Pumpstillen bei Frühchen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Serafin
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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von Serafin »

Ich würde sie schon deutlich eher dem Mann in die Trage packen.
kleiner Maulwurf 12/15
kleiner Schildkröterich 05/19
Skoxi
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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von Skoxi »

Ich stell mir beim abendlichen nuckeln immer vor dass sie mit jedem saugen eine Bestellung aufgibt. "Ich brauch demnächst mehr Milch, ich brauch demnächst mehr Milch, ich brauch demnächst mehr Milch"

Aber nach 2h würde ich sie auch in die Trage nehmen, oder noch besser, dem Mann in die Trage geben. Da ist die Bestellung sicher schon angekommen.

Ich vertraue da darauf dass die Natur das schon richtig vorgesehen hat, Nuckeln, Bestellung und Produktion.
Zwerg 02/2016
Kleine Maus 03/19
Nadine212
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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von Nadine212 »

Sie hat wirklich geschrien wie am Spieß, selbst das känguruhen was sie unendlich liebt hat sie null beruhigt,sie hatte Hunger und bekam aus der Brust nichts raus. Ich dann abgepumpt,ich glaube so ganz ohne pumpe geht's wirklich nicht (auch wenn es nur für mich zur Beruhigung ist).

Vor allem ging es nach den 2 Stunden ja nach einer halben Stunde Pause weiter dann aber im bett, da hat sie nochmal 20 Minuten gesaugt.

Und der Papa kann mir ab 23/24 Uhr wenig helfen da er um 4/5 Uhr morgens aufstehen muss und zur Arbeit muss. Da möchte ich auch das er Schlaf bekommt.
♡ mit Minni Mausi 02/19 ♡
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Teazer
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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von Teazer »

Nadine212 hat geschrieben: 15.05.2019, 11:16 Ich dann abgepumpt,ich glaube so ganz ohne pumpe geht's wirklich nicht (auch wenn es nur für mich zur Beruhigung ist).
Das ist wirklich reine Kopfsache. Aber da wiederhole ich mich zum tausendsten Mal: Du musst nicht pumpen.
Vor allem ging es nach den 2 Stunden ja nach einer halben Stunde Pause weiter dann aber im bett, da hat sie nochmal 20 Minuten gesaugt.
Wenn es sich alles so lange zieht, dann ist es i.d.R. kein Hunger, sondern Müdigkeit, Reizüberflutung, Tagverarbeitung, usw. Wenn Du Deinen Mann nicht einbinden willst - Du hast auch 24h-Tage - dann nimm Du die Kleine in die Trage. Manchmal hilft die Brust halt nicht. Du musst das Ereignis Weinen/Schreien wirklich gedanklich von Hunger trennen. Es ist eine der wenigen Komkunikationsmöglichkeiten, die Dein Mini-Baby hat und dem entsprechend kommuniziert sie auf diesem Kanal hunderte von Informationen. Hunger ist nur eine Option. Und wenn sie an der Brust nicht zufrieden ist, dann ist diese in dem Moment nicht die Lösung.

Du hast genügend Milch, rund um die Uhr. Wenn sie aber nicht die Muße hat, gut zu "arbeiten", bis diese fließt, dann ist Stillen auch nicht das, was sie in diesem Moment braucht.

Pack sie in die Trage, tanze, wippe, gehe mit ihr darin Spazieren. Sie wird sich nach einer Weile beruhigen und einschlafen.

Meine Jüngste musste immer erst vom Tag "erzählen", bevor sie loslassen konnte. Die Brust half da null.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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Nadine212
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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von Nadine212 »

Ich sehe es wirklich eindeutig das die Milch "weniger" geworden ist, ich kenne ja den vergleich zu vorher, alleine beim pumpen sehe ich das nur noch aus einem Milchkanal Milch kommt. Die kleine regt sich nun bei jeder Mahlzeit an der Brust auf und saugt dann nicht mehr sondern dann weint, hatte dann vorhin eine Stillprobe gemacht und es waren nur 20 ml. 1,5 stunden später will sie wieder an die Brust und schläft vor Aufregung nach max 5 Minuten ein.
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SchwarzwaldMama
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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von SchwarzwaldMama »

Ich lehne mich jetzt mal ein bisschen aus dem Fenster:
Natürlich ist deine Milch zurück gegangen.
Deine Brüste produzieren jetzt schließlich nach Bedarf, und kein Überangebot mehr...

Und ich persönlich kenn kein Kind das vor Aufregung einschläft, eher das Gegenteil...
Liebe Grüße von der Schwarzwaldmama mit der Zaubermaus (17.06.2018)
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TuB
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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von TuB »

Aber das ist doch gut, dass jetzt weniger Milch da ist? Vorher hattest du dauerhaft Milchstaus, also eindeutig eine Überproduktion. Jetzt hat sich die Menge eben dem Bedarf angepasst. Natürlich ist es da dann für die Kleine dann anstrengender einen Milchspendereflex auszulösen, aber wenn du dann immer "aushilfst" und zufütterst, kann sie es ja auch nicht lernen.

Ist die mal aufgefallen, dass die "Probleme" vermehrt nachmittags und abends auftreten? Das ist die klassische Zeit für Clusterfeeding und Überreizung. Da ist es völlig normal, wenn die Babys dauerhaft stillen wollen. Wenn sie wirklich Hunger hat, wird sie stillen und davon satt werden.

Was muss denn passieren, dass du auf diese unzuverlässigen Stillproben (die haben keinerlei Aussagekraft!), die Pumpe und die Flasche verzichtest? Wie willst du denn jemals sicherer werden, wenn du nichtmal jetzt, wo die Gewichtsentwicklung beobachtet und von einer Fachkraft als völlig unauffällig beurteilt wird, die Ratschläge, die dir hier von allen Seiten gegeben werden, einfach ignorierst?
Du stehst dir mit deiner Panik selbst im Weg und bist völlig blind für Argumente in deiner Angst deine Tochter könnte am gedeckten Tisch verhungern! Das Verhalten deines Kindes, so wie du es schilderst, ist VÖLLIG NORMAL!
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Teazer
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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von Teazer »

Nadine, natürlich ist es jetzt weniger. Du hattest vorher ja zu viel Milch. Die Anzahl der spritzenden Milchgänge ist dafür unerheblich. Wenn Babys saugen ist das nämlich völlig anders als mit der Pumpe.

Zu den Stillproben habe ich alles Nötige gesagt. Das ist, als ob man bei einem Erwachsenen von einem Apfel Rückschlüsse auf die Kalorienmenge, die er an einem Tag zu sich nimmt, ziehen würde.

- - -

Ich frage mich, ob Du von mir tatsächlich Stillberatung wünschst. Oder möchtest Du gar keine Beratung, sondern lediglich Austausch? Oder ein Ventil? All das sind legitime Anliegen. Als Beratende bin ich bei den letzten zwei Optionen jedoch nicht nötig. Und bei der ersten wünsche ich mir eine Kooperation mit Dir. Momentan fühlt es sich für mich jedoch so an, dass ich viel Zeit investiere, Dir Dinge zu erklären, und dann werde ich ignoriert. Ich berate hier ehrenamtlich. Von daher wäre es wichtig für mich, zu wissen, was Du möchtest. Sonst drehen wir uns weiter im Kreis.

Du musst nichts ändern. Du allein entscheidest. Aber wenn Du normales Babyverhalten als Stillproblem ansiehst, dann wird auch die Frenotomie morgen nicht viel ändern. Du wirst weiterhin Stillproben machen und nachpumpen, wann immer Du der Meinung bist, Deine Tochter verhält sich nicht gemäß Deiner Erwartungen. Und das tun Babys generell eher selten. ;)
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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Leominor
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Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von Leominor »

Nadine, ich verstehe wie du dich im Moment fühlst und auch deine Angst. Unsere Tochter hat anfangs nur schlecht zugenommen, ohne aber ein Frühchen zu sein.

Daraufhin war ich völlig verunsichert und wollte an liebsten alles kontrollieren. Ich musste im Krankenhaus Stillproben machen und habe das zu Hause auch gemacht, weil ich dachte, das beruhigt mich. Ich habe die Kleine teilweise mehrmals am Tag gewogen etc.

Dann waren wir zum Glück zur U3 bei unserer unglaublich tollen Kinderärztin und ich habe sie gefragt, ob ich für die Waage eigentlich auch ein Rezept bekommen könnte.

Daraufhin hat sie sich sehr genau angehört, wofür ich die denn möchte und dann gesagt, sie könnte mir schon ein Rezept ausstellen. Macht sie aber nicht. Weil das nicht gut wäre. Ich würde mich völlig verrückt machen und wenn ich damit nicht aufhöre, wäre das der beste Weg, dass die Kleine mal eine Essstörung bekommt.

Da war ich erst mal perplex und habe darüber nachgedacht. Und was soll ich sagen, es hat mir eingeleuchtet. Selbst wenn ich nur noch Flasche gegeben hätte, ich hätte doch gar nicht gewusst wie viel Milch sie braucht. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich sie aus lauter Panik, sie könnte verhungern überfüttert hätte wäre extrem hoch gewesen. Oder später mit der Beikost. Wann hat sie da „genug“ gegessen?

Dann habe ich mir gedacht, das ist eigentlich ein großer Vorteil beim Stillen. Ich weiß gar nicht, wieviel sie da trinkt. Das macht es viel entspannter. Ich kann nicht in Panik ausbrechen wenn sie mal 2 Tage nur 500ml trinkt, obwohl es sonst doch immer 650ml waren.

Es war erstmal eine wahnsinnige Überwindung nicht mehr alles nachzukontrollieren und nur noch wöchentlich zur Ärztin zum wiegen zu gehen. Das hatte mir die Kinderärztin angeboten, um mich zu beruhigen. Ich durfte so oft zum wiegen zu ihr kommen wie ich wollte. Das habe ich dann noch 5 Wochen lang gemacht, während wir die Pre ausgeschlichen haben.

Und ja, ich hatte oft Angst, dass die Kleine vor Hunger weint. Aber nachdem mir die Kindrrärztin jedesmal gesagt hat, dass sie gut zunimmt und es ihr gut geht, habe ich mir dann irgendwann gedacht: Nein es ist kein Hunger, wenn sie abends so geweint hat. Ich habe sie dann einfach irgendwann von der Brust genommen und dann in‘s Tuch gepackt und siehe da: sie ist dort regelmäßig schnell eingeschlafen, nachdem sie zuvor vor „Hunger“ geweint hatte. Irgendwann habe ich dann auch kapiert, dass das Weinen abends von Überreizung kam und sie früher in‘s Bett gebracht. Und Überraschung, das war die Lösung! Zuvor hatten wir in dieser Situation immer ein (großes) Fläschchen gegeben. Funktioniert auch, ist nur nicht so gut, wenn man das Kind damit regelmäßig in‘s Fresskoma schickt.

Ihr habt doch morgen einen Termin beim Kinderarzt, oder? Ist er/ sie gut?

Falls ja, besprich deine Sorgen mit ihm/ ihr vielleicht kann er/ sie Dir deine Ängste etwas nehmen.
Leominor mit Tigermädchen (2017) und Bärenjunge (2020)
Lösche Benutzer 25726

Re: Pumpstillen bei Frühchen

Beitrag von Lösche Benutzer 25726 »

Nadine, ich habe jetzt nicht den ganzen Thread gelesen, vielleicht wurde das schon mal geschrieben. Aber es liest sich für mich sehr stark danach, dass nicht dein Baby Hilfe braucht, sondern du. Jemand, mit dem du über euren schwierigen Start sprechen kannst, über deine Ängste.
Panik ist kein guter Ratgeber. Ich denke, du musst ganz dringend lernen, Vertrauen zu haben. Dein Kind wird älter und die Gründe, panisch zu werden, nehmen eher zu als ab.
Vielleicht magst du mal nach Traumatherapeuten gucken. Oder Elternberatung (die heißen je nach Stadt anders). Oder auch Schwangerschaftsberatungen, die sind, entgegen dem Namen, auch nach der Geburt noch eine Anlaufstelle.
Dort kann DIR geholfen werden, Vertrauen in deine Rolle als Mutter zu bekommen.
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