ich versuche mal meine wirren Gedanken zu sortieren, mal gucken ob das klappt und mir jemand dazu helfen kann.
Meine Vermutung ist, dass ich einen zu starken Milchspendereflex habe. Als meine Kleine etwa 3 1/2 Wochen alt war fing es an, dass sie sich immer wieder von der Brust beim trinken löst, nachdem sie angesaugt hat und das schlucken los ging. Ich konnte gut sehen, dass sich ihre Augenbrauen zusammenzogen und sie unzufrieden war. Sie hat immer abgedockt und ich sie wieder angedockt. Mit der Zeit steigert sich dann ihre Unzufriedenheit und sie fängt an zu schreien. Sie verschluckt sich beim trinken, hustet und die Milch läuft ihr dann wieder aus dem Mund raus. Nachts, bzw wenn sie noch schläfrig ist, klappt es mit dem trinken meist ruhig und problemlos. Wenn sie zu wach ist, gibt es das oben beschriebene Problem.
Was mich aber verwirrt: meine Brüste sind halt sehr voll und morgens gerne mal hart, aber ich kenne es nicht, dass sie quasi von selbst auslaufen. Ich brauche keine Stilleinlagen und läuft auch die andere Seite beim stillen nicht einfach aus. Ich glaube den Milchspendereflex spüre ich nicht. Seit ein paar Tagen hab ich so ein Ziehen in den Brüsten, könnte mir vorstellen, dass das vielleicht der Milchspendereflex ist. Wenn ich sie beim Stillen abnehme, oder sie abdockt, läuft auch keine Milch weiter raus. Also es verwirrt mich, weil das ja nicht typisch zum Problem "Starker Milchspendereflex gehört" und da frage ich mich, ob das Problem vielleicht doch was ganz anderes ist.
Berg auf stillen haben wir auch schon probiert, aber ich weiß nicht ob das wirklich was bringt, meist nicht wirklich, sie schreit dann trotzdem.
Ich versuche es bisher etwas halbherzig mit dem Blockstillen. Was ich nicht richtig verstehe: wenn ich einmal die Brüste abpumpe, so dass sie ganz weich sind und ich beginne mit dem ersten Block, sagen wir mal von 3 Stunden. Dann kann meine Maus vielleicht diese 3 Stunden ordentlich trinken, aber wenn es dann doch an die andere Brust geht, ist diese doch wieder voll und es kommt zu viel Milch raus. Heißt die Kleine weint wieder und will nicht trinken. Wie geht man denn da vor? Weil:
Achja, noch zum Thema ausstreichen: ehrlich gesagt merke ich da immer keinen Unterschied, ich kann die Milch rausstreichen aber ich merke nicht, dass da irgendwas weniger oder mehr wird. Ich hab da leider kein Gefühl für.
Also wenn ich mir das so durchlese, könnte man auch annehmen, dass das Problem ein anderes ist, aber das verschlucken, weinen und die Milch die wieder aus ihrem Mund läuft spricht dann doch wieder dafür. Ich glaub ich weiß einfach gerade nicht mehr wo oben und unten ist und möchte nur, dass sich das langsam einspielt, damit ich auch mal ohne schlechtes Gefühl das Haus verlassen kann.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Es wurde immer mal wieder abgepumpt, anfangs war es so gedacht, dass ich mal etwas abpumpe, damit mein Mann die Kleine mal füttern kann und ich ein Nickerchen machen. So der Gedanke als sie 3 1/2 Wochen alt war. In letzter Zeit hab ich etwas abgepumpt, weil die Brüste einfach zu voll waren und ich dachte, dass die Kleine dann besser trinken kann. Anfang der Woche war die ganze Situation auch so belastent, dass die Pre Nahrung gekauft haben und versucht haben diese ihr zu geben. Sie mochte sie aber nicht, hat vielleicht 2 Mal 20 ml davon getrunken.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Ich schau nicht auf die Uhr, aber die Kleine trinkt von anfang an sehr kurz, nicht mehr als 10 Minuten, wenn sie mal 15 Minuten trinkt ist das schon außergewöhnlich. Im Krankenhaus und die ersten Tage zu Hause mussten wir sie zum trinken immer wecken und wach halten, deswegen war es meist so, dass sie eine Seite bekam, dann gewickelt wurde und dann die nächste Seite dran war. In letzter Zeit lasse ich sie immer nur eine Seite trinken und dann schläft sie ein und ich lasse sie auch. Die Abstände zwischen den Mahlzeiten ist aber recht kurz. 2 Stunden wären schon super, meist möchte sie aber nach 1,5 h oder sogar nach 1 h was trinken. Dazwischen schläft sie meist, ich finde sie ist selten richtig wach. Nachts sind die Abstände ahnlich, vielleicht etwas länger (also alle 2 Stunden).
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
7-9 Mal wechseln wir bestimmt die Windeln, sehr häufig hat sie auch Stuhlgang.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Sie wurde per ungeplantem Kaiserschnitt geholt und mein Mann machte erst kurz das Bonding, danach kam sie zu mir auf die Brust und hat mit Hilfe der Hebamme auch gleich getrunken. Im Krankenhaus wurde gesagt, ich soll sie etwa alle 3 Stunden anlegen, dass hab ich auch gemacht. Kolostrum hatte ich auch reichlich und den Milcheinschuss hab ich irgendwie nicht richtig gemerkt. Nur leider waren meine Brustwarzen die ersten zwei Wochen sehr wund und hatte wollte schon aufgeben. Sie war wier schon geschrieben Anfangs sehr schläfrig und wir hatten auch Probleme, dass sie den Mund weit genug öffnet und viel der Brust in den Mund nimmt.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja Fläschchen kennt sie und Schnuller haben wir ab der 4. Woche mal probiert. Diesen spukt sie aber recht schnell wieder aus. Maximal eine Minute nimmt sie ihn.
Achso und für 1 2 Tage hab ich auch mal ein Stillhütchen ausprobiert, hatte dann aber das Gefühl, dass sie ohne Hütchen schnell an der Brust meckert und dieses dann wieder gleich weggelassen.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ich hab für nächste Woche Donnerstag einen Termin mit einer Stillberaterin, bis dahin möchte ich aber nicht den Mut verlieren und will schauen was ich machen kann. Irgendwie hangel ich mich so von Woche zu Woche, ich war auch schonmal bei einem Stilltreffen, aber da bestand das Problem mit dem Milchspendereflex noch nicht.
Achso ihr Gewicht: ich hab die aktuellen Daten nicht hier, bei der Geburt vor 6 Wochen wog sie etwa 3300g und jetzt wiegt sie schon etwas über 5 kg, das letzte mal etwa 5200g. Also zunehmen tut sie ordentlich.
Wer sich das alles jetzt druchgelesen hat: vielen Dank! Vielleicht weiß ja jemand weiter und kann mir einen Ratschlag geben.
LG
Linuen