Hallo ihr beiden,
jetzt war ich schon so lange nicht mehr hier, dass ich die beiden Antworten total versäumt habe.
Liebe Ellies, danke für deine Erfahrung. Mein Kleiner findet Stillen tagsüber weiterhin gähnend langweilig, es sei denn, er hat Mordshunger, dann geht es zügig und ohne permanentes Abdocken. Ansonsten ist die Welt um ihn herum einfach zu interessant.

Mittlerweile kann ich meistens drüber lachen und da ich nachts sowieso 4-6 Mal stille, mache ich mir auch keine Sorgen.
Liebe Eva, das mit dem Mund weit öffnen haben wir nie so richtig hinbekommen, er "schlürft" die Brustwarze lieber so rein, auch jetzt noch.

Mittlerweile tut es mir nur noch selten weh. Ich habe verschiedenes ausprobiert: ihn ganz allein andocken lassen, oder kurz vor dem Andocken 1. über die obere Lippe streichen oder 2. über die untere Lippe streichen und Kinn leicht nach unten ziehen oder 3. Brustwarze von oben in den Mund rollen und dabei über die Lippe streichen oder mit dem kleinen Finger dabei die Unterlippe sanft nach unten ziehen.. Was uns gar nichts gebracht hat: vormachen. Ich konnte meinen Mund noch so weit aufmachen, das war ihm total egal.

Irgendwann war für mich entscheidender, dass er die Zunge rausmacht, die hatte er nämlich immer hinten versteckt. Und das hat er durch Konsequenz verstanden. Ich hab immer vorne mit dem Finger kurz angetippt, sodass die Zunge automatisch rauskam und dann andocken lassen. Irgendwann hat er von allein die Zunge immer schön rausgemacht. Und da war das Andocken dann viel angenehmer.
Kurzes Update zu uns:
Der Kleine wächst und gedeiht, letzte Woche am 22.10. waren wir zur U5. Er wiegt jetzt 9430g und ist 72cm lang.

Am liebsten trage ich deshalb auf dem Rücken. Seit 2 Wochen hat er sein erstes Zähnchen, das zweite ist im Anmarsch. Er ist super agil und aktiv, robbt schon seit Wochen durch die Wohnung. Und das Schönste: seine Zunge ist oft sooo schön sichtbar und lang und groß. Die OP damals hat sich total gelohnt. Er plappert auch mittlerweile so "lalala" oder "dadada" oder "blablabla".. das ist zu goldig. Wer weiß, wie ihm das überhaupt möglich gewesen wäre mit dem Zungenbändchen.
Die Stillprobleme sind so gut wie verschwunden. Ich habe keine Schmerzen mehr, aber das war ein langsamer schleichender Prozess. Andocken im Liegen klappt mittlerweile mit der unteren Brust besser als mit der oberen (alles ändert sich

). Er wacht nachts immer noch mehrmals schreiend auf

Da braucht er die Brust sehr.
Stillen macht mir immer noch viel Freunde und ich bin so glücklich, dass ich diese quälenden, schmerzhaften ersten Monate durchgehalten habe, auch wenn ich mir keinen einzigen Tag davon zurückwünsche. Tagsüber ist ihm Stillen nur so semi-wichtig. Da ist alles andere interessanter. Außer er hat richtig Hunger, dann geht es auch bei der größten Ablenkung. Beikost findet er spitze, sowohl jegliches Fingerfood als auch Brei. Er mag beides sehr gern und er mag ganz doll gern alles selbst entscheiden.

Er liebt Wasser trinken aus dem Glas oder Becher und steckt dann seine Zunge meterweit raus.
Mit dem Abhalten wird es immer besser und wir hatten teilweise Tage, da war er bis nachmittags trocken, weil er durch meckern Bescheid sagt, dass er mal Pipi muss.

Das große Geschäft geht sowieso seit Monaten immer ganz automatisch nur ins Klo oder Töpfchen.
Achja, ich hab mit eine Tragejacke von Milchshake gegönnt.
Danke Euch allen für die Begleitung in einer sehr schweren Zeit!