Nächtl. Abstillen | Gordon ? | Akute Unterstützung benötigt

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Antworten
hesa1985
hat viel zu erzählen
Beiträge: 184
Registriert: 07.05.2016, 19:36

Nächtl. Abstillen | Gordon ? | Akute Unterstützung benötigt

Beitrag von hesa1985 »

Hallo zusammen,

ich hatte neulich hier einen Strang zu unseren stetig unruhigen Nächten erstellt. Seit der Geburt, meine Tochter ist nun 14,5 Monate alt, gab es nie mehr als zwei Stunden Schlaf. Zunächst brauchte sie einfach nur viel Nähe, dann wurde es aber auch Troststillen gegen die ständigen Bauchschmerzen, die sich nach wie vor quälen.
Tags pupst sie einfach, hat aber auch viel schmerzhafte Verstopfung, nachts quälen sie die Pupser aber sehr.
Ich habe nun schon alles durch, eine Unverträglichkeit wurde ausgeschlossen.
Mein Plan war eigentlich, noch weiter durchzuhalten, bis sie gut in der Kita angekommen ist, sie geht dort seit 2,5 Monaten hin, seit ich auch wieder arbeite.
Allerdings krankheitsbedingt auch mit einigen Krankheits-Unterbrechungen.
Dann wollte ich sie im Sommer versuchen, nach Gordon nachts abzustillen.

Auch tags stillen wir noch 4-5 mal, sie fordert es aktiv ein, auch nachts.
Nun ist mir das ganze buchstäblich um die Ohren geflogen. Wir hatten Sonntag Taufe, eigentlich war es ja immer schon stressig, aber das scheint nochmal ein Trigger gewesen zu sein. Die linke Brust ist bei mir immer schon problematisch gewesen, ich hatte schon im Wochenbett eine Masititis, die nur mit Antibiose iv behoben werden konnte. Nun staute sich die Brust immer mal wieder, aber ich habe es immer irgendwie in den Griff bekommen.
Letzte Woche dann Schmerzen in einem komplett neuen Areal, ohne den massiven üblichen Stau, schnell Fieber, Jackpot.
Ich habe erst versucht, die üblichen Maßnahmen zu ergreifen, dazu dann Antibiose oral, aber es tat sich nichts.
Bin dann wieder stationär aufgenommen worden und habe Antibiose iv bekommen.
Erst wollte ich meine Tochter mitnehmen, da ich aber eh schnellstmöglich wieder aus dem KH wollte und die Gegebenheiten für ein schon so mobiles Kind nicht optimal waren, auch in dem Sinne, dass ich auch Ruhe brauchte, habe ich sie beim Papa gelassen.

Tja, was soll ich sagen: Sie hat jede Nach fast 10 Stunden am Stück geschlafen.
Ja, sie bekam Bauchweh, ließ sich aber total schnell beruhigen und schlief weiter.
Ich habe nun lange überlegt, was ich machen soll. Und bin nun zu dem Entschluss gekommen, dass ich sie bereits jetzt nachts abstillen möchte.
Wenn sie beim Vater total unruhig und untröstlich gewesen wäre.. aber das war nicht im geringsten der Fall und tagsüber war auch sie um so vieles entspannter als sonst.
Hinzukommt, dass ich einfach nicht mehr kann. Mein Körper streikt und will einfach nur mal vier Stunden am Stück schlafen.

Nur: Wie gehe ich das jetzt an?
Sie hat ein sehr, sehr gutes Busengedächtnis, als das erste mal die Zimmertür im Krankenhaus aufging und sie mich besuchte, ertönte ein forderndes DAAAA! mit Fingerzeig auf meine Brust. :lol:
Wenn ich also da bin, will sie- auch nachts.

Ist das eine Frage der Zeit? Soll ich also einfach mal für mehrere Tage ins Gästezimmer ausziehen, und meinen Mann übernehmen lassen?
Oder soll ich bei ihr schlafen und nach Gordon abstillen?

Wenn ja, bin ich mir da teils nicht so sicher, was die einzelnen Phasen angeht.
Sie wird teils zum stillen gar nicht richtig wach, bzw. schläft fast umgehend wieder ein und lässt Brust schnell durch Schnuller ersetzen. Somit fällt es mir schwer, die ersten Tage umzusetzen, in denen man zwar noch stillen soll, aber das Kind nicht einschlafen lassen soll. Ist sie noch zu wach, ist das Gebrüll direkt groß. Muss ich also diese Situation "erreichen"?

Was ist mit der Theorie, dass sich die Kinder beim Einschlafstillen dann beim nächsten Aufwachen daran erinnern und dies wieder haben wollen?
Gordon sagt ja, dass man bis zum Beginn des stillfreien Zeitraums durchaus noch einschlafstillen darf. Ich bin mir da aufgrund des Charakters meiner Tochter unsicher, und dadurch, dass Regine GEsens auf ihrer Seite stillkinder.de durchaus auch den Tipp gibt, vor Gordon das einschlafen ohne nuckeln zu üben.

Ich bin gerade wirklich für jeden Tipp dankbar, weil ich absolut nicht weiß, wie ich weiter vorgehen soll, was ich machen kann, was ihr schadet.
Auch, wenn sie bei meinem Mann zufrieden ist, ist der Gedanke, dass sie bei mir dann etwas vermisst, doch auch sehr schmerzhaft.

Aber ich kann einfach nicht mehr und ich muss jetzt einfach irgendetwas ändern.
Mir graut schon davor, in der nächsten Woche wieder arbeiten zu müssen und ggf. dann wieder "die alten Nächte" zu haben.
Einsteiger-Erstlings-Mama von Motti (16.03.16)
Benutzeravatar
Puschel
gehört zum Inventar
Beiträge: 499
Registriert: 16.02.2017, 07:23
Wohnort: Ingolstadt

Re: Nächtl. Abstillen | Gordon ? | Akute Unterstützung benötigt

Beitrag von Puschel »

Wenn das mit den Nächten ohne dich so toll funktioniert, würde ich das wohl beibehalten und einige Zeit getrennt schlafen. Sollte das nicht funktionieren, hattest du zumindest eine Zeit der Erholung. Das ist mein Bauchgefühl. Ich selbst stille noch und habe also noch nie abgestimmt.
Stolz auf die Zauberkinder: Januarjunge 2016 und Dezembermädchen 2018 per Hausgeburt
Seelentattoo
Profi-SuTler
Beiträge: 3114
Registriert: 07.10.2012, 22:41
Wohnort: Hessischer Spessart

Re: Nächtl. Abstillen | Gordon ? | Akute Unterstützung benötigt

Beitrag von Seelentattoo »

Bei meinem großen hat abstillen nach gordon nicht geklappt. Er hatte (hat immer noch) ein ähnliches brustgedächtnis (hihi, tolles Wort) wie deine kleine.
Was uns ebenfalls eint: die schnelle Neigung zu einer mastitis. Ich war zwar nie stationär, hatte aber in unseren 3 Jahren stillbeziehung etliche Staus und auch mehrmals eine medikamentenpflichtige mastitis.
dadurch, dass mein Sohn schon älter war, hat es gut mit dem erklären funktioniert: so lange keine Sonne scheint, es also dunkel ist, wird nicht gestillt.
Meinst du, das könnte bei deiner schon klappen?
Falls nicht, würde ich rigoros die Nächte durch den Papa übernehmen lassen.
Du spürst, dass die Nächte mit der vielen stillerei nicht mehr machbar sind, also muss eine Änderung her.
Dein Kind wird spüren, dass du es ernst meinst.
Deine Bedenken wegen deinem Wunsch, dass deine Tochter erst richtig in der Kita ankommen soll, kann ich verstehen, aber du musst ja auch auf dich schauen.
Und noch etwas aus der Erfahrung. Als ich mit dem stillen aufgehört habe des nachts, hatte unser großer wirklich die ersten zwei Wochen nachts noch Hunger. Er hat dann eine Banane bekommen und etwas zu trinken und dann konnte er weiter schlafen.
Ich weiß nicht, wie praktikabel das bei eurer Tochter mit Bauchweh ist (vielleicht nur Wasser?).
Ein bisschen austesten bleibt immer ;-)
Mit Mann, drei Bonuskindern (*97, *04, *07) und drei Kindern (*12, *16, *18) sowie unserem Sternchen fest im Herzen (05/11)
Benutzeravatar
Leela
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1725
Registriert: 25.04.2011, 09:53

Re: Nächtl. Abstillen | Gordon ? | Akute Unterstützung benötigt

Beitrag von Leela »

Ich würde sie auch einfach weiter beim Papa schlafen lassen. Geht das?
Grüße von Leela mit '11, '14, '20 und '21.
hesa1985
hat viel zu erzählen
Beiträge: 184
Registriert: 07.05.2016, 19:36

Re: Nächtl. Abstillen | Gordon ? | Akute Unterstützung benötigt

Beitrag von hesa1985 »

Ganz tolle Anregungen! DANKE!

Heute Nacht haben wir es quasi mit dem Modell Nächte 3-6 nach Gordon probiert. Also ohne stillen weiterschlafen. Hat einige Male gut geklappt, aber sie war sehr unruhig.
Wasser biete ich ihr immer an, alleine schon wegen der Verstopfung.
Ab ca. 01.00 war dann Alarm. Mein Mann war erst auf dem Sofa eingeschlafen, kam dann aber hinzu, wir haben Seiten getauscht und er hat beruhigt und getröstet.
Hat immer so zehn Minuten gedauert, dann schlief sie wieder, hat sich aber oft wiederholt.
Ich würde es nochmal ein bisschen so weiter probieren, jetzt sind wir ja noch beide zuhause.
Und wenn es dann doch nicht klappt, kann der Papa dann ab nächster Woche wieder komplett übernehmen.
Das Brustgedächtnis ;-) ist echt nicht ohne.

Ich glaube, es wäre gut, so ein Ritual dazu einzuführen, wie bei dir, Seelentattoo.
Die Patentante hat so ein Einhorn- Nachtlicht geschenkt, suuuuper kitschig, dachte, das ist erst was für die bewusste Pink-Phase. Aber vielleicht hat es jetzt schon einen Einsatz.:-)

Tagsüber versteht sie, wenn ich sage, der Bu hat Pause. Ich gehe dazu über, sie vermehrt im familiären Umfeld zu stillen, in der KiTa zB nicht usw. Da wird dann in den Ausschnitt gegriffen, "DAAA?!" gefragt, und wenn ich es ihr dann erkläre, ist sie kurz motzig -wenn überhaupt- dann ist es aber auch gut.
Einsteiger-Erstlings-Mama von Motti (16.03.16)
hesa1985
hat viel zu erzählen
Beiträge: 184
Registriert: 07.05.2016, 19:36

Re: Nächtl. Abstillen | Gordon ? | Akute Unterstützung benötigt

Beitrag von hesa1985 »

Ach, und sie zahnt derzeit wieder über Wochen.
Da tue ich mich auch schwer mit...
Aber wenn ich deswegen jetzt nachts nicht abstille, kann ich ggf bis zum dritten Lebensjahr so weitermachen.
Denn sie hat bis dato vier Zähne und jeder war ein riesiges Projekt.
Einsteiger-Erstlings-Mama von Motti (16.03.16)
ElliStrange
Herzlich Willkommen
Beiträge: 2
Registriert: 18.01.2016, 07:23

Re: Nächtl. Abstillen | Gordon ? | Akute Unterstützung benötigt

Beitrag von ElliStrange »

Eine Stimme für "Papa" ! Ich war nach 13 Monaten so fertig wegen dem Schlafmangel, dass es einfach nicht mehr ging. Ich hab dann den Papa machen lassen und bin aus dem Familienbett ausgezogen. Bestimmt die ersten 2 Wochen bin ich noch vor der Bettgehzeit aus der Wohnung gegangen. Es hat super funktioniert, am Anfang hatte er wohl nachts noch Hunger und hat geweint. Da bin ich dann mit ins Schlafzimmer und habe Ihn gestillt, das hat sich dann aber nach einer Weile von selbst erledigt.

Mittlerweile schläft er immer noch mit Papa im "Männerbett" :D Beide lieben es! Für uns ist es die beste Lösung. Er wacht nur manchmal kurz auf, lässt sich aber gut bekuscheln. Papa kann auch wesentlich besser wieder einschlafen als ich und wacht nicht gleich bei jedem Pups auf und ist hellwach. (Wie ich :lol: )

Wir hatten es ein paar mal wieder probiert dass ich wieder einziehe - aber da waren die Nächte so mega unruhig dass wir es wieder gelassen haben. Vor Kurzem habe ich endgültig abgestillt (20 Monate) und wir wollen es bald noch einmal versuchen ob es jetzt besser klappt damit wir alle wieder zusammen schlafen können.

Viel Glück!
hesa1985
hat viel zu erzählen
Beiträge: 184
Registriert: 07.05.2016, 19:36

Re: Nächtl. Abstillen | Gordon ? | Akute Unterstützung benötigt

Beitrag von hesa1985 »

Mal ein kurzer Zwischenbericht:

Wir fahren erfolgreich das Model "Papa kümmert sich" :D
Erfolgreich dahingehend, dass ich Schlaf bekomme, und die Kleine auch.
Ich glaube zwar, dass mein Mann durchaus nicht bei so vielen Dingen wach wird, wie ich, aber das Baby ist noch ganz und heil alle sind zufrieden. :P

Ich kann erschreckend gut abschalten, nur gestern nacht kam ich schlecht in den Schlaf, weil mein Mann noch unten war und ich dann auch einmal doch Angst hatte, dass er sie nicht hört. Aber bis dato hat es wie gesagt sehr gut funktioniert.

Morgens will sie natürlich sofort stillen, sobald ich in der Nähe bin. Wenn ich in ein, zwei, drei.... Wochen wieder ins Schlafzimmer ziehe, gehe ich also durchaus davon aus, dass wir ihr dann noch einmal erklären müssen, dass der Bu jetzt auch schläft.
Ich bereite das jetzt schon so vor, dass wir abends allen Körperteilen Gute Nacht sagen, die müde sind- darunter eben auch meine Brüste. :lol:
Und tagsüber sage ich dann auch schon mal: Der Busen muss sich jetzt kurz wieder erholen, damit du gleich wieder trinken kannst.
Das versteht sie super und ist dann auch zufrieden.

Wie es dann nachts wieder wird, bleibt also abzuwarten, aber wie hier schon geschrieben wurde:
Dann habe ich mich zumindest mal etwas erholt.
Vier Stunden Schlaf am Stück, es ist sooooooooooooooooo herrlich! :wink:
Einsteiger-Erstlings-Mama von Motti (16.03.16)
Antworten

Zurück zu „Stillforum“