Vom Pumpstillen zum Vollstillen bei Saugverwirrung möglich?

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Egoliquida
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Re: Vom Pumpstillen zum Vollstillen bei Saugverwirrung möglich?

Beitrag von Egoliquida »

Hallo,

ja mit anderen Sauger habe ich es auch probiert und sie hat den problemlos angenommen, obwohl der ganz anders geformt ist. Und in dem Moment dachte ich, wenn es ihr wirklich einfach nur um Plastik im Mund geht, kann ich ja die Stillhütchen nochmal probieren (ich hatte neue von einer anderen Marke besorgt). Und dann war da der perfekte Moment: Sie schlief noch und ich stülpte das Stillhütchen auf meine linke Brust, drückte ein wenig herum, bis es ein wenig gefüllt war und nahm meine Tochter hoch. Ihr Kopf lag auf meinem linkem Unterarm und als sie Suchbewegungen machte und ihren Mund öffnete drückte ich sie mit meinem rechtem Arm blitzschnell bei Schultern und Po an mich und sie saugte.

Und heute früh hat es nach dem gleichen Schema für 15 Minuten geklappt. Als ich ihr aber die andere Brust anbieten wollte, die länger für den Milchspendereflex braucht, hat sie nur geweint und ich habe mit dem Stillversuch aufgehört und ihr die Flasche gegeben, bzw. ich wollte sie mit einem Schluck aus der Flasche beruhigen, aber an die Brust wollte sie dann trotzdem nicht mehr.

Ich bin verwirrt wie es jetzt weitergehen soll? Muss irgendwann das Pumpen reduziert werden? Und kann man überhaupt mit Stillhütchen perfekt anlegen? Und ist es normal, dass ich das Stillhütchen gut vor dem Stillen auf die Brustwarze legen kann und dann nach dem Stillen ist das Stillhütchen abgesehen von ganz oben komplett mit der Brustwarze ausgefüllt? Ich meine, stimmt dann die Größe überhaupt?

Ganz liebe Grüße

Jenny
Julie 11.3.2018
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bayleaf
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Re: Vom Pumpstillen zum Vollstillen bei Saugverwirrung möglich?

Beitrag von bayleaf »

Hallo Egoliquida
Egoliquida hat geschrieben: 29.04.2018, 10:01 ja mit anderen Sauger habe ich es auch probiert und sie hat den problemlos angenommen
Prima, dann weiter mit dem nächsten Schritt.
Egoliquida hat geschrieben: 29.04.2018, 10:01 Und heute früh hat es nach dem gleichen Schema für 15 Minuten geklappt. Als ich ihr aber die andere Brust anbieten wollte, die länger für den Milchspendereflex braucht, hat sie nur geweint und ich habe mit dem Stillversuch aufgehört und ihr die Flasche gegeben, bzw. ich wollte sie mit einem Schluck aus der Flasche beruhigen, aber an die Brust wollte sie dann trotzdem nicht mehr.
Wenn sie die Stillhütchen annimmt, musst du es nicht mit dem Flaschensauger an der Brust versuchen. Wichtig ist, dass das BES sofort geschaltet ist um sie mit einem schnellen Milchfluss (den sie von der Flasche kennt) zu 'belohnen'. Also großer Schlauch, nicht zu tief hängen. Alle Mahlzeiten sollten nun soweit wie möglich mit BES und Hütchen stattfinden, langsam langsam wird das BES dann langsamer geschaltet, bzw erstmal an die Brust und dann wenn sie anfängt unruhig zu werden, lässt du das BES laufen (irgendwann mit dem dünnsten Schlauch).
Hier ist ein Link für Hütchen und BES
Egoliquida hat geschrieben: 29.04.2018, 10:01 Ich bin verwirrt wie es jetzt weitergehen soll? Muss irgendwann das Pumpen reduziert werden? Und kann man überhaupt mit Stillhütchen perfekt anlegen? Und ist es normal, dass ich das Stillhütchen gut vor dem Stillen auf die Brustwarze legen kann und dann nach dem Stillen ist das Stillhütchen abgesehen von ganz oben komplett mit der Brustwarze ausgefüllt? Ich meine, stimmt dann die Größe überhaupt?
Sobald sie anfängt größere Mengen an aus der Brust zu trinken reduzierst du das Pumpen. Irgendwann seid ihr hoffentlich das BES los und dann wenn ihr nach Bedarf stillt kannst Du anfangen die Hütchen abzugewöhnen, du kannst natürlich auch die Brust immer wieder ohne Hütchen (aber mit BES) anbieten und schauen ob sie sie nimmt.
Wenn diene BW gut in das Hütchen passt, dann ist es die richtige Größe, das Anlegen ohne Hütchen ist anders, klar aber das kommt normalerweise von ganz allein bzw kannst Du ja schon mal die asymmetrische Anlegeweise im Kopf behalten.
Viele liebe Grüße
bayleaf
Mit meinen 09/12/16 Jungs
Egoliquida
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Re: Vom Pumpstillen zum Vollstillen bei Saugverwirrung möglich?

Beitrag von Egoliquida »

Hallo,

Das mit dem BES hat nicht geklappt. Dann habe ich ihr wieder die Flasche mit Muttermilch gegeben. Sie hat auch daraus dann auch immer weniger getrunken. Sie wurde auch immer blasser. Wir sind dann zur Klinik. Die haben eine akute Blutarmut der roten Blutkörperchen festgestellt. Statt Wert 10 Wert 2. So wenig Blut, dass das Herz schneller pumpen musste, damit die Organe mit Sauerstoff versorgt werden. Jetzt bin ich im Krankenhaus mit ihr, sie hat Bluttransfusionen bekommen. Erst dachte man, es sei nur ein Virus gewesen, doch der
Laborbefund ist negativ. Da der Wert immer noch rapide absinkt, wird Montag eine Knochenmarkprobe genommen.

Was ich brauche ist Motivation mit dem Pumpen weiterzumachen. Es ist hart im stickigen Doppelzimmer mit anderem krebskranken Kind.

Und durch die Bluttransfusionen trinkt sie wieder gut. Wie viele ml Muttermilch muss sie in welchen Portionsgrößen trinken? Sie wiegt nur 4300g mit Sonntag 3 Monaten. Die Schwestern und Pfleger hier haben keine Ahnung, da das die Ontologie/Hämatologie Station ist.
Julie 11.3.2018
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Re: Vom Pumpstillen zum Vollstillen bei Saugverwirrung möglich?

Beitrag von koalina »

Ich mag dir ganz ganz liebe Grüsse und Motivation da lassen! Alles Gute für euch!

Als Anhaltspunkt habe dir die aus der Linksammlung Stillwissen rausgesucht. Sicher meldet sich noch ein stillmod.
Die 24-Stunden-Trinkmenge eines Stillbabys ist von mehreren Faktoren (Alter, Geschlecht, Gewicht, Gesundheitszustand etc.) abhängig. Lawrence und Lawrencegeben in "Breastfeeding: A Guide for the Medical Profession", Ausgabe 1999, folgende Durchschnitts-Trinkmengen (in ml, mit Standardabweichung) in 24 Std. an:

jünger als ein Monat 673 +/- 192
1 bis 2 Monate 756 +/- 170
2 bis 3 Monate 782 +/- 172
3 bis 4 Monate 810 +/- 142
4 bis 5 Monate 805 +/- 117
5 bis 6 Monate 896 +/- 122

Selbstverständlich sind das aber nur Anhaltspunkte und letztlich wichtig ist das Gedeihen des Kindes und nicht die absolute Milliliterzahl.
--.-'-;@

mit Krümel (*15) und Krümelchen (*17)

Unsere kleinen Wunder... kamen überraschend und haben unser Leben mehr bereichert als man es in Worte fassen kann.
koalina
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Re: Vom Pumpstillen zum Vollstillen bei Saugverwirrung möglich?

Beitrag von koalina »

Es hat einen Link zerschossen. Das ist die Quelle. Trinkmengen junger vollstillbabys
--.-'-;@

mit Krümel (*15) und Krümelchen (*17)

Unsere kleinen Wunder... kamen überraschend und haben unser Leben mehr bereichert als man es in Worte fassen kann.
Tschichen

Re: Vom Pumpstillen zum Vollstillen bei Saugverwirrung möglich?

Beitrag von Tschichen »

Hallo Egoliquida,
Es tut mir sehr Leid zu hören, dass es deiner Tochter so schlecht geht. Ich hoffe sehr, dass die Ursache bald gefunden wird. Fühl dich umarmt, wenn du magst.
pqr
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Re: Vom Pumpstillen zum Vollstillen bei Saugverwirrung möglich?

Beitrag von pqr »

Gute Besserung Deinem Baby!
Viele Grüße
pqr

pqr mit Mini 04/2015
und Mini2 12/2017
Egoliquida
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Re: Vom Pumpstillen zum Vollstillen bei Saugverwirrung möglich?

Beitrag von Egoliquida »

Hallo,

ich wollte nur kurz abschließend berichten, dass es meiner Tochter gut geht. Sie hat eine sehr seltene Blutkrankheit. Zurzeit wird sie regelmäßig alle vier Wochen transfundiert, da sie selbst keine roten Blutkörperchen produzieren kann. Ansonsten ist alles normal.
Julie 11.3.2018
Glyzinie
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Re: Vom Pumpstillen zum Vollstillen bei Saugverwirrung möglich?

Beitrag von Glyzinie »

Gute Besserung! gut, dass eine Ursache gefunden wurde. Hatte hier im Sommer auch öfter mal rein geschaut. Gäbe es da die Möglichkeit einer Knochenmarksspende wenn sie älter ist?
Konntet ihr noch ins Stillen kommen?
Mit eiligem Piffi (11/2016)
Ninalein

Re: Vom Pumpstillen zum Vollstillen bei Saugverwirrung möglich?

Beitrag von Ninalein »

Wünsche Euch ebenfalls von Herzen gute Besserung!
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