Ich "durfte" mich im Rahmen des Schwangerschaftsdiabetes (bzw. immernoch in abgespeckter Version, weil es teils auch vom Cortison liegt, das ich aktuell noch nehme) auch mit Kohlehydraten auseinandersetzen. Es war sehr spannend, was ich über meinen Stoffwechsel lernen durfte und welche Kohlehydrate wie wirken.
Interessant war v.a. die Phase in der ich alles gegessen habe wie vorher und nur Blutzucker gemessen habe. Ich glaube ich kann nie wieder in der Kantine essen (zumindest Beilagen

)
Vielleicht helfen Dir ja meine Erfahrungen auch weiter. Ich habe nicht um jeden Preis versucht Kohlehydrate zu vermeiden, aber soviele wie möglich so umzuwandeln, dass sie eben nicht so schnell in´s Blut gehen. Das könbnte bei Dir sicher auch eine Rolle bei den Haferflocken und Deinem Frühsttücksbrei eine ROlle spielen. War z.B. das Brot oder die Brötchen, die Du vorher gegessen hattest Vollkorn? Und wirklich VOllkorn? Ist ja icht alles ganz VK, was sich so schimpft. Bei war auch unterschiednlich, welche Getreidesorte. Weizenvollkornbrote, auch DInkel, Emmer gingen bei mir viel schlechter (alles100% VK) als z.B. Roggenvollkornbrot. Ich bin dann als Universalbrot, das immer geht bei Knäckebrot gelandet und da ich glaube das Orginal heißt "Finn Crisp". Das ist total dünn und man kann das Verhältinis sehr gut Richtung Belag verschieben. Aber , muss man mögen, Knäcke ist sicher nicht die Univesrallösung für jeden. Ich dachte auch mir geht es irgendwann auf die nerven, bisher aber noch nicht.
Standard-Müsli war bei mir früher Hafelflocken (frisch geflockt, macht auch was aus...gekaufte sind im Herstellungsprozess thermisch behandelt),TK- Himbeeren, Banane, Yoghurt oder Milch, Ahornsirup. Mit zunehmendem Schwangerschaftsdiabetes viel erst die Banane weg, dafür mehr Himbeeren, Ahornsirup durch Xylit erstetzt (ganz süßfrei ging nicht) dann hab ich Joghurt/Milch gegen Mandelmilch (muss man gut schauen, sehr unterschiedlicher KH-Gehalt) getauscht, Haferflocken wurden nach und nach durch Nüsse, Sonneblumenkerne, Sesam, Leinsamen...ersetzt.
Mittags habe ich mich dann auf Rohkostsalat eingeschossen und will das auch beibehalten. Viele Gemüsesorten haben ja schon Kohlehydrate, aber sie gehen halt nicht schnell ins Blut. Da kann man eigentlich die ganze Bandbreite ausprobieren und muss einfach schauen, was einem liegt. Von einer Freundin wusste ich schon, dass man auch Gemüse, die ich bislang nur gekocht kannte rog verzehren kann. Blumenkohl,rote Beete, Zucchini fallen mir da spontan ein. Ich bin voll der Karottenfan, die sind eigentlich immer drin. Zusätzlich kann man da noch Hülsenfrüchte ergänzen. Ging bei mir Blutzuckertechnisch irgednwann nicht mehr. Dazu habe ich anfangs noch 2-3 Knäcke gegessen, vielen dann aber auch der Insulinresistenz zum Opfer. Dazu gab´s immer Protein-/Fettreiche Sachen wie Fisch, Fleich, Ei, KÄSE, Schafskäse und was man auch gut in den Salat packen kann sind Nüsse, Kerne, Saaten... anfangs nervte mich die viele Schnibbelei, ich habe schon immer viel selber zubereitet, aber gefühlt ging Brot schmieren schneller. Mit der zeit wird man aber auch da schnell. Für Gemüse benutze ich inzwischen konsquent den Hobel, damit ist man schon echt schneller, auch wenn man ein schneller Messerschnibbler ist. Ich hab auch immer relativ viel Öl mit drin. Mein Favorit ist olivenöl, da kann man sich aber auch durch die Pallette probieren, wenn man es geschmacklich variantenreicher machen möchte.
Abends habe ich eigentlich immer Familienessen Mitgegessen, aber dann eher versucht die Beilage gering zu halten und habe auch viel öfter mal nen Salat ergänzt.
Interessant war, wie sich dadurch der Wocheneinkauf verändert. Gefühlt habe ich fast nur noch Gemüse eingekauft...
Am schwierigsten fand ich wirklich Sachen für schnell mal unterwegs mitnehmen. Da habe ich halt früher oft Obst mitgenommen oder bin dann halt beim becker gelandet. Etwas das man nicht schneiden oder vorbereiten muss, habe ich irgendwie nicht gefunde.
Weitere interessante Feststellungen waren, dass bei mir Kartoffelprodukte ganz extrem auf den Blutzucker gehen. Schade, mag ich eigentlich, allerdings der rest der Familie nicht, daher gab´s das eh selten.
Dann aufgewärmte Speisen...es war wirklich extrem, wie sich das ausgewirkt hat. Anfangs dachte ich, ich könnte, wenn es am vortag vk-nudeln gab, am nächsten normale für die Familie machen und mir die aufwärmen. Keine Ahnugn durch was genau, ob das rumstehen oder zweite Erhitzen, meine Diabetologin hat mir das zumindest bestätigt (das ist auch das problem an warmgehaltenem Kantinenfutter) gehen die KH eben viel schneller in´s Blut. Als ich zum Ende der Schwangerschaft doch Insulin brauchte, hab ich´s mal ausprobiert und hab so ca die Hälfte mehr gespritzt. Und bei meinen ersten ausrutschern, bei denen ich das noch nicht wusste hatte ich die höchsten Blutzuckerwerte.
Ich werde auf jedenfall auch einige Dinge beibehalten, auch wenn ich den Diabetes wieder los bin. Interessant war auch zu spüren, wie man nach den Ausrutschern mit hohen Werten viel schneller wieder Hunger kriegt...