Dein Vater hat schon recht. Die OP kann man ja nicht einfach wieder rückgängig machen. Das Risiko hält sich aber stark in Grenzen, wenn du eine geeignete Klinik mit viel Erfahrung in endokriner Chirugie wählst. Dein Vater wird ja schon etwas älter sein? Die Methoden haben sich auch geändert in der Chirurgie, vielleicht spielen bei ihm auch noch alte"Ängste" mit?
Das Problem bei RJT und MB ist einfach, dass die RJT so unspezifisch ist. Gerade bei MB ist es danach oft so, dass die Reste der SD immer noch so aktiv sind, dass es wieder zur ÜF kommt und TRAK bleiben halt auch weiter im Spiel. Natürlich kann man es mit RJT versuchen und wenn ich alleinstehend ohne KiWu wäre, würde ich es auch erst mal machen lassen und die OP erst als zweite Wahl.
Die Einstellung nach RJT ist auch schwieriger, da man nicht genau weiß, wieviel SD nun noch vorhanden ist. Bei der Total-OP ist die Sache ja klar und es gibt ein sehr gutes Hilfeforum, die bei der Einstellung helfen (viele Kliniken geben zu wenig LT nach der OP).
Und gerade für deine Babymaus ist die RJT doch doof! Je nach Klinik 1-2 Wochen Isolierstation, danach sollte man eigentlich auch noch aufpassen, wenn man das Kind in SD-Nähe trägt usw. Abstillen musst du dann auf jedem Fall. Nach der OP kannst du weiterstillen und wenn dir dein Mann deine kleine ins Krankenhaus vorbeibringt oder du abpumpst, könnt ihr die Zeit auch irgendwie überbrücken.
Was hast du denn selbst für ein Gefühl?
Das einzige, was für mich ein großes Problem ist, ist diese Abhängigkeit von LT nach der OP, lebenslang. Kein Urlaub ohne die Medikamente zu vergessen, regelmäßig Rezepte holen und einlösen, immer LT in der richtigen Dosis da haben... Aber mir geht es mit dem MB so dreckig, dass es mir es wert ist. Meine OP ist übrigens am 22.11.
