deidamaus hat geschrieben: 20.12.2020, 15:03 Höre bitte auf mitzuzählen, wie oft dein Baby "effektiv" an der Brust trinkt. Es führt nur zu Gedankenspiralen, die dir nicht gut tun.
Das stimmt, es fällt mir nur so wahnsinnig schwer. Gestern habe ich es direkt versucht und abends waren die Brüste dann so voll, dass ich das Spray benutzt habe. Wenn ich nicht so sehr darauf achte, trinkt sie nämlich weniger. Leider trank sie dann trotz Spray nur wenig und schlief dann sofort ein. Sie scheint einfach keinen Hunger zu haben und schmettert meine force feeding Attacken gnadenlos ab. Heute Nacht dann das gleiche Spiel. Ich habe zur gewohnten Pumpzeit das Spray benutzt und sie angelegt. Nach ein paar höflichen Gnadenschlückchen war Ende und es ging wieder ab ins Land der Träume. Ich habe dann im Bad noch ein bisschen ausgestrichen und konnte glücklicherweise recht zügig wieder einschlafen.
Die momentane Situation zerrt an unseren allen Nerven. Ich bin auch ziemlich fertig und wache jeden Morgen total verspannt auf. Eigentlich läuft hier alles gut, die Kinder sind recht friedlich, meine Bachelorarbeit kommt voran und wir müssen uns keine finanziellen Sorgen machen. Aber trotzdem fühle ich mich nicht wohl, mir fehlen die sozialen Kontakt. Videochats reichen nicht und spazieren gehen kann ich auch nicht mit Freunden, da diese auch Kinder haben und man nur mit einer Person zusammen draußen sein darf und abendliches Spazierengehen, wenn die Kinder schlafen, in BaWü nicht mehr erlaubt ist. Das setzt mir mehr zu, als ich vermutet habe. Und mir fehlt der Ausgleich neben meinen sozialen Kontakten, der mir sonst immer geholfen hat (Schwimmen und Sauna).
Na, ja, das tut hier nichts zur Sache. Zurück zu dir.
Doch, das tut jede Menge zur Sache. Ich freue nich, dass du von dir erzählst. Natürlich freue ich mich nicht, dass auch dir die Situation zusetzt, aber es tut gut zu hören, wie andere die Lage und ihre Auswirkungen erleben. Schön, dass es euch privat und beruflich gut geht. Darf ich fragen, was du studierst oder ist das zu privat? Da hätte ich natürlich Verständnis.
Höre nachts auf zu Pumpen, da es im Moment das ist, was dich und deine Familie am meisten belastet und versuche nicht mehr mitzuzählen, wie oft dein Baby stillt.
Die Brüste sind seit gestern aber nun ständig voll und schwer. Das wird sich recht schnell wieder legen, ich kenne mich ja. Mein Gedanke ist jetzt, ob es nicht geschickter wäre, weiter zu pumpen, das Domperidon zu reduzieren und mit der "Extramenge" die Reduktion abzufangen. Gleichzeitig will ich aber auch nicht mehr pumpen, weil es mich schlaucht. Ein Zwiespalt. Komme ich so denn überhaupt nochmal vom Domperidon los?
Und mache dir ein Muttermilchentspannungsbad oder kippe die Milch in den Kaffee

Hihi, das Muttermilchentspannungsbad habe ich gestern direkt in die Tat umgesetzt. Den Milchkaffee jubel ich heute lieber heimlich meinem Mann unter.
Polarfuchs hat geschrieben: 20.12.2020, 21:52
Sogar das was ausgespuckt wurde und auf dem Boden lag wurde aufgesammelt um nach dem Essen abgewogen um sagen zu können, ob es nur 10 oder 15g Nudeln waren. Damit war sie dann in einer Klinik, mehrfach, obwohl dem Kind nichts fehlte.
Puh, das klingt bitter. Ich werde mir die Geschichte zukünftig vor Augen führen, wenn ich mal wieder einem Kontroll-Koller verfalle.
Zu deinem Thema MSR auslösen: Heute Abend hatte ich irgendwann keine Lust mehr auf stillen, da wollte ich sie abdocken, sie fand das aber nicht okay, dann habe ich ganz leicht die Brust zusammengedrückt dass mehr Milch fließt, da hörte ich nur von ihr im Halbschlaf „mmm mmm“ (mehr ging ja mit Brust im Mund nicht). Sie wollte einfach gar keine Milch sondern nur noch nuckeln und ich habe sie dabei gestört
Das kommt mir bekannt vor. Besondes beim „mmm mmm“ musste ich gerade schmunzeln, das macht die Schnute auch oft. Und dass sie trotz Spray nicht wirklich trinkt, zeigt mir ja auch, dass es kein Hunger sein kann. Sie wirkt im Alltag auch überhaupt nicht hungrig.
Ihr schafft das, geniest die letzten Tage vor Weihnachten als Familie - ich möchte dich jetzt nicht ermuntern viele Menschen zu treffen, aber ab und zu sollte man es sich auch gönnen.
Danke, das wünsche ich euch ebenfalls! Wenn die Maus nicht da wäre, würde ich mir wohl auch weniger Sorgen machen. Meine Freundin ist Ärztin und arbeitet derzeit auf der Coronastation. Sie sagt, dass bei weitem nicht alle intrnsivpflichtigen Patienten alt oder immungeschwächt seien. Auch beschränken sich die Symptome nicht auf die Lunge. Eine dreißigjährige Frau kam vorgestern mit einem Herzinfarkt in die Notaufnahme, brach an der Anmeldung zusammen und musste reanimiert werden. Sie hatte keine kardialen Vorerkrankungen oder Gerinnungsstörungen. Sie wurde positiv auf Corona getestet.