Wir mussten uns auch Gedanken wegen der Schule machen, da eine normale Grundschule aufgrund von Kitaproblemen für uns nicht in Frage kam. Gelandet sind wir an der Friedenauer Gemeinschaftsschule. Die liegt in Friedenau - Nähe Südkreuz. Unser Sohn ist dort sehr glücklich und geht gerne dort hin. Seit der Einschulung findet er Wochenenden doof.
Zum Konzept: Die Schule wird ab nächstes Jahr bis von der 1. bis zur 12. Klasse gehen (dieser Jahrgang ist noch bis zur 10.), wenn es also passt, kann man dort direkt Abitur machen. Die Jahrgänge sind jahrgangsübergreifend (JüL) von 1-3, 4-6 sowie 7-9. Für meinen Sohn passt das ganz super, da er so nach seinen Stärken bereits die Aufgaben der anderen Jahrgänge mitmachen kann. Es gibt keinen Frontalunterricht und jedes Kind kann in seinem ganz induviduellem Tempo lernen. Als ich meinen Sohn mal vorzeitig abholen musste, konnte ich kurz in den Unterricht reinschnuppern: Es gibt unterschiedliche Gruppen, die dann jeweilige Aufgaben bearbeiten, teils unter Anleitung und Beisein der Lehrerin/Erzieher. Andere beschäftigen sich mit selbst ausgesuchten Aufgaben. Eines der Kinder hat auch ganz entspannt und konzentriert mit Erbsen gespielt und diese von einer Dose in eine andere geschaufelt.
Noten gibt es bis zur 6. Klasse nicht, jedoch gibt es als Hausaugabenheft eine Art Logbuch, was quasi sowas wie ein Ausbidlungsheft ist, indem die Lehrer und Schüler Feedback reinschreiben können. Das Heft ist nicht nach Wochentagen unterteilt, sondern jede Woche hat eine Doppelseite, in dem dann die Fächer stehen (Mathe, Deutsch, Kunst..), wo man dann Einträge und Ziele hinein schreiben kann. Mündliche Mitarbeit und Melden hat eine eigene Spalte.
Der Unterricht ist in Blöcke eingeteilt, passt ganz gut, besonders beim Sport, da nicht die Hälfte der Zeit mit Umziehen vertrödelt wird.
Essen gibt es vor Ort, Kantine halt.
Die Betreuung im Hort ist super. Pro Klasse gibt es zwei Erzieher, aber die Kids können auch klassengemischt in die anderen Räume gehen (Jede Klasse hat einen Hort- und einen Klassenraum). Die Erzieher nehmen auch zum Großteil am Unterricht teil.
Im Sommer stehen überall Wasserbecken oder Spritzpistolen rum, es gibt Tretautos und es wird viel auf Bewegung gelegt. Vor ein paar Jahren haben die Kinder sich Konzepte für den Spielplatz der Grundschule ausgedacht, diese wurden dann durch die Kinder mit Materialien wie Stöckern, Draht und Eisstielen gebastelt und gemeinsam beraten. Die Ergebnisse sahen ganz toll aus (kann man im Eingangsbereich bewundern). Eine Firma hat das Endkonzept dann auf dem Schulhof umgesetzt, sodass es einen ganz indivuduellen Spielplatz gibt.
Montags ist immer Brettspiele-Nachmittag, den mein Sohn ganz toll findet. Da gibt es ganz tolle und aktuelle Spiele (Gravitrax, Kosmos Elektrobaukasten, diverse Gesellschaftsspiele) und die zuständige Erzieherin ist total begeistert für neue Spiele.
Freitags ist Aktionstag, da werden dann wöchentlich verschiedene Angebote angeboten, u. a. Schwimmbad, Spielplatz, Schleimherstellung, Brettspiele, Drachenbasteln, Hörbücher, Vorlesen... In den Ferien gibt es dann immer einen Ferienplan, wo man sich ebenfalls täglich Angebote aussuchen kann, sowas wie Kino, Museum, Übernachtung in der Schule etc.