Bevor ich unten die Fragen nochmal kurz beantworte, hier unsere Vorgeschichte:
Mein Sohn wurde am 20.01.2018 nach einer 6 stündigen Spontangeburt mit 48cm und 2780g geboren, also recht klein.
Erstmal nicht beunruhigend, leider wollte er sowohl beim erstmaligen anlegen im Kreissaal als auch die weiteren 72h im. Kkh nicht an der Brust saugen. Mich hat das total fertiggemacht, da er ja ohnehin schon so mini war und ich die anderen Muttis glücklich stillen sah. Die Schwestern meinten, es gäbe erstmal keinen Grund zuzufüttern, wir sollten nur immer weiter anlegen versuchen. Das hat auch mit Stillhütchen nicht geklappt, die Brust wurde sofort angeschrien, obwohl insgesamt 4 verschiedene Personen meine BW und den Kleinen “quälten“. Dadurch kam wohl auch meine Milchbildung nicht in Gang - als man mir am 2. Tag zum Abpumpen alle 3h riet, kamen erst kurz vor der Entlassung ein paar Tropfen.
Zudem hatte mein Sohn die ersten 48h gar keinen Hunger und nahm auch erst am 3. Tag ein paar mal max. 40ml Ha-Pre über das Fläschchen zu sich. Das war meine Entscheidung - ich war auf solche Still-Probleme null vorbereitet und wollte eigentlich nur, dass er endlich mal was reinbekommt. Zur U2 hat er dann schon beinah 10% seines Gewichts verloren. Trotzdem verliessen wir am 3. Tag das Kkh, da ich auch die Situation im Mehrbettzimmer unerträglich fand. Zuhause versuchte ich weiterhin erfolglos das Anlegen unter Weinen beiderseits und fütterte danach Ha-Pre milch zu übers Fläschchen und pumpte gleichzeitig alle 3h. Meine hebamme riet mir erstmal, den kleinen etwas aufzupäppeln, und ohne Anzulegen (was ihn total ermüdete und er nicht mehr wirklich viel aus dem Fläschchen trank) pre-milch alle 3-4h zu geben. Dadurch nahm er auch super zu. So kamen wir dann dazu, dass er die Brust mit Stillhütchen nahm, und ich nach abpumpen die Mumi (40-70ml) zufütterte, so alle 3-4h. Irgendwann klappte es ohne Stillhütchen, die abgepumpte Menge verringerte sich dadurch zusehends, da er dadurch an der Brust natürlich mehr Milch bekam. Dann begann ich tageweise, die zugefütterte Milchmenge auf Anraten einer IBLC und meiner Hebamme zu reduzieren auf 20ml, dann liess ich jede zweite Flasche weg, und schließlich verzichtete ich ganz darauf. Zu dem Zeitpunkt war mein Sohn 4 Wochen alt. Seitdem nimmt er kontinuierlich 170 - 140g pro Woche zu und ist , nach dem ausschliesslichen Verabreichen von PreMilch, wo er mal einen kleinen Sprung nach oben machte, mittlerweile schon aus der WHO-Perzentilkurve gefallen (siehe angehängte Screenshots). In den Kurven des Untersuchungsheftes liegt er allerdings noch auf dem 10. Perzentil. Der KiA fand das Gewicht bei der U3 i.O., die U4 ist erst am 16.5. Anfangs wogen wir täglich, nun wöchentlich.
Mittlerweile lege ich ihn aber alle 2-3h an und er ist zwischen den Mahlzeiten zufrieden und munter, wird aber nach 1,5 bis 2h müde und braucht ein Schläfchen oder schläft nach der nächsten Stillmahlzeit für ca 2h.
Von der Entwicklung her ist er auch gut dabei, er lächelt viel, “redet“, greift und schaut sich neugierig um. Das Kopfhalten in Bauchlage schafft er max. 1 min.
Er hatte seit jeher sehr unregelmässig volle Windeln, im Moment hat es sich bei 1 bis 3 mal pro Woche eingependelt. Pipiwindeln reichlich, nach jedem Stillen nass.
Zum Trinkverhalten: je nach Hunger wird eher 2 bis selten 8min effektiv getrunken an einer Brust, d.h. von 1Saugen/2Schlucken bis 2Saugen/1Schlucken. Dann eher Nuckeln. An der 2. Brust wird selten nochmal effektiv getrunken, eher genuckelt. Oft dockt er dann hektisch ab und an, vielleicht weil ihn stört dass noch Milch kommt?
Seit ein paar Tagen kommt er nachts alle 0,5 bis 2 h (Schub?) und nuckelt aber hauptsächlich. Auch meine Brüste sind nicht mehr so prall, laufen fast nicht aus (spüre nur immer den MSR nach 2h nichtstillen) und sind nach dem Dauernuckeln nachts richtig schlaff. Früher ist es beim Stillen auf der anderen Seite nur so herausgetropft. Deshalb nehme ich jetzt wieder Bockshornkleekapseln 3x3, Weleda Stilltee und Carokaffee. Hatte versucht, diese Sachen komplett wegzulassen, doch das ging wohl nach hinten los.
Die Frage ist einfach, ob die Gewichtszunahme so ausreicht, auch in Anbetracht der Perzentilkurven oder ob ich wieder anfangen sollte,Mumi zuzufüttern.
Kann es sein, dass sich bei mir die Milchproduktion eingespielt hat und sich die Brüste deshlab eher schlaff anfühlen und nicht auslaufen, oder istnach dem Absetzen der milchfördernden Massnahmen Bockshornklee, Malz und Abpumpen die Milchproduktuin wieder zurückgegangen?
• Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
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* erste Woche 5-7 mal tägl. ausschliesslich bis zu 80ml HaPre-milch im Avent-Sauger
* 2. - 4.Woche 5-7 mal Stillen + anfangs 70 dann bis auf 20ml Mumi reduziert mit Medela-Calma-Sauger
• Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
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Momentan 8-12 mal, jeweils 10min pro Brust, davon 3min effektives Saugen, dann unregelmässiges Saugen/Nuckeln
Wachphasen dauern 1,5-2h, dann 0,5, 2h Schlafen
Nachts wird gewöhnlich alle 2-3,5h gestillt (ausser jetzt im Schub und Dauernuckelphase nachts)
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
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Nach jedem Stillen nasse Windel, also 6-8 nasse Windeln (wir wechseln aber manchmal erst nach 4h, nachts gar nicht)
Stuhl 1-3mal die Woche
Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
s.o.: Die erste Lebenswoche Brustverweigerung, dann langsam über das Stillhütchen dran gewöhnt
Gegen Ende wid er unruhig und schlägt gegen die Brust und dockt ab und wieder an, ich glaube, da er eher nuckeln will und ihn die Milch stört?
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
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Aufgrund der Probleme hat er alles Mitgenommen) Nuk, Avent, Medela-Calma-Sauger, Stillhütchen S, M, L, Schnuller von Avent (nur in Ausnahmefällen zum Wiedereinschlummern)
Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
ILBC Stillberaterin (hat nicht so gut geholfen, hat aber einen hohen Gaumen festgestellt), Hebamme (hat trotz altmodischer Ansichten und wenig Einfühlsamkeit gut geholfen), Ostheopathin (einmaliger Besuch, da keine Auffälligkeiten)
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
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Keine Medikamente bei mir, hoher Gaumen beim Kind, ab und zu Sab-Simplex (wird langsam abgesetzt)
Die genauen Gewichtsdaten folgen morgen, bin jetzt zu müde
Gute Nacht!
Super Smileys hier!