Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Mondenkind
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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von Mondenkind »

08u11 hat geschrieben: 10.05.2019, 15:40 Naja, ich möchte gerne wissen, wie lange ich denn dann stillen muss, damit ich durch's Nichtstillen keine Nachteile mehr habe.
Dieser Satz ergibt keinen Sinn. Du kannst nicht gleichzeitig jemand sein, der gestillt hat und nicht gestillt hat, das ist sinnfrei.



Die Wirkung des Stillens ist dosisabhängig, aber grundsätzlich hat jemand, der nicht gestillt hat ein höheres Risiko, an diversen Erkrankungen zu erkranken als eine Frau, die gestillt hat. Ob 2 Monate, oder 20 Monate, ist erstmal egal. Nicht gestillt ==> höheres Risiko.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

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08u11
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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von 08u11 »

Okay.

Klar, ich kann nicht stillen und nicht-stillen gleichzeitig. Die Frage war eher, ob es einen Zeitpunkt gibt, zu dem ich mit Stillen aufhören kann, ohne Nachteile für mich zu befürchten.
Bei den Kindern gibt's diesen Zeitpunkt halt - irgendwann so zwischen 2 und 7 Jahren, wobei das ja auch schon ein sehr weiter Zeitraum ist. Bei Frauen dann wohl nicht so genau.

Ich glaube, was mich gestört hat, war, dass zuerst von Brustkrebsrisiko die Rede war und dann davon, dass es eigentlich für jede Mutter das Normale sei/ist zu stillen und alles andere Nachteile habe/hat. Das Problem für mich ist: Brustkrebs haben ja nicht nur Mütter. Dadurch wird aus dieser an sich richtigen Gleichung wenn man nicht genau liest halt schnell: Es ist für jede Frau normal zu stillen (und folglich auch Kinder zu haben). Alles andere hat Nachteile. Da bin ich mir schon biologisch nicht mehr ganz sicher, ob das wirklich für 'jede' Frau normal ist. Ich weiß, das hast Du nicht behauptet - mir viel zum Thema Brustkrebs halt gleich als erstes eine tolle Kollegin ein: unverheiratet, kinderlos, folglich nie gestillt, aber trotzdem halt eine ganz normale Frau.

ShinyCheetah, danke. 10 Jahre schaffe ich :D . Aber mit 18 wird knapp :(
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Sam
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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von Sam »

Anfangs hatte ich das Gefühl ein Jahr stillen ist ja quasi ewig... und jetzt steht bei uns der erste Geburtstag an :shock:

Ich habe im Moment eindeutig das Gefühl, dass stillen noch notwendig ist. Also auch körperlich notwendig, denn zwei halbe Schneidezähnchen taugen noch nicht so recht zum Kauen. Aber vor allem hab ich das Gefühl, dass Wutzi das Stillen sehr genießt.

Mittlerweile höre ich schon öfter die Frage, ob wir bald abstillen. Also da hat das Umfeld schon eindeutig eine Erwartungshaltung, die mich auch ab und zu unter Druck setzt.

Für mich stellt sich langsam die Frage, ob ich es irgendwann versuchen soll, nächtliches Dauernuckeln ein bisschen einzuschränken und ob und ab wann das wohl klappt. Ich würde es ja voll schön finden, abends und morgens zu stillen und dazwischen mal wieder zu schlafen. :?
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Pelufer
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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von Pelufer »

Ich habe letztens eine Stillinformation gesehen wo drin stand dass man das Brustkrebsrisiko senkt wenn man stillt, je länger desto mehr sank das Risiko.
Ich stillen jetzt seit über 6 Jahren mit einer Mini-Unterbrechung, also dürfte mein Risiko maximal gesenkt worden sein 😂
Aber wenn man sich das etwas auf der Zunge zergehen lässt, bedeutet das ja auch dass eine Frau mit erhöhtem Risiko ganz aktiv etwas tun kann um das Risiko zu senken?
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ShinyCheetah
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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von ShinyCheetah »

Sam hat geschrieben: 11.05.2019, 10:39 Für mich stellt sich langsam die Frage, ob ich es irgendwann versuchen soll, nächtliches Dauernuckeln ein bisschen einzuschränken und ob und ab wann das wohl klappt. Ich würde es ja voll schön finden, abends und morgens zu stillen und dazwischen mal wieder zu schlafen. :?
Belastet dich das denn wirklich, oder ist der Grund die Erwartungshaltung in deinem Umfeld? Mir ist dazu nämlich gestern ein Artikel im Still-Lexikon begegnet...
https://www.still-lexikon.de/die-vortei ... eburtstag/
Ein Fazit ist: Nächtliches Abstillen vor 2./3. Geburtstag führt selten zu Durchschlafen. Im Prinzip ersetzt man eine praktische Einschlafhilfe (Brust) durch anderes. Ich hab die Gordon-Methode zwar so verstanden, dass sie das verhindern will, aber tendiere persönlich dazu, einfach abzuwarten und mich nicht zu stressen, solange ich nicht wirklich unter Schlafmangel leide. Ein anderes Fazit ist nämlich, dass in vielen Fällen das nächtliche Stillen als solches gar nicht so problematisch ist, aber viele Mütter es für Förderung eines kindlichen "Fehlverhaltens" halten, wenn sie einfach weiter nachts nach Bedarf stillen. Ist es aber nicht. Ist ganz normales, gesundes Verhalten.
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


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bluestar
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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von bluestar »

Danke für den Link!
So wie ich Sam und ihren Wutz bis jetzt kennengelernt hab geht es bei den beiden aber wirklich uns Schlafen, das tut er nämlich nicht soweit ich weiß 8)

Ich stille seit ein paar Wochen ja jetzt auch Ü1 und ehrlich gesagt wüsste ich nicht wie das bei uns sonst gehen sollte. Wir stillen momentan wieder deutlich häufiger als noch vor ein paar Wochen und meine Tochter zeigt mir sehr deutlich dass sie das auch noch braucht.
Es gibt bei uns aber auch keinen Druck, die meisten Mamas die ich kenne stillen Ü1, meine Erfahrung ist eher dass da nicht so viel drüber gesprochen wird weil die größeren Kinder tagsüber nicht mehr so viel und dadurch sichtbar für andere stillen.
Für mich fühlt es sich jedenfalls normal und richtig an, ich finde es praktisch und sehe insgesamt für mich und mein Kind keine Nachteile.
Ich würde aber in ein paar Monaten, vielleicht wenn ich wieder arbeite auch über das nächtliche abstillen nachdenken. Mal schauen.
+ die Kleine *04/ 2018
erdbeerbrot
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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von erdbeerbrot »

Hier wohnt auch ein Schlechtschläfer und ich arbeite schon eine Weile. Ohne Stillen und Famiienbett würde ich wahrscheinlich gar nicht schlafen. Die Nächte in denen er wegenverstopfer Nase nicht gut stillt, sind die schlimmsten...
Ansonsten sind die Nächte seit kurzem aber (außer bei Krankheit, Zahnen u.ä) deutlich besser geworden.Manchmal meldet er sich erst nach so 3-4h.. Früher undenkbar.
Mit 12/2017 und 06/2020
Marquis
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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von Marquis »

Hallo Blumee,

ich habe ein paar Wochen schlimm mit dem Stillen der meiner Tochter gehadert, aber das ist tatsächlich (auch nach Austausch hier imForum) mittlerweile wieder besser geworden. Es wird also ab Mitte Juni wohl auf ei Tandem hinauslaufen. Es ist zumindest nicht in Sicht, dass Püppi so schnell das Stillen aufgeben wird. Ich hoffe aber auch, dass sich die Stillfrequenz nicht deutlich erhöht 🙈.

Sie stillt im Moment nur noch zum Einschlafen (abends und Mittags am We) und morgens nach dem Aufwachen. Ich habe aber das Gefühl, dass das auch ihrem Bedarf/Bedürfnis voll entspricht. Tagsüber hat sie mit etwa 13 Monaten aufgehört, regelmäßig stillen zu wollen. Nachts ging es von mir aus und wir haben langsam "frei nach Gordon" die Stillabstände verlängert. Wenn sie krank ist oder selten auch mal "so" fragt sie nachts nach ihren "Boobies". Wenn es ihr nicht gut geht, darf sie dann auch stillen, ansonsten sage ich, dass die Brüsten noch schlafen, woraufhin sie (bis zur magischen 5 Uhr Grenze) auch einfach wieder einschläft.
Viele Grüße von Marquis mit Püppi (4/17) und Elli (06/19) und einem * (7/21)
Marquis
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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von Marquis »

:lol: :lol: :lol:

Ich sehe erst jetzt, wie alt der Faden ist und wie viele Seiten er hat. Naja, vielleicht hilft mein Roman ja trotzdem wem, auch wenn er jetzt vielleicht total zusammenhangslos hier steht.
Viele Grüße von Marquis mit Püppi (4/17) und Elli (06/19) und einem * (7/21)
Sam
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Re: Erfahrungsaustausch Ü1-Stillen

Beitrag von Sam »

ShinyCheetah hat geschrieben: 11.05.2019, 13:12

Belastet dich das denn wirklich, oder ist der Grund die Erwartungshaltung in deinem Umfeld? Mir ist dazu nämlich gestern ein Artikel im Still-Lexikon begegnet...
https://www.still-lexikon.de/die-vortei ... eburtstag/
Ein Fazit ist: Nächtliches Abstillen vor 2./3. Geburtstag führt selten zu Durchschlafen. Im Prinzip ersetzt man eine praktische Einschlafhilfe (Brust) durch anderes. Ich hab die Gordon-Methode zwar so verstanden, dass sie das verhindern will, aber tendiere persönlich dazu, einfach abzuwarten und mich nicht zu stressen, solange ich nicht wirklich unter Schlafmangel leide. Ein anderes Fazit ist nämlich, dass in vielen Fällen das nächtliche Stillen als solches gar nicht so problematisch ist, aber viele Mütter es für Förderung eines kindlichen "Fehlverhaltens" halten, wenn sie einfach weiter nachts nach Bedarf stillen. Ist es aber nicht. Ist ganz normales, gesundes Verhalten.

Danke für den link, sehr schön zu lesen. Sollte am besten jede stillende Mama zu Beginn lesen, ich wünschte ich hätte es getan. Selbstverständlich gibts viel Druck von außen und oft Fragen nach dem Durchschlafen und auch die ganz böse Verbindung ruhiges/schlafendes Kind = „braves“/gutes Kind. Ich hatte dadurch geprägt sicher anfangs auch eine falsche Erwartungshaltung.
Aber davon abgesehen, ja das Dauernuckeln belastet mich. Ich stelle es mir wunderschön und innig vor, wenn ein Baby alle 2 Stunden zum Stillen kommt. Und dann schläft, wenigstens ein bisschen. Ich habe heute Nacht nach einer Stunde Einschlafkampf von 21.00 bis 7.00 gestillt mit 3 Unterbrechungen von ca. einer halben Stunde. Und das nicht ruhig, sondern mit treten, zwicken und dauerndem Ab- und wieder Andocken mit einmal um die eigene Achse drehen und dann im ganzen Bett nach der Brust suchen. Sicher ist nicht jede Nacht so übel, aber um Welten besser sind die meisten nicht. Wahrscheinlich liegts auch an mir, aber ich kann dann irgendwann auch gar nicht mehr schlafen und bekomme zusätzlich Schmerzen vom ständig gleich daliegen.
Aber ich habe natürlich auch die Sorge, dass es ohne Stillen noch schlimmer wäre, denn ich bin ziemlich am Limit.
Mama vom Wutzi seit Ende Mai 18.
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