Ich war 2014 und 2017 schon mal hier wegen meiner zwei großen, komme aber leider nicht mehr in meinen Account.
Ich poste erst mal mein aktuelles ANliegen und dann anschließend die "Vorgeschichte":
Ich erwarte in den nächsten Wochen unser drittes Kind und habe einige wichtige Entscheidungen getroffen, die mir sehr sehr schwer fallen, aber für die Gesundheit meiner Familie sehr wichtig sind:
- ich werde diesmal von Beginn an zufüttern, damit das Baby keine 10% Gewichtsverlust erleben muss
- ich werde (zu 85% Sicherheit ^^) das Medela BES NICHT mehr benutzen
- ich werde dieses Mal nicht abpumpen.
Mein Herz hängt total am Stillen, ich habe es schon bei den beiden großen SOOOO sehr gewollt, weiß aber, das ich mich selbst oft "zu sehr" eingebracht habe, den ganzen Tag an nichts andres mehr denken konnte und mich durch den zufütter-pump-Rhythmus wirklich gesundheitlich kaputt gemacht habe, deswegen habe ich diese Entscheidungen getroffen.
Kurz zur Vorgeschichte:
ich habe tubuläre Brüste, meine FÄ meinte aber vor etwa 10J zu mir damit könne man genauso stillen wie jede andre auch, ich soll mir keinen Kopf machen. Ein komisches Gefühl blieb bei mir trotzdem.
2014 kam meine Tochter. Sehr schläfrig. In der Klinik nach einer zwar komplikationsfreien aber anstrengenden Geburt mit Wehensturm. Alle 3-4h angelegt/versucht zu wecken. Tag 4 12% Gewichtsverlust, zufütterindikation. Mit Flasche zugefüttert, gleichzeitig abpumpen begonnen. Nach etwa 1 Woche Brustverweigerung (Saugverwirrung), nach ANleitung der LLL (telefonisch) auf BEcherfütterung gewechselt, darunter aber zu wenig zunahme, starke Koliken meiner Tochter, Füttern war purer Stress und viele Tränen. Nach etwa 2-3 Wochen schweren Herzens Wechsel zur Flasche, noch etwa 2-3 Monate abgepumpt. In Summe kam nie mehr zusammen als 1 Flasche pro Tag, auch wenn ich alle 3h gepumpt habe.
2017 mein SOhn: meine Hebamme machte mir Hoffnung, das es am Stillstart lag letztes Mal und es durchaus diesmal klappen kann.
IBCLC ab Schwangerschaft, Kollostrum gesammelt (leider nur in SUmme 2ml über 3 Wochen). Wundervolle Hausgeburt, ganz viel Hautkontakt danach, Anlegen klappte gut, der KLeine war kräftig und gut angelegt. an Tag 5: 12% Gewichtsverlust :'( ich habe nur noch geweint.
Nun laut Hebamme und IBCLC: zufüttern mit dem BES (es war ein Kampf. er ließ sich nicht pucken, riss es aber so x mal beim stillen ab, es tropfte aus etc pp und wir waren immer ewig beschäftigt bis er überhaupt was zu sich nehmen konnte). Danach pumpen. Alle 3h.
Nach zwei Wochen war ich nervlich am Ende.
Wechsel zu paced feeding mit der Flasche + abpumpen. Er hat dann nach und nach alle Stillmahlzeiten abgeschafft und das Stillen verweigert, was mir psychisch extrem schwer fiel zu akzeptieren. bis 6 monate gepumpt, etwa alle 4h (nachts hab ich ab monat 5 einmal pumpen ausgelassen). meist 120ml gesammelt über den ganzen tag, was am ende etwa eine mahlzeit für ihn war.
als ich aufhörte ging es mir SEHR SCHLECHT. ich hatte mich total verausgabt, Schuldgefühle, das Gefühl keine richtige Mama zu sein.
Das will ich nicht mehr.
Nun ist meine Idee:
Baby soll zumindest anfangs trotzdem Muttermilch bekommen.
- ich will anlegen.
- ich habe Spendemilch (auch Kollostrum) einer Frühchenmama bekommen, die zu viel hatte und gegen alles mögliche getestet ist <3
- ich möchte zumindest probieren zu Beginn stillfreundlich zuzufüttern. ich habe spritzen und finger feeder hier, habe gehört man könne die evtl sogar auch direkt an der Brust verwenden.
- falls das Kindchen diesmal sich pucken lässt oder motorisch etwas ruhiger ist habe ich zu den spritzen noch 4,5CH sonden da um ein "DIY BES" zu benutzen, denn das von medela hat mich wirklich ehrlich verzweifeln lassen durch seine Bauweise.
Nun sind meine Fragen:
- woher weiß ich, wieviel ich zu Beginn zufüttern sollte? Ich will auf jeden Fall diese 10% Abnahme verhindern, das ist ein absoluter Trigger bei mir. Auf der anderen Seite soll es natürlich nicht so viel sein, das es von mir gar nichts mehr bekommt bzw soll ja auch grad am Anfang viel "angeregt" werden.
- ab wann fütter ich zu? meine hebamme sagte Tag 1 wär s noch nicht nötig, das erste Mal anlegen kann ich ohne Schläuche, SPritzen oder ähnliches.
- mein Nonplusultra wäre ja, langfristig nur tagsüber zu zu füttern und nachts "nur" zu stillen. woran erkenne ich ob das möglich ist?
ich habe eine IBCLC in meiner Nähe die ich auch das letzte Mal hatte, mir allerdings nicht viel mehr Infos geben konnte als meine Hebamme, die tatsächlich bzgl Stillen sehr sehr kundig ist.
andererseits glaube ich nicht, das meine Hebamme uns "langfristig" begleiten kann mit Gewichtsentwicklung und zufüttermenge. Könnte das auch jmd von der LLL?