Kurze Nächte
Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind
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Elchkaefer
Kurze Nächte
Hallo ihr Lieben,
ich brauche dringend Rat. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Unser Sohn ist jetzt fast 9.5 Monate und wiegt 9.3 kg bei ca. 77cm. Nach dem 4. Monat haben wir langsam Beikost eingeführt, retrospektiv vllt. zu früh.
Er isst in 99% der Fälle max. eine halbe Portion, egal welchen Brei. Anfangs öffnet er noch den Mund und scheint Appetit zu haben, aber dann ist das Essen immer mit viel Rülpsen verbunden und er wird währenddessen hibbelig, manchmal jammert er auch. Außerdem will er immer dazu trinken, manchmal als hätte er einen Brand.
Stattdessen kommt er dann nachts alle 1-1,5 Stunden und will an die Brust; manchmal nur nuckeln, meist aber tatsächlich stillen. So ungefähr läuft der Tag
7-8: Aufstehen, zum Frühstück 3 Löffel OGB
9-10: Einschlafstillen (will keinen Brei)
12-13 Uhr: Mittagsbrei halbe Portion
14-15: Einschlafstillen
18-19 Uhr: Milchbrei halbe Portion
20: Einschlafstillen
21.45: 1.Mal wieder "auf Brustsuche", manchmal durch streicheln noch auffangbar
23.45: 2.Mal, dann bis morgens wie beschrieben stillen, ab ca 4.30 bis 6 dann halbstündlich.
Auf ärztliches Anraten ("eher ein pädagogisches Problem, zuviel Stillen, bitte weniger stillen, mehr Brei") habe ich das Nachmittagsstillen mal ausgelassen, aber selbst die lange Pause führte zu keiner größeren Essmenge.
Ich stille ihn gerne und habe von anfänglichem Zufüttern über Pumpen bis Zungenbändcheneingriff alles dafür getan, das wir zum Vollstillen kamen. Aber ich wollte nicht unbedingt Langzeitstillen, zumindest nicht tagsüber außer dem Einschlafen. Inzwischen würde ich ihn tagsüber auch wieder stillen, um nachts mal länger zu schlafen, aber das klappt gar nicht. Er ist dann zu abgelenkt und "macht nicht mit", auch nicht, wenn ich mich zurückziehe.
Der Schlafmangel macht mich total fertig! Am Anfang musste ich ihn wecken zum Stillen wg.leichter Gelbsucht und Gewichtsabnahme. Drei Wochen lang liefen die Nächte dann super, mit 2-3 mal stillen nachts. Jetzt wieder seit Monaten diese schlimmen Nächte. Ich bin sooo müde, mein Hirn funktioniert so langsam, mir ist oft schwindelig. Außerdem kann ich mich bei der Arbeit (2 Nachmittage) schlecht konzentrieren. Vormittags bin ich nur ein Zombie, ich werde dem Kleinen gar nicht gerecht. Nach meinem Gefühl bräuchte ich echt mal wieder mind. 4 Stunden Schlaf am Stück
Habt ihr Ideen für mich? Soll ich das Einschlafstillen abgewöhnen? Aber wie bekomme ich ihn dann tags zum stillen? Soll ich tags gar nicht stillen, damit er mehr Hunger hat? Andererseits soll man doch stillen, solange die Mahlzeit nicht ersetzt ist. Viele sagen, ich soll ihn nachts nicht mehr stillen, aber ich kann ihn doch nicht weinen lassen?
Bitte entschuldigt die evtl. Kargheit des Textes. Ich liebe meinen Sohn, aber bin einfach sehr müde.
Und danke, dass ihr solch lange Texte überhaupt lest!
ich brauche dringend Rat. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Unser Sohn ist jetzt fast 9.5 Monate und wiegt 9.3 kg bei ca. 77cm. Nach dem 4. Monat haben wir langsam Beikost eingeführt, retrospektiv vllt. zu früh.
Er isst in 99% der Fälle max. eine halbe Portion, egal welchen Brei. Anfangs öffnet er noch den Mund und scheint Appetit zu haben, aber dann ist das Essen immer mit viel Rülpsen verbunden und er wird währenddessen hibbelig, manchmal jammert er auch. Außerdem will er immer dazu trinken, manchmal als hätte er einen Brand.
Stattdessen kommt er dann nachts alle 1-1,5 Stunden und will an die Brust; manchmal nur nuckeln, meist aber tatsächlich stillen. So ungefähr läuft der Tag
7-8: Aufstehen, zum Frühstück 3 Löffel OGB
9-10: Einschlafstillen (will keinen Brei)
12-13 Uhr: Mittagsbrei halbe Portion
14-15: Einschlafstillen
18-19 Uhr: Milchbrei halbe Portion
20: Einschlafstillen
21.45: 1.Mal wieder "auf Brustsuche", manchmal durch streicheln noch auffangbar
23.45: 2.Mal, dann bis morgens wie beschrieben stillen, ab ca 4.30 bis 6 dann halbstündlich.
Auf ärztliches Anraten ("eher ein pädagogisches Problem, zuviel Stillen, bitte weniger stillen, mehr Brei") habe ich das Nachmittagsstillen mal ausgelassen, aber selbst die lange Pause führte zu keiner größeren Essmenge.
Ich stille ihn gerne und habe von anfänglichem Zufüttern über Pumpen bis Zungenbändcheneingriff alles dafür getan, das wir zum Vollstillen kamen. Aber ich wollte nicht unbedingt Langzeitstillen, zumindest nicht tagsüber außer dem Einschlafen. Inzwischen würde ich ihn tagsüber auch wieder stillen, um nachts mal länger zu schlafen, aber das klappt gar nicht. Er ist dann zu abgelenkt und "macht nicht mit", auch nicht, wenn ich mich zurückziehe.
Der Schlafmangel macht mich total fertig! Am Anfang musste ich ihn wecken zum Stillen wg.leichter Gelbsucht und Gewichtsabnahme. Drei Wochen lang liefen die Nächte dann super, mit 2-3 mal stillen nachts. Jetzt wieder seit Monaten diese schlimmen Nächte. Ich bin sooo müde, mein Hirn funktioniert so langsam, mir ist oft schwindelig. Außerdem kann ich mich bei der Arbeit (2 Nachmittage) schlecht konzentrieren. Vormittags bin ich nur ein Zombie, ich werde dem Kleinen gar nicht gerecht. Nach meinem Gefühl bräuchte ich echt mal wieder mind. 4 Stunden Schlaf am Stück
Habt ihr Ideen für mich? Soll ich das Einschlafstillen abgewöhnen? Aber wie bekomme ich ihn dann tags zum stillen? Soll ich tags gar nicht stillen, damit er mehr Hunger hat? Andererseits soll man doch stillen, solange die Mahlzeit nicht ersetzt ist. Viele sagen, ich soll ihn nachts nicht mehr stillen, aber ich kann ihn doch nicht weinen lassen?
Bitte entschuldigt die evtl. Kargheit des Textes. Ich liebe meinen Sohn, aber bin einfach sehr müde.
Und danke, dass ihr solch lange Texte überhaupt lest!
- sanilii
- Power-SuTler
- Beiträge: 6307
- Registriert: 30.10.2016, 20:19
- Wohnort: Oberfranken
Re: Kurze Nächte
Das hört sich sehr anstrengend für dich an.
Ich bilde mir ein, ich lese ein bisschen Frustration ob des wenigen Essens raus? Vllt kannst du versuchen, dich in der Hinsicht auch etwas zu entspannen und es anzunehmen wie es ist. Der unsichtbare Druck macht oft ganz schön zu schaffen.
Wie stillt ihr denn nachts? Evtl ließe sich da auch noch was optimieren? (Bärchen trinkt nachts ähnlich oft, fällt dank Co-Sleeping und Hormonen nur fast nicht auf, er bekommt die Brust und wir schlafen beide nach 10 Sekunden maximal weiter).
Ich bilde mir ein, ich lese ein bisschen Frustration ob des wenigen Essens raus? Vllt kannst du versuchen, dich in der Hinsicht auch etwas zu entspannen und es anzunehmen wie es ist. Der unsichtbare Druck macht oft ganz schön zu schaffen.
Wie stillt ihr denn nachts? Evtl ließe sich da auch noch was optimieren? (Bärchen trinkt nachts ähnlich oft, fällt dank Co-Sleeping und Hormonen nur fast nicht auf, er bekommt die Brust und wir schlafen beide nach 10 Sekunden maximal weiter).
Sonja mit Bärchen *4/17 und kleiner Hummel *9/20
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Seifenblasenfrau
- SuT-Legende
- Beiträge: 9629
- Registriert: 06.11.2015, 11:59
Re: Kurze Nächte
Wenn ich das richtig lese, stillt ihr tags noch drei Mal. Ich könnte mir vorstellen, dass er lieber deutlich öfter stillen würde tagsüber und dies dann nachts kompensiert.
Die Große 08/15
Der Mittlere 04/18
Der Kleine 09/22
Der Mittlere 04/18
Der Kleine 09/22
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Lösche Benutzer 25726
Re: Kurze Nächte
Elchkäfer, das klingt sehr anstrengend!
Ich sehe das aber wie sanilii. Nächtliches Stillen ist nur halb so nervig, wenn man dabei einfach weiterschlafen kann!! Vielleicht lässt sich an eurer Schlafsituation noch was optimieren.
Und was mir noch aufgefallen ist, du schreibst, er bekommt nur Brei. Vielleicht magst du mal probieren, ihm was festes anzubieten. Nicht, dass er dann zwangsläufig mehr isst. Aber vielleicht, wenn er ein bisschen mit Brot/Nudeln/Kartoffeln etc. matschen darf, wird so sein Interesse am Essen geweckt?
Ich lass dir solidarische Grüße da und wünsche eine ruhige Nacht
Ich sehe das aber wie sanilii. Nächtliches Stillen ist nur halb so nervig, wenn man dabei einfach weiterschlafen kann!! Vielleicht lässt sich an eurer Schlafsituation noch was optimieren.
Und was mir noch aufgefallen ist, du schreibst, er bekommt nur Brei. Vielleicht magst du mal probieren, ihm was festes anzubieten. Nicht, dass er dann zwangsläufig mehr isst. Aber vielleicht, wenn er ein bisschen mit Brot/Nudeln/Kartoffeln etc. matschen darf, wird so sein Interesse am Essen geweckt?
Ich lass dir solidarische Grüße da und wünsche eine ruhige Nacht
- IdieNubren
- Prof. Dr. SuT
- Beiträge: 7407
- Registriert: 01.10.2016, 15:22
- Wohnort: Franken
Re: Kurze Nächte
Erstmal nen lieben Drücker für dich ((( ))) du liest dich erschlöpft.
Was mir als erstes auffällt: dein Kind isst keine „halbe portionen“ sondern genau die richtige Portion sie für ihn passt
(und nicht eine willkürliche Menge die Herr Hipp in ein Glas abfüllt) das ist toll! Dein Sohn weis wie viel Brei er verträgt und was er braucht, der Rest - und zwar der überwiegende Teil - bekommt er von der Muttermilch. Wenn du nicht willst, musst du keine Milchmahlzeitrn ersetzen sondern kannst den Brei als „BEIkost“ sehen der das stillen ergänzt. Dein Sohn ist ja noch sehr jung.
Kannst du ihn liegen stillen? Das war mit Kind 2 echt ne Offenbarung! Und mitschlafen tagsüber? Einschlafstilleb ist was tolles und unter einem Jahr braucht ein Säugling einfach viel Milch.
Was mir als erstes auffällt: dein Kind isst keine „halbe portionen“ sondern genau die richtige Portion sie für ihn passt
Kannst du ihn liegen stillen? Das war mit Kind 2 echt ne Offenbarung! Und mitschlafen tagsüber? Einschlafstilleb ist was tolles und unter einem Jahr braucht ein Säugling einfach viel Milch.
Idie mit (06/16), (04/18) und (09/20)
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carol
- gut eingelebt
- Beiträge: 40
- Registriert: 11.02.2015, 09:20
Re: Kurze Nächte
Ich fühle mit dir -mir geht es gerade ähnlich 
Die Ess-Situation sehe ich etwas entspannter,da Kind 1 im ersten Jahr gaaaar nichts gegessen hat und die Kleine im Vergleich zu ihm ein guter Esser ist...Ich bin auf Langzeitstillen eingestellt;) Aber klar,wenn du das so eigentlich nicht willst,ist das natürlich auch belastend. Bei uns glaube ich jedenfalls nicht,dass das schlechte Schlafen mit dem schlechten Essen tagsüber zusammenhängt.Unsere Maus schläft auch bei uns im Bett,ich muss also auch nur andocken und könnte theoretisch weiterschlafen,aber wenn man dann alle 30 min geweckt wird ist das eben auch nicht wirklich erholsam.mhm,ich harre also aus und warte mal was hier noch für Tipps kommen
Die Ess-Situation sehe ich etwas entspannter,da Kind 1 im ersten Jahr gaaaar nichts gegessen hat und die Kleine im Vergleich zu ihm ein guter Esser ist...Ich bin auf Langzeitstillen eingestellt;) Aber klar,wenn du das so eigentlich nicht willst,ist das natürlich auch belastend. Bei uns glaube ich jedenfalls nicht,dass das schlechte Schlafen mit dem schlechten Essen tagsüber zusammenhängt.Unsere Maus schläft auch bei uns im Bett,ich muss also auch nur andocken und könnte theoretisch weiterschlafen,aber wenn man dann alle 30 min geweckt wird ist das eben auch nicht wirklich erholsam.mhm,ich harre also aus und warte mal was hier noch für Tipps kommen
Großer Bub (10/12)& kleines Mädchen (11/17)
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Ninalein
Re: Kurze Nächte
Hallo Elchkaefer,
wollte Dir auch mal solidarische Grüße dalassen. Sohnemann ist etwas älter als Dein Knirps und ich wäre froh, wenn er so viel wie Deiner essen würde
Bei uns hat es sich aber tatsächlich verbessert, seit er unser Essen mitisst. Wir zweigen mittlerweile vor dem Salzen einfach ein wenig ab. Es muss dann auf meinem Teller liegen und er will auf meinen oder Papas Schoß zum Füttern. Tja, was will man machen
Bei ihm kommt übrigens jetzt erst das Interesse am Essen. Vielleicht braucht Dein Baby auch noch ein bißchen? Heute Morgen hat es bei uns auch nur für 3 Löffel Banane mit Joghurt und Mandelmus gereicht. Ich versuche auch, entspannt zu bleiben.
In der Nacht kommt meiner- völlig unabhängig von der Stillmenge tagsüber- ca. 3-10 mal. Ich gehöre nicht zu den Glücklichen, die beim Stillen weiterschlafen können, aber alleine durch das Stillen im Liegen und dabei etwas dösen ist es eigentlich sehr entspannt und ich fühle mich auch nicht so müde. Evtl könnt Ihr an Deiner Stillposition noch etwas feilen?
Drück Dich und wünsche Dir bald wieder ruhigere Nächte!
wollte Dir auch mal solidarische Grüße dalassen. Sohnemann ist etwas älter als Dein Knirps und ich wäre froh, wenn er so viel wie Deiner essen würde
Bei uns hat es sich aber tatsächlich verbessert, seit er unser Essen mitisst. Wir zweigen mittlerweile vor dem Salzen einfach ein wenig ab. Es muss dann auf meinem Teller liegen und er will auf meinen oder Papas Schoß zum Füttern. Tja, was will man machen
In der Nacht kommt meiner- völlig unabhängig von der Stillmenge tagsüber- ca. 3-10 mal. Ich gehöre nicht zu den Glücklichen, die beim Stillen weiterschlafen können, aber alleine durch das Stillen im Liegen und dabei etwas dösen ist es eigentlich sehr entspannt und ich fühle mich auch nicht so müde. Evtl könnt Ihr an Deiner Stillposition noch etwas feilen?
Drück Dich und wünsche Dir bald wieder ruhigere Nächte!
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Mama89
- möchten wir nicht mehr missen
- Beiträge: 295
- Registriert: 13.06.2018, 06:38
Re: Kurze Nächte
Was bei uns immer stark auffällt ist das mäuschen nachts wesentlich besser schläft wenn sie tagsüber im Tragetuch geschlafen hat. Versucht doch ein Schläfchen ins Tuch zu verlegen falls ihr dass noch nicht macht. Dann muss nachts vielleicht nicht mehr so viel Liebe getankt werden. Hilft bei uns Wunder.
Mit Wirbelwind 06/13, Mäuschen 11/17, Gummibärchen 9/21, zwei Kaninchen und bestem Ehemann der Welt!
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pqr
- SuT-Legende
- Beiträge: 8947
- Registriert: 16.08.2015, 17:38
Re: Kurze Nächte
Hallo
Ich denke, dass der Einfluß der Breimenge auf den Schlaf kaum einen Einfluß hat bzw. dass der Einfluß massiv überschätzt wird.
Die beschreibenen Breimengen erscheinen mir normal, nicht wenig, mein Sohn aß pro Mahlzeit nie mehr als 70 g Brei, meine Tochter noch weniger.
Ich denke auch nicht, dass es irgendeine positive Wirkung hat, das Einschlafstillen abzuschaffen.
Ich denke, dass der Einfluß der Breimenge auf den Schlaf kaum einen Einfluß hat bzw. dass der Einfluß massiv überschätzt wird.
Die beschreibenen Breimengen erscheinen mir normal, nicht wenig, mein Sohn aß pro Mahlzeit nie mehr als 70 g Brei, meine Tochter noch weniger.
Ich denke auch nicht, dass es irgendeine positive Wirkung hat, das Einschlafstillen abzuschaffen.
Viele Grüße
pqr
pqr mit Mini 04/2015
und Mini2 12/2017
pqr
pqr mit Mini 04/2015
und Mini2 12/2017
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carol
- gut eingelebt
- Beiträge: 40
- Registriert: 11.02.2015, 09:20
Re: Kurze Nächte
Meine Maus ist auch 11/17 geboren und hat 10,5 kg.
Ich schaffe das in der Trage kaum noch und bin dann einfach fix und fertig wenn ich sie getragen habe.Oder legst/setzst du dich dann einfach mit hin ?
Ich schaffe das in der Trage kaum noch und bin dann einfach fix und fertig wenn ich sie getragen habe.Oder legst/setzst du dich dann einfach mit hin ?
Großer Bub (10/12)& kleines Mädchen (11/17)