Weiterführende Schule
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Re: Weiterführende Schule
Hier gibt es an div. Schulen Bläserklassen und da ist es explizit keine Vorbedingung, dass das Kind ein Instrument spielen kann. Kann das Kind bereits eins der im Klassenorchester vorkommenden Instrumente wird ihm ein anderes zugeteilt, damit alle auf ihrem Instrument bei 0 anfangen.
Von den ehemaligen Mitschülern meiner Großen sind einige in Bläserklassen gegangen. Die Zufriedenheit ist unterschiedlich. Ich würde tatsächlich das genaue Konzept der Streicherklasse angucken, was für Unterrichtsformen, wie steht es um Leihinstrumente, muss ggf. ein großes Instrument zum Üben zwischen Schule und Zuhause transportiert werden? (meine Freundin hat 2 Jahre lang die Oboe transportiert, nachdem der Hackenporsche sich auf Kopfsteinpflaster als untauglich erwiesen hat). Was wäre wenn das Kind z.B. ein Cello mit transportieren muss, wäre eine Geige versichert wenn das Kind sie im Bus/ Zug liegen läßt. Wäre das Kind auch zufrieden wenn es Kontrabass zupft statt Geige streicht. Welche Kosten entstehen...
Evtl. ist da ja schon irgendein KO Kriterium dabei...
Von den ehemaligen Mitschülern meiner Großen sind einige in Bläserklassen gegangen. Die Zufriedenheit ist unterschiedlich. Ich würde tatsächlich das genaue Konzept der Streicherklasse angucken, was für Unterrichtsformen, wie steht es um Leihinstrumente, muss ggf. ein großes Instrument zum Üben zwischen Schule und Zuhause transportiert werden? (meine Freundin hat 2 Jahre lang die Oboe transportiert, nachdem der Hackenporsche sich auf Kopfsteinpflaster als untauglich erwiesen hat). Was wäre wenn das Kind z.B. ein Cello mit transportieren muss, wäre eine Geige versichert wenn das Kind sie im Bus/ Zug liegen läßt. Wäre das Kind auch zufrieden wenn es Kontrabass zupft statt Geige streicht. Welche Kosten entstehen...
Evtl. ist da ja schon irgendein KO Kriterium dabei...
Liebe Grüße von Meike mit drei Dickköpfen ( * 2007),( * 2010) und (*2013)
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davisalo
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Re: Weiterführende Schule
Auch wenn es aktuell keine Tage der offenen Tür gibt: Welche digitalen Angebote gibt es denn, die Schulen kennenzulernen?
Hier waren auch die wohl ziemlich vielsagend: Die einen haben lediglich ein Filmchen online gestellt, unsere Schule hat via Zoom zumindest ein "persönliches" Kennenlernen ermöglicht, hat sich bei mehreren Terminen viel Zeit genommen für die Fragen von Kindern und Eltern.
Das fand ich schon auch sehr aussagekräftig...
Hier waren auch die wohl ziemlich vielsagend: Die einen haben lediglich ein Filmchen online gestellt, unsere Schule hat via Zoom zumindest ein "persönliches" Kennenlernen ermöglicht, hat sich bei mehreren Terminen viel Zeit genommen für die Fragen von Kindern und Eltern.
Das fand ich schon auch sehr aussagekräftig...
Liebe Grüße
davisalo mit zwei Mädels: D (2007) und S (2010)
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pqr
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Re: Weiterführende Schule
Ich unterschreibe bei Carolina.carolina hat geschrieben: 30.12.2020, 08:51 Ich würde sagen, ein kurzer Schulweg bringt überhaupt nichts, wenn die Schule für das Kind nicht geeignet ist und das Kind dort unglücklich ist. Klar ist ein kurzer Schulweg schöner als ein langer, entscheidend ist aber die Schule. Mein Kind hat überglücklich 5min mit dem Fahrrad gegen eine Stunde mit Bus und Bahn eingetauscht damals.
Und finde die beschriebenen Fahrtzeiten alle nicht lang.
Ich kenne es aber auch so, dass auch bei den Streicherklassen ordentlich musikalische Vorbildung, zumindest mal in Blockflöte o.ä. vorhanden sein sollte und ein musikaktives Elternhaus. Sonst kann das Üben nicht gestemmt werden.
Viele Grüße
pqr
pqr mit Mini 04/2015
und Mini2 12/2017
pqr
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Luzia
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Re: Weiterführende Schule
Interessant. Das ist hier ausdrücklich nicht so. Jeder, egal aus welchem Elternhaus, soll die Chance zum Lernen eines Instruments bekommen. Manche, die sonst niemals von ihren Eltern an der Musikschule oder zum Privatunterricht angemeldet worden wären, sind so zum Instrument gekommen. Allerdings ist es natürlich auch so, dass, sobald die Möglichkeit besteht, oft diejenigen aus der Instrumentalklasse aussteigen, die zuhause diesbezüglich keine oder zu wenig Unterstützung haben, die also niemals von ihren Eltern privat zum Instrumentalunterrricht angemeldet worden wären.pqr hat geschrieben: 31.12.2020, 12:42 Ich kenne es aber auch so, dass auch bei den Streicherklassen ordentlich musikalische Vorbildung, zumindest mal in Blockflöte o.ä. vorhanden sein sollte und ein musikaktives Elternhaus. Sonst kann das Üben nicht gestemmt werden.
Zum Thema "Tag der offenen Tür": Denkt daran, dass jeder "Tag der offenen Tür" eine Werbeveranstaltung ist. Lasst euch nicht nur von der Werbung beeinflussen, sondern hört euch noch weiter um und vertraut auf euer Bauchgefühl.
Vielleicht hat eine Schule nicht die Kapazitäten, einen attraktiven Werbefilme zu produzieren, kümmert sich aber im Alltag ganz hervorragend um die einzelnen Schüler*innen.
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Serafin
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Re: Weiterführende Schule
Oder kann sich eh vor lauter Anmeldungen nicht retten. Werbung wird normalerweise nur für Zeug gemacht, dass man eigentlich nicht braucht.Luzia hat geschrieben: 31.12.2020, 12:59Interessant. Das ist hier ausdrücklich nicht so. Jeder, egal aus welchem Elternhaus, soll die Chance zum Lernen eines Instruments bekommen. Manche, die sonst niemals von ihren Eltern an der Musikschule oder zum Privatunterricht angemeldet worden wären, sind so zum Instrument gekommen. Allerdings ist es natürlich auch so, dass, sobald die Möglichkeit besteht, oft diejenigen aus der Instrumentalklasse aussteigen, die zuhause diesbezüglich keine oder zu wenig Unterstützung haben, die also niemals von ihren Eltern privat zum Instrumentalunterrricht angemeldet worden wären.pqr hat geschrieben: 31.12.2020, 12:42 Ich kenne es aber auch so, dass auch bei den Streicherklassen ordentlich musikalische Vorbildung, zumindest mal in Blockflöte o.ä. vorhanden sein sollte und ein musikaktives Elternhaus. Sonst kann das Üben nicht gestemmt werden.
Zum Thema "Tag der offenen Tür": Denkt daran, dass jeder "Tag der offenen Tür" eine Werbeveranstaltung ist. Lasst euch nicht nur von der Werbung beeinflussen, sondern hört euch noch weiter um und vertraut auf euer Bauchgefühl.
Vielleicht hat eine Schule nicht die Kapazitäten, einen attraktiven Werbefilme zu produzieren, kümmert sich aber im Alltag ganz hervorragend um die einzelnen Schüler*innen.
kleiner Maulwurf 12/15
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Gaby
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Re: Weiterführende Schule
Meine 2006 geborene Tochter war 2 Jahre lang in der Bläserklasse. Trompete hat sie gespielt. Als Ersatz für den normalen Musikunterricht. Eine Gruppe von ca. 12 bis 14 Schülern, immerhin zwei Lehrer haben das zusammen gemacht.pqr hat geschrieben: 31.12.2020, 12:42Ich unterschreibe bei Carolina.carolina hat geschrieben: 30.12.2020, 08:51 Ich würde sagen, ein kurzer Schulweg bringt überhaupt nichts, wenn die Schule für das Kind nicht geeignet ist und das Kind dort unglücklich ist. Klar ist ein kurzer Schulweg schöner als ein langer, entscheidend ist aber die Schule. Mein Kind hat überglücklich 5min mit dem Fahrrad gegen eine Stunde mit Bus und Bahn eingetauscht damals.
Und finde die beschriebenen Fahrtzeiten alle nicht lang.
Ich kenne es aber auch so, dass auch bei den Streicherklassen ordentlich musikalische Vorbildung, zumindest mal in Blockflöte o.ä. vorhanden sein sollte und ein musikaktives Elternhaus. Sonst kann das Üben nicht gestemmt werden.
Anmelden konnte sich jeder, eine Vorbildung brauchte man nicht. Die erlernten Fähigkeiten waren, na ja, überschaubar. Wenn jemand wirklich Interesse an seinem Instrument bekommen hat, hat er/sie sich dann eine zusätzliche Förderung gesucht. Oder war sowieso schon vorher in der Richtung aktiv.
Also wenn es wirklich nur um 2 Unterrichtsstunden in der Woche plus Üben zu Hause geht (was bei meiner Tochter nur sporadisch stattgefunden hat), sollte man davon nicht zu viel erwarten. Vor allem bezogen auf den Rahmen, ob der überhaupt passend ist fürs Kind.
Ansonsten kenne ich das hier auch mit der Oberschule im Ort und den Gymnasien in der Stadt.
Zwei meiner Kinder waren/sind auf der Oberschule, die beiden jüngeren sind auf dem Gymnasium in der Stadt. Sie müssen um 6:45 Uhr aus dem Haus, die Schule beginnt um kurz vor 8. Nachmittags sind sie nach der 6. Stunde gegen 14:15 Uhr wieder zu Hause.
Das ist schon viel Zeit, die fürs Fahren drauf geht, das sollte man nicht unterschätzen. Für beide war die Umstellung nach der Grundschule extrem hart. Und beiden fiel es sehr lange sehr schwer, sich nachmittags nach dem langen Schultag noch wieder zum Lernen zu motivieren.
Sie haben sich daran gewöhnt. Das geht schon. Es passt bei den beiden auch. Die beiden Großen waren besser auf der Oberschule aufgehoben. Auch da kann man einiges machen. Und auch mit einem Realschulabschluss kann man einiges machen.
mit 07/02, 05/04, 03/06 und 10/08
Häng dein Herz an eine wackelnde Welt und dann wunderst du dich dass es runterfällt (Judith Holofernes).
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Elena
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Re: Weiterführende Schule
Ich find den Grundgedanken, dass jedem Kind das Erlernen eines Instruments ermöglicht wird, ja eigentlich gut. Aber erstens finde ich es völlig hirnrissig, wenn das Instrument vorgegeben wird und man nicht zwischen Flöte und Fagott wählen darf. Wie bekloppt ist da denn??? Und dann ist es auch nach meiner Erfahrung (allerdings nicht aus erster Hand) so, dass bei dem Gruppenunterricht tatsächlich nicht viel rumkommt. Wenn ich es mir nur irgendwie leisten könnte und ein musikalisches Kind hätte, würde ich es ganz sicher nicht auf eine solche Schule schicken, sondern in der Musikschule anmelden. Da stimmt dann die Förderung und das Kind wird nicht demotiviert. Ein musikalisches Kind bekommt doch die totale Krise, wenn es in einer Gruppe unmotivierter, unbegabter und nicht übender Mitschüler lernen muss?Gaby hat geschrieben: 31.12.2020, 14:06Meine 2006 geborene Tochter war 2 Jahre lang in der Bläserklasse. Trompete hat sie gespielt. Als Ersatz für den normalen Musikunterricht. Eine Gruppe von ca. 12 bis 14 Schülern, immerhin zwei Lehrer haben das zusammen gemacht.pqr hat geschrieben: 31.12.2020, 12:42Ich unterschreibe bei Carolina.carolina hat geschrieben: 30.12.2020, 08:51 Ich würde sagen, ein kurzer Schulweg bringt überhaupt nichts, wenn die Schule für das Kind nicht geeignet ist und das Kind dort unglücklich ist. Klar ist ein kurzer Schulweg schöner als ein langer, entscheidend ist aber die Schule. Mein Kind hat überglücklich 5min mit dem Fahrrad gegen eine Stunde mit Bus und Bahn eingetauscht damals.
Und finde die beschriebenen Fahrtzeiten alle nicht lang.
Ich kenne es aber auch so, dass auch bei den Streicherklassen ordentlich musikalische Vorbildung, zumindest mal in Blockflöte o.ä. vorhanden sein sollte und ein musikaktives Elternhaus. Sonst kann das Üben nicht gestemmt werden.
Anmelden konnte sich jeder, eine Vorbildung brauchte man nicht. Die erlernten Fähigkeiten waren, na ja, überschaubar. Wenn jemand wirklich Interesse an seinem Instrument bekommen hat, hat er/sie sich dann eine zusätzliche Förderung gesucht. Oder war sowieso schon vorher in der Richtung aktiv.
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Gaby
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Re: Weiterführende Schule
Doch, die Kinder konnten bei uns im bestimmten Rahmen das Instrument wählen.
Also hier war jetzt die Bläserklasse auch überhaupt nicht ausschlaggebend für die Wahl der Schule. Es war einfach ein zusätzliches Angebot. Statt des normalen Musikunterrichts die Bläserklasse zu wählen. Das haben aber tatsächlich auch nur die musikalischen Schüler gemacht.
Im besten Fall bekommt das Kind Interesse am Musizieren. Meine Tochter hatte erst viel Freude daran, dann aber irgendwann keine Lust mehr, weil sie ihre feste Zahnspange bekam und dann die Mundstellung für die Trompete nicht mehr hinbekam.
Also hier war jetzt die Bläserklasse auch überhaupt nicht ausschlaggebend für die Wahl der Schule. Es war einfach ein zusätzliches Angebot. Statt des normalen Musikunterrichts die Bläserklasse zu wählen. Das haben aber tatsächlich auch nur die musikalischen Schüler gemacht.
Im besten Fall bekommt das Kind Interesse am Musizieren. Meine Tochter hatte erst viel Freude daran, dann aber irgendwann keine Lust mehr, weil sie ihre feste Zahnspange bekam und dann die Mundstellung für die Trompete nicht mehr hinbekam.
mit 07/02, 05/04, 03/06 und 10/08
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Re: Weiterführende Schule
@elens Hast du dich mal näher mit dem Konzept Bläser/Streicherklasse auseinandergesetzt? So wie ich deine Kritikpunkte lese habe ich nicht ganz den Eindruck (oder ihr habt eine sehr " interessante" Schule vor Ort.)
Wie möchtest du denn z.B. ein Klassenorchester bilden wenn jeder freie Auswahl hat?
Wie möchtest du denn z.B. ein Klassenorchester bilden wenn jeder freie Auswahl hat?
Liebe Grüße von Meike mit drei Dickköpfen ( * 2007),( * 2010) und (*2013)
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Luzia
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Re: Weiterführende Schule
Ich kenne es so, dass die Schüler*innen z.B. drei Wünsche angeben und der Lehrer anhand der Wünsche und mit dem Ziel, ein Klassenorchester zu bilden, auswählt.
Der letzte Kritikpunkt von Elena, dass sie eher Unterricht an der Musikschule anstreben würde, liest sich herb, hat aber in meinen Augen auf jeden Fall seine Berechtigung.
Die Eltern müssen entscheiden, welche Instrumentalausbildung auf welchem Niveau (ja, Gruppe vs. Einzelunterricht macht da u.U. extrem viel aus) sie für ihr Kind wünschen. Wir haben uns deswegen gegen eine solche Schule entschieden und gleichzeitig wird begeistert für den Unterricht an der Musikschule geübt.
Der letzte Kritikpunkt von Elena, dass sie eher Unterricht an der Musikschule anstreben würde, liest sich herb, hat aber in meinen Augen auf jeden Fall seine Berechtigung.
Die Eltern müssen entscheiden, welche Instrumentalausbildung auf welchem Niveau (ja, Gruppe vs. Einzelunterricht macht da u.U. extrem viel aus) sie für ihr Kind wünschen. Wir haben uns deswegen gegen eine solche Schule entschieden und gleichzeitig wird begeistert für den Unterricht an der Musikschule geübt.