Baby 6 Wochen-nimmt schlecht zu, hohe Zufütterung

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Cupcake78

Baby 6 Wochen-nimmt schlecht zu, hohe Zufütterung

Beitrag von Cupcake78 » 16.05.2019, 12:35

Hallo :D
eh ich jetzt anfange wirr drauf los zu schreiben weil mich einfach so wahnsinnig viel beschäftigt , hangele ich mich an Euren Fragen entlang, vielleicht kommt dann so mehr Struktur rein.

*Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
N. ist ein Junge, geboren am 2. April. Er ist unser dritter Sohn. Die anderen beiden sind 4 Jahre alt und 1,5 Jahre alt.

* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Im Krankenhaus wurde uns die Zufütterung nahegelegt, da er wie seine Brüder Probleme mit Gelbsucht hatte und es hieß wenn er mehr Nahrung bekommt wird das Bilirubin schneller abgebaut und die Probleme werden vielleicht nicht so groß wie bei unserem mittleren. Im Krankenhaus gab es also zweimal etwas a 40 ml mit der Flasche. Zuhause war die Zunahme dann sehr schleppend so dass wir schnell bei zwei, dann bei drei und jetzt bei vier Fläschchen sind. Aktuell bekommt er vier Fläschchen a 90 ml. Der Hauptteil seiner Ernährung besteht also hauptsächlich aus Pre und ich kämpfe grad mit mir ob das alles noch so Sinn macht für das bisschen MUttermilch was er bekommt. Es macht mich wahnsinnig traurig weil er gerne stillt, darüber fantastisch einschläft, aber mein Körper von Anfang an wieder nicht mitgemacht hat.

* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Er stillt so etwa 10 mal am Tag. Manchmal sind es auch nur 8 mal, da er nachts nur schlafen will. Lediglich die drei Nächte im Krankenhaus haben wir quasi rund um die Uhr gestillt. Kaum zuhause hat er nachts tief und fest 8 Stunden geschlafen und Weckversuche zwecklos. Er schläft sofort wieder ein, brüllt wie am Spieß und trinkt einfach nicht. Er braucht zum trinken tagsüber wahnsinnig lange. Zusätzliches abpumpen habe ich zeitweise versucht, aber dann bin ich hier im Chaos versunken mit den anderen zwei Räubern. Die schönste Zeit des Tages ist morgens. Da wird er allein vom stillen satt und ich weine oft dabei weil es so schön ist. Mich würde es schon sehr glücklich machen wenn ich meine Milchbildung so hinbekäme dass wir die Zufütterung nicht weiter erhöhen müssen.Eine Reduzierung ist unealistisch, das weiß ich.

* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Windeln sind so viermal am Tag sehr gut nass. Stuhlgang leider nur alle drei Tage , seitdem wir zuhause sind. Das macht mich sehr unsicher. Meine Hebamme sagt ist einfach so, aber ich hab von anderen auch schon gehört dass er vielleicht unterversorgt ist und deshalb so wenig Stuhlgang hat. Wenn er dann mal was in der Windel hat ist das grünlich und ziemlich zäh und klebrig.

* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Der Start im Krankenhaus war toll. Ich habe ihn sofort angelegt und er hat gesaugt als hätte er nie was anderes getan. Ich war hin und weg, die anderen beiden taten sich damals so schwer. Ich war so hoffnungsvoll, diesmal klappt das stillen. Aber der Milcheinschuss war wieder kaum spürbar . Tag 3 und es kam halt statt Kolstrum dann ein bisschen Milch, aber nicht so wie man das immer hört, Brüste spannen und so, nix. Und dann nahm er halt wieder nicht so zu wie es sein sollte, trotz anlegen anlegene anlgegen, und wir waren wieder beim zufüttern.

* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Flasche ja, sonst nichts

* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wir haben eine Nachsorgehebamme. Die kommt aber nur noch nächste Woche einmal und dann nicht mehr.

* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Gelbsucht hatte er, sonst nichts.Ich habe Übergewicht. 115 kg auf 180 cm. In der Schwangerschaft hat sich meine Brust wie in den Schwangerschaften davor null verändert. Meine Frauenärztin hat das allerdings immer abgetan mit "ist halt so". Die Brust ist auch eher klein für meine Körpergröße. Ansonsten bin ich rundum gesund.

* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Unser erster Sohn hat sich beim stillen dermaßen schwer getan. Er konnte nicht andocken, nicht gescheit saugen, es war ein Desaster. Wir vermuten heute dass sich damals schon seine heftigen motorischen Schwieirgkeiten bemerkbar gemacht haben. Er ist schwer entwicklungsverzögert.
Unser zweiter Sohn hatte sehr heftig mit der Gelbuscht zu kämpfen. Aber ich wollte möglichst nicht zuüttern und vollstillen. Sein Gewicht entwickelte sich allerdings so schlecht dass unsere Hebamme dann nach einer Woche sagte entweder ich fütter zu oder ich bestehe auf vollstillen und dann landen wir mit einem dehydrierten Baby im Krankenhaus. Völlig panisch habe ich dann zugefüttert und auch die Mengen erhöhen müssen dass er zunahm. Anfangs habe ich es mit dem Softcup vom Meldela probiert, das klappte aber überhaupt nicht gut. BES kann ich mir für mich überhaupt nicht vorstellen. Unser zweiter wurde gestillt bis er vier Monate alt war. Dann landeten wir mit einem schlimmen RS Virus im Krankenhaus und er hat das stillen dort abglehnt und als es ihm wieder besser ging haben wir es leider zurück an die Brust nicht mehr geschafft, zumal die Milchbildung durch den Stress nehm ich an auch sofort zurückging.

Cupcake78

Re: Baby 6 Wochen-nimmt schlecht zu, hohe Zufütterung

Beitrag von Cupcake78 » 16.05.2019, 12:43

Da ich was das Gewicht von N. anbetrifft eher ziemlich ängstlich bin wiege ich ihn jeden Tag selber mit einer Babywaage.Hier die Werte:
02.04. Geburt 3.365 Gramm 50 cm
05.04 U2 Entlasstag 3.150 Gramm
ab hier eigene Waage
07.04. 3.160 gr
08.04. 3.170 gr
09.04. 3.190 gr
10.04. 3.230 gr
11.04. 3.220 gr
12.04. 3.270 gr
13.04. 3.290 gr
14.04. 3.320 gr
15.04. 3.330 gr
16.04. 3.390 gr
17.04. 3.390 gr
18.04. 3.440 gr
19.04. 3.490 gr
20.04. 3.530 gr
21.04. 3.550 gr
22.04. 3.600 gr
23.04. 3.580 gr
24.04. 3.700 gr
25.04. 3.690 gr
26.04. 3.750 gr
27.04. 3.750 gr
28.04. 3.720 gr
29.04. 3.800 gr
30.04. 3.840 gr
01.05. 3.850 gr
03.05. 3.940 gr
04.05. 3.950 gr
05.05. 4.000 gr
07.05. 4.030 gr
08.05. 4.080 gr
09.05. 4.140 gr
10.05. 4.150 gr
11.05. 4.200 gr
12.05. 4.220 gr
13.05. 4.180 gr
14.05. 4.240 gr
15.05. 4.310 gr

Cupcake78

Re: Baby 6 Wochen-nimmt schlecht zu, hohe Zufütterung

Beitrag von Cupcake78 » 17.05.2019, 10:05

Heute morgen hatte er 4.330 gr. In zwei Tagen 20 Gramm :? . Er kommt jetzt auch morgens immer früher, heut schon um halb fünf, und ich muss früher am Tag zufüttern. Er wirkt sehr unzufrieden :(

OrangerStier
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Re: Baby 6 Wochen-nimmt schlecht zu, hohe Zufütterung

Beitrag von OrangerStier » 17.05.2019, 10:19

Was dir Stillberaterinnen immer noch haben wollen ist die Stillanzahl, die Zufüttermenge die Pipi und die Stuhlwindel. Vlt notierst du das ab jetzt noch mit. Es wird sich sicher noch jemand melden.
Es lohnt sich auch bei wenig MuMi dem Baby die zu geben
Stiermama mit Fee 02/19

Cupcake78

Re: Baby 6 Wochen-nimmt schlecht zu, hohe Zufütterung

Beitrag von Cupcake78 » 17.05.2019, 12:58

Danke Dir! Das werd ich jetzt künftig so notieren.
Hab grad mal versucht abzupumpen. 1 Std powerpumpen für grad mal 20 ml. Deprimierend wenig. Merke auch dass die Menge zurückgegangen isr. Vor ner Woche hatte ich morgens schonmal das die Brust von selber tropfte, jetzt gar nicht mehr. Bockshornklee nehme ich von Anfang an in hoher Dosierung.

Mariposa85
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Re: Baby 6 Wochen-nimmt schlecht zu, hohe Zufütterung

Beitrag von Mariposa85 » 17.05.2019, 14:33

Meine Liebe, du bist hier genau richtig und Dir wird geholfen werden. Die Stillberaterinnen werden dich an der Hand nehmen und unterstützen.

Ich wollte dir noch kurz unbekannterweise einen Drucker da lassen - und sagen, weder die Pumpmenge noch das „Tropfen“ sagt was über deine Milchmenge aus. Das Tropfen hängt mit deinen „Brust-Schließmuskeln“ zusammen - quasi je schwächer/ unfrankierter desto mehr tropft es. Daher kann es einfach gut sein, dass sich deine Brust inzwischen daran gewöhnt hat, dass sie Milch produziert und sie hält die Milch daher nun halt (besser) 😊

Und wie gesagt, Pumpen sagt nix über die Milchmenge aus die dein Baby aus dir raus bekommt. Unsere Kinder sind so viel besser als die besten Milchpumpen 😉

Alles Liebe! Und Stillen ist so viel mehr als „nur“ Ernährung. Daher ist Stillen, egal ob voll- oder teilstillen, so wertvoll und wichtig und schön 🥰
Schmetterling mit großem Frechdachs 🦊 im Arm (11/2017) und kleiner Knutschkugel 💕 unterm Herzen (vET 04/20)

Cupcake78

Re: Baby 6 Wochen-nimmt schlecht zu, hohe Zufütterung

Beitrag von Cupcake78 » 18.05.2019, 09:31

Danke Dir Mariposa!
War kein guter Tag. Die Milchmenge geht wie bei meinen ersten beiden nun genau mit sechs Wochen zurück, obwohl ich nichts anders mache als die Wochen zuvor. Er trinkt so ne Minute effektiv und dann wird er richtig ungehalten, zappelt kämpft und zerrt an der Brust und es kommt vielleicht bei jedem zehnten saugen noch ein Schluck.. Die ganze Nacht ist er kaum zur Ruhe gekommen.

18.05. 4.390g , 10x Stillen, 390 ml Pre, 2x gepumpt insgesamt 40 ml, 0x Stuhl, 5x Urin

Das Wiegeergebnis ist von heut morgen, die Daten von gestern. Ist das so ok oder sollte ich besser abends alles erst posten mit den gesamten Daten vom Tag? Das Wiegeergebnis ist ganz ok, allerdings hatte er zuvor ne Flasche Pre, die hatte er so früh morgens zuvor nie. Verfälscht also das Ergebnis im Vergleich zum Vortag etwas.

SchwarzwaldMama
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Re: Baby 6 Wochen-nimmt schlecht zu, hohe Zufütterung

Beitrag von SchwarzwaldMama » 18.05.2019, 09:38

Guten Morgen!
Wichtig ist, dass du die gesamten Daten immer tabellarisch postest, also nicht nur von heute, sondern auch von allen Tagen zuvor, das macht es für die Stillberaterinnen übersichtlicher.
Hast du mal über stillfreundlich zufüttern nachgedacht?
Am besten wäre wohl BES da damit gleichzeitig die Brust stimuliert wird, aber auch Becher oder löffeln geht.
Ob und wie viel du insgesamt am besten zufüttern sollst und wie du weiter vorgehen kannst wird dir hoffentlich bald eine Stillmod sagen können 😊
Liebe Grüße von der Schwarzwaldmama mit der Zaubermaus (17.06.2018)
Geliebt, gestillt, getragen und familiengebettet

Leominor
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Re: Baby 6 Wochen-nimmt schlecht zu, hohe Zufütterung

Beitrag von Leominor » 18.05.2019, 09:52

Bestimmt meldet sich bald ein Still-Mod bei dir! Bis dahin gebe ich zu bedenken, dass die Milch nicht plötzlich mit 6 Wochen weniger wird. Aber zu dem Zeitpunkt ist ein Entwicklungsschub. Die Babys wollen da häufiger an die Brust um mehr Milch zu bestellen. Das halten viele Mütter leider für ein Zeichen von zu wenig Milch und füttern dann zu. Ich weiß nicht, ob und wieviel ihr zufüttern müsst. Das sagen euch die Profis hier. Bis dahin würde ich auch erstmal eine Stillfreundliche Methode zum zufüttern wählen, (Becher, Löffel, Brusternährungsset) und sooft wie möglich anlegen.

Alles Gute für euch!
Leominor mit dem kleinen Tigermädchen (12/17) und Babytiger im Bauch (2/20)

Cupcake78

Re: Baby 6 Wochen-nimmt schlecht zu, hohe Zufütterung

Beitrag von Cupcake78 » 18.05.2019, 12:22

Danke für Eure Rückmeldungen! Über das BES hab ich nachgedacht, stell es mir aber sehr kompliziert vor. Und mein Mann kann meine Still Bemühungen nicht so wirklich verstehen. Der Großteil des Tagesbedarfs von N. wird durch Pre gedeckt, warum dann nicht komplett Flasche denkt er. Würde sehr viel Zeit im Alltag zu fünft sparen und er würde vielleicht auch tagsüber besser schlafen. Die Nacht tat mir der Zwerg so leid, er zappelte kämpfend wie ein Fisch auf dem trockenen an meiner Brust und das stundenlang. Um 7 hab ich ihm dann ne Pre gegeben damit er etwas zur Ruhe kommt.

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