das was Schwarzwaldmama schreibt trifft es glaube ich ganz gut.
Zumindest ich mache mir keinerlei Sorgen um dein Baby, aber um Dich. Du und dein Mann hattet einen unglaublich schweren Start mit der Kleinen. Der Notkaiserschnitt und die Tatsache, dass sie ein Frühchen war, das alles ist eine traumatische Erfahrung! Ich versteh absolut wie es Dir/ euch geht!
Und nein, ich finde es nicht „schlimm“ ein wenig zu pumpen. Es ist deine Zeit, die dabei unnötig drauf geht und kann mir folglich total egal sein.
Weißt du warum es mir das trotzdem nicht ist? Ich denke dabei geht es nicht (nur) darum, dass du die Milchproduktion ankurbeln möchtest. Auch das wäre mir tendenziell ziemlich egal, schließlich bekommst du im Zweifelsfall den Milchstau (oder hoffentlich auch nicht).
Ich glaube aber, dass das Ganze nur Ausdruck der großen Belastung und der wahnsinnigen Sorge um eure Kleine ist, die hätte Sterben können. Das war, für euch beide, ganz krass ausgedrückt eine lebensbedrohliche Situation. Und so etwas führt ganz gerne mal zu langfristigen psychischen Folgen. Kennst du den Begriff Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS)?
Ich bin keine Psychologin oder so und will damit auch nicht sagen, dass du das hast. Ich weiß nur, dass es in eurer Situation nicht ungewöhnlich wäre. Und dass man potentiell traumatische Situationen möglichst rasch aufarbeiten sollte um gar kein PTBS zu bekommen oder es schnell in den Griff zu bekommen, weil es das Leben sonst extrem einschränken kann.
Ich wünsche Euch, dass ihr schnell eine Lösung für euch findet und nicht die nächsten Jahre in ständiger Angst um die Kleine verbringen müsst. Da werden nämlich noch viele Situationen kommen. Ich sage nur Kamikaze-Bruchpilot beim laufen lernen.
Hier noch ein Link für Dich, vielleicht ist er zumindest interessant für dich:
https://www.neurologen-und-psychiater-i ... rung-ptbs/
Ps: alles Gute für die Frenotomie heute!