Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Reh
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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von Reh »

Sam, kann dein Mann sich das Wutzi in die Trage packen und ein oder zwei Stunden draußen spazieren gehen?
Wir haben selten Nächte wie die von dir beschriebenen, aber wenn, dann bin ich gegen 3 oder 4 Uhr morgens am Ende.
Dann muss mein Mann das Rehlein für eine oder zwei Stunden spazieren tragen, und ich schlafe in der Zeit, damit ich danach wieder Kraft habe, das Dauergenuckel, -trete und -wühle auszuhalten; und den nächsten Tag.
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Tefira
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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von Tefira »

08u11 hat geschrieben: 10.05.2019, 13:55
RedsMama hat geschrieben: 10.05.2019, 12:48
Mondenkind hat geschrieben: 10.05.2019, 10:14 Stillen senkt keine Risiken. Künstliche Säuglingsnahrung und & Nichtstillen erhöht die Risiken!

Das mag wie Wortklauberei klingen. Aber es ist wichtig, Stillen als das anzuerkennen, was es biologisch ist: die Norm. Nichtstillen erhöht die Risiken für bestimmte Erkrankungen bei Mutter und Kind. Sonst geht man nämlich davon aus, dass man kein Risiko eingeht mit Nichtstillen. Man hätte dann keine Vorteile aber auch keine Nachteile, ist die Annahme. Ist aber falsch.
Klar, danke! Wieder darein gefallen. Aus den Perspektiv des Kindes habe ich es schon internalisiert, es fehlt mit aus der Perspektive der Mutter :wink: Aber danke, liebe Mondenkind, dass du mir hilfst! :knutsch
Hm wobei: Mondenkind, theoretisch hast Du natürlich völlig recht. Praktisch finde ich die Sichtweise im Hinblick auf die Mutter aber schwierig. Verstehst Du, was ich meine?

Im Hinblick auf das Kind ist es ja noch relativ klar: die Bedingung für's Stillen-Können ist geboren zu sein - das immerhin erfüllen alle Kinder :D und die normale Stilldauer ist ausschließlich Stillen bis zur Beikostreife mit etwa 6 Monaten und Stillen ergänzt durch Beikost bis mindestens zum 2. Geburtstag. Alles andere erhöht die Risiken des Kindes für bestimmte Krankheiten. Okay, da kann ich mit.
Aber was bitte ist die normale Stilldauer für eine Frau? Für die Frauen die keine Kinder haben, liegt die 'natürliche' Stilldauer bei null oder? Oder muss ich da andersherum rechnen: eine Frau ist im Alter von 15-45 Jahren fortpflanzungsfähig und bekommt in dieser Zeit etwa alle 3 Jahre ein Kind, das sie dann jeweils mindestens 2 Jahre stillt - da wären wir dann bei etwa 22 Jahren als normale Stilldauer einer Frau :shock: . Beides passt irgendwie nicht.

Okay: ich für mich kann jetzt einfach beschließen: die Wahrheit liegt in der Mitte: die natürliche Stilldauer einer Frau liegt sicher so bei 11 Jahren :D - da ich schon etwa 9,5 Jahre habe und der Zwerg ja noch ganz mini ist, schaffe ich das vermutlich sogar.

Nicht falsch verstehen. Ich verstehe durchaus den Sinn dieser Sichtweise, frage mich aber ernsthaft: Was für eine Stilldauer ist denn 'normal' für eine Frau?
08u11: Ich hatte da genau die gleichen Gedanken wie du. Mit Blick aufs Kind habe ich überhaupt keine Probleme damit, das Stillen als die Norm zu sehen, aber für die Mutter würde das ja dann bedeuten, dass auch überhaupt keine Kinder zu haben (und nicht nur ein geborenes Kind nicht zu stillen) das Risiko erhöht. Auf der sozialen Ebene habe ich echt meine Schwierigkeiten, das Kinderkriegen als Norm zu definieren. Mit ein paar Stunden Abstand zur Irritation nach dem ersten Lesen kann ich mir aber vorstellen, dass das aus biologischer/medizinischer Sicht so sein mag. (Woraus ich persönlich aber keinerlei Konsequenzen ableiten würde, weil ich das nicht für das gewichtigste Argument in der Überlegung halte, wie viele Kinder ich haben möchte.)

Eine ganz konkrete inhaltliche Nachfrage habe ich zum kausalen Zusammenhang zwischen Stillen und Brustkrebs. Der statistische Zusammenhang, dass Stillen das Brustkrebsrisiko senkt (meist so kommuniziert, oder nach Mondenkind: dass das Nicht-Stillen das Risiko - auch für Brustkrebs (?), du schriebst ja nur ganz allgemein von Risiken - erhöht), ist mir bekannt. Ich meine gelesen zu haben, dass das daran liegt, dass das Stillen den Eisprung unterdrückt und in dieser Zeit der Östrogenspiegel niedriger ist, und somit ein Faktor für die Entstehung (oder für das Fortschreiten?) von Brustkrebs reduziert ist. Entschuldige mich für die laienhaften Ausführungen - kenne mich wirklich überhaupt nicht aus, und habe das eher nebenbei und daher möglicherweise falsch und vielleicht auch aus nicht so zuverlässiger Quelle (erinnere mich nicht mehr genau) aufgeschnappt. Ist das richtig? Und würde das bedeuten, dass Stillen in Bezug auf das Brustkrebsrisiko nur dann einen nennenswerten Unterschied macht, wenn der Eisprung tatsächlich entsprechend lange ausbleibt? Das kann ja sehr unterschiedlich sein. Oder ist es vielmehr so, dass das etwas mit den Umbauprozessen zu tun hat, die beim Stillen in der Brust stattfinden, und die zur vollen Entwicklung der Brust dazugehören?

Es interessiert mich nur ganz allgemein. Persönlich finde ich für den Einzelfall die Orientierung an statistischen Zusammenhängen ohnhein wenig hilfreich. Aber falls das im Vergleich geringere Brustkrebsrisiko etwas mit dem ausbleibenden Eisprung zu tun hat, fände ich die weitverbreitete Pauschalaussage "Stillen senkt das Brustkrebsrisiko" schon ziemlich irreführend. Womit ich natürlich keineswegs andere Aspekte kleinreden möchte.
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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von Tefira »

Mondenkind hat geschrieben: 10.05.2019, 16:27 Die Wirkung des Stillens ist dosisabhängig, aber grundsätzlich hat jemand, der nicht gestillt hat ein höheres Risiko, an diversen Erkrankungen zu erkranken als eine Frau, die gestillt hat. Ob 2 Monate, oder 20 Monate, ist erstmal egal. Nicht gestillt ==> höheres Risiko.
Sorry, das hatte ich nicht mitbedacht. Wobei Du ja nicht konkret von Brustkrebs schriebst.
Mich würde da aber tatsächlich noch interessieren, ob Du das Nichtstillen nach der Geburt meinst oder Nichtstillen allgemein, also eben auch, wenn man gar keine Kinder hat.
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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von Mondenkind »

Nicht gestillt haben meine ich. DAs bezieht kinderlose mit ein, ja.

Es geht dabei nicht nur um Brustkrebs, sondern um eine Vielzahl von Erkrankungen.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von Tefira »

Mondenkind hat geschrieben: 12.05.2019, 18:20 Nicht gestillt haben meine ich. DAs bezieht kinderlose mit ein, ja.

Es geht dabei nicht nur um Brustkrebs, sondern um eine Vielzahl von Erkrankungen.
Danke für die Erläuterung! :)
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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von Sam »

Reh hat geschrieben: 12.05.2019, 12:41 Sam, kann dein Mann sich das Wutzi in die Trage packen und ein oder zwei Stunden draußen spazieren gehen?
Wir haben selten Nächte wie die von dir beschriebenen, aber wenn, dann bin ich gegen 3 oder 4 Uhr morgens am Ende.
Dann muss mein Mann das Rehlein für eine oder zwei Stunden spazieren tragen, und ich schlafe in der Zeit, damit ich danach wieder Kraft habe, das Dauergenuckel, -trete und -wühle auszuhalten; und den nächsten Tag.
Mein Mann hat ihn früher immer in der Nonomo geschuckelt, aber die verweigert der Kleine jetzt. Tragen oder so scheint ihm wohl zu umständlich. Leider schläft mein Mann auch meistens einfach über nächtliche Wachphasen von Wutz drüber. 🤷‍♀️
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Reh
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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von Reh »

Sam hat geschrieben: 16.05.2019, 15:08
Reh hat geschrieben: 12.05.2019, 12:41 Sam, kann dein Mann sich das Wutzi in die Trage packen und ein oder zwei Stunden draußen spazieren gehen?
Wir haben selten Nächte wie die von dir beschriebenen, aber wenn, dann bin ich gegen 3 oder 4 Uhr morgens am Ende.
Dann muss mein Mann das Rehlein für eine oder zwei Stunden spazieren tragen, und ich schlafe in der Zeit, damit ich danach wieder Kraft habe, das Dauergenuckel, -trete und -wühle auszuhalten; und den nächsten Tag.
Mein Mann hat ihn früher immer in der Nonomo geschuckelt, aber die verweigert der Kleine jetzt. Tragen oder so scheint ihm wohl zu umständlich. Leider schläft mein Mann auch meistens einfach über nächtliche Wachphasen von Wutz drüber. 🤷‍♀️
Ach je. Mein Mann wacht zum Glück auf, wenn das Rehlein so lange und viel schreit.
Eigentlich wäre ja egal, was dein Mann mit dem Wutzi macht, solange die zwei dich einfach mal ein, zwei Stunden schlafen lassen.
Ich würde meinen Mann wecken in dem Fall :oops:
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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von Individuum »

Jap, genau so mache ich das auch. Kann mich da nur anschließen. Meist habe ich so gegen 4 Uhr keine Lust mehr in den Viel-Still-Nächten und dann wecke ich meinen Mann. Der geht raus mit ihm, trägt ihn bis er sich beruhigt und legt sich dann mit ihm auf die Couch. Früher auf dem Bauch, jetzt reicht an der Seite aus. Und da schafft er tatsächlich auch mal eine längere Stillpause dann. Und in der Zeit kann ich endlich mal ganz allein im Bett liegend tief und fest schlafen. Das tut so gut.
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Sam
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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von Sam »

Das glaub ich euch. Das klingt so als wäre mein Mann ein ewiggestriger Egomane der nicht mithilft und nicht für mich da ist. Das ist eigentlich sonst gar nicht so. Aber beim Schlafen ist er immer schon ein wenig hilflos. Wutzi beruhigt sich auch tatsächlich schlecht bei ihm, aber natürlich ist er einfach auch nur mich gewöhnt.
Die letzten Nächte waren immerhin ruhiger, trotz Dauerstillen ... ich nehme, was ich kriegen kann. Und jetzt kann ich nicht einschlafen obwohl der Kleine endlich schläft ... :?
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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von Pummelo »

Hey ihr lieben toller Faden, Mini Maus wird jetzt 1 Jahr , wir stillen nach Bedarf und das auch noch sehr viel. Ich biete ihr immer essen am Tag an (BLW) aber wirklich viel essen möchte sie nicht.
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