Unsicherheit im Umgang mit Neugeborenem
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- Nana
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Unsicherheit im Umgang mit Neugeborenem
Hallo liebes Forum,
Ich frage gerade als wäre es mein erstes Kind, eigentlich weiß ich eh wie es läuft, aber ich bin unsicher.
Babylein ist 13 Tage alt, ist am liebsten auf mir, schlafend ablegen ist meistens ein Garant dafür, dass er in den nächsten 3 Minuten aufwacht. Selten schläft er weiter. Nachts sind wir alle 45-60 Minuten wach, ich stille jedes Mal. Tagsüber der gleiche Abstand.
Die Zunahme ist gut.
Manchmal wacht er auf, drückt herum und hat scheinbar mit der Verdauung zu kämpfen. Vielleicht könnte ich abwarten und versuchen ob sich das irgendwie löst, aber zum Frieden aller lege ich ihn zumindest nachts gleich direkt an. Somit kommen wir auf die hohe Häufigkeit. Ist das zu oft?
Dann denke ich mir, wenn er trinkt, wirds schon stimmen, oder!?
Ich hatte erst die wunderbare gelassene Ansicht, dass das eben so ist mit einem Neugeborenen. Aber meine Mitmenschen verunsichern mich. Ich bekomme Mitleid, wenn ich erzähle wie es gerade bei uns ist.
Ich beginne zu zweifeln, denn beim Großen hat sich das alles noch mehr gesteigert, er war ein Schreibaby, High-need-baby, wie auch immer man dazu sagen will.
Natürlich will ich mir das nicht “Heranzüchten“.
Ihr merkt wahrscheinlich, ich schreibe hin und her. So geht's mir grad. Könnt ihr mir helfen wieder von der Unsicherheit weg zu kommen?
Ich frage gerade als wäre es mein erstes Kind, eigentlich weiß ich eh wie es läuft, aber ich bin unsicher.
Babylein ist 13 Tage alt, ist am liebsten auf mir, schlafend ablegen ist meistens ein Garant dafür, dass er in den nächsten 3 Minuten aufwacht. Selten schläft er weiter. Nachts sind wir alle 45-60 Minuten wach, ich stille jedes Mal. Tagsüber der gleiche Abstand.
Die Zunahme ist gut.
Manchmal wacht er auf, drückt herum und hat scheinbar mit der Verdauung zu kämpfen. Vielleicht könnte ich abwarten und versuchen ob sich das irgendwie löst, aber zum Frieden aller lege ich ihn zumindest nachts gleich direkt an. Somit kommen wir auf die hohe Häufigkeit. Ist das zu oft?
Dann denke ich mir, wenn er trinkt, wirds schon stimmen, oder!?
Ich hatte erst die wunderbare gelassene Ansicht, dass das eben so ist mit einem Neugeborenen. Aber meine Mitmenschen verunsichern mich. Ich bekomme Mitleid, wenn ich erzähle wie es gerade bei uns ist.
Ich beginne zu zweifeln, denn beim Großen hat sich das alles noch mehr gesteigert, er war ein Schreibaby, High-need-baby, wie auch immer man dazu sagen will.
Natürlich will ich mir das nicht “Heranzüchten“.
Ihr merkt wahrscheinlich, ich schreibe hin und her. So geht's mir grad. Könnt ihr mir helfen wieder von der Unsicherheit weg zu kommen?
Mit Löwenbär 7/2013
Und Pünktchen 8/2018
Und Pünktchen 8/2018
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Zimt
- hat viel zu erzählen
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Re: Unsicherheit im Umgang mit Neugeborenem
13 Tage alt, da ist alles noch so winzig- auch der Magen.
Das Baby kann noch gar keine riesigen Portionen aufnehmen, die es lange speichern könnte. Es muss viele kleine Portiönchen trinken, zumal Muttermilch ja auch nicht so lange vorhält.
Außerdem muss es ankommen in der Welt, Nähe tanken, Geborgenheit bekommen, Bindung aufbauen. Stillen bedeutet all das.
Außerdem sind sein Rhythmus und der der Welt da draußen noch nicht synchron. Tag, Nacht? Für so ein kleines Wesen hat das noch gar keine Bedeutung.
Wenn die Zunahme gut ist, dann macht ihr doch alles richtig. Am Anfang ist es eben so. Lass dich nicht kirre machen.
Heranzüchten kannst du dir da nichts. Da ist viel Charaktersache. Aber wenn dein Baby lernt, dass da jemand ist, dem es wichtig ist, der es liebt und seine Bedürfnisse achtet, dann muss es viel weniger Angst haben als eines, das eben dies nicht lernt. Es lernt, dass es geborgen ist. Das ist die beste Prävention, die du machen kannst gegen Stress.
Das Baby kann noch gar keine riesigen Portionen aufnehmen, die es lange speichern könnte. Es muss viele kleine Portiönchen trinken, zumal Muttermilch ja auch nicht so lange vorhält.
Außerdem muss es ankommen in der Welt, Nähe tanken, Geborgenheit bekommen, Bindung aufbauen. Stillen bedeutet all das.
Außerdem sind sein Rhythmus und der der Welt da draußen noch nicht synchron. Tag, Nacht? Für so ein kleines Wesen hat das noch gar keine Bedeutung.
Wenn die Zunahme gut ist, dann macht ihr doch alles richtig. Am Anfang ist es eben so. Lass dich nicht kirre machen.
Heranzüchten kannst du dir da nichts. Da ist viel Charaktersache. Aber wenn dein Baby lernt, dass da jemand ist, dem es wichtig ist, der es liebt und seine Bedürfnisse achtet, dann muss es viel weniger Angst haben als eines, das eben dies nicht lernt. Es lernt, dass es geborgen ist. Das ist die beste Prävention, die du machen kannst gegen Stress.
Mit Naschbär (10/2017), Blaubär (3/2021), Mann und Katzen unterwegs
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Mondenkind
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- Registriert: 25.09.2008, 17:33
Re: Unsicherheit im Umgang mit Neugeborenem
Vielleicht hilft es deinem Baby, wenn du es zwischendurch mal abhälst? Oft werden Babys unruhig, wenn sie mal müssen.
Ansonsten klingt das für mich alles auch total normal. Aber klar ist es verunsichernd, wenn sich so viel einmischen, die keine Vorstellung vom normalen Verhalten eines Neugeborenen haben.
Ein high-need-Baby "heranzüchten" tust du sicher nicht, im Gegenteil. Du machst es völlig richtig.
Ansonsten klingt das für mich alles auch total normal. Aber klar ist es verunsichernd, wenn sich so viel einmischen, die keine Vorstellung vom normalen Verhalten eines Neugeborenen haben.
Ein high-need-Baby "heranzüchten" tust du sicher nicht, im Gegenteil. Du machst es völlig richtig.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
Sei ein Mensch! M. Reif
Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
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Februarmama
- möchten wir nicht mehr missen
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- Registriert: 01.04.2018, 21:47
Re: Unsicherheit im Umgang mit Neugeborenem
Liebe Nana, ich habe meine Tochter in deiner Beschreibung eins zu eins wiedererkannt- ablegen ging überhaupt nicht und sie schlief nachts entweder auf meinem oder Papas Bauch.
Wenn sie Körperkontakt hatte und oft stillen durfte war ihre Welt in Ordnung- jetzt ist sie 6 Monate alt und liegt nachts immernoch am liebsten ganz nah bei mir, kann aber auch schon stundenlang alleine im Bett schlafen wenn wir noch auf dem Sofa sitzen und ist das entspannteste Baby aller Zeiten- 99,9% der Zeit glücklich und zufrieden- wirklich das Gegenteil von einem „verwöhnten“ Baby welches mir anfangs auch prophezeit wurde...
Wenn sie Körperkontakt hatte und oft stillen durfte war ihre Welt in Ordnung- jetzt ist sie 6 Monate alt und liegt nachts immernoch am liebsten ganz nah bei mir, kann aber auch schon stundenlang alleine im Bett schlafen wenn wir noch auf dem Sofa sitzen und ist das entspannteste Baby aller Zeiten- 99,9% der Zeit glücklich und zufrieden- wirklich das Gegenteil von einem „verwöhnten“ Baby welches mir anfangs auch prophezeit wurde...
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08u11
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3349
- Registriert: 17.09.2012, 16:14
Re: Unsicherheit im Umgang mit Neugeborenem
Hallo Nana,
herzlichen Glückwunsch erst einmal. Und unterschreib: heranzüchten tust Du da gar nichts.
Was Du aber gar nicht geschrieben hast: Wie geht es Dir denn? Wenn es für Dich passt, ist alles okay. Wenn es Dir zu viel wird, finde ich es durchaus legitim, das Kleine auch mal dem Papa, der Oma oder sont einer Person Deines Vertrauens in die Hand zu drücken und selbst mal zwei Stunden richtig zu schlafen. Aber nur damit Du nicht schlapp machst
herzlichen Glückwunsch erst einmal. Und unterschreib: heranzüchten tust Du da gar nichts.
Was Du aber gar nicht geschrieben hast: Wie geht es Dir denn? Wenn es für Dich passt, ist alles okay. Wenn es Dir zu viel wird, finde ich es durchaus legitim, das Kleine auch mal dem Papa, der Oma oder sont einer Person Deines Vertrauens in die Hand zu drücken und selbst mal zwei Stunden richtig zu schlafen. Aber nur damit Du nicht schlapp machst
Nina mit A. (11/2008), J. (03/2011), Minimaus (28/01/15), Babyzwerg (15/02/2019) und Weihnachtsengel im Herzen (Januar 2018, 10. Woche)
- Larala
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3646
- Registriert: 10.02.2017, 11:56
- Wohnort: Niederlande
Re: Unsicherheit im Umgang mit Neugeborenem
Herzlichen Glückwunsch!
Versuch mal auf Nachfragen, wie es dir geht, nicht zu antworten "er wacht halt ständig nachts auf", sondern "das Stillen klappt super, er trinkt und gedeiht, dass es eine wahre Freude ist". Und wenn Leute fragen, wie die Nächte sind, sagst du: "Wir sind nachts nie lange wach". Ich würde prophezeihen, dass du dann direkt weniger Mitleid und stattdessen mehr positive Kommentare aus deinem Umfeld erhältst. Ausheulen, wie anstrengend alles gerade ist, darfst du dich natürlich jederzeit im SuT oder bei ausgewählten Personen, von denen du weißt, dass sie dir den Rücken stärken anstatt dich zu verunsichern
(Bitte nicht falsch verstehen. Ich meine keinesfalls, dass die Kommentare aus deinem Umfeld deine Schuld wären. Aber oft spiegeln einem die Leute die eigene Stimmung, und dann kann etwas gespielte Selbstsicherheit und Optimismus helfen, um ermutigende Antworten zu bekommen.)
Versuch mal auf Nachfragen, wie es dir geht, nicht zu antworten "er wacht halt ständig nachts auf", sondern "das Stillen klappt super, er trinkt und gedeiht, dass es eine wahre Freude ist". Und wenn Leute fragen, wie die Nächte sind, sagst du: "Wir sind nachts nie lange wach". Ich würde prophezeihen, dass du dann direkt weniger Mitleid und stattdessen mehr positive Kommentare aus deinem Umfeld erhältst. Ausheulen, wie anstrengend alles gerade ist, darfst du dich natürlich jederzeit im SuT oder bei ausgewählten Personen, von denen du weißt, dass sie dir den Rücken stärken anstatt dich zu verunsichern
(Bitte nicht falsch verstehen. Ich meine keinesfalls, dass die Kommentare aus deinem Umfeld deine Schuld wären. Aber oft spiegeln einem die Leute die eigene Stimmung, und dann kann etwas gespielte Selbstsicherheit und Optimismus helfen, um ermutigende Antworten zu bekommen.)
mit der Ritterin vom "Ni" 5/17
- Nana
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 890
- Registriert: 25.11.2013, 20:49
- Wohnort: Österreich
Re: Unsicherheit im Umgang mit Neugeborenem
Ich wusste, auf euch ist Verlass!
Danke euch, genau solche Kommentare habe ich gebraucht.
Ich weiß das ja eigentlich eh alles, ich dachte auch, dass ich Gelassenheit ausstrahle und Berichte wie es uns geht nicht als “Jammerei“ äußere. Aber ich werde alles noch positiver verpacken, das ist bestimmt ein guter Tipp.
Wie es mir geht... wirklich ganz gut, ich denke ja eigentlich tief drinnen eh, dass alles so richtig ist. Die Menschen gehen eben von sich aus und finden es unvorstellbar, nachts so oft wach zu sein. Gerade die ältere Generation, als die Kinder nachts wenn überhaupt nur Wasser oder Tee bekommen haben. Ich hatte dieses dicke Fell schon beim großen Sohn. Das muss ich mir wieder zulegen! Oder manchen Menschen nicht so genau berichten.
Danke euch!
Danke euch, genau solche Kommentare habe ich gebraucht.
Ich weiß das ja eigentlich eh alles, ich dachte auch, dass ich Gelassenheit ausstrahle und Berichte wie es uns geht nicht als “Jammerei“ äußere. Aber ich werde alles noch positiver verpacken, das ist bestimmt ein guter Tipp.
Wie es mir geht... wirklich ganz gut, ich denke ja eigentlich tief drinnen eh, dass alles so richtig ist. Die Menschen gehen eben von sich aus und finden es unvorstellbar, nachts so oft wach zu sein. Gerade die ältere Generation, als die Kinder nachts wenn überhaupt nur Wasser oder Tee bekommen haben. Ich hatte dieses dicke Fell schon beim großen Sohn. Das muss ich mir wieder zulegen! Oder manchen Menschen nicht so genau berichten.
Danke euch!
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Und Pünktchen 8/2018
Und Pünktchen 8/2018
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AliceLöwenzahn
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- Registriert: 04.12.2017, 21:49
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Re: Unsicherheit im Umgang mit Neugeborenem
Herzlichen Glückwunsch zu deinem Baby. Mein erstes Baby hat sich auch so oft gemeldet. Da mich die Reaktion der Leute auch genervt haben war meine Antwort immer dass ich wunderbar schlafe da ich schlafen und stillen gleichzeitig kann. Woher soll man wissen wie oft man stillt wenn man dabei gemütlich liegt und schlummert
Als mein Sohn mit 8 Monaten nachts immer noch stündlich nach Frau Milch gerufen hat wurde es mir dann zu viel aber mit Papas Hilfe ließ sich das schnell ändern. Du machst alles richtig
Alles Gute euch!
Alles Gute euch!
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