Mein Kind ist so unemphatisch
- Sabina
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Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Nimm dir den Kommentar nicht zu sehr zu Herzen. Wenn sie deine beste Freundin ist mag sie diese (für dich negativ behaftete) Seite an dir sehen. Da muss aber auch ganz viel Tolles in dir (und deinem Sohn) stecken. Sonst wär sie nicht deine Freundin, oder?
Dass du Angst vor der Schule hast kann ich verstehen. Denk immer daran: die Zeit arbeitet für euch! Maxi wird älter, vernünftiger und er kann LERNEN. Er wird vermutlich viele Dinge über den Verstand lösen. Das konnte er bis jetzt evt. nicht so ganz. Doch nun kommt immer mehr seine Zeit. Eine Zeit, in der weniger emotional reagiert wird von ihm und seinen Freunden, dafür mehr mit dem Kopf! Von beiden Seiten. Maxi wird lernen wie er sich verhalten musd wenn er in der Turnhalle jemanden anrempelt. Er wird bald wissen, dass er Hilfe anbieten ‚muss‘ wenn jemand sich das Knie aufschürft und dass er wenn der Freund von seinem toten Goldfisch erzählt mit ‚oh, das tut mir leid‘ reagieren soll. Fühlen wird er es vermutlich nie so richtig. Aber nach aussen wird er seine Altersgenossen nicht mehr so oft vor den Kopf stossen. Einfach weil er eine kognitive Reife entwickelt, die ihn Verhaltensweisen einstudieren lässt. Natürlich braucht er dafür Eltern, die dran bleiben und immer wieder üben und erklären. Das ist ein hartes Stück Arbeit aber so wie du dich liest, schafft ihr das. Vielleicht müsst ihr dafür weniger Hilfestellung leisten in Mathe oder Grammatik?
Dass du Angst vor der Schule hast kann ich verstehen. Denk immer daran: die Zeit arbeitet für euch! Maxi wird älter, vernünftiger und er kann LERNEN. Er wird vermutlich viele Dinge über den Verstand lösen. Das konnte er bis jetzt evt. nicht so ganz. Doch nun kommt immer mehr seine Zeit. Eine Zeit, in der weniger emotional reagiert wird von ihm und seinen Freunden, dafür mehr mit dem Kopf! Von beiden Seiten. Maxi wird lernen wie er sich verhalten musd wenn er in der Turnhalle jemanden anrempelt. Er wird bald wissen, dass er Hilfe anbieten ‚muss‘ wenn jemand sich das Knie aufschürft und dass er wenn der Freund von seinem toten Goldfisch erzählt mit ‚oh, das tut mir leid‘ reagieren soll. Fühlen wird er es vermutlich nie so richtig. Aber nach aussen wird er seine Altersgenossen nicht mehr so oft vor den Kopf stossen. Einfach weil er eine kognitive Reife entwickelt, die ihn Verhaltensweisen einstudieren lässt. Natürlich braucht er dafür Eltern, die dran bleiben und immer wieder üben und erklären. Das ist ein hartes Stück Arbeit aber so wie du dich liest, schafft ihr das. Vielleicht müsst ihr dafür weniger Hilfestellung leisten in Mathe oder Grammatik?
Signaturen sind halt doch praktisch für die Mitleser:innen…
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Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Also vorweg, ich bin eine Sozialenulpe, daher vermutlich kein guter Ratgeber 
Aber wieso ist das unnett, wenn man sich nicht für den Tag bedankt? Das Kind ist 6 und nicht 16 (wobei ich glaube mit 16 klappt das auch wieder nicht
) nein im ernst, mit 6 würde ich dies nicht erwarten. Da sieht man doch ob es dem Kind gefallen hat.
Meine gelten als sehr höflich (und ich frage mich manchmal mit welchen Kindern die zum Geier unterwegs waren, meine konnten das nicht sein) aber das ist sicherlich nicht so, weil wir das eintrichtern. Eher gerade bei Zweien der Dreien, weil die Regel von Danke und Bitte x-mal diskutiert wurde und verinnerlicht, also sie fragten wieso und weshalb und wir antworten.
Dein Sohn hat die wunderbare Eigenschaft, zu denken und nicht einfach nach zu laufen - zugegeben als Mutter fände ich das folgen oft einfacher.
und vielleicht ist er auch einfach nicht der Typ der gefallen will und muss. Offensichtlich kann ers ja, wie an deinem Beispiel mit dem Bruder, vielleicht einfach nur dann, wenn Not am Mann ist? Das sehen dafür doch viele nicht.
Jadizia find ich gerade herrlich mit der Idee vom Kartenspiel, genauso mache ich das inetwa selber
und so erkläre ich es den Kindern, soweit ich kann. Gewisses müssen Leute übernehmen, die das einfach können.
Entschuldige wenn ich nun total Unsinn schrieb, eben ich bin auch schlecht in dem was an Worte besser wären.
Aber wieso ist das unnett, wenn man sich nicht für den Tag bedankt? Das Kind ist 6 und nicht 16 (wobei ich glaube mit 16 klappt das auch wieder nicht
Meine gelten als sehr höflich (und ich frage mich manchmal mit welchen Kindern die zum Geier unterwegs waren, meine konnten das nicht sein) aber das ist sicherlich nicht so, weil wir das eintrichtern. Eher gerade bei Zweien der Dreien, weil die Regel von Danke und Bitte x-mal diskutiert wurde und verinnerlicht, also sie fragten wieso und weshalb und wir antworten.
Dein Sohn hat die wunderbare Eigenschaft, zu denken und nicht einfach nach zu laufen - zugegeben als Mutter fände ich das folgen oft einfacher.
und vielleicht ist er auch einfach nicht der Typ der gefallen will und muss. Offensichtlich kann ers ja, wie an deinem Beispiel mit dem Bruder, vielleicht einfach nur dann, wenn Not am Mann ist? Das sehen dafür doch viele nicht.
Jadizia find ich gerade herrlich mit der Idee vom Kartenspiel, genauso mache ich das inetwa selber
Entschuldige wenn ich nun total Unsinn schrieb, eben ich bin auch schlecht in dem was an Worte besser wären.
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Cecily
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Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Zu meiner Freundin: Ich kam eben nicht zum weiterschreiben. Sie hat mir nämlich gesagt, dass sie diese Eigenschaften an mir sehr schätzt.Sabina hat geschrieben: 20.07.2020, 09:23 Nimm dir den Kommentar nicht zu sehr zu Herzen. Wenn sie deine beste Freundin ist mag sie diese (für dich negativ behaftete) Seite an dir sehen. Da muss aber auch ganz viel Tolles in dir (und deinem Sohn) stecken. Sonst wär sie nicht deine Freundin, oder?
Dass du Angst vor der Schule hast kann ich verstehen. Denk immer daran: die Zeit arbeitet für euch! Maxi wird älter, vernünftiger und er kann LERNEN. Er wird vermutlich viele Dinge über den Verstand lösen. Das konnte er bis jetzt evt. nicht so ganz. Doch nun kommt immer mehr seine Zeit. Eine Zeit, in der weniger emotional reagiert wird von ihm und seinen Freunden, dafür mehr mit dem Kopf! Von beiden Seiten. Maxi wird lernen wie er sich verhalten musd wenn er in der Turnhalle jemanden anrempelt. Er wird bald wissen, dass er Hilfe anbieten ‚muss‘ wenn jemand sich das Knie aufschürft und dass er wenn der Freund von seinem toten Goldfisch erzählt mit ‚oh, das tut mir leid‘ reagieren soll. Fühlen wird er es vermutlich nie so richtig. Aber nach aussen wird er seine Altersgenossen nicht mehr so oft vor den Kopf stossen. Einfach weil er eine kognitive Reife entwickelt, die ihn Verhaltensweisen einstudieren lässt. Natürlich braucht er dafür Eltern, die dran bleiben und immer wieder üben und erklären. Das ist ein hartes Stück Arbeit aber so wie du dich liest, schafft ihr das. Vielleicht müsst ihr dafür weniger Hilfestellung leisten in Mathe oder Grammatik?
Danke für die beruhigenden Worte in Richtung Schule. Ich hoffe auch, dass er (von mir aus aus egoistischen Gründen) lernt, sich sozialer zu benehmen. Und ich bin heilfroh, dass er a) Freundschaften schließen kann und b) wenigstens Gefühle hat (inklusive Liebesgefühle für andere). Hilfestellung in irgendwelchen Lernsachen braucht er nicht. Er wird aber die Diskutiererei anfangen, warum er ein Blatt voller 1er schreiben muss. Das wird mich sicher auch voll annerven.
Ich bin auch schlecht in jeglichen Wortmeldungen und habe alles sehr gut verstanden.Schneekugel hat geschrieben: 20.07.2020, 09:30 Also vorweg, ich bin eine Sozialenulpe, daher vermutlich kein guter Ratgeber
Aber wieso ist das unnett, wenn man sich nicht für den Tag bedankt? Das Kind ist 6 und nicht 16 (wobei ich glaube mit 16 klappt das auch wieder nicht) nein im ernst, mit 6 würde ich dies nicht erwarten. Da sieht man doch ob es dem Kind gefallen hat.
Meine gelten als sehr höflich (und ich frage mich manchmal mit welchen Kindern die zum Geier unterwegs waren, meine konnten das nicht sein) aber das ist sicherlich nicht so, weil wir das eintrichtern. Eher gerade bei Zweien der Dreien, weil die Regel von Danke und Bitte x-mal diskutiert wurde und verinnerlicht, also sie fragten wieso und weshalb und wir antworten.
Dein Sohn hat die wunderbare Eigenschaft, zu denken und nicht einfach nach zu laufen - zugegeben als Mutter fände ich das folgen oft einfacher.
und vielleicht ist er auch einfach nicht der Typ der gefallen will und muss. Offensichtlich kann ers ja, wie an deinem Beispiel mit dem Bruder, vielleicht einfach nur dann, wenn Not am Mann ist? Das sehen dafür doch viele nicht.
Jadizia find ich gerade herrlich mit der Idee vom Kartenspiel, genauso mache ich das inetwa selberund so erkläre ich es den Kindern, soweit ich kann. Gewisses müssen Leute übernehmen, die das einfach können.
Entschuldige wenn ich nun total Unsinn schrieb, eben ich bin auch schlecht in dem was an Worte besser wären.
Was die Erwartung betrifft: Wenn der 2-jährige sich bedankt (und so niedlich dazu), kommt es einfach schlecht an. Ich finde es meistens auch nicht so nötig. Manchmal ärgere ich mich, wenn wir einen supertollen Tag hatten und dann abends nur genörgelt wird.
Ich fand Mitläufer auch immer blöd, sehe jetzt aber, wie anstrengend es ist, wenn man keinen Mitläufer hat. Außerdem nutzt er seine "Überlegenheit" aus, um z.B. anderen Kindern die Schuld in die Schuhe zu schieben bzw. sie zu willigen Werkzeugen zu machen. Natürlich habe ich ihm erklärt, dass anstiften genauso schlimm ist wie es selbst zu machen. Wie wird das, wenn er älter und klüger ist? Ich traue ihm volle Kanne zu, uns auch zu verarschen.
Aber alles in allem: Mein Kind / meine Kinder ist / sind einfach toll! Ich habe sie sehr vermisst dieses Wochenende.
Ich schätze mal, ich werde den Thread ab und an hochholen müssen.
- luise90
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Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Hallo cecily,
Also ich sehe das auch so wie deine Freundin und wie Schneekugel.
Ich selbst bekomme regelmäßig von meinem Freund auf den Deckel, weil ich mich nicht nach den Erwartungen anderer bedankt, begrüßt, verabschiedet etc. habe. Meine Mutter war da nie hinterher als ich ein Kind war, aber ich glaube es ist auch nicht schlimm, zumindest in meinen Augen.
Ja, vermutlich wirke ich oft dadurch arrogant, undankbar usw.,aber nur auf Leute die mich nicht kennen. Wer mich wirklich kennt, weiß dass ich das so gar nicht bin. Sondern schüchtern und zurückhaltend.
Und wie deine Freundin sagt, dein Dank oder der deines Sohnes ist einfach viel mehr wert, weil er nur kommt wenn er wirklich aus tiefstem Herzen so gemeint ist.
Schüchterne Menschen werden dadurch manchmal in eine falsche Schublade gesteckt.
Ich musste für mich lernen, es nicht allen recht machen zu müsse, dein Sohn scheint da ja schon ein gutes selbstbewusstsein zu haben.
Ich kann mich zum Beispiel auch nur entspannt an Unterhaltungen beteiligen, wenn ich mich in der Gesellschaft wohl fühle. Wenn nicht, sage ich nur das nötigste um nicht in irgendein Fettnäpfchen zu treten. Ich kann nur "frei" sprechen oder gar nicht. Verstellen und ähnliches kann ich einfach nicht und werde es wohl auch nicht mehr lernen bzw. will es auch nicht. Deswegen fällt mir auch smalltalk unglaublich schwer.
Ich glaube dein Sohn wird seinen Weg finden um nur soweit anzuecken wie er selbst aushält, auf seine Weise. Und sonst wird er für die auserwählten die ihn gut kennen ein ehrlicher Freund sein, bei dem man immer genau weiß woran man ist.
Hattest du es denn selbst schwer in der Schule?
Ich bin eigentlich nur angeeckt, weil ich eben nicht alle "coolen" Sachen wie rauchen, trinken mitgemacht habe. Dadurch war ich eine zeitlang nicht super beliebt, aber geduldet und habe mir meinen Respekt nach und nach auf anderem Wege erarbeitet. Das war aber später, vorher hatte ich eigentlich keine Probleme.
Also ich sehe das auch so wie deine Freundin und wie Schneekugel.
Ich selbst bekomme regelmäßig von meinem Freund auf den Deckel, weil ich mich nicht nach den Erwartungen anderer bedankt, begrüßt, verabschiedet etc. habe. Meine Mutter war da nie hinterher als ich ein Kind war, aber ich glaube es ist auch nicht schlimm, zumindest in meinen Augen.
Ja, vermutlich wirke ich oft dadurch arrogant, undankbar usw.,aber nur auf Leute die mich nicht kennen. Wer mich wirklich kennt, weiß dass ich das so gar nicht bin. Sondern schüchtern und zurückhaltend.
Und wie deine Freundin sagt, dein Dank oder der deines Sohnes ist einfach viel mehr wert, weil er nur kommt wenn er wirklich aus tiefstem Herzen so gemeint ist.
Schüchterne Menschen werden dadurch manchmal in eine falsche Schublade gesteckt.
Ich musste für mich lernen, es nicht allen recht machen zu müsse, dein Sohn scheint da ja schon ein gutes selbstbewusstsein zu haben.
Ich kann mich zum Beispiel auch nur entspannt an Unterhaltungen beteiligen, wenn ich mich in der Gesellschaft wohl fühle. Wenn nicht, sage ich nur das nötigste um nicht in irgendein Fettnäpfchen zu treten. Ich kann nur "frei" sprechen oder gar nicht. Verstellen und ähnliches kann ich einfach nicht und werde es wohl auch nicht mehr lernen bzw. will es auch nicht. Deswegen fällt mir auch smalltalk unglaublich schwer.
Ich glaube dein Sohn wird seinen Weg finden um nur soweit anzuecken wie er selbst aushält, auf seine Weise. Und sonst wird er für die auserwählten die ihn gut kennen ein ehrlicher Freund sein, bei dem man immer genau weiß woran man ist.
Hattest du es denn selbst schwer in der Schule?
Ich bin eigentlich nur angeeckt, weil ich eben nicht alle "coolen" Sachen wie rauchen, trinken mitgemacht habe. Dadurch war ich eine zeitlang nicht super beliebt, aber geduldet und habe mir meinen Respekt nach und nach auf anderem Wege erarbeitet. Das war aber später, vorher hatte ich eigentlich keine Probleme.
Mit Wubbi 07/19
- soda
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 5298
- Registriert: 20.12.2013, 19:14
Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Ich habe zwei sehr unterschiedliche Kinder. Obwohl es mir klar ist, dass das normal ist, fällt es mir oft schwer, das zu akzeptieren, wenn die Eine etwas tut, was die andere leider/zum Glück nie tut.
Meine kleine zeigt mit drei Jahren gute Fähigkeiten, Gefühle, Mimik, Stimmlage, Wortwahl zu interpretieren. Sie weiß, wenn ich ärgerlich bin, sie weiß, warum ich ärgerlich bin (wenn es mal an ihr lag wegen Blödsinn anstellen zB). Sie kann ihre Gefühle äußern, sagen was ihr wichtig ist und was sie sich wünscht, worüber sie nachdenkt. Sie sagt „bitte“ und „danke“.
Meine Große beginnt damit, diese Dinge eventuell ohne Aufforderung in ihr Repertoire aufzunehmen (vorsichtig formuliert). Sehr oft, eigentlich überwiegend, zeigt sie kein besonderes Interesse für die Gefühle anderer und findet sich selbst ganz schön wichtig. Das ist schon manchmal problematisch, wenn es um Teamsport geht oder um unser Familienleben.
Noch denke ich, dass ich das so laufen lasse, da sich immer wieder kleine Verbesserungen ergeben und unter dem Strich alles funktioniert. Was Leistungen betrifft, läuft es sogar prima. Im Zeugnis stand allerdings der ungefähr so formulierte Satz: „im Unterricht fühlt sie sich nun immer öfter als Teil der Gemeinschaft.“ Der Satz spricht ja Bände...
Ist euer Sohn denn zugänglich für eure Erklärungen?
Meine eher nicht. Ich kann nur auf das Geschehen oder das Bevorstehende einwirken, hinterher „pädagogische Gespräche“ führen schaffe ich nicht (oder nur getarnt. Wenn man ein Problem besprechen will, indem man es „Problem“ nennt, blockt sie ab.)
Meine kleine zeigt mit drei Jahren gute Fähigkeiten, Gefühle, Mimik, Stimmlage, Wortwahl zu interpretieren. Sie weiß, wenn ich ärgerlich bin, sie weiß, warum ich ärgerlich bin (wenn es mal an ihr lag wegen Blödsinn anstellen zB). Sie kann ihre Gefühle äußern, sagen was ihr wichtig ist und was sie sich wünscht, worüber sie nachdenkt. Sie sagt „bitte“ und „danke“.
Meine Große beginnt damit, diese Dinge eventuell ohne Aufforderung in ihr Repertoire aufzunehmen (vorsichtig formuliert). Sehr oft, eigentlich überwiegend, zeigt sie kein besonderes Interesse für die Gefühle anderer und findet sich selbst ganz schön wichtig. Das ist schon manchmal problematisch, wenn es um Teamsport geht oder um unser Familienleben.
Noch denke ich, dass ich das so laufen lasse, da sich immer wieder kleine Verbesserungen ergeben und unter dem Strich alles funktioniert. Was Leistungen betrifft, läuft es sogar prima. Im Zeugnis stand allerdings der ungefähr so formulierte Satz: „im Unterricht fühlt sie sich nun immer öfter als Teil der Gemeinschaft.“ Der Satz spricht ja Bände...
Ist euer Sohn denn zugänglich für eure Erklärungen?
Meine eher nicht. Ich kann nur auf das Geschehen oder das Bevorstehende einwirken, hinterher „pädagogische Gespräche“ führen schaffe ich nicht (oder nur getarnt. Wenn man ein Problem besprechen will, indem man es „Problem“ nennt, blockt sie ab.)
mit T (2013) und T (2017)
- Schneekugel
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Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Ja ich fand Mitläufer auch immer doof, nun wären sie mir manchmal - aber nur manchmal - lieber
Meine Grosse gilt überigens als sozial, ABER das gelingt ihr nur, wenn sie genügend Zeit ohne Leute ausserhalb der Familie hat. Sie ist in zwei Vereinen, und da nun auch bereits manchmal als Hilfsleiterin eingesetzt, es sind aber beides Einzelsportarten, also der Verein trainiert zusammen, geht auch zusammen an Wettkämpfen, aber jeder ist für sich am Ende.
Der Kleine der HB ist, ist dafür mega empathisch, der erträgt keiner der unglücklich ist und macht Handstände auf seine Kosten, auch doof. Geht aber im Mannschaftssport total auf. Und auch er läuft absolut nicht mit, einleuchtend muss es dann schon sein.
Und die Kleine hat den Spitznamen Terrorelfe
Ich selber, wie geschrieben bin eine Sozialenulpe, wer meine Freundschaft hat, hat sie ehrlich, der Rest ist mir recht schnuppe
und einem Chef folgen der nur doofe Ideen hat - leider nein. Daher muss ich mich oft selber an der Nase nehmen, wenn mir das bei den Kids auffällt.
ich bin auch schlecht im nicht ehrlich sein und ganz schlecht im Begeisterung zeigen wo ichs nicht bin (das wäre manchmal nützlich)
Aber hey, wenn es drauf ankommt, kann ich mich auf sie verlassen und ihre Freunde auch, und das ist etwas das für mich wichtig ist.
und wer weiss, ob der Kleine auch mit 6 noch brav danke sagt
die wissen doch auch genau, wie sie niedlich sind 
Meine Grosse gilt überigens als sozial, ABER das gelingt ihr nur, wenn sie genügend Zeit ohne Leute ausserhalb der Familie hat. Sie ist in zwei Vereinen, und da nun auch bereits manchmal als Hilfsleiterin eingesetzt, es sind aber beides Einzelsportarten, also der Verein trainiert zusammen, geht auch zusammen an Wettkämpfen, aber jeder ist für sich am Ende.
Der Kleine der HB ist, ist dafür mega empathisch, der erträgt keiner der unglücklich ist und macht Handstände auf seine Kosten, auch doof. Geht aber im Mannschaftssport total auf. Und auch er läuft absolut nicht mit, einleuchtend muss es dann schon sein.
Und die Kleine hat den Spitznamen Terrorelfe
Ich selber, wie geschrieben bin eine Sozialenulpe, wer meine Freundschaft hat, hat sie ehrlich, der Rest ist mir recht schnuppe
Aber hey, wenn es drauf ankommt, kann ich mich auf sie verlassen und ihre Freunde auch, und das ist etwas das für mich wichtig ist.
und wer weiss, ob der Kleine auch mit 6 noch brav danke sagt
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N 06/2009
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Missie
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Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Also ich finde auch, solange die Kinder Freunde finden und/ oder Anschluss im Verein haben sowie in Kindergarten/ Schule halbwegs "mitlaufen", gibt es kein Problem - zumindest nicht, solange das Kind glücklich ist.
Hat man ein Kind, das wirklich sozial ausgegrenzt wird und nicht gruppenfähig ist und darunter leidet - dann besteht auf jeden Fall Handlungsbedarf.
Und natürlich ein Kindergarten/ Schule nicht mit dem Kind zurecht kommen.
Hat man ein Kind, das wirklich sozial ausgegrenzt wird und nicht gruppenfähig ist und darunter leidet - dann besteht auf jeden Fall Handlungsbedarf.
Und natürlich ein Kindergarten/ Schule nicht mit dem Kind zurecht kommen.
Drei Jungs:
Januar 2014, März 2016, Februar 2020
Januar 2014, März 2016, Februar 2020
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Cecily
- Prof. Dr. SuT
- Beiträge: 8170
- Registriert: 26.05.2016, 16:26
Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Mir fällt smalltalk auch total schwer.luise90 hat geschrieben: 20.07.2020, 13:57 Hallo cecily,
Also ich sehe das auch so wie deine Freundin und wie Schneekugel.
Ich selbst bekomme regelmäßig von meinem Freund auf den Deckel, weil ich mich nicht nach den Erwartungen anderer bedankt, begrüßt, verabschiedet etc. habe. Meine Mutter war da nie hinterher als ich ein Kind war, aber ich glaube es ist auch nicht schlimm, zumindest in meinen Augen.
Ja, vermutlich wirke ich oft dadurch arrogant, undankbar usw.,aber nur auf Leute die mich nicht kennen. Wer mich wirklich kennt, weiß dass ich das so gar nicht bin. Sondern schüchtern und zurückhaltend.
Und wie deine Freundin sagt, dein Dank oder der deines Sohnes ist einfach viel mehr wert, weil er nur kommt wenn er wirklich aus tiefstem Herzen so gemeint ist.
Schüchterne Menschen werden dadurch manchmal in eine falsche Schublade gesteckt.
Ich musste für mich lernen, es nicht allen recht machen zu müsse, dein Sohn scheint da ja schon ein gutes selbstbewusstsein zu haben.
Ich kann mich zum Beispiel auch nur entspannt an Unterhaltungen beteiligen, wenn ich mich in der Gesellschaft wohl fühle. Wenn nicht, sage ich nur das nötigste um nicht in irgendein Fettnäpfchen zu treten. Ich kann nur "frei" sprechen oder gar nicht. Verstellen und ähnliches kann ich einfach nicht und werde es wohl auch nicht mehr lernen bzw. will es auch nicht. Deswegen fällt mir auch smalltalk unglaublich schwer.
Ich glaube dein Sohn wird seinen Weg finden um nur soweit anzuecken wie er selbst aushält, auf seine Weise. Und sonst wird er für die auserwählten die ihn gut kennen ein ehrlicher Freund sein, bei dem man immer genau weiß woran man ist.
Hattest du es denn selbst schwer in der Schule?
Ich bin eigentlich nur angeeckt, weil ich eben nicht alle "coolen" Sachen wie rauchen, trinken mitgemacht habe. Dadurch war ich eine zeitlang nicht super beliebt, aber geduldet und habe mir meinen Respekt nach und nach auf anderem Wege erarbeitet. Das war aber später, vorher hatte ich eigentlich keine Probleme.
Ich hatte nie Probleme in der Schule. Das war aber auch sicher Glückssache, weil ich eine Clique hatte, in der alle ähnlich getickt haben, wir konnten einfach gut miteinander.
Später im Studium hatte ich es sehr schwer. Alle (in meinen Augen) "coolen" Leute, die mit mir angefangen haben und mit denen ich mich sehr gut verstanden habe, haben nach dem Grundstudium festgestellt, dass es doch nicht das wahre ist. Danach war ich ziemlich allein an der Uni. Das war ne Scheißzeit. Zum Glück hatte ich außerhalb Freunde. Und später, im Referendariat, habe ich auch gute Freunde gefunden.
Und die sind, wenn man denn Egoismus / Egozentrik so interpretiert wie meine Freundin, mir sehr ähnlich. Es tut keiner einem einen Gefallen aus "Mitleid". Es ist eher so, dass man sich gegenseitig hilft, weil man zusammengehört. Geht es meinen Freunden schlecht, geht es mir auch schlecht. (Ich habe auch einen sehr kleinen, aber engen, seit Jahren bestehenden Freundeskreis, nur wenige Bekannte).
Deine Kinder hören sich ähnlich wie meine an. Ich hab schon mal überlegt, ob das damit zu tun hat, dass die Kleinen einfach Rücksichtnahme gewohnt sind? (Oder, mit anderen Worten: Habe ich den Großen zu sehr verwöhnt?).soda hat geschrieben: 20.07.2020, 14:20 Ich habe zwei sehr unterschiedliche Kinder. Obwohl es mir klar ist, dass das normal ist, fällt es mir oft schwer, das zu akzeptieren, wenn die Eine etwas tut, was die andere leider/zum Glück nie tut.
Meine kleine zeigt mit drei Jahren gute Fähigkeiten, Gefühle, Mimik, Stimmlage, Wortwahl zu interpretieren. Sie weiß, wenn ich ärgerlich bin, sie weiß, warum ich ärgerlich bin (wenn es mal an ihr lag wegen Blödsinn anstellen zB). Sie kann ihre Gefühle äußern, sagen was ihr wichtig ist und was sie sich wünscht, worüber sie nachdenkt. Sie sagt „bitte“ und „danke“.
Meine Große beginnt damit, diese Dinge eventuell ohne Aufforderung in ihr Repertoire aufzunehmen (vorsichtig formuliert). Sehr oft, eigentlich überwiegend, zeigt sie kein besonderes Interesse für die Gefühle anderer und findet sich selbst ganz schön wichtig. Das ist schon manchmal problematisch, wenn es um Teamsport geht oder um unser Familienleben.
Noch denke ich, dass ich das so laufen lasse, da sich immer wieder kleine Verbesserungen ergeben und unter dem Strich alles funktioniert. Was Leistungen betrifft, läuft es sogar prima. Im Zeugnis stand allerdings der ungefähr so formulierte Satz: „im Unterricht fühlt sie sich nun immer öfter als Teil der Gemeinschaft.“ Der Satz spricht ja Bände...
Ist euer Sohn denn zugänglich für eure Erklärungen?
Meine eher nicht. Ich kann nur auf das Geschehen oder das Bevorstehende einwirken, hinterher „pädagogische Gespräche“ führen schaffe ich nicht (oder nur getarnt. Wenn man ein Problem besprechen will, indem man es „Problem“ nennt, blockt sie ab.)
Teamsport geht bei meinem Großen gar nicht derzeit (wir hatten Fußball probiert). Judo geht gut, er respektiert auch seine Lehrerin oder nimmt die - in seinen Augen sinnige und daher faire - Strafe in Kauf (am Rand stehen).
Der Satz aus dem Zeugnis ist wirklich sehr hübsch, so könnte ich mir das auch vorstellen.
Zugänglich, ph. Wenn ich einen guten Moment erwische, hört er mir zu. Höflichkeitsregeln versteht er nicht so richtig. Ihm hat gar nicht eingeleuchtet, warum er sich jetzt bedanken sollte. Allerdings ist er reingegangen und hat Oma und Opa zum Abschied umarmt, das macht er immer und hatte es vergessen. Bei vielen Sachen ist die Situation auch so, dass ich nicht den richtigen Moment erwische. Wir haben so eine Murmelkiste, in die wir abends "Das war heute schön.../Das war heute doof-Murmeln" werfen. Ich finde es aber blöd, über solche Sachen abends Vorwürfe zu machen. Ich erwähne lieber Sachen, die ich toll gefunden habe. Z.B., wenn er sich schnell fertig gemacht hat und wir ausgiebig Zeit zum reden, kuscheln und vorlesen hatten. Von selbst spricht er kaum über Gefühle - eher über Ungerechtigkeiten.
Problem benennen geht gar nicht, da geht er entweder weg oder macht irgendwelche Übersprungshandlungen (er lenkt ab, macht eine CD an, geht unter die Bettdecke...).
Ich bin auch schlecht im heucheln, allerdings gelingt es mir inzwischen oft, den guten Willen hinter einer Sache zu sehen und nicht ganz blöd zu reagieren.Schneekugel hat geschrieben: 20.07.2020, 14:37 Ja ich fand Mitläufer auch immer doof, nun wären sie mir manchmal - aber nur manchmal - lieber![]()
Meine Grosse gilt überigens als sozial, ABER das gelingt ihr nur, wenn sie genügend Zeit ohne Leute ausserhalb der Familie hat. Sie ist in zwei Vereinen, und da nun auch bereits manchmal als Hilfsleiterin eingesetzt, es sind aber beides Einzelsportarten, also der Verein trainiert zusammen, geht auch zusammen an Wettkämpfen, aber jeder ist für sich am Ende.
Der Kleine der HB ist, ist dafür mega empathisch, der erträgt keiner der unglücklich ist und macht Handstände auf seine Kosten, auch doof. Geht aber im Mannschaftssport total auf. Und auch er läuft absolut nicht mit, einleuchtend muss es dann schon sein.
Und die Kleine hat den Spitznamen Terrorelfe
Ich selber, wie geschrieben bin eine Sozialenulpe, wer meine Freundschaft hat, hat sie ehrlich, der Rest ist mir recht schnuppeund einem Chef folgen der nur doofe Ideen hat - leider nein. Daher muss ich mich oft selber an der Nase nehmen, wenn mir das bei den Kids auffällt.
ich bin auch schlecht im nicht ehrlich sein und ganz schlecht im Begeisterung zeigen wo ichs nicht bin (das wäre manchmal nützlich)
Aber hey, wenn es drauf ankommt, kann ich mich auf sie verlassen und ihre Freunde auch, und das ist etwas das für mich wichtig ist.
und wer weiss, ob der Kleine auch mit 6 noch brav danke sagtdie wissen doch auch genau, wie sie niedlich sind
![]()
Chef habe ich nicht ohne Grund keinen, ich bin ganz schlecht in der Untergebenerolle und - wie man mir sagt - überhaupt nicht teamfähig. Letzteres stimmt, ich hasse es, wenn jemand mir in meine Arbeit reinredet. Ich bin aber immer froh und dankbar für Hilfe und Unterstützung, wenn ich Fragen habe. Ich arbeite nicht gerne alleine, sondern bespreche gerne Sachen. Bearbeiten will ich meine Sachen aber selbst.
Mein Mann meint zu der ganzen Sache, dass Maxis Freund Y. genauso wäre und das an unserem antiautoritären Erziehungsstil liegt. Ich musste dann doch grinsen, weil ich einen Erziehungsstil nicht wirklich feststellen kann bei uns.
Zuletzt habe ich einen empörten Menschenauflauf am Waldeingang vorgefunden, wo mein 6-jähriger bockig stand. Der Hund musste raus, der 6-jährige wollte nicht mit. Ich bin daher einen geraden Weg gegangen, von wo aus er mich und ich ihn sehen konnte. Tragen konnte ich ihn nicht und der Hund wollte auch ein bisschen spielen / rennen. Auf meine tollen Spielvorschläge als Ein-Hut-ein-Stock-ein-Damenunterrock" oder "Nichts reimt sich auf" hatte er keinen Bock. Darauf, den Hund Pipi machen zu lassen und dann nach hause zu gehen, hatte ich keinen Bock. Da muste er eben am Waldeingang warten. Übrigens fand er die Lösung auch fair.
Ach, es ist alles schwierig. Gestern hat er erst die Parkplatschilder aus der Erde gezogen und dann seine Schuhe das Treppenhaus runtergeworfen. Folge: er musste die Schilder wieder reinhämmern (hat er gemacht) und die Schuhe holen (hat er nicht gemacht, deshalb musste er heute barfuss gehen, im Kiga hat er Gummistiefel).
Ich schreib immer nur so blöde Sachen, dabei ist er auch so toll. Ich könnte auch seitenweise tolle Sachen schreiben, die schreibe ich aber nicht hier, sondern in mein Tagebuch abends. Also, nicht, dass ihr denkt, ich habe einen Totaltyrannen. Er ist ein superduper Kind mit anstrengenden Seiten.
- soda
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Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Alles klar, diese Dinge laufen hier ähnlich ab.
Und ja, sie stört öfters. Im Kindergarten, in der Schule, im Sport, am Esstisch, wenn sie nicht „dran“ ist....
Alles mit abnehmender Tendenz zum Glück, aber noch immer auf einem Niveau, welches zu Rückmeldungen durch Lehrerinnen, Erzieherinnen, Trainerinnen führt.
Ich halte das alles nicht für Konzentrationsprobleme, sondern wenn ich es sehe oder erfahre, sind es immer Ego-Probleme. Sie ist wichtig, die anderen - hm. Später? In Spielverabredungen geht’s auch mit ein,zwei Kindern problemlos, die streiten nicht viel und jeder kommt zu seinem Recht. Bei anderen Verabredungen schaue ich dann schon mal, dass zB jedes Kind auf die Schaukel darf und beide mal bestimmen.
Glaub mir, hätte ich keinen Einblick in die Lebensrealität vieler gleichaltriger Kinder, würde ich mir mehr Sorgen machen. Da gibt es viele viele viele „nicht spurtreue“ Kinder, viele Eltern mit ähnlichen oder schwereren Sorgen als meine.
Ich weiß soviel: unsere Kinder werden geschätzt, nicht mißhandelt (da ist die Toleranz bei so manchen Eltern nämlich leider Gottes schnell vorbei), sie dürfen alles sagen, werden angehört, wir Eltern haben weder Drogen- noch Medikamenten- oder Alkoholprobleme, es gibt genug Bezugspersonen innerhalb der Familie, das könnte alles viel schwieriger sein.
Solange ich sehe, dass sie Freunde und Freude hat und gut schlafen kann und gesund ist und ihre-meine Beziehung stimmt, wird’s schon werden, denke ich.
Und ja, sie stört öfters. Im Kindergarten, in der Schule, im Sport, am Esstisch, wenn sie nicht „dran“ ist....
Alles mit abnehmender Tendenz zum Glück, aber noch immer auf einem Niveau, welches zu Rückmeldungen durch Lehrerinnen, Erzieherinnen, Trainerinnen führt.
Ich halte das alles nicht für Konzentrationsprobleme, sondern wenn ich es sehe oder erfahre, sind es immer Ego-Probleme. Sie ist wichtig, die anderen - hm. Später? In Spielverabredungen geht’s auch mit ein,zwei Kindern problemlos, die streiten nicht viel und jeder kommt zu seinem Recht. Bei anderen Verabredungen schaue ich dann schon mal, dass zB jedes Kind auf die Schaukel darf und beide mal bestimmen.
Glaub mir, hätte ich keinen Einblick in die Lebensrealität vieler gleichaltriger Kinder, würde ich mir mehr Sorgen machen. Da gibt es viele viele viele „nicht spurtreue“ Kinder, viele Eltern mit ähnlichen oder schwereren Sorgen als meine.
Ich weiß soviel: unsere Kinder werden geschätzt, nicht mißhandelt (da ist die Toleranz bei so manchen Eltern nämlich leider Gottes schnell vorbei), sie dürfen alles sagen, werden angehört, wir Eltern haben weder Drogen- noch Medikamenten- oder Alkoholprobleme, es gibt genug Bezugspersonen innerhalb der Familie, das könnte alles viel schwieriger sein.
Solange ich sehe, dass sie Freunde und Freude hat und gut schlafen kann und gesund ist und ihre-meine Beziehung stimmt, wird’s schon werden, denke ich.
mit T (2013) und T (2017)
-
Cecily
- Prof. Dr. SuT
- Beiträge: 8170
- Registriert: 26.05.2016, 16:26
Re: Mein Kind ist so unemphatisch
Es tröstet mich ja schon, dass auch andere "Problemchen" haben. Ich seh ja auch bei der Arbeit viele Kinder / Eltern mit richtigen Problemen.
Komischerweise habe ich aber lange total realitästfern gedacht, dass - wie meine Kinderärztin es nennt - wohlbehütete Kinder sich problemlos und erfolgreich in die Gesellschaft eingliedern.
Bei uns läuft es genauso, auch z.B. am Tisch. Solange Maxi mindestens gleichviel bekommt und genug Beachtung bekommt und beschäftigt ist, klappt das. Wenn wir uns mal unterhalten wollen, unter uns, oder auch mit Flo, ist das schon schwierig. Es gibt bei uns vergleichsweise unstrenge Regeln, aber ich möchte doch, dass wir zusammen am Tisch sitzen. Jeder darf aufstehen, wenn er satt ist, muss nichts essen, was er nicht mag. Aber Maxi steht trotzdem auf, setzt sich aufs Sofa, hampelt rum... Nicht immer, aber immer wieder. Restaurant ist ganz schlimm, da muss er auf so viele Sachen Rücksicht nehmen.
Heute morgen war auch wieder völliges und unnötiges Drama. Ich mach es schon so chillig wie möglich mit vorlesen und warmer Milch im Bett und hol die Klamotten (anziehen muss er sich selbst) und sing da rum und was weiß ich. Aber irgendwann müssen wir halt los. Und gerade dann muss er noch hier nen Legostein und da nen Legostein und stellt sich in die Tür (geht nicht, weil dann der Kampflabrador ins Treppenhaus läuft) und ist beleidigt, wenn ich ihn von der Tür wegschiebe (nicht schubse wohlgemerkt), legt sich ins Treppenhaus, kommt irgendwann im Schneckentempo raus, legt sich unters Auto usw. Ich hab ihn dann zienmlich unsanft ins Auto gesetzt.
Irgendwann fing er an zu weinen. Aber eingesehen hat er nix. Er hat sich nicht gut gefühlt, weil ich böse war und wir haben uns dann wieder vertragen. Ich hab ihn dann auf dem Rücken in den Kindergarten getragen (er wäre auch gelaufen, aber ich wollte ihm was nettes tun, damit er sich nicht mehr traurig fühlt).
So was haben wir dauernd. Dieses absolute Unverständnis, wann Schluss ist, für die Belange anderer. Da ist wieder der 2-jährige, der natürlich auch trödelt, einsichtiger. Und dann immer die Fragerei. "Muss du heute zu Gericht?", "Ach so, dann macht es ja nichts, wenn du was später ins Büro kommst". Es stimmt nach objektiver Logik. Ich will aber nicht später kommen.
Maaaaaaaaaaaaaaannnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnn.
Komischerweise habe ich aber lange total realitästfern gedacht, dass - wie meine Kinderärztin es nennt - wohlbehütete Kinder sich problemlos und erfolgreich in die Gesellschaft eingliedern.
Bei uns läuft es genauso, auch z.B. am Tisch. Solange Maxi mindestens gleichviel bekommt und genug Beachtung bekommt und beschäftigt ist, klappt das. Wenn wir uns mal unterhalten wollen, unter uns, oder auch mit Flo, ist das schon schwierig. Es gibt bei uns vergleichsweise unstrenge Regeln, aber ich möchte doch, dass wir zusammen am Tisch sitzen. Jeder darf aufstehen, wenn er satt ist, muss nichts essen, was er nicht mag. Aber Maxi steht trotzdem auf, setzt sich aufs Sofa, hampelt rum... Nicht immer, aber immer wieder. Restaurant ist ganz schlimm, da muss er auf so viele Sachen Rücksicht nehmen.
Heute morgen war auch wieder völliges und unnötiges Drama. Ich mach es schon so chillig wie möglich mit vorlesen und warmer Milch im Bett und hol die Klamotten (anziehen muss er sich selbst) und sing da rum und was weiß ich. Aber irgendwann müssen wir halt los. Und gerade dann muss er noch hier nen Legostein und da nen Legostein und stellt sich in die Tür (geht nicht, weil dann der Kampflabrador ins Treppenhaus läuft) und ist beleidigt, wenn ich ihn von der Tür wegschiebe (nicht schubse wohlgemerkt), legt sich ins Treppenhaus, kommt irgendwann im Schneckentempo raus, legt sich unters Auto usw. Ich hab ihn dann zienmlich unsanft ins Auto gesetzt.
Irgendwann fing er an zu weinen. Aber eingesehen hat er nix. Er hat sich nicht gut gefühlt, weil ich böse war und wir haben uns dann wieder vertragen. Ich hab ihn dann auf dem Rücken in den Kindergarten getragen (er wäre auch gelaufen, aber ich wollte ihm was nettes tun, damit er sich nicht mehr traurig fühlt).
So was haben wir dauernd. Dieses absolute Unverständnis, wann Schluss ist, für die Belange anderer. Da ist wieder der 2-jährige, der natürlich auch trödelt, einsichtiger. Und dann immer die Fragerei. "Muss du heute zu Gericht?", "Ach so, dann macht es ja nichts, wenn du was später ins Büro kommst". Es stimmt nach objektiver Logik. Ich will aber nicht später kommen.
Maaaaaaaaaaaaaaannnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnn.