Hallo!
Anne2020 hat geschrieben: 14.04.2020, 03:40Der gestrige Tag war seit Wochen sehr entspannend! Nur bei der letzten Still/BES-Einheit haben wir um 40 min. früher gestartet…der Kleine war schon so hungrig.
Genau richtig gemacht.
Wir haben jetzt über 4 Std. durch geschlafen… ich weiß, ist außerhalb des 3 Std.-Rhythmus gewesen – aber wir haben sooo gut geschlafen

Ich gönne es Euch von Herzen.
ich habe gestern 3x gepumpt (in Summe 140 ml), zT unmittelbar vor dem Stillen – ist das auch i.O.?
Besser wäre es, nach dem Stillen zu pumpen. Die Brust braucht zwischendurch auch mal Pausen, sonst kann der Milchspendereflex zeitweise ausbleiben.
Mittlerweile klappt es ganz gut und ich bekomme in 10-15 min. gesamt bis zu 60 ml zusammen.
Ist das vom Intervall auch i.O., oder ist es für die Milchanregung notwendig das von dir beschriebene Intervall einzuhalten?
Das ist eine tolle Menge. Die Intervalle regen die Milchbildung optimal an und Du kannst mehr Muttermilch gewinnen, also die PRE schneller reduzieren. Aber: Das Pumpen muss in Euren Alltag passen und soll Dich nicht stressen. Es ist eine tolle Option, aber andere Dinge sind ggf. wichtiger. Schau, was für Dich stimmig ist.
Zur Stilldauer: soll sich das in Zukunft auch mit je rd 20 min pro Durchgang einpendeln, oder wird sich das verlängern? Ich habe im LKH die Info bekommen, dass wir pro Seite 15-20 min stillen sollen!?
Nein, das sind völlig veraltete Angaben. Ihr werdet auch nicht für immer auf die Uhr schauen müssen. Die 20 min haben den Sinn, dass Dein Sohn definitiv genug Milch bekommt, um gut versorgt zu sein, und Deine Brust regelmäßig effektiv stimuliert wird. Babys sind wie Erwachsene: Manche essen/trinken genussvoll über längere Zeit, andere pumpen sich in 5 bis 10 min voll und sind damit zufrieden. Von daher sind Minutenangaben völlig fehl am Platz. Dann müsste man Schnelltrinker zwanghaft an der Brust halten (was nicht geht) und Langsamtrinker würden nie satt werden.
Daher ist es
eigentlich wichtig, nach Bedarf zu stillen. Nur bei Stillproblemen weicht man in der Stillberatung von diesem Goldstandard
zeitweise ab.
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Bitte zitiere immer die Liste der Vortages, damit ich alle Werte auf einem Blick habe. Danke.
21.02. 3.285 gr. Geburt KH
28.02. 3.270 gr. KH
11.03. 3.550 gr. Zuhause
18.03. 3.980 gr.
25.03. 4.230 gr.
01.04. 4.480 gr.
08.04. 4.750 gr.
11.04. 4890 g
12.04. x.xxxx g, 9x gestillt (davon 6x BES), 355 ml Pre, 90 ml MuMi, 4x Harn, 2x Stuhl
13.04. 5.090 g, 9x gestillt (davon 5x BES), 280 ml Pre, 120 ml MuMi, 6x Harn, 3x Stuhl
Die Zufüttermenge lag deutlich über den angepeilten 360 ml. Wenn Du reduzieren möchtest, dann ist es wichtig, dass Du die Mengen einhältst. Denn auch zu viel zugefütterte Mittermilch kann dazu führen, dass Babys nicht mehr effektiv aus der Brust direkt trinken. Unser Ziel ist es ja, dass Ihr am Ende vollstillt. Dazu muss Dein Sohn aber auch die vorhandene Milch abrufen können. Sonst pumpstillt Ihr am Schluss. Das ist zwar einer Zwimilch-Ernährung vorzuziehen und in manchen Situationen auch die optimale Lösung, bei Euch aber nicht notwendig.
Wenn der gestrige Wert stimmt, dann kann es auch gut sein, dass die Zufütterung aktuell zu hoch ist. Nicht jede Unruhe bedeutet Hunger und auch satte Babys sind nicht immer ruhig und zufrieden.
Je besser Du die Zufüttermenge einhältst, umso schneller wirst Du Dein Ziel erreichen.
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Anne2020 hat geschrieben: 14.04.2020, 04:32Was meinst du mit abhalten?
Hier kannst Du es Dir optisch ansehen:
**Link**. Manche Babys können nicht in die Windel machen, während sie stillen und werden dann sehr unruhig. Abhalten, auch mit Windel, kann da sehr hilfreich sein.