Ich handhabe das schon von Anfang an so, dass immer nur ein Bruchteil des Spielzeuges zur Verfügung steht. Der Rest ist in Kisten sortiert im Keller. (Autos / Werkzeuge/babyspielzeug/ Duplos / spielküche/ usw.)
Bei dem was zum Spielen im Kinderzimmer liegt achte ich auch auf die „Art“. Wenn Duplos bespielt werden gibt es keine anderen Bausteine oder Klötze oder Systeme. Wird etwas anderes gewünscht, dann wird kommuniziert, dass die Duplos dafür weg müssen.
Grundsätzlich finde ich es zwar gut, wenn Spielzeuge beim Bespielen vielfältig genutzt werden, aber das sortierte Aufräumen fällt halt noch schwer und kaum ist alles durcheinander in den Kisten wird wieder schlechter gespielt.
Aktuell sieht es so aus:
Unten im Spielzimmer steht eine Werkbank, die Haushaltsgeräte (Kinder-Bügeleisen und Waschmaschine und sowas) und ein paar größere Fahrzeuge die im Moment sehr gerne bespielt werden.
Oben im Kinderzimmer hat sich der Große die Spielküche hin gewünscht. Außerdem stehen hier kleine Boxen mit Bauklötzen, Schleichtieren, Autos für den Autoteppich und Tut-tut Autos.
Letztere werden im Moment kaum mehr bespielt, also werde ich sie bei Gelegenheit wieder zusammen räumen und in den Keller verfrachten. Auch die Schleichtiere sind im Moment uninteressant, die wandern wahrscheinlich mit.
Ich räume ab dem Zeitpunkt das Spielzeug weg, wenn ich merke, dass ich es entweder länger nicht wegräumen musste oder die Kiste ständig ausgekippt ist ohne das gespielt wird. Das passt hier so. Vermisst wird eigentlich nie etwas.
So viel Spielzeug wie nötig, so wenig wie möglich.
Zugegeben... im Moment ist es doch etwas mehr als ich mag aber ich bin aktuell etwas faul.
Wenn der Große sich etwas bestimmtes wünscht, dann darf er entscheiden was alternativ in den Keller kommt. (Kleinigkeiten mal eben ohne tauschen holen ist aber auch ok)
Er bekommt dann eine Kiste und soll alles rein räumen, was er meint, dass es mal eine Pause haben dürfte. Das sind manchmal überraschender Weise Dinge, von denen ich gedacht habe, sie wären gerade total aktuell. Gesellschaftsspiele und Mal und Bastelmaterial sind immer oben, müssen aber erfragt werden.
Die Bücher dürfen in andere Räume geschleppt werden. Dinge aus der Spielküche von oben sind unten aber z.B. nicht „erlaubt“. Sonst bekommen die Kinder die Kurve mit dem Aufräumen nicht mehr.
Vielleicht hilft dir dieser kleine Einblick. Ich handhabe das schon recht „streng“ aber den Kindern hilft dieser Rahmen, dass sie erstens ruhiger und ausdauernder spielen und zweitens ist keine Überforderung beim Aufräumen da und es entsteht nicht direkt eine negative Verbindung zum aufräumen. Ist ja total einfach 3 große Fahrzeuge eben in den Schrank zu stellen, selbst für den 1jährigen.
In der Kita wurde auch immer nach Bedarf geschaut. Leseecke, malbereich und Gesellschaftsspiele waren immer da. Zum Bauen gab es auch immer etwas. Auch nur eine Art. Also nickt Duplo und Klötze, sondern entweder-oder.
Alles andere haben wir angepasst. War gerade bei den I-Kindern Kletterbedarf da, dann wurde eine kletterlandschaft zur Verfügung gestellt. Spielten die Kinder gern Rollenspiele dann gab es dazu mehr Material. Umgeräumt wurde hier immer ohne die Kinder und ohne große Absprachen mit ihnen. Das ist bei großen Gruppen mit I-Kindern dabei halt sonst nicht so einfach. Dazu muss man aber gut beobachten und Bedürfnisse wahrnehmen.
Puh, jetzt ist das ganz schön lang geworden aber bis man alles mal aufgelistet hat...
Für den Anfang lass deine Kinder mit entscheiden. Das 4-Jährige zumindest. Gib einen Rahmen vor wie viel Spielzeug oben bleiben darf (z.B. bis dieser Schrank/dieses Regal voll ist) und dann darf das Kind entscheiden was weg darf. Immer mit der Versicherung, dass man ja wieder tauschen könne, wenn das Kind es möchte. Für den 1 jährigen darf der Große hier mitentscheiden. Ich sag ihm, dass er darauf achten soll, dass auch Dinge da sind die der Kleine mag. Das klappt in der Regel super.
Viel Erfolg dir beim umräumen
