Das meiste, was damit zusammenhängt, also Haare waschen und kämmen, Hände waschen, Duschen etc. macht sie seit dem frühen Kleinkindalter nur äußerst ungern. Gottseidank badet sie ganz gerne und Zähneputzen klappt auch halbwegs, aber wenn sie mal zwischendrin ihre schmutzigen Hände oder Füße waschen soll, geht das nur mit x-maliger Aufforderung meinerseits und dann auch nur unter Protest.
Am schlimmsten ist die Haarpflege, das hasst sie wie die Pest. Zum Haare waschen muss ich sie quasi tagelang überreden. Sie sagt, sie mag es nicht, wenn ihr Wasser ins Gesicht läuft (und seien es nur ein paar Tropfen) was halt doch hin und wieder passiert, auch wenn ich mich sehr bemühe, es zu vermeiden. Haare bürsten geht auch nur sehr schlecht, da beklagt sie die ziepende Bürste, und wenn die Haare eh schon ungewaschen und struppig sind, ziept es natürlich noch mehr
Ich will sie jetzt halt auch nicht mehr oder weniger mit Gewalt zum Waschen zwingen, weil sie soll ja lernen, dass sie das Recht hat, nein zu sagen, wenn jemand was mit ihrem Körper anstellen will. Aber manchmal schäm ich mich halt schon wegen dem Zustand ihrer Haare, oder bin gereizt wenn ich für 30 Sekunden Händewaschen ewig diskutieren muss. Oder wenn für einen bestimmten Tag Haare waschen abgemacht war und sie es dann doch im letzten Moment wieder ablehnt. Dann fällt es mir zunehmend schwer, gelassen und verständnisvoll zu bleiben.
Wie sieht es bei euren Kindern so aus? Hat hier noch jemand so einen Hygiene-Muffel? Ich versuche mir immer zu sagen, dass es nur eine Phase ist und sie mit 18 bestimmt kein Problem mehr mit dem Haare waschen hat. Für die Abwehrkräfte und die Allergieprävention ist es wahrscheinlich auch ganz gut