Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Antworten
amaryllis
gehört zum Inventar
Beiträge: 516
Registriert: 19.07.2020, 16:41

Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von amaryllis »

Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Die Maus hat sich zwischendurch gemeldet, ist aber dann schnell wieder eingeschlafen, weil halt nichts kam.

Die Morgenwindel war heute trockener als sonst und gestern hat sie ab nachmittags auch wenig gepinkelt. Vor dem schlafen gehen war die Windel sogar komplett trocken. Ich zähle ab heute wieder mit.

Die Milch fließt einfach nicht mehr. Ich muss sie halt die ganze Zeit rausrücken, damit überhaupt ein par Schlücke zustande kommen. Rechts ist gerade fühlbar ein bisschen etwas vorhanden, aber es kommt einfach nicht raus. Sie versucht es seit gut 40 Minuten. Keine Chance.

Soll ich ihr die ausgestrichene Milch geben? Sie tut mir ehrlich Leid. Leider war das Fläschchen nicht frisch sterilisiert, da ich dachte, die Milch nur für das Badewasser zu brauchen. Ist das dann zu riskant, auch wenn die Milch von heute Nacht ist?

Hier das Wiegeergebnis. War gestern bestimmt der Magen-/Darminhalt von der guten Nacht. Sie nimmt nicht mehr zu, seit ich keinen Msr mehr habe.

11.06 2980 Geburt (Hebamme, Tuchwaage)
08.10. 5830, 12x stillen, 7x Pipi, 4x Stuhl, 2x abgepumpt (180 ml)
11.10. 5910, 15x stillen, 8x Pipi, 2x Stuhl, 2x abgepumpt (140 ml)
15.10. 5990, 15x stillen, 8x Pipi, 3x Stuhl
18.10. 5970, 14x stillen, 8x Pipi, 1x Stuhl (wenig)
20.10. 5980, 15x stillen
21.10. 5970, 17x stillen
25.10. 6100
28.10. 6150
31.10. 6080
01.11. 6100
04.11. 6180
05.11. 6140

Ich erhöhe jetzt auf 3x2. Allerdings bin ich unsicher, ob ich längerfristig so viele Tabletten bekomme.
Die 3x1 hatten ja bombig angeschlagen. Meine Brüste tropften sogar in der Badewanne von alleine los. Dann habe ich nachts nur noch gerade soviel ausgestrichen, dass der Druck nachließ und nach ein paar Tagen waren die Brüste schon leerer. Dann kam die Msr-Problematik und seitdem geht es auch tagsüber den Bach runter.
Ich verstehe es wirklich nicht. Anfangs war ich nämlich noch absolut tiefentspannt. Am Stress kann es initial auf keinen Fall gelegen haben.
Fühlt euch gegrüßt von amaryllis und der kleinen Schnute (*06/20).

Wenn du loslässt, hast du zwei Hände frei.
amaryllis
gehört zum Inventar
Beiträge: 516
Registriert: 19.07.2020, 16:41

Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von amaryllis »

Stillprobe nach 50 Minuten Wechselstillen und Brustkompression: 30g.

Glaubt ihr mir jetzt, dass ich weiß, wann ich einen Msr habe und wann nicht?

Das Ergebnis war damals in der 4. Lebenwoche das gleiche. Nachdem ich spürbare Msr hatte, habe ich damals erneut zwei Stillproben gemacht und da waren es 60-70g.

Ich weiß man soll sie nicht machen, aber ich brauchte gerade mal einen Beweis dafür, nicht verrückt zu sein.
Fühlt euch gegrüßt von amaryllis und der kleinen Schnute (*06/20).

Wenn du loslässt, hast du zwei Hände frei.
Benutzeravatar
deidamaus
Mod a.D.
Beiträge: 16206
Registriert: 20.06.2013, 06:38
Wohnort: Landkreis Karlsruhe

Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von deidamaus »

Hallo amaryllis,

es ist nicht so, dass wir dir nicht glauben. Aber 30g kommen nicht ohne MSR zusammen. Vielleicht waren es halt nicht so viele wie bei 60g. Über die Genauigkeit von Stillrpoben und ihre Aussagekraft brauche ich dir ja nix sagen., das weißt du selbst.

Erhöhe die Dosis kurzfristig und versuche die Milchbildung dann durch häufiges Stillen und ev. paralleles Abpumpen wieder anzukurbeln.

Bzgl. des Gewichtes mache ich mir noch keine Gedanken. Eine Weile Stillstand ist im Alter deiner Tochter nicht ungewöhnlich. Was mir eher Sorgen macht, sind deine Beschreibungen.

D. h. jetzt ein paar Tage alles dran setzen die Milchmenge wieder anzukurbeln.

Ausgestrichene Milch nur verfüttern, falls das Auffanggefäß vorher entsprechend gereinigt wurde.

Liebe Grüße
deidamaus
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
mit den drei Mäusen (Grosse 12/06, Mittlerer 5/10 und Kleiner 4/13)

Kruschelkiste Bewertungen
amaryllis
gehört zum Inventar
Beiträge: 516
Registriert: 19.07.2020, 16:41

Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von amaryllis »

deidamaus hat geschrieben: 05.11.2020, 09:39 Hallo amaryllis,

es ist nicht so, dass wir dir nicht glauben. Aber 30g kommen nicht ohne MSR zusammen. Vielleicht waren es halt nicht so viele wie bei 60g. Über die Genauigkeit von Stillrpoben und ihre Aussagekraft brauche ich dir ja nix sagen., das weißt du selbst.

Erhöhe die Dosis kurzfristig und versuche die Milchbildung dann durch häufiges Stillen und ev. paralleles Abpumpen wieder anzukurbeln.

Bzgl. des Gewichtes mache ich mir noch keine Gedanken. Eine Weile Stillstand ist im Alter deiner Tochter nicht ungewöhnlich. Was mir eher Sorgen macht, sind deine Beschreibungen.

D. h. jetzt ein paar Tage alles dran setzen die Milchmenge wieder anzukurbeln.

Ausgestrichene Milch nur verfüttern, falls das Auffanggefäß vorher entsprechend gereinigt wurde.

Liebe Grüße
deidamaus
Ich habe gerade nochmal 20 ml ausgestrichen und versucht ihr diese mit dem Löffel zu geben. Sie verzieht das Gesicht und ist total angewidert, würgt und spuckt alles wieder aus. Ob es am Löffel liegt? Was kann ich alternativ machen? Bechern trau ich mich nicht und da geht doch die Hälfte verloren. Eine Spritze vielleicht?

Das Gewicht alleine würde mich vielleicht auch noch nicht so sehr beunruhigen. Alle Beobachtungen stützen aber einander. Und ihre Gewichtsagnationen (4. Lebenswoche, beide Domperidonreduktionen und jetzt auch wieder) korrelieren ja auch mit meinem subjektiven Stillempfinden.
Fühlt euch gegrüßt von amaryllis und der kleinen Schnute (*06/20).

Wenn du loslässt, hast du zwei Hände frei.
Benutzeravatar
deidamaus
Mod a.D.
Beiträge: 16206
Registriert: 20.06.2013, 06:38
Wohnort: Landkreis Karlsruhe

Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von deidamaus »

Ja, das stimmt. Aber dein Baby ist nicht mehr 4 Wochen alt. Das ändert die Situation schon.

Spritze und dann in kleinen Mengen in den Mund spritzen ist eine Option.

Wenn sie wirklich deutlich zu wenig Milch bekommen würde, ginge das Gewicht nach unten. Und das tut es nicht.

Liebe Grüße
deidamaus
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
mit den drei Mäusen (Grosse 12/06, Mittlerer 5/10 und Kleiner 4/13)

Kruschelkiste Bewertungen
amaryllis
gehört zum Inventar
Beiträge: 516
Registriert: 19.07.2020, 16:41

Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von amaryllis »

Mit der Spritze spuckt sie ebenfalls alles aus und guckt angeekelt.

Kann ich für die Becherfütterung einfach ein normales Trinkglas nehmen und muss das ebenfalls vorher sterilisiert werden?
Fühlt euch gegrüßt von amaryllis und der kleinen Schnute (*06/20).

Wenn du loslässt, hast du zwei Hände frei.
Benutzeravatar
deidamaus
Mod a.D.
Beiträge: 16206
Registriert: 20.06.2013, 06:38
Wohnort: Landkreis Karlsruhe

Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von deidamaus »

Nein, ein normales Glas reicht. Vorher einfach gründlich spülen. Dein Baby ist so groß, da steckt es sich sicherlich auch sonst viel in den Mund. Bei einem kleineren Baby wäre dies anders.

Es kann aber gut sein, dass das Füttern mit dem Becher auch nicht klappt.

Liebe Grüße
deidamaus
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
mit den drei Mäusen (Grosse 12/06, Mittlerer 5/10 und Kleiner 4/13)

Kruschelkiste Bewertungen
amaryllis
gehört zum Inventar
Beiträge: 516
Registriert: 19.07.2020, 16:41

Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von amaryllis »

deidamaus hat geschrieben: 05.11.2020, 14:06 Nein, ein normales Glas reicht. Vorher einfach gründlich spülen. Dein Baby ist so groß, da steckt es sich sicherlich auch sonst viel in den Mund. Bei einem kleineren Baby wäre dies anders.

Es kann aber gut sein, dass das Füttern mit dem Becher auch nicht klappt.

Liebe Grüße
deidamaus
Ist es denn sinnvoll, dass ich die Milch direkt nach dem Ausstreichen verfüttere? Mit der Spritze hat es jetzt geklappt. Hab ihr jetzt 20 Mililiter gegeben, da sie wirklich unglücklich an der Brust war. Sie weint während des Saugens, das bricht mir das Herz. Zu viel will ich vermeiden, da sie natürlich weiterhin saugen soll. Ich streiche jetzt nach jedem stillen kurz aus. Mehr als 20 ml
kommen da aber gerade eh nicht zusammen. Die haben jetzt gerade aber auch ausgereicht, um sie zu besänftigen. Ich habe auch das Gefühl, dass ich die Brust gerade besser mit meinen Händen entleeren kann als sie mit ihrem Mund.

Gleichzeitig habe ich aber den Eindruck, dass es heute nochmal schlimmer ist als gestern. Sie ist nicht mehr ausdauernd, ganz so als wisse sie, dass es sich eh nicht lohnt. Ich wechsle quasi im 5 Sekunden Takt hin und her, da sie pausenlos quengelt.
Fühlt euch gegrüßt von amaryllis und der kleinen Schnute (*06/20).

Wenn du loslässt, hast du zwei Hände frei.
Greymalkin
möchten wir nicht mehr missen
Beiträge: 316
Registriert: 28.07.2019, 18:56

Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von Greymalkin »

Ohje du Arme, das klingt alles wirklich sehr unangenehm und die Panik kann ich gut verstehen. Ich hoffe, du findest wieder Kraft und ein bisschen Zuversicht!
Mir hat es vor einem Jahr immer geholfen, bei (gefühltem) Milchmangel ein paar Tage in Folge exzessiv zu pumpen. Habe dann z. B. immer Abends, wenn mein Sohn gerade getrunken hatte und eingeschlafen war, nachgepumpt (häufig kam dann nur sehr wenig oder nichts). Er wachte zu der Zeit recht häufig auf sodass ich zwischen 20 bis 24 Uhr auf 4x Stillen + 4x abpumpen kam. Nach ein paar Tagen war dann immer wieder so viel da, dass das "Stillgefühl" für eine Weile wieder stimmte und der msr wieder auf Zack war. Ist das vielleicht auch für dich kurzfristig eine Option? Selbst wenn ich beim Pumpen keinen msr hatte, schien die Stimulation irgendwie zu helfen. Ich hoffe, dieser "Tipp" ist ok aus stillberaterischer Sicht, ansonsten hab ich nix gesagt.
+ Sohn 1 (5/2019) + Sohn 2 (8/2021) + Tochter (4/2025)
amaryllis
gehört zum Inventar
Beiträge: 516
Registriert: 19.07.2020, 16:41

Re: Baby wecken oder nicht, damit Milchbildung nicht abnimmt?

Beitrag von amaryllis »

Greymalkin hat geschrieben: 05.11.2020, 14:41 Ohje du Arme, das klingt alles wirklich sehr unangenehm und die Panik kann ich gut verstehen. Ich hoffe, du findest wieder Kraft und ein bisschen Zuversicht!
Mir hat es vor einem Jahr immer geholfen, bei (gefühltem) Milchmangel ein paar Tage in Folge exzessiv zu pumpen. Habe dann z. B. immer Abends, wenn mein Sohn gerade getrunken hatte und eingeschlafen war, nachgepumpt (häufig kam dann nur sehr wenig oder nichts). Er wachte zu der Zeit recht häufig auf sodass ich zwischen 20 bis 24 Uhr auf 4x Stillen + 4x abpumpen kam. Nach ein paar Tagen war dann immer wieder so viel da, dass das "Stillgefühl" für eine Weile wieder stimmte und der msr wieder auf Zack war. Ist das vielleicht auch für dich kurzfristig eine Option? Selbst wenn ich beim Pumpen keinen msr hatte, schien die Stimulation irgendwie zu helfen. Ich hoffe, dieser "Tipp" ist ok aus stillberaterischer Sicht, ansonsten hab ich nix gesagt.
Danke für den Tipp, Greymalkin. Kam bei dir bein pumpen denn etwas? Bei mir kommten höchstens einige Tropfen und dass stresst mich dann eher enorm. Ausstreichen klappt da deutlich besser. Das mache ich gerade nach jedem Stillen und auch gestern Abend/Nacht. Sollte die Milch wieder mehr werden und ein Msr einsetzen, würde ich wieder beim stillen abpumpen. Momentan bringt es meines Erachtens nichts als Stress, da die Brustentleerung ja der entscheidende Stimulus ist.

Die Maus bekommt gerade wirklich wenig Milch ab. Sie ist sehr unglücklich und weint viel. Sie will gerne an die Brust, hat aber auch keine Geduld mehr und wird schon nach wenigen Sekunden unruhig. Es ist eine 180 Grad Wendung zu vor zwei Wochen. Da sah ich ungelogen noch aus, als hätte ich Brustimplantate.

Ich habe einfach Angst, dass es unwiderruflich verloren ist. Trotzdem versuche ich positiv zu denken. Sonst droht noch der Nocebo-Effekt.

Wir hatten heute auch erst zwei nasse Windeln und zweimal (wenig) Pipi beim Abhalten.
Fühlt euch gegrüßt von amaryllis und der kleinen Schnute (*06/20).

Wenn du loslässt, hast du zwei Hände frei.
Antworten

Zurück zu „Stillforum“