Zufüttern oder nicht?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Britta23
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Re: Zufüttern oder nicht?

Beitrag von Britta23 »

Lina86 hat geschrieben: 29.04.2020, 19:01 Hallo Britta23,

Herzlich willkommen und Glückwunsch zum Baby!
Ich bin nur Mama und alles was ich hier schreibe ist keine medizinische Beratung.

Die Sachen, die Du bereits beschrieben hast können daraufhin deuten, dass Emil nicht genug Milch bekommt, weil er es nicht kann (wegen der kurzen Zunge und des Gaumens). Das Stillen könnte dadurch sehr anstrengend sein - deswegen auch kurze Mahlzeiten und das Einschlafen dabei.

Soweit ich weiß leider kann nicht jeder Arzt zu kurzes Zungenbändchen erkennen.

Du könntest hier im Forum stöbern nach Threads mit solchen Problemen, vllt findest Du interessante Informationen und Tipps.

Ich drücke Euch die Daumen für eine lange und problemlose Stillzeit!
Vielen Dank.
Ach, das ist alles blöd. Wir werden mal beim Kinderarzt anfangen mit dem Zungenbändchen. Habe aber nicht viel Hoffnung, da er uns ja auch schon eine Stillprobe vorgeschlagen hat und eher klassisch orientiert ist.

Habe gerade gelesen, dass eine Gedeihstörung vorliegt, wenn das Baby zwei Hauptperzentilen nach unten kreuzt. Das ist ja bei uns der Fall. Ist es denn zwangsläufig so, dass ein zur Geburt schweres Baby immer schwer bleiben muss?
Wenn das Baby dauerhaft 20g am Tag zunimmt, wäre das ja noch innerhalb WHO, würde in den Perzentilen aber immer weiter nach unten gehen?

Habe gestern mal die Pipi Windeln gewogen, die lagen bei 430g. Aber das ist nicht entscheidend, oder?

Emil schläft übrigens sehr viel. Mir kommt es im Vergleich zu meinem ersten Kind extrem viel vor. Liegt das auch an der Gedeihstörung?
Sommermama2017
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Re: Zufüttern oder nicht?

Beitrag von Sommermama2017 »

Das viele Schlafen KANN an zu wenig Nahrungsaufnahme liegen. Dann wäre er quasi zu schwach, um wach zu sein. Ob das hier vorliegt, können nur die Stillberaterinnen beurteilen.

Falls du den Verdacht hast, wäre es sehr wichtig, dass du ihn regelmäßig weckst und zum Trinken animierst, auch wenn das am Anfang ziemlich anstrengend und frustrierend sein kann.

Ich suche dir gleich nochmal hilfreiche Tipps raus.
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
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Re: Zufüttern oder nicht?

Beitrag von Sommermama2017 »

Grizelda hat die ja schon schon den Link zur Sammlung mit Stillfragen/-tips geschickt und auf Brustkompression und Wechselstillen hingewiesen.

Hier noch
"Wecktipps für schläfrige Babys"
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... e#p1565462

Ach und zu regelmäßig anlegen: mit kleinem Baby sind 8-12 mal in 24 Stunden wichtig, bei Sorgen lieber öfter als weniger. Also am besten mindestens alle 2 Stunden anlegen.

Aber das wird schon noch! :)
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
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Re: Zufüttern oder nicht?

Beitrag von Britta23 »

Sommermama2017 hat geschrieben: 30.04.2020, 10:51 Das viele Schlafen KANN an zu wenig Nahrungsaufnahme liegen. Dann wäre er quasi zu schwach, um wach zu sein. Ob das hier vorliegt, können nur die Stillberaterinnen beurteilen.

Falls du den Verdacht hast, wäre es sehr wichtig, dass du ihn regelmäßig weckst und zum Trinken animierst, auch wenn das am Anfang ziemlich anstrengend und frustrierend sein kann.

Ich suche dir gleich nochmal hilfreiche Tipps raus.
Danke, Sommermama!
Ich wecke Emil schon von Beginn an nachts nach max. 4 Stunden. Manchmal wacht er aber auch vorher auf. Wenn ich ihn wecken muss, ist das Trinken schwieriger. Die Tipps schaue ich mir nochmal an.

Ich war heute nochmal beim Kinderarzt wegen des Zungenbändchens. Wie erwartet, meint er, dass das schlechte Trinken nicht am Bändchen liegt. Er findet die Zunahme durchschnittlich im Rahmen, hat uns aber zum Kiefer/Nasen/Mund Chirurgen überwiesen.
Ob und wann ich das wahrnehme, weiss ich gerade noch nicht.
Britta23
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Re: Zufüttern oder nicht?

Beitrag von Britta23 »

Hier nochmal ein Update von uns:

Gewichtsverlauf:

2.3. Geburt: 3750 Gramm, 53cm
8.3. 3500 Gramm, Hebamme, Entlassung Krankenhaus
13.3. 3760 Gramm, Hebamme
30.3. 4200 Gramm, 56 cm, Kinderarzt U3
8.4. 4380 Gramm, Hebamme
16.4. 4560 Gramm, 60 cm, Hebamme
21.4. 4740 Gramm, Hebamme
28.4. 4800 Gramm, 60cm, Hebamme
30.4. 4850 Gramm, Kinderarzt
2.5. 4940 Gramm, Hebamme

In den letzten Tagen lief es mit Brustkompression und häufigem Anlegen gut. Sowohl Hebamme als auch Kinderarzt haben das Zungenbändchen ausgeschlossen.

Heute Nacht bin ich allerdings wieder beim Anlegen eingeschlafen und prompt war heute Morgen kaum was in der Windel drin.
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Teazer
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Re: Zufüttern oder nicht?

Beitrag von Teazer »

Liebe Britta,

herzlich willkommen im SuT. Leider hat Dein Baby eine Gedeihstörung. Deine Beschreibung gibt einige Hinweise, warum das so sein könnte. Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam einiges verbessern können.

Wenn irgend möglich wäre es toll, wenn Du gleich morgen versuchst, eine Babywaage in der Apotheke zu leihen. Ich melde mich später ausführlich.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
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Teazer
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Re: Zufüttern oder nicht?

Beitrag von Teazer »

Hallo, Britta.
Britta23 hat geschrieben: 29.04.2020, 11:09Habe mir schon das BES bestellt. Frage mich allerdings, ob ich das ohne Hilfe hinbekomme.
Das bekommst Du hin. :) Sehr empfehlenswert ist die Lektüre der ElternInfo. Darin findest Du alle wichtigen Informationen.

Ist das BES schon da?
Tagsüber ca. alle zwei Stunden, die Mahlzeiten sind oft sehr kurz, nur ein paar Minuten, dann wird genuckelt oder geschlafen. Deswegen tue ich mich such schwer, die Anzahl der Mahlzeiten aufzuschreiben.
Die Definition ist: Wenn die Pause länger als das Stillen davor dauert, dann wird das nächste Stillen als neue Einheit gezählt.
Nachts stelle ich mir für die erste Mahlzeit nach ca drei Stunden den Wecker (zwischen 2 und 3Uhr). In den frühen Morgenstunden hat er viel Darmaktivität, weint kurz und schläft dann weiter. Kaum effektives Trinken, fast nur Nuckeln. Richtig hungrig ist er nie. Das kommt mir komisch vor.
Das klingt tatsächlich auffällig. Ich denke, wir müssen vor allem am Thema Effektivität arbeiten. Zusätzliches Zufüttern wird eine zeitlang auch notwendig sein.
Wie lang sind die Schlafpausen?
Die erste drei-vier Stunden, zwischen 3 und 8Uhr, siehe oben.
4h sind zu lang. Du solltest tagsüber alle 2h und nachts alle 3h stillen. Dabei wird jeweils von Stillbeginn zu Stillbeginn gezählt.
Leider hatten wir es von Anfang an nicht so einfach. Direkt nach seiner Geburt kam er auf die Kinderklinik wegen Atemaussetzern. Dort wurde natürlich zugefüttert. Kolostrum hat er mit der Spritze bekommen. Nach fünf Tagen sind wir trotzdem vollgestillt nach Hause und er hatte nach 11 Tagen wieder sein Geburtsgewicht erreicht.
Puh, da hattet Ihr keinen leichten Anfang.
Zum Stillen an sich: er trinkt oft nur kurz und schläft oder nuckelt dann. Lippen sind selten nach außen gestülpt.
Korrigierst Du die Lippen? In welchen Positionen stillt Ihr?
Manchmal, aber nicht immer, hat er Schwierigkeiten mit dem Vakuum. Er hat oft Schluckauf. (...) An der Flasche hat er Schwierigkeiten mit dem Vakuum.
Das könnte für anatomische Gründe eines geringen Milchtransfers sprechen.
Zum Einschlafen in der Trage nuckelt er an meinem kleinen Finger.
Das ist auf jeden Fall die bessere Alternative zur Brust als der Schnuller. Kommt er an der Brust abends nicht zur Ruhe?
Wir haben eine Hebamme. Sie meint, dass er einfach lang und schmal ist. Sie ist auch noch entspannt, was die Gewichtskurve anbelangt.
Das kann ich nicht wirklich nachvollziehen.
Sie hat mir geraten, in der Layback Position zu stillen (wegen des Kinns). Damit komme ich aber nicht so gut klar.
Woran hakt es?
Der Kinderarzt hat zu einer Stillprobe geraten. Davon halte ich aber nichts. Bzw. glaube ich nicht, dass es an meiner fehlenden Milch liegt.
Stillproben würden auch nicht mehr Informationen bringen. Wir wissen, dass Dein Baby eine Gedeihstörung hat und aktuell zu wenig Milch trinkt. Daran können wir aber einiges verbessern. Einerseits können wir durch unterschiedliche Methoden Deine Milchbildung mehr anregen, als es Dein Baby aktuell selbst schafft (z.B. Brustkompression, Pumpen etc.). Andererseits können wir durch Zufütterung Deinem Baby zeitnah mehr Energie zur Verfügung stellen, so dass er nicht mehr so schnell müde vom Stillen wird.
Bei der U3 meinte der Kinderarzt, dass Emil auffällig aussehen würde, fliehendes Kinn. Er hat uns mit Verdacht auf Pierre Robin Sequenz zu einer Humangenetikerin geschickt. Der Ärztin ist dann auch noch der hohe Gaumen und eine kurze Zunge aufgefallen. Wir machen jetzt eine Chromosomen Analyse, das Ergebnis steht aber noch aus. Sie geht aber eher nicht von der Sequenz aus, da er voll gestillt wird.
Beim Pierre-Robin-Syndrom treten Ernährungs-, Saug- und Schluckstörungen auf. Von daher könnte die Gedeihstörung darauf zurück zu führen sein. Wann bekommt Ihr denn das Ergebnis?
Das alles setzt uns natürlich ziemlich zu. Er ist allerdings ein zufriedenes Kind, was viel lacht, deswegen kann ich mir nicht so richtig vorstellen, dass er krank ist.
Schön, dass Dein Kleiner so fröhlich ist. :D
Ich musste außerdem wegen Plazenta Resten operiert werden.
Wann wurdest Du operiert?
Er ist mein zweites Kind, mit dem ersten hatte ich zwei
Jahre eine unproblematische, wunderschöne Stillbeziehung.
Wunderbar. Das ist eine gute Grundlage. :)
Britta23 hat geschrieben: 29.04.2020, 14:48Brustkompression bin ich schon dran, bin mir aber noch nicht sicher, ob ich es richtig kapiert habe.
Schau mal hier. Vielleicht wird es dann klarer.
Wechselstuben probiere ich gleich beim nächsten Stillen mal...
Ich rate in Eurer Situation vom Wechselstillen ab. Korrektes Anlegen scheint schwierig zu sein. Da sollte man das Baby lieber gut angedockt lassen und durch Brustkompression effektiver stillen. Ein Wechsel pro Stilleinheit reicht aus.
Britta23 hat geschrieben: 30.04.2020, 10:20Habe gerade gelesen, dass eine Gedeihstörung vorliegt, wenn das Baby zwei Hauptperzentilen nach unten kreuzt. Das ist ja bei uns der Fall. Ist es denn zwangsläufig so, dass ein zur Geburt schweres Baby immer schwer bleiben muss?
Die Gewichtsentwicklung unterscheidet sich tatsächlich, jenachdem wie schwer ein Kind bei der Geburt war. Wir unterscheiden uns ja auch als Erwachsene bei Normalgewicht durch Körpergröße und Körperbau. Das ist genetisch vorgegeben.

Kinder sollten sich ihrer Genetik entsprechend entwickeln. Das kann sehr unterschiedlich sein. Dabei sollten sie ungefähr im gleichen Korridor der Geburtsperzentile bleiben (natürlich vorausgesetzt, es gibt nicht gute Gründe dafür, zu denken, das Geburtsgewicht sei verfälscht). Ein Baby, das zwei Hauptperzentilen nach unten kreuzt, verlässt den Korridor jedoch deutlich und daher ist dies eine behandlungswürdige Entwicklung.
Wenn das Baby dauerhaft 20g am Tag zunimmt, wäre das ja noch innerhalb WHO, würde in den Perzentilen aber immer weiter nach unten gehen?
Die 20 würden selbst für ein Baby, das bei der Geburt auf der 5. Perzentile ist, nicht ausreichen, um langfristig nicht abzusinken. Es geht nicht nur um "Hauptsache zugenommen", sondern darum, dass das Baby sich typgerecht entwickelt. Und das ist bei Babys auf der 50. Perzentile anders als bei Babys auf der 15. Deshalb kann man auch keine generellen Angaben von x g/Woche für alle Babys nennen, sondern muss jedes einzeln betrachten. Dafür sind die Perzentilen da.
Habe gestern mal die Pipi Windeln gewogen, die lagen bei 430g. Aber das ist nicht entscheidend, oder?
Nein, denn Feuchtigkeit wird auch über den Atem und die Haut abgegeben. Die Häufigkeit der Ausscheidungen ist wichtig. Daher wirst Du hier in der Beratung die Anzahl getrennt nach Urin und Stuhl angeben (jede schmutzige Windel wird als Stuhl gezählt, auch wenn sie zusätzlich nass ist).
Emil schläft übrigens sehr viel. Mir kommt es im Vergleich zu meinem ersten Kind extrem viel vor. Liegt das auch an der Gedeihstörung?
Ich vermute, dass da ein Zusammenhang besteht. Daher ist es wichtig, dass Du ihn zum Stillen weckst. Hier findest Du Tipps für schläfrige Kinder.
Britta23 hat geschrieben: 03.05.2020, 09:05 Heute Nacht bin ich allerdings wieder beim Anlegen eingeschlafen und prompt war heute Morgen kaum was in der Windel drin.
Einschlafen beim nächtlichen Stillen ist normalerweise auch wünschenswert. Aber in der nächsten Zeit ist es wichtig, dass Du ihn gerade nachts regelmäßig anlegst und er effektiv trinkt. Denn nachts ist alles darauf ausgelegt, dass Deine Milch besser fließt und da wird auch die Grundlage der Milchproduktion des nächsten Tages gelegt. Das nächtliche Stillen ist also besonders wichtig.

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Hier meine Empfehlungen auf einen Blick:

- mindestens 10-12 x stillen in 24 h
- tags alle 2h, nachts alle 3h (dazu auch wecken)
- korrektes Anlegen (Lippen nach außen gestülpt)
- Stilleinheiten mit 20 min effektivem Stillen
- Brustkompression
- keine künstlichen Sauger
- Zufütterung von 360 ml in 24h (z.B. 6x60 oder 8x 45 ml) per BES

- - -

Noch ein paar Fragen:
  • Hast Du Erfahrungen mit Milchgewinnung von Hand oder per Pumpe? Wie stehst Du dazu?
  • Was denkst Du über medikamentöse Unterstützung der Milchbildung?
  • Hast Du Schmerzen beim Stillen?
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Damit ich Dich aus der Ferne gut beraten kann, brauche ich Daten. Das bedeutet, dass Du mir täglich eine Liste schickst, die so aussieht:

02.04. 3050 g Geburt KH
05.04. 2800 g Entlassung KH
09.04. 2900 g Hebamme
15.04. 3060 g Hebamme
16.04. 3090 g, 11x gestillt (davon 4x BES), 150 ml PRE, 50 ml MuMi, 5x Urin, 1x Stuhl

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Ich bin überzeugt, dass wir die Gedeihstörung beheben können. Packen wir es gemeinsam an?
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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Re: Zufüttern oder nicht?

Beitrag von Britta23 »

Hallo Teazer,
Danke für die Antwort und die Ratschläge.
Hier meine Anworten:
Vorab sorry, dass ich es nicht so gut darstelle. Tippe alles mit dem Handy beim Stillen.

Ist das BES schon da?
Ja, wir haben es vorhin ausprobiert. Hat noch nicht funktioniert, weil der Kleine nur genuckelt und nicht gesaugt hat. War wahrscheinlich der falsche Zeitpunkt.
Ich habe übrigens eine elektrische Milchpumpe und Waage aus der Apotheke da.
Ich möchte auf jeden Fall auch nur abgepumpte Milch zufüttern. Wie ist der Rhythmus am besten? Nach dem Stillen Pumpen und die abgepumpte Milch bei der nächsten Mahlzeit geben.
Meine Milch läuft besser, wenn Emil an der einen Brust habe und an der anderen abpumpe. Aber das ist wahrscheinlich nicht optimal?

Das ist auf jeden Fall die bessere Alternative zur Brust als der Schnuller. Kommt er an der Brust abends nicht zur Ruhe?
Doch abends schon. Dann ist es auch ok, wenn er auf mir einschläft. Aber tagsüber kann ich ja nicht immer auf dem Sofa sitzen während er schläft. Da nehme ich ihn dann in die Trage und er fängt an zu weinen und schläft mit dem Finger ein.

Layback:
Woran hakt es?

Ich habe meine ersten Sohn nachts immer in Seitenlage gestillt und konnte dann gut weiterschlafen. In der Layback muss ich mir immer erst die Kissen aufbauen und dann bin ich richtig wach. Aber wahrscheinlich ist das in der derzeitigen Situation besser.
In Seitenlage muss ich auch immer Licht anmachen, damit Emil andockt und seine Nase nicht zu ist.

Beim Pierre-Robin-Syndrom treten Ernährungs-, Saug- und Schluckstörungen auf. Von daher könnte die Gedeihstörung darauf zurück zu führen sein. Wann bekommt Ihr denn das Ergebnis?
Die Genetikerin hält Pierre Robin für nicht so wahrscheinlich. Man kann das wohl auch nicht über einen Gentest rausfinden. Sie testet auf das Marfan Syndrom. Parallel wurden wir zu einem Kieferchirurgen überwiesen worden. Ich bin ehrlich gesagt etwas ratlos, wie es nun weitergeht.

Wann wurdest Du operiert?
Am 15.4. Leider ist immer noch ein kleiner Rest drin. Da soll ich jetzt abwarten, weil noch eine Ausschabung zu riskant ist.

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- Zufütterung von 360 ml in 24h (z.B. 6x60 oder 8x 45 ml) per BES
Ok, werde versuchen das mit der Pumpe und dem BES zu erreichen.

Noch ein paar Fragen:
  • Hast Du Erfahrungen mit Milchgewinnung von Hand oder per Pumpe? Wie stehst Du dazu?
Pumpe ja. Ob ich das richtig mache, weiß ich nicht. Siehe Frage oben.
  • Was denkst Du über medikamentöse Unterstützung der Milchbildung?
Da halte ich jetzt erstmal nichts von. Zwischendurch hatte ich sehr viel Milch durch Abpumpen. Damit ist Emil auch nicht gut klar gekommen. Ich denke, wir müssen uns langsam an mehr Menge rantasten.
  • Hast Du Schmerzen beim Stillen?
Nein
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Ich werde mich an der Liste morgen versuchen und melde mich übermorgen.
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Ich bin überzeugt, dass wir die Gedeihstörung beheben können. Packen wir es gemeinsam an?
Ja:-)
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Re: Zufüttern oder nicht?

Beitrag von Britta23 »

Zu den Stillpositionen:
Tagsüber vorwiegend in Wiegehaltung.
Nachts in Layback oder Seitenhaltung.
Britta23
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Re: Zufüttern oder nicht?

Beitrag von Britta23 »

Noch eine Frage:

So von 8-10 abends ist er dauer-nuckelnd an der Brust. Dabei kommt manchmal Milch, manchmal nicht. Zähle ich das als eine Mahlzeit?
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