ich hatte neulich hier einen Strang zu unseren stetig unruhigen Nächten erstellt. Seit der Geburt, meine Tochter ist nun 14,5 Monate alt, gab es nie mehr als zwei Stunden Schlaf. Zunächst brauchte sie einfach nur viel Nähe, dann wurde es aber auch Troststillen gegen die ständigen Bauchschmerzen, die sich nach wie vor quälen.
Tags pupst sie einfach, hat aber auch viel schmerzhafte Verstopfung, nachts quälen sie die Pupser aber sehr.
Ich habe nun schon alles durch, eine Unverträglichkeit wurde ausgeschlossen.
Mein Plan war eigentlich, noch weiter durchzuhalten, bis sie gut in der Kita angekommen ist, sie geht dort seit 2,5 Monaten hin, seit ich auch wieder arbeite.
Allerdings krankheitsbedingt auch mit einigen Krankheits-Unterbrechungen.
Dann wollte ich sie im Sommer versuchen, nach Gordon nachts abzustillen.
Auch tags stillen wir noch 4-5 mal, sie fordert es aktiv ein, auch nachts.
Nun ist mir das ganze buchstäblich um die Ohren geflogen. Wir hatten Sonntag Taufe, eigentlich war es ja immer schon stressig, aber das scheint nochmal ein Trigger gewesen zu sein. Die linke Brust ist bei mir immer schon problematisch gewesen, ich hatte schon im Wochenbett eine Masititis, die nur mit Antibiose iv behoben werden konnte. Nun staute sich die Brust immer mal wieder, aber ich habe es immer irgendwie in den Griff bekommen.
Letzte Woche dann Schmerzen in einem komplett neuen Areal, ohne den massiven üblichen Stau, schnell Fieber, Jackpot.
Ich habe erst versucht, die üblichen Maßnahmen zu ergreifen, dazu dann Antibiose oral, aber es tat sich nichts.
Bin dann wieder stationär aufgenommen worden und habe Antibiose iv bekommen.
Erst wollte ich meine Tochter mitnehmen, da ich aber eh schnellstmöglich wieder aus dem KH wollte und die Gegebenheiten für ein schon so mobiles Kind nicht optimal waren, auch in dem Sinne, dass ich auch Ruhe brauchte, habe ich sie beim Papa gelassen.
Tja, was soll ich sagen: Sie hat jede Nach fast 10 Stunden am Stück geschlafen.
Ja, sie bekam Bauchweh, ließ sich aber total schnell beruhigen und schlief weiter.
Ich habe nun lange überlegt, was ich machen soll. Und bin nun zu dem Entschluss gekommen, dass ich sie bereits jetzt nachts abstillen möchte.
Wenn sie beim Vater total unruhig und untröstlich gewesen wäre.. aber das war nicht im geringsten der Fall und tagsüber war auch sie um so vieles entspannter als sonst.
Hinzukommt, dass ich einfach nicht mehr kann. Mein Körper streikt und will einfach nur mal vier Stunden am Stück schlafen.
Nur: Wie gehe ich das jetzt an?
Sie hat ein sehr, sehr gutes Busengedächtnis, als das erste mal die Zimmertür im Krankenhaus aufging und sie mich besuchte, ertönte ein forderndes DAAAA! mit Fingerzeig auf meine Brust.
Wenn ich also da bin, will sie- auch nachts.
Ist das eine Frage der Zeit? Soll ich also einfach mal für mehrere Tage ins Gästezimmer ausziehen, und meinen Mann übernehmen lassen?
Oder soll ich bei ihr schlafen und nach Gordon abstillen?
Wenn ja, bin ich mir da teils nicht so sicher, was die einzelnen Phasen angeht.
Sie wird teils zum stillen gar nicht richtig wach, bzw. schläft fast umgehend wieder ein und lässt Brust schnell durch Schnuller ersetzen. Somit fällt es mir schwer, die ersten Tage umzusetzen, in denen man zwar noch stillen soll, aber das Kind nicht einschlafen lassen soll. Ist sie noch zu wach, ist das Gebrüll direkt groß. Muss ich also diese Situation "erreichen"?
Was ist mit der Theorie, dass sich die Kinder beim Einschlafstillen dann beim nächsten Aufwachen daran erinnern und dies wieder haben wollen?
Gordon sagt ja, dass man bis zum Beginn des stillfreien Zeitraums durchaus noch einschlafstillen darf. Ich bin mir da aufgrund des Charakters meiner Tochter unsicher, und dadurch, dass Regine GEsens auf ihrer Seite stillkinder.de durchaus auch den Tipp gibt, vor Gordon das einschlafen ohne nuckeln zu üben.
Ich bin gerade wirklich für jeden Tipp dankbar, weil ich absolut nicht weiß, wie ich weiter vorgehen soll, was ich machen kann, was ihr schadet.
Auch, wenn sie bei meinem Mann zufrieden ist, ist der Gedanke, dass sie bei mir dann etwas vermisst, doch auch sehr schmerzhaft.
Aber ich kann einfach nicht mehr und ich muss jetzt einfach irgendetwas ändern.
Mir graut schon davor, in der nächsten Woche wieder arbeiten zu müssen und ggf. dann wieder "die alten Nächte" zu haben.