Nächtliches Dauerstillen mit Stillhütchen
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Nächtliches Dauerstillen mit Stillhütchen
Hallo liebe SUTler,
ich traue mich jetzt auch mal hier um Rat zu Frage, ich hoffe es ist OK einen Thread dafür aufzumachen. Ich lese schon seit der Geburt meines Sohnes vor 5 Monaten hier mit.
Unser Stillstart war relativ schwierig, nach der Geburt wollte der Kleine nicht trinken und ihm wurde am nächsten Tag per Spritze etwas Pre gegeben. Bis eine Schwester mit Stillhütchen kam, mit denen ich immerhin stillen konnte. Zum Glück hat er immer super zugenommen, so dass wir uns deshalb nie sitzen mussten. Jegliche Versuche die Hütchen abzugewöhnen scheiterten und eine Stillberaterin diagnostizierte dann ein zu kurzes Zungenbändchen, welches wir mit 6 Wochen bei einem Chirurgen schneiden ließen.
Leider hat dies die Probleme nicht gelöst, sondern erstmal verschlimmert, da er danach die Brust meist angeschrien hat und ich ihn ein paar Wochen nur direkt nach dem Schlaf anlegen konnte. Immer noch mit Hütchen, die sind wir nicht losgeworden. Die Stillberaterin meinte leider auch zu diesem Zeitpunkt, dass sie bei uns jetzt auch nicht mehr weiter weiß.
Puh und nun zum eigentlichen Problem: mit den Hütchen habe ich mich mittlerweile abgefunden. Nur werden jetzt die Nächte sehr anstrengend bei uns. Wegen den Hütchen kann ich nur im Sitzen stillen, was eigentlich nie so schlimm war, da er so zwischen 2 und 5 mal nachts kam, direkt an die Brust kam und wieder eingeschlafen ist. Es ist nur seit etwa 5 Wochen so, dass der Muckel nachts so 10-12 mal aufwacht und bitterlich weint. Er will oft nicht an die Brust (oder ich bin zu langsam mit hinsetzen und Hütchen aufsetzen, das blöde Ding fällt runter etc.) und lässt sich nicht mehr beruhigen. Erst wenn ich ihn nach einer gefühlten Ewigkeit an die Brust bekomme schläft er wieder ein. Nur um 30-60 min später wieder zu schreien. Ich gehe bald auf dem Zahnfleisch.
-Kann ich darauf hoffen, dass das nur eine Phase ist und er mich vielleicht bald wieder länger schlafen lässt?
-Gibt es etwas, dass mir die Nacht erleichtern würde? Ich würde so gerne im Liegen stillen und einfach nur andocken müssen aber das funktioniert mit Stillhütchen bei mir leider nicht. Die fallen immer runter und wenn ich einschlafe verschwinden sie im Nirwana. Hat jemand Erfahrung mit den Hütchen und dauerstillen nachts?
-Werde ich die Hütchen vielleicht doch noch los? Er schafft es mittlerweile selten sogar mal ohne Hütchen zu trinken, dockt aber nach 2 Zügen wieder ab und meine Brustwarzen schmerzen dann sehr.
Ich wäre froh um jeden Tipp und jede Erfahrung von euch! Danke!
ich traue mich jetzt auch mal hier um Rat zu Frage, ich hoffe es ist OK einen Thread dafür aufzumachen. Ich lese schon seit der Geburt meines Sohnes vor 5 Monaten hier mit.
Unser Stillstart war relativ schwierig, nach der Geburt wollte der Kleine nicht trinken und ihm wurde am nächsten Tag per Spritze etwas Pre gegeben. Bis eine Schwester mit Stillhütchen kam, mit denen ich immerhin stillen konnte. Zum Glück hat er immer super zugenommen, so dass wir uns deshalb nie sitzen mussten. Jegliche Versuche die Hütchen abzugewöhnen scheiterten und eine Stillberaterin diagnostizierte dann ein zu kurzes Zungenbändchen, welches wir mit 6 Wochen bei einem Chirurgen schneiden ließen.
Leider hat dies die Probleme nicht gelöst, sondern erstmal verschlimmert, da er danach die Brust meist angeschrien hat und ich ihn ein paar Wochen nur direkt nach dem Schlaf anlegen konnte. Immer noch mit Hütchen, die sind wir nicht losgeworden. Die Stillberaterin meinte leider auch zu diesem Zeitpunkt, dass sie bei uns jetzt auch nicht mehr weiter weiß.
Puh und nun zum eigentlichen Problem: mit den Hütchen habe ich mich mittlerweile abgefunden. Nur werden jetzt die Nächte sehr anstrengend bei uns. Wegen den Hütchen kann ich nur im Sitzen stillen, was eigentlich nie so schlimm war, da er so zwischen 2 und 5 mal nachts kam, direkt an die Brust kam und wieder eingeschlafen ist. Es ist nur seit etwa 5 Wochen so, dass der Muckel nachts so 10-12 mal aufwacht und bitterlich weint. Er will oft nicht an die Brust (oder ich bin zu langsam mit hinsetzen und Hütchen aufsetzen, das blöde Ding fällt runter etc.) und lässt sich nicht mehr beruhigen. Erst wenn ich ihn nach einer gefühlten Ewigkeit an die Brust bekomme schläft er wieder ein. Nur um 30-60 min später wieder zu schreien. Ich gehe bald auf dem Zahnfleisch.
-Kann ich darauf hoffen, dass das nur eine Phase ist und er mich vielleicht bald wieder länger schlafen lässt?
-Gibt es etwas, dass mir die Nacht erleichtern würde? Ich würde so gerne im Liegen stillen und einfach nur andocken müssen aber das funktioniert mit Stillhütchen bei mir leider nicht. Die fallen immer runter und wenn ich einschlafe verschwinden sie im Nirwana. Hat jemand Erfahrung mit den Hütchen und dauerstillen nachts?
-Werde ich die Hütchen vielleicht doch noch los? Er schafft es mittlerweile selten sogar mal ohne Hütchen zu trinken, dockt aber nach 2 Zügen wieder ab und meine Brustwarzen schmerzen dann sehr.
Ich wäre froh um jeden Tipp und jede Erfahrung von euch! Danke!
mit F (04/18) und E (05/21)
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Re: Nächtliches Dauerstillen mit Stillhütchen
Ich weiß nicht, ob dir das jetzt hilft, ich hoffe es ein bisschen.
Ich habe meine erste Tochter so ca 2-3 Monate (weiß nicht mehr exakt) mit SH gestillt. Auch nachts und sowieso fast immer nur im Liegen. Wenn die SH abfallen, dann haben sie vielleicht nicht so guten Kontakt zur Haut gehabt oder der Sog vom Baby war noch nicht ab dem ersten Zug fest genug.
Dann habe ich folgendes gemacht:
SH anfeuchten, z.b. mit Milch. Dann kleben die besser.
Damit sie die Brust gut einsaugen konnte, hab ich mich kurz über sie gebeugt und wenn sie fest dran war, konnte ich mich mit ihr umpositionieren.
Und ich habe mir mehrere Stillhütchen gekauft. Erstens seltener Sterilisieren, zweitens weniger im Haus herum rennen und suchen. Wenn du mit "gehen verloren" meinst, dass du sie im Bett nicht finden kannst, dann würde ich echt Reserve auf den Nachtschrank legen.
Ich kenne Mütter, die plötzlich und problemlos irgendwann die Stillhütchen weglassen konnten.
Und welche, die sehr sehr lange problemlos mit Stillhütchen gestillt haben. Wenn du bei ihm keine Schwierigkeiten durch geringe Gewichtszunahme hast, ist das schon mal toll. Denn es kann auch mal anders sein.
So hast du schon mal deswegen keinen Druck, die Stillhütchen loswerden zu wollen und kannst es weiterhin in Ruhe angehen.
Ich habe meine erste Tochter so ca 2-3 Monate (weiß nicht mehr exakt) mit SH gestillt. Auch nachts und sowieso fast immer nur im Liegen. Wenn die SH abfallen, dann haben sie vielleicht nicht so guten Kontakt zur Haut gehabt oder der Sog vom Baby war noch nicht ab dem ersten Zug fest genug.
Dann habe ich folgendes gemacht:
SH anfeuchten, z.b. mit Milch. Dann kleben die besser.
Damit sie die Brust gut einsaugen konnte, hab ich mich kurz über sie gebeugt und wenn sie fest dran war, konnte ich mich mit ihr umpositionieren.
Und ich habe mir mehrere Stillhütchen gekauft. Erstens seltener Sterilisieren, zweitens weniger im Haus herum rennen und suchen. Wenn du mit "gehen verloren" meinst, dass du sie im Bett nicht finden kannst, dann würde ich echt Reserve auf den Nachtschrank legen.
Ich kenne Mütter, die plötzlich und problemlos irgendwann die Stillhütchen weglassen konnten.
Und welche, die sehr sehr lange problemlos mit Stillhütchen gestillt haben. Wenn du bei ihm keine Schwierigkeiten durch geringe Gewichtszunahme hast, ist das schon mal toll. Denn es kann auch mal anders sein.
So hast du schon mal deswegen keinen Druck, die Stillhütchen loswerden zu wollen und kannst es weiterhin in Ruhe angehen.
mit T (2013) und T (2017)
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Re: Nächtliches Dauerstillen mit Stillhütchen
Vielen Dank für die Antwort!
Und mich über ihn zu beugen geht leider im Moment nicht, da er mir so nicht an die Brust geht. Ich muss ganz aufrecht sitzen und ihn in die Wiegehaltung nehmen und dann seinen Mund gleich richtig treffen, sonst schreit er schon richtig und lässt sich nicht mehr anlegen.
Ich werde es aber mal versuchen mich mit ihm hinzulegen wenn er schon dran ist, vielleicht bringt das schon etwas Entspannung.
Ja ich bin sehr froh wegen dem Gewicht und auch dankbar, dass ich überhaupt stillen kann, deswegen habe ich die Dinger auch eigentlich akzeptiert mittlerweile. Auch wenn ich immer noch auf eine Art Wunderheilung hoffe.soda hat geschrieben: 03.10.2018, 21:37 Ich kenne Mütter, die plötzlich und problemlos irgendwann die Stillhütchen weglassen konnten.
Und welche, die sehr sehr lange problemlos mit Stillhütchen gestillt haben. Wenn du bei ihm keine Schwierigkeiten durch geringe Gewichtszunahme hast, ist das schon mal toll. Denn es kann auch mal anders sein.
So hast du schon mal deswegen keinen Druck, die Stillhütchen loswerden zu wollen und kannst es weiterhin in Ruhe angehen.
Ich habe auch mehrere von den Teilen, aber da man sie ja immer nach der Benutzung auswaschen sollte ist es nachts mit 11 Mal stillen natürlich schwierig. Auch noch aufstehen und auswaschen möchte ich gerne vermeiden.soda hat geschrieben: 03.10.2018, 21:37 Und ich habe mir mehrere Stillhütchen gekauft. Erstens seltener Sterilisieren, zweitens weniger im Haus herum rennen und suchen. Wenn du mit "gehen verloren" meinst, dass du sie im Bett nicht finden kannst, dann würde ich echt Reserve auf den Nachtschrank legen.
Das mit dem Anfeuchten muss ich auch immer machen, allerdings halten sie oft trotzdem nicht und bis ich ihn hoch gehoben und angelegt hab, hat er mit dem Arm das Ding schon wieder runter gerissen oder es fällt schon von alleine ab.soda hat geschrieben: 03.10.2018, 21:37 Wenn die SH abfallen, dann haben sie vielleicht nicht so guten Kontakt zur Haut gehabt oder der Sog vom Baby war noch nicht ab dem ersten Zug fest genug.
Dann habe ich folgendes gemacht:
SH anfeuchten, z.b. mit Milch. Dann kleben die besser.
Damit sie die Brust gut einsaugen konnte, hab ich mich kurz über sie gebeugt und wenn sie fest dran war, konnte ich mich mit ihr umpositionieren.
Und mich über ihn zu beugen geht leider im Moment nicht, da er mir so nicht an die Brust geht. Ich muss ganz aufrecht sitzen und ihn in die Wiegehaltung nehmen und dann seinen Mund gleich richtig treffen, sonst schreit er schon richtig und lässt sich nicht mehr anlegen.
Ich werde es aber mal versuchen mich mit ihm hinzulegen wenn er schon dran ist, vielleicht bringt das schon etwas Entspannung.
- soda
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Re: Nächtliches Dauerstillen mit Stillhütchen
Ähm. Ich hoffe, eine Stillmoderatorin korrigiert mich nötigenfalls. Aber nach jeder Benutzung auswaschen hab ich in den ersten Tagen gemacht und solange ich wunde Brustwarzen hatte. Ansonsten ist das glaube ich nicht nötig.
Wenn du in der Nacht elf mal stillst, hat die Milch in den Pausen doch gar keine Zeit, schlecht zu werden
Wenn du in der Nacht elf mal stillst, hat die Milch in den Pausen doch gar keine Zeit, schlecht zu werden
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Re: Nächtliches Dauerstillen mit Stillhütchen
Ach so natürlich muß man die spülen. Aber für dieselbe Nacht im selben Bett kann man vielleicht eine praktikable Kompromisslösung finden. Vielleicht müssen es ja nicht elf Stück sein. (Im übrigen hast du mein Mitgefühl. Das klingt sehr anstrengend!)
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Re: Nächtliches Dauerstillen mit Stillhütchen
Danke! Das würde mich echt mal interessieren. Abgepumpte Milch hält sich ja auch etwas bei Raumtemperatur ohne schlecht zu werden...
Ich benutze so 3-4 mal das gleiche Hütchen, habe 5 Stück und muss so zumindest nicht mehr Spülen gehen, das habe ich anfangs noch gemacht, als die Nächte noch etwas entspannter waren
Ich benutze so 3-4 mal das gleiche Hütchen, habe 5 Stück und muss so zumindest nicht mehr Spülen gehen, das habe ich anfangs noch gemacht, als die Nächte noch etwas entspannter waren
mit F (04/18) und E (05/21)
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Mumpismom
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Re: Nächtliches Dauerstillen mit Stillhütchen
Stülpst du sie schön am Ansatz um bevor du sie draufmachst? Das hat mir geholfen, und trotzdem schön in Ruhe draufmachen, auch bei Gebrüll, die Sekunde fürs Umstülpen muss sein. Habe auch nachts damit gestillt, allerdings im Liegen. Hat auch nicht direkt am Anfang funktioniert, aber nach und nach gings. Und die Hütchen hab ich auch nie geglaubt loszuwerden, aber hab dann immer mal ohne probiert, erst gabs natürlich riesen Theater, dann gings nur kurz und wenn ich die Brustwarze vorgeformt habe bzw die Brust in der Breite zusammengedrückt, den Sandwichgriff, und inzwischen sind wir die Dinger los.
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Mama89
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Re: Nächtliches Dauerstillen mit Stillhütchen
Also ich stille auch mit stillhütchen und auch nur im sitzen. Was mir hilft: im sitzen schlafen und entspannt bleiben und die nächtlichen Unterbrechungen nicht zählen. Klingt doof mit dem nicht zählen hat mir aber ganz doll geholfen. Jetzt zähle ich nur noch mit wenn die Nacht gut war.
Mit Wirbelwind 06/13, Mäuschen 11/17, Gummibärchen 9/21, zwei Kaninchen und bestem Ehemann der Welt!
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Mama89
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Re: Nächtliches Dauerstillen mit Stillhütchen
Und was bei uns gegen das häufige aufwachen meistens sehr gut hilft ist tagsüber viel im Tragetuch tragen. Dann ist die Nacht viel ruhiger.
Mit Wirbelwind 06/13, Mäuschen 11/17, Gummibärchen 9/21, zwei Kaninchen und bestem Ehemann der Welt!
- Springerle
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Re: Nächtliches Dauerstillen mit Stillhütchen
Danke für die Antwort!
das ist ein super Tipp. Ich versuche sonst auch nicht zu zählen, habe nur so im Nachhinein rekonstruiert, weil es so oft war. Kannst du im Sitzen schlafen? Wie machst du das, mit vielen Kissen?
Das mit dem Tuch beobachte ich, danke für den Anstoß. Habe ihn in letzter Zeit tatsächlich weniger drin, früher eigentlich den ganzen Tag, aber mittlerweile ist er auch liegend mehr zufrieden.
Das mit dem Tuch beobachte ich, danke für den Anstoß. Habe ihn in letzter Zeit tatsächlich weniger drin, früher eigentlich den ganzen Tag, aber mittlerweile ist er auch liegend mehr zufrieden.
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