Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)
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Nielaim
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Hallo liebes Forum,
ich bin schon lange stille Mitleserin, habe nun aber doch eine konkrete Frage:
Aktuell bin ich in der 37. SSW mit meinem zweiten Kind schwanger.
Die Schwangerschaft ist, wie auch die Schwangerschaft bei meinem Sohn absolut komplikationslos.
Mein Sohn hatte schlimme Neugeborenengelbsucht und nahm in den ersten Tagen 10% ab - sein Geburtsgewicht hatte er erst nach drei Wochen wieder erreicht. Zum Glück konnte ich aber so viel Muttermilch abpumpen, dass ich nicht zufüttern musste.
Meine Nachsorgehebamme von damlas betreut mich auch jetzt wieder. Sie hat mir nach den Erfahrungen mit meinem Sohn empfohlen, jetzt bereits Kolostrum zu gewinnen und in Spritzen einzufrieren, um es dann nach Geburt nach jedem Stillen zuzufüttern.
Ich habe jetzt damit angefangen und es klappt auch ganz prima - ich kann immer so etwa 1ml gewinnen.
Jetzt habe ich auf einem Flyer des IBCLCs gelesen, dass man nur dann bereits in der Schwangerschaft Kolostrum gewinnen sollte, wenn bei der Mutter Gestationsdiabetes vorliegt, oder beim Ungeborenen bereits eine Erkrankung diagnostiziert wurde - beides ist nicht der Fall.
Sollte ich es also doch lieber sein lassen? Könnte ich damit mehr Schaden anrichten, als das es nützt?
Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass mein Sohn noch stillt - zwar unregelmäßig (manchmal zwei Tage gar nicht, dann wieder dreimal am Tag), aber es könnte ja sein, dass er wenn er es bei seiner Schwester sieht auch wieder häufiger stillen will.
ich bin schon lange stille Mitleserin, habe nun aber doch eine konkrete Frage:
Aktuell bin ich in der 37. SSW mit meinem zweiten Kind schwanger.
Die Schwangerschaft ist, wie auch die Schwangerschaft bei meinem Sohn absolut komplikationslos.
Mein Sohn hatte schlimme Neugeborenengelbsucht und nahm in den ersten Tagen 10% ab - sein Geburtsgewicht hatte er erst nach drei Wochen wieder erreicht. Zum Glück konnte ich aber so viel Muttermilch abpumpen, dass ich nicht zufüttern musste.
Meine Nachsorgehebamme von damlas betreut mich auch jetzt wieder. Sie hat mir nach den Erfahrungen mit meinem Sohn empfohlen, jetzt bereits Kolostrum zu gewinnen und in Spritzen einzufrieren, um es dann nach Geburt nach jedem Stillen zuzufüttern.
Ich habe jetzt damit angefangen und es klappt auch ganz prima - ich kann immer so etwa 1ml gewinnen.
Jetzt habe ich auf einem Flyer des IBCLCs gelesen, dass man nur dann bereits in der Schwangerschaft Kolostrum gewinnen sollte, wenn bei der Mutter Gestationsdiabetes vorliegt, oder beim Ungeborenen bereits eine Erkrankung diagnostiziert wurde - beides ist nicht der Fall.
Sollte ich es also doch lieber sein lassen? Könnte ich damit mehr Schaden anrichten, als das es nützt?
Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass mein Sohn noch stillt - zwar unregelmäßig (manchmal zwei Tage gar nicht, dann wieder dreimal am Tag), aber es könnte ja sein, dass er wenn er es bei seiner Schwester sieht auch wieder häufiger stillen will.
mit Sohn (08/16), Tochter (06/19) und Bauchbaby (01/24)
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Adjoa
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Danke für ausführlichen Infos!OrangerStier hat geschrieben: 30.05.2019, 21:10 Adjoa Je nachdem wie oft du gründlich sauber machen kannst würde ich evtl 2 mal
PZN 2197159 das ist so ne Ernährungssonde besorgen und je nach gewünschter Füttermenge so Plastikspritzen. Einweg gibt es in den Apotheken oft einzeln oderim 100piPack wir hatten 3x20ml und 1x10ml, dazu nen hohen Becher ( Coffe to go Becher hält die wärme des Heisen wassers) um die Milch warm zu bekommen.
Zum verschließen der Spritze einen Combi Stopper PZN 03200685 den gibt auch im 100er PackPZN 04835150
Klar ist keine Brust und kein BES aber wenn es nur Milch gibt wenn gesaugt wird kann das Baby die geschwindigkeit und Menge selbst bestimmen.
Am Finger festkleben mit nem leichten Verbandspflaster. (Ein altes aus dem KFZ Verbandskasten.) Wenn du nur bei den Verschlusskonen die 100er Packung nimmst kommst du da mit 10-max 15 € hin.
Wir haben die Sonde den letzten cm abgeschnitten da es sonst an der Seite raus kommt. Geht auch im liegen des Babys oder mehr oder weniger in Stillhaltung.
Wir haben es genutz um eine Zeit zu überprücken wo nicht gestillt werden durfte.
Ja es gab gemecker vom Baby aber das wollte halt auch die Brust. Der Wechsel danach ging gut.
Kennen gelernt hab ich das über ne Freundin die hat das im Krankenhaus für ihr Trinkschwaches Baby bekommen und ist dann langsam auf die Brust damit gewechselt.
Adjoa mit Motti und Didi
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Margarethe
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Hi, ich habe auch Kolostrum gesammelt, obwohl ich nicht alle 'Bedingungen' erfüllt habe. Kritisch ist m. E. Vor allem die theoretische Möglichkeit so vorzeitige Wehen zu begünstigen. Daher macht man das erst relativ kurz vor der Geburt.
Für mich gab es v.a. folgende Gründe es so zu machen: die akute nachgeburtliche Situation wird stilltechnisch entlastet - falls das Kind medizinisch unterstützt werden muss; falls ich nach der Geburt nicht hinreichend anlegen kann; falls es z. B. wegen Gelbsucht sehr träge ist und zu wenig an die Brust geht... - mich hat das emotional so entspannt, wie kaum etwas anderes. Ich wollte auch nicht in die Zufütterspirale kommen...
Ich habe diese Mal (ist mein zweites Kind) konsequent das Kind auf mir gehabt und bei jeder Regung angelegt. Nach Gefühl habe ich nach dem Anlegen eine halbe bis eine 1ml-Spritze in den Mundwinkel hinterher gegeben. Ca. 20 Spritzen habe ich mit zwei Kühlakkus mitgenommen, übrig blieben vielleicht so 4-5, die ich dann verworfen habe. Nach der U2 sind wir nach Hause, mit wachem Baby, ohne Gelbsucht, gutem Stillverhalten und fast ohne Gewichtsverlust.
Es gibt wahrscheinlich Gründe, Kolostrumgewinnung nicht 'einfach so' anzuraten. Das 'Risiko' war für mich abschätzbar und die Vorteile waren mehr als überwiegend. Besonders wenn Deine Hebamme sich da etwas auskennt und mit im Boot ist, halte ich das aus meiner Erfahrung heraus für eine ganz gute Idee.
Für mich gab es v.a. folgende Gründe es so zu machen: die akute nachgeburtliche Situation wird stilltechnisch entlastet - falls das Kind medizinisch unterstützt werden muss; falls ich nach der Geburt nicht hinreichend anlegen kann; falls es z. B. wegen Gelbsucht sehr träge ist und zu wenig an die Brust geht... - mich hat das emotional so entspannt, wie kaum etwas anderes. Ich wollte auch nicht in die Zufütterspirale kommen...
Ich habe diese Mal (ist mein zweites Kind) konsequent das Kind auf mir gehabt und bei jeder Regung angelegt. Nach Gefühl habe ich nach dem Anlegen eine halbe bis eine 1ml-Spritze in den Mundwinkel hinterher gegeben. Ca. 20 Spritzen habe ich mit zwei Kühlakkus mitgenommen, übrig blieben vielleicht so 4-5, die ich dann verworfen habe. Nach der U2 sind wir nach Hause, mit wachem Baby, ohne Gelbsucht, gutem Stillverhalten und fast ohne Gewichtsverlust.
Es gibt wahrscheinlich Gründe, Kolostrumgewinnung nicht 'einfach so' anzuraten. Das 'Risiko' war für mich abschätzbar und die Vorteile waren mehr als überwiegend. Besonders wenn Deine Hebamme sich da etwas auskennt und mit im Boot ist, halte ich das aus meiner Erfahrung heraus für eine ganz gute Idee.
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delfinstern
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Meine Hebamme fand das nicht nötig, insbesondere weil der Große noch stillte. Da ist einfach dann was da. Vorm Milcheinschuss immer das Baby zuerst, dann erst das große Kind. Ich habe allerdings auch oft parallel gestillt, insbesondere 1h nach Geburt war der Große wach und total durch den Wind. Beide Jungs tranken dann 30min Händchen haltendNielaim hat geschrieben: 31.05.2019, 22:02 Hallo liebes Forum,
ich bin schon lange stille Mitleserin, habe nun aber doch eine konkrete Frage:
Aktuell bin ich in der 37. SSW mit meinem zweiten Kind schwanger.
Die Schwangerschaft ist, wie auch die Schwangerschaft bei meinem Sohn absolut komplikationslos.
Mein Sohn hatte schlimme Neugeborenengelbsucht und nahm in den ersten Tagen 10% ab - sein Geburtsgewicht hatte er erst nach drei Wochen wieder erreicht. Zum Glück konnte ich aber so viel Muttermilch abpumpen, dass ich nicht zufüttern musste.
Meine Nachsorgehebamme von damlas betreut mich auch jetzt wieder. Sie hat mir nach den Erfahrungen mit meinem Sohn empfohlen, jetzt bereits Kolostrum zu gewinnen und in Spritzen einzufrieren, um es dann nach Geburt nach jedem Stillen zuzufüttern.
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Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass mein Sohn noch stillt - zwar unregelmäßig (manchmal zwei Tage gar nicht, dann wieder dreimal am Tag), aber es könnte ja sein, dass er wenn er es bei seiner Schwester sieht auch wieder häufiger stillen will.
Wenn du jetzt ausstreichen kannst, kannst du es im Zweifel auch direkt nach Geburt, falls das Baby, aus welchen Gründen aich immer, nicht trinkt und dann direkt füttern ohne den Umweg Gefrierschrank.
Liebe Grüße
Delfin*
mit Delfinzwerg(1/17), Delfinknirps(12/18)und Delfinmini(5/21) *(11.14) *(2.18) *(2.26)
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KleinesZebra
- hat viel zu erzählen
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Ich habe in der 2. Schwangerschaft auch kein Kolostrum gewonnen, obwohl ich Gestationsdiabetes hatte. Ich habe nach dem ersten Ausschlafen nach der Geburt den Kleinen konsequent nach 2 Stunden geweckt und zum Stillen animiert. Das war zwar anstrengend, aber bei uns schnell erfolgreich. Schau dir doch auch nochmal die Wecktipps für schläfrige Babys durch.
C mit M (07/16) und J (12/18)
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Nielaim
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Vielen Dank für eure Antworten 
Meine Intention ist ähnlich, wie bei Magarethe. Ich wünsche mir auch nach der U2 mit einem wachen Baby ohne Gelbsucht heim zu kommen.
Bei meinem Sohn waren wir eine Nacht zu Hause und wurden dann am nächsten Tag vom Kinderarzt wieder eingewiesen.
Wir waren dann noch fast zwei Wochen im Krankenhaus. Dort wurde mir gesagt, dass es fahrlässig sei, bei diesem Gewichtsverlust weiterzustillen. Daher habe ich dann pumpgestillt.
Ohne meine Hebamme wäre ich vom Pumpstillen wohl nicht wieder losgekomnen.
Eine solche Situation möchte ich dieses mal gerne verhindern.
delfistern und kleinesZebra, gab es bei euren "Großen" Probleme mit hohem Gewichtsverlust?
Wegen vorzeitigen Wehen mache ich mir dabei ehrlich gesagt weniger Sorgen - die könnte dann ja auch mein Sohn auslösen.
Meine Intention ist ähnlich, wie bei Magarethe. Ich wünsche mir auch nach der U2 mit einem wachen Baby ohne Gelbsucht heim zu kommen.
Bei meinem Sohn waren wir eine Nacht zu Hause und wurden dann am nächsten Tag vom Kinderarzt wieder eingewiesen.
Wir waren dann noch fast zwei Wochen im Krankenhaus. Dort wurde mir gesagt, dass es fahrlässig sei, bei diesem Gewichtsverlust weiterzustillen. Daher habe ich dann pumpgestillt.
Ohne meine Hebamme wäre ich vom Pumpstillen wohl nicht wieder losgekomnen.
Eine solche Situation möchte ich dieses mal gerne verhindern.
delfistern und kleinesZebra, gab es bei euren "Großen" Probleme mit hohem Gewichtsverlust?
Wegen vorzeitigen Wehen mache ich mir dabei ehrlich gesagt weniger Sorgen - die könnte dann ja auch mein Sohn auslösen.
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Nielaim
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
... und vielen Dank für den Link zu den Wecktipps für schläfrig Babys 
mit Sohn (08/16), Tochter (06/19) und Bauchbaby (01/24)
- Teazer
- Mod a.D.
- Beiträge: 18114
- Registriert: 14.09.2009, 10:15
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Ohne Grund solltest Du nicht nach jedem Stillen Kolostrum füttern. Die Nachfrage fehlt Dir dann ja an dee Vrust und ggf. stillt Dein Baby so auch seltener, weil es im sog. Fresskoma ist.Nielaim hat geschrieben: 31.05.2019, 22:02 Meine Nachsorgehebamme von damlas betreut mich auch jetzt wieder. Sie hat mir nach den Erfahrungen mit meinem Sohn empfohlen, jetzt bereits Kolostrum zu gewinnen und in Spritzen einzufrieren, um es dann nach Geburt nach jedem Stillen zuzufüttern.
Wenn Zufütterbedarf entstehen sollte, dann kannst Du auch dann noch ausstreichen.
Alles Gute für die Geburt.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
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Jakobinchen
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Guten Morgen!
Ist es wirklich sinnvoll die ganze Stillzeit durch Vitamintabletten zu nehmen? Oder kann ich das alles mit gesunder Ernährung decken?
Ich bin Vegetarierin uns achte eh auf gesunde Ernährung.
Viele Grüße Kathrin
Ist es wirklich sinnvoll die ganze Stillzeit durch Vitamintabletten zu nehmen? Oder kann ich das alles mit gesunder Ernährung decken?
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Viele Grüße Kathrin
Liebe Grüße Jakobinchen mit der Steinbocklady (01/14) an der Hand und der Fischlady (03/19) im Mei Tai!
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delfinstern
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Der Große hat ca 10% abgenommen (20g fehlten noch), der Kleine hat nur 160g abgenommen (Startgewicht 4200g, allerdings erst an Tag 3 wieder gewogen, der Hebamme reichte die Info wie oft er trinkt und wie oft wir wickeln müssen, inkl "Ne, nichts da, seit heute morgen normaler Mumistuhl!" An Tag 2-3...)
Liebe Grüße
Delfin*
mit Delfinzwerg(1/17), Delfinknirps(12/18)und Delfinmini(5/21) *(11.14) *(2.18) *(2.26)
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Delfin*
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