktober 2020 war ich noch einmal schwanger und hatte ca. in der 7. SSW einen natürlichen Abgang. Eine befreundete Gynäkologin meiner Mutter wies sie darauf hin, dass durch das Stillen nicht genug Schwangerschaftshormon erzeugt werden könne. Das hat mich etwas verunsichert. Gleichzeitig fällt es mir schwer, nach allem was ich hier im Forum gelesen habe, zu glauben, dass so eine pauschale Aussage stimmt. Meine eigene Gynäkologin war damals auf Nachfrage zwar völlig überrascht, dass ich noch stille (sie konnte sich das anscheinend nicht vorstellen..), sah aber keinen direkten Zusammenhang. Nun bin ich erneut schwanger und sie hat mir geraten abzustillen, weil das Stillen Konktraktionen auslösen könnte. Die Schwangerschaft ist noch ganz frisch, ca. 6. SSW. Im Stillthread habe ich gelesen, dass das mit den Kontraktionen so nicht stimmen kann. Es ist aber so, dass ich wegen einer Gerinnungsstörung (die bei meiner Schwester zwei Fehlgeburten in der 20. SSW ausgelöst hat) Heparin (Clexane) spritzen muss. Zusätzlich soll ich nun Progesteron (Utrogestan, vaginal) nehmen, um Blutungen zu vermeiden, die ich in sehr leichtem Ausmaß in allen Schwangerschaften hatte. Die Medikamente verunsichern mich zusätzlich, denn ich möchte der kleinen Ervilha auf keinen Fall schaden.
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht und wie seid ihr damit umgegangen?
Und kann jemand fachlich einschätzen inwiefern meine Sorgen bezüglich eines erhöhten Fehlgeburtsrisikos durch Stillen und die Medikamente während des Stillens begründet sind?
Wenn es nur nach mir und der kleinen Ervilha ginge, würde ich sie sehr gerne weiter voll stillen. Aber natürlich hoffe ich auch, dass die Schwangerschaft gut verläuft und möchte sie nicht gefährden. Seit der Fehlgeburt haben wir das Stillen am Tag bereits reduziert und stillen inzwischen nur noch zum Einschlafen (Mittagsschlaf und Nachts 4-6x). Das war recht unproblematisch. Meine Idee ist es nun Nachts nach Gordon abzustillen. Denn so könnten wir gleich ein paar Stillmahlzeiten reduzieren und sie hätte noch ca. 3 Stillmahlzeiten am Tag (Morgens zum Aufwachen, Mittags und Abends zum Einschlafen). Und ich hoffe einfach, dass das dann ok ist und reicht um die Risiken abzufedern.

Und alles weitere sehen wir danach.
Ich danke euch schon jetzt und sende liebe Grüße
Lou