Problematisches Dauerstillen und kurze Schlafphasen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Benutzeravatar
Kuriburi
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1883
Registriert: 02.08.2016, 07:36
Wohnort: Nördliches Flachland

Re: Problematisches Dauerstillen und kurze Schlafphasen

Beitrag von Kuriburi »

Mein erster Sohn war auch genau so. Ich hatte auch Angst, derxwenige schlaf könnte seiner Entwicklung schaden. Da möchte ich dir die Sorgen nehmen. Er braucht nach wie vor einfach wenig Schlaf. Ich bräuchte mehr. ;) Er hat sich ganz normal und toll entwickelt.
Viele Grüße von Kuriburi mit Sohn (7/2016) und Sohn (09/2020)
Benutzeravatar
TuB
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1527
Registriert: 22.09.2017, 16:41

Re: Problematisches Dauerstillen und kurze Schlafphasen

Beitrag von TuB »

Ich habe gleich zwei Gegenbeispiele zum Thema Assoziation Nuckeln = Einschlafen trennen.

Der Große hat lange zum Einschlafen gestillt anders war es abends lange undenkbar, aber nachts hat er sich nach dem nächtlichen Abstillen problemlos angekuschelt und weiter geschlafen ohne uns dabei zu wecken.
Beim Kleinen ist es genau anders rum. Der stillt abends noch eine Runde, dockt ab, kuschelt sich an und schläft irgendwann ein. Das macht er seit einigen Monaten so und hat damit von sich aus angefangen ohne, dass ich eingegriffen habe. Mittlerweile wird er sogar Trotzdem wacht er nachts mehrfach auf und fordert wehement Stillen ein.
K1 (Januar '17)
K2 (November '19)
K3 (März '22)
K4 (erwartet Juli '26)
Benutzeravatar
TuB
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1527
Registriert: 22.09.2017, 16:41

Re: Problematisches Dauerstillen und kurze Schlafphasen

Beitrag von TuB »

Huch, da ist ein Halbsatz verloren gegangen.

Mittlerweile wird er sogar jeden zweiten Tag von Papa ins Bett gebracht

sollte da noch noch stehen
K1 (Januar '17)
K2 (November '19)
K3 (März '22)
K4 (erwartet Juli '26)
LiCla
hat viel zu erzählen
Beiträge: 205
Registriert: 26.01.2021, 12:35

Re: Problematisches Dauerstillen und kurze Schlafphasen

Beitrag von LiCla »

Vielen lieben Dank für all euren Zuspruch. Das tut mir unheimlich gut und ich fasse absolut nichts belehrend auf. Im Gegenteil, ich weiß, das ich all die Kommentare, gerade wenn es wieder ganz schlimm ist, noch sehr oft lesen werde, um meine eigenen Gedanken zu durchbrechen. Ich bin leider ein Planer und will gerne immer die Konsequenzen wissen. Aber ich werde versuchen ruhiger zu werden, das Stillen und die gesamte Situation etwas besser zu akzeptieren und mir dann erst in ein paar Monaten Gedanken zu machen zum Abstillen und einschlafen ohne Brust. Ich dachte, jetzt ist es im Zweifel leichter, aber geht eben einfach nicht. Tatsächlich habe ich die ersten Monate auch viel zu viele Gedanken und Sorgen um alles gemacht. Vielleicht kann ich mich nun immer ein bisschen besser selber beruhigen.
Wenn ich dann irgendwann für die nächsten Schritte nette Unterstützung brauchen kann, würde ich mich gerne wieder an euch wenden. Ihr seid echt toll.

Dann freue ich mich schon, wenn meine Tochter dann auch ihren Vater mehr wertschätzen kann und irgendwann weiß, dass er der Mann für Blödsinn und Aktion ist ;)
C - geboren Oktober 2020
E - geboren September 2023
Klarrti
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 627
Registriert: 18.06.2017, 09:58

Re: Problematisches Dauerstillen und kurze Schlafphasen

Beitrag von Klarrti »

LiCla hat geschrieben: 27.01.2021, 19:52 Gerne würde ich meinen Mann mehr beteiligen, aber er kann ja nun Mal nicht die Brust geben.

Ich habe jetzt nur kurz überflogen und nicht alles gelesen, aber trägt dein Mann auch? Das waren meine 1-3 Stunden täglich die ersten 9 Monate, in denen ich Duschen, Frühstücken und entspannen konnte. Ansonsten kenne ich dieses "anstrengende" Verhalten auch von unserer Tochter. 8 Stunden durchstillen, Kinderwagen erst ab dem 9. Monat und das nur sitzend, Autofahren etwas entspannt nach einem Jahr, Beistellbett nie wirklich nutzbar gewesen, baden war unmöglich.
Aber es ändert sich alles, man sollte nur nicht versuchen es krampfhaft zu Beschleunigen, nur weil die Mehrheit der Gesellschaft es als ein Problem sieht.
Jetzt mit 4,5 schläft sie die meiste Zeit alleine in ihrem Zimmer im eigenen Bett. Braucht weder Kinderwagen noch Tragetuch, sonder fährt Fahrrad. Erzählt bei einer 7 stündigen Fahrt aus dem Urlaub (das war schon mit 3) ohne Pause Geschichten. Sitzt stundenlang in der Badewannen. Und bis auf das Abstillen ist alles von alleine passiert.
mit der Löwin 08/16 an der Hand.
Serafin
Miss SuTiversum
Beiträge: 22586
Registriert: 08.07.2014, 17:03

Re: Problematisches Dauerstillen und kurze Schlafphasen

Beitrag von Serafin »

Die Alternative zum nachts nicht stillen beim Aufwachen ist schlimmer als stillen :wink: . Also still ich. Nur weil du nicht stillst, heißt es ja nicht, dass dein Kind nicht aufwacht nachts. Dann musst du es anders beruhigen. Brust rein ist halt für mich das einfachste.
kleiner Maulwurf 12/15
kleiner Schildkröterich 05/19
Alpaka
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1537
Registriert: 20.03.2020, 15:02

Re: Problematisches Dauerstillen und kurze Schlafphasen

Beitrag von Alpaka »

Ich hatte die Tage schon einen Text verfasst, aber wieder gelöscht, weil ich gemerkt hatte, dass ich ins schwafeln gekommen bin . Ich musste jetzt aber doch wieder an dich hier denken ....

Ich kenne auch viel von dem , was du hier schreibst. Vor allem das ungute Gefühl beim belagert werden vom Baby und bei mir einfach eine generelle Überforderung dadurch , dass alles anders ist und ich es nicht schaff(t)e , mich um mich selber auch noch zu kümmern.

Ich fasse mich so kurz es geht ;)
Es wird besser ! Wirklich! Man gewöhnt sich an vieles, auch an wenig Schlaf, und vieles wird durch Entwicklung die das Kind macht einfacher . (Manches dafür schwieriger, aber das hilft dir Grade ja nicht ;) )
Bei uns wurde irgendwie alles entspannter , weniger weinen , besser zufriedenes Kind generell, auch Mal wach ablegbar ... Als der kleine anfing mobil zu werden . Also schon als Bauchlage mit hochdrücken und Rum gucken und die ersten dreh Versuche geklappt haben . Da hatte ich eines morgens ein fröhliches Baby neben mir liegen , was gelacht hat , das war so schön :) durchs Krabbeln kam sehr viel Zufriedenheit dazu. (Und wie gesagt andere Probleme dazu; irgendwas wollen und nicht dürfen Geschrei zb... , aber das ist verkraftbar ;) ) Aber high need ist er natürlich geblieben :)
Meine Tipps wären für den Alltag

Gesicherte Mahlzeiten (wer kann für dich (vor) kochen / morgens Brote schmieren )

So viel ausruhen wir es geht - keinen Haushalt machen , keine (blöden ) Termine

Ruhe Inseln
:D Januar 2020
Alpaka
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1537
Registriert: 20.03.2020, 15:02

Re: Problematisches Dauerstillen und kurze Schlafphasen

Beitrag von Alpaka »

Ahh ich war gar nicht fertig. Panik Reaktion ,auf abschicken geklickt, weil der kleine wach wurde 🙈

Ruhe Inseln , wo du dich drauf freuen kannst . Was schönes zum Energie tanken ... Baby abgeben zu Papa, Oma , Freundin... Und wenn es nur einmal in der Woche ist

Schlafen und stillen Nachts im Familien Bett , hat bei uns etwas gedauert, weil ich immer unsicher war wegen den sicherer Baby Schlaf Empfehlungen , das muss natürlich jede Familie für sich entscheiden.

Papa trägt hat hier in der ersten Babyzeit ganz gut funktioniert , mittlerweile leider eher mäßig gut ... Aber es geht notfalls
:D Januar 2020
LiCla
hat viel zu erzählen
Beiträge: 205
Registriert: 26.01.2021, 12:35

Re: Problematisches Dauerstillen und kurze Schlafphasen

Beitrag von LiCla »

Nach all eurem Zuspruch bin ich im Moment etwas entspannter. Ganz aktuell können wir wegen der Corona-situation leider nicht auf ganz so viel Unterstützung Vertrauen, aber es wird hoffentlich besser. Tragen insgesamt funktioniert im Moment nur ganz schlecht. Das Schreien wird immer schlimmer. Aber der Papa nimmt sie, wenn er da ist. Im wachen Zustand spielt sie auch manchmal alleine (nur heute klappt es natürlich Mal wieder nicht).

Es bleibt auch weiter anstrengend, weil sie gerne die meiste Zeit nachts nuckelt und dabei ggf einschläft. Deshalb bitte ich euch noch einmal um Optimierungsvorschläge für folgende Situationen (oder Verlinkungen falls es woanders bereits steht):
- grundsätzlich zieht sie beim Stillen oft den Kopf zurück. Was kann ich dagegen tun? Neu anlegen hilft meistens nicht und wenn ich noch zurücklehne, damit die Schwerkraft hilft, hilft es auch nicht. Insgesamt zieht sie meistens soweit zurück, bis sie nur die Brustwarze im Mund hat
- allgemein beim nuckeln nachts hat sie gerne nur die Brustwarze im Mund, was auf Dauer unangenehm wird. Zumal sie den Kiefer zusammen drückt, wenn sie einschläft. Gibt es hier Tipps, um sie entweder besser zu positionieren oder dieses nuckeln an der Brustwarze zu verhindern?
- ich mache mir Gedanken, wie es mit diesem Dauernuckeln weiter gehen soll, wenn sie Zähne bekommt, weil dann ja permanent etwas Milch im Mundraum ist. Sollte man dieses nuckeln spätestens dann angewöhnen?
- beim Stillen im Liegen schläft mit der untere Arm sehr schnell ein. Gibt es hierzu vielleicht auch Tipps, um es zu vermeiden?
-ab wann habt ihr trotzdem versucht, dass das Baby mittags oder abends beim Papa einschläft? Ich schaue dabei eher Richtung Ende des Jahres (wobei wir theoretisch Tickets für eine Veranstaltung Ende Juni haben. Ich denke jedoch nicht, dass es bis dahin klappt)

Liebe Grüße
C - geboren Oktober 2020
E - geboren September 2023
Benutzeravatar
ShinyCheetah
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 7675
Registriert: 14.12.2018, 10:40

Re: Problematisches Dauerstillen und kurze Schlafphasen

Beitrag von ShinyCheetah »

Kurz zum Thema Karies und nächtliches Stillen: Dazu gibt es viele Studien und man findet z. T. widersprüchliche Infos. Den Artikel hier fand ich z. B. ziemlich informativ: https://kellymom.com/ages/older-infant/tooth-decay/

So ein paar Punkte: Es gibt keine guten Belege für einen Zusammenhang zwischen nächtlichem Stillen und Karies. Zwischen nächtlichem Fläschchen und Karies dagegen schon. In Muttermilch sind sogar eine Reihe Substanzen, die vor Karies schützen (in Pre bisher natürlich nicht). Trotzdem können Stillkinder Karies kriegen, darum ist es wichtig ab dem ersten Zähnchen auf Zahnpflege mit Fluorid zu achten :)
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
Antworten

Zurück zu „Stillforum“