Assjalein hat geschrieben:
Ich war nur für mich am überlegen, ob nicht Neurodermitiskinder evtl generell die Nässe im Windelbereich schlechter vertragen, zumal wenn man statt wolle auf pul angewiesen ist. Das sind nämlich meine Stoffy-Erfahrungen: zuviel Nässe nicht gut, Pul weniger atmungsaktiv als Wolle. Und um Nässe zu vermeiden wäre man in der Stoffwickelwelt ja dann bei den Fleece-Geschichten, was ich mit Kunststoff auf der Haut dann wieder nicht Neurodermitis geeignet fände.
Unser Madamchen hat Neurodermitis. Im Windelbereich hat sich das an Bauch und Rücken mit trockenen, schuppigen Stellen von den www geäußert, deshalb sind wir auf Stoffwindeln umgestiegen... Da war sie allerdings schon ca. 17 Monate alt. Von da an waren die Stellen weg. Heute ärgert es mich etwas, dass wir nicht schon viel früher umgestiegen sind.
Sie hat die Nässe in den Stoffwindeln eigentlich sehr gut vertragen, am besten ging es mit Bambus. Darüber hatten wir PUL-Überhosen. Wolle und Fleece (Mikrofaser) direkt auf der Haut wurden nicht vertragen, gab sofort Ausschlag. Gerade bei Mikrofaser im Windelbereich war sie sofort knallrot.
Viel geholfen hat uns auch der Umstieg von konventionellen WaMi auf ÖkoWaMi (Ecover, jetzt Sonett neutral). Damit wurden Windeln und alle Kindersachen gewaschen mit viiiiiieeeel Wasser.

Inzwischen wasche ich unsere komplette Familienwäsche damit, da auch mein Mann irgendwann auf konventionelles WaMi reagierte. ÖkoWaMi funktionieren auf Baukastenbasis. Das heisst, man gibt bei Bedarf Fleckensalz/Sauerstoffbleiche und Entkalker (bei kalkhaltigem Wasser notwendig) hinzu.
Im Winter oder bei Krankheit, Stress usw. ist bei Madamchen trotz unserer Maßnahmen die Neuro immer wieder aufgeflackert, man kann halt nicht alles vermeiden. Waren früher die Gliedmaßen sehr betroffen, ist sie jetzt in diesem Winter ins Gesicht gewandert. Aber es wird von Jahr zu Jahr besser und wir hoffen (wenn auch vorsichtig), dass sie sich bald gänzlich verabschieden wird.
Da kommt dann die Basis-Hautpflege ins Spiel, aber ich will das Thema jetzt nicht ausufern lassen. Hilfreich kann da auf jeden Fall ein Hautarzt sein, der spezialisiert ist auf Neurodermitis und ggf. auch Schulungen anbietet.