ich habe mich hier schon durch ein paar Threads gelesen und konnte schon ein wenig für mich mitnehmen - und vor allem Hoffnung schöpfen. Super, dass es eure Hilfe gibt!
Ich pumpe derzeit voll und gebe die Flasche, möchte aber so gerne von der Pumpe weg und vollstillen. Wenn das nicht klappen sollte, wäre mein zweites Ziel, zumindest das Stillen als Back-up (ob nun mit oder ohne Hütchen) möglich zu machen. Also Stillen, wenn mal unterwegs keine Flasche zur Hand ist oder zum beruhigen. Meine Hebamme hat mich diesbezüglich leider sehr entmutigt.
Zu unserer Situation:
Meine Tochter kam wegen Präeklampsie eingeleitet in der 36 SSW mit 2.500g zur Welt. Da sie etwas Startschwierigkeiten hatte (u. a. Lungenentzündung), blieb sie insgesamt 10 Tage im Krankenhaus. In der Zeit bekam sie die Flasche, zuerst mit Pre, dann gemischt Mumi und Pre.
Im Krankenhaus wurde sie alle 4 Stunden versorgt und bei der kleinsten Regung hat sie den Schnuller bekommen, den sie aber nie angenommen hat. Da sie viel schlafen und Zeit im Wärmebett verbringen sollte, war nicht viel Körperkontakt oder Stillversuche möglich. Bei den wenigen Stillversuchen wurde mir gleich ein Stillhütchen in die Hand gedrückt, weil das ja so viel einfacher sei.
Zuhause angekommen haben wir versucht zu stillen. Den Mund hat sie nur sehr wenig geöffnet, das ist mittlerweile besser. Die Hebamme hat es anfangs ohne Hütchen versucht. Mit ihrer etwas rabiaten Hilfe hat meine Kleine fast jedes Mal kurz und gar nicht mal so schlecht getrunken. Alleine haben wir es aber nur- auch immer nur kurz - mit Hütchen geschafft. Mit einem improvisierten BES von der Hebamme haben wir es auch versucht (dünner Schlauch plus Spritze). Das war aber für mich nur ein zusätzlicher Stressfaktor und von mir alleine nicht umsetzbar. Daher hat sie sonst nur die Flasche mit MuMi bekommen. Bis zum ET haben wir der Milch Aptamil FMS hinzugefügt. Nach einem Termin beim Osteopathen am ET hat das Stillen mit SH augenscheinlich erst einmal gut geklappt und wir haben die Flasche einfach weggelassen und somit auch das FMS. Leider hat sie in dieser Testphase (ich glaube das waren insges. 1,5 Wochen) nicht zugenommen und hatte auch seltener Stuhl. Ich habe damals nur noch 2 oder 3 mal am Tag abgepumpt (ich wollte ja nichts "wegpumpen", falls sie noch einmal Hunger bekommt) und hatte daraufhin gleich etwas Milchstau. -.-
Die Hebamme hat dann empfohlen erst einmal mit der Flasche Masse zu gewinnen und dann wieder einen Stillversuch zu starten. Jetzt meint sie aber, dass wir die Kurve so spät nicht mehr bekommen.
Ein paar halbherzige Stillversuche habe ich noch gestartet, die meine Kleine dann aber einfach durch hartnäckiges Schlafen boykottiert hat. Nach einigen Stunden habe ich dann den Koller bekommen und doch abgepumpt und gefüttert.
Sie trinkt zwar hin und wieder gerne an der Brust mit SH, manchmal sogar ohne SH, wenn ich diese Flip-Technik verwende. Aber sie trinkt nur sehr kurz. Kalten Entzug der Flasche möchte ich nicht machen, denn sie nimmt sowieso nur recht langsam zu und selbst mit Flasche ist es schwierig "auf Menge zu kommen". Sie ist einfach wenig hungrig und schläft viel. Deswegen möchte ich kommende Woche bei der KiÄ (wir haben eh die U4) ihr Blut untersuchen lassen. Eisen hat sie bisher nämlich noch keines bekommen und sie ist auch etwas blass. Also hat sie da vielleicht einen Mangel.
Insgesamt ist sie in der Entwicklung nicht nur vom Gewicht eher ein wenig hinterher, auch wenn um die Frühgeburt korrigiert wird. Wäre sie nur etwas zierlich, würde ich mir weniger Gedanken machen; das war ich als Kind auch. Aber ihr fehlt offensichtlich auch noch Kraft um die Welt um sie herum zu entdecken. Daher will ich ihr auf keinen Fall zu wenig Nahrung anbieten. Wie gesagt schläft sie sehr viel. Zum trinken kommt sie etwa alle vier Stunden. Nachts kann das auch mal länger sein. Versuche sie zu wecken und dann zu füttern scheitern meistens und sorgen nur für Frust bei Mama, Papa und Kind. Wenn sie schläfrig ist, klappt es an der Brust schon mal gar nicht. Nur mit viel Ausdauer nimmt sie die Flasche wenn man sie weckt. Aktuell trinkt sie pro Tag etwa 550ml bei zuletzt 4.389g. Manchmal trinkt sie etwas weniger, manchmal aber auch knapp über 600ml. Vom Pumpen komme ich bisher gut hinterher und auch der MSR ist bei mir recht fix. Manchmal lege ich sie nach der Flasche oder zwischen zwei Flaschen kurz an (mal mit, mal ohne SH) und sie saugt dann häufig auch für ein paar wenige Augenblicke.
Nasse Windeln habe ich in letzter Zeit nicht gezählt, aber ich wickle in der Regel während oder nach der Flasche bzw. halte ab. Stuhl hat sich mittlerweile auf normalerweise 1x täglich eingependelt. Bzgl. der Ausscheidungen scheint also aktuell alles i.O.
Meine Hebamme hatte mich in der Schwangerschaft darauf vorbereitet, dass der Milcheinschuss evtl. etwas länger dauern könnte, da ich Probleme mit der Schilddrüse habe. Dem war aber nicht so. Schon früh hatte ich gottseidank bisher immer genügend Milch für die kleine Maus.
Intuitives Stillen hat bei uns leider nicht geholfen. Sie sucht zwar manchmal die Brustwarze, dockt dann aber nicht an. Auch nicht mit SH.
Saugbedürfnis hat meine Kleine (bisher) nicht. Weder Schnuller noch Finger werden gerne genommen.
Als nächste Schritte möchte ich wie gesagt den Eisenwert im Blut bestimmen lassen und außerdem verschiedene Sauger rotieren, damit sie sich nicht zu sehr auf ihre Lieblingsflasche fixiert. Den Tipp habe ich hier in einem anderen Thread gelesen.
Wenn gewünscht, kann ich detaillierte Gewichtsdaten usw. noch nachliefern. Aktuell wiegen wir aber nicht täglich weil: bringt ja nix, wenn sie eh nicht mehr trinkt.
Was ich mir wünsche? Einen Schlachtplan, wie wir sanft aber konsequent von der Flasche zur Brust wechseln können ohne dass die getrunkene Milchmenge leidet - wenn möglich ohne Einsatz eines BES
Vielen Dank!