Tja, guuute Frage. Es irritiert mich einfach, wie sie sich verändert, jetzt, da ich sie doch wieder an die Brust lasse. Oder sagen wir, ich dachte, es wird deutlicher und ich warte darauf dass sie sich quasi wieder wie ein Baby verhält. Wahrscheinlich ist mein Thema "Rückschritt" der Punkt. Ich war, nachdem ich sie das erste Mal nach einer Weile noch mal habe trinken lassen, ganz geschockt, dass sie direkt wieder zack wie vorm Abstillen an mir geklebt hat, ständig gefragt hat und sofort geweint, wenn ich nein gesagt habe. Sie wollte nicht mehr alleine ins Bett und auch nicht in ihrem Bett schlafen... all die Sachen hatten problemlos geklappt und mir kam es so vor, als ob ich alle "Erfolge" einer sich toll entwickelnden Tochter plötzlich zunichte gemacht hatte und nun wieder einen unselbstständigen Säugling vor mir hatte. (Wobei wir immer wieder zusammen im Familienbett schlafen. Also das soll nicht heißen, dass es mir wichtig war, sie räumlich zu trennen und das als Erfolg sehe. Ich hab sie nach wie vor gerne bei uns. Aber sie hat ein riesen Theater plötzlich gemacht und wollte gar nicht in ihr Zimmer und nur bei mir einschlafen etc. Es war einfach ein Unterschied)davisalo hat geschrieben:Woher kommt diese Sorge, dass Du auf die Nase fallen könntest? Was wäre denn worst case?
Und was wiegt dieser “schlimmste Fall“, den ich mir gar nicht vorstellen kann, gegen Dein glückliches und entspanntes Kind?
Ich glaube das ist diese Angst, dass sie doch schon so groß und selbstständig toll durchs Leben kommt und ich das kaputt mache, indem ich sie wieder wie ein Baby behandle und dadurch auch dazu mache.
Allerdings sehe ich schon ein, dass das ein bisschen übertrieben ist. Wer hatte so schön gesagt, dass ein gesundes, normal entwickeltes Kind nicht plötzlich wieder sich zurückentwickelt. Ach, ich muss noch mal nachschauen. Also das fand ich aber einleuchtend.
Und anscheinend möchte und braucht sie das ja noch irgendwie, von daher zwinge ich ihr ja auch die Brust nicht auf. Aber das sind wohl diese Sorgen, die da herumschwirren.
Vor allem auch, dass ich in der Psyche herumfuhrwerke und keine Ahnung habe, was es für Konsequenzen in ihrem späteren Leben haben wird.
Danke, dass du und ihr mir so Mut macht. Da ist bestimmt viel dran, dass die meisten einfach nicht sagen, wie es wirklich zu Hause ist. Durchschlafen, Schnuller, Pampers... warum soll es beim Stillen eigentlich anders sein.FCF hat geschrieben:Schön dass ihr euren eigenen Weg findet!!
Hey, das ist doch völlig ok was du machst! Es tut deiner Tochter gut, es nimmt dir Stress. Im Grunde gibt es absolut nichts was du falsch machen kannst!![]()
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Es scheint also wie beim Durchschlafen zu sein: die meisten sagen nicht, wie es wirklich ist, jedes Kind hat sein eigenes Tempo und jede Familie fühlt sich im Grunde mit was anderem wohl. Will sagen: ich apelliere klar an deine Intuition uns an dein Selbstbewusstsein, dass zu tun was sich für euch richtig anfühlt. DANN nämlich, und meines Erachtens nur dann, wirst du alles richtig machen. Du schreibst, deine Tochter sei sensibel für die Bedürfnisse des Babys und für dich? Jackpot würde ich sagen - dann könnt ihr nämlich gemeinsam euren Weg finden. (())
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Und alle drei sind emphatisch, rücksichtsvoll und selbstbewusst. Scheinen sich also alle das geholt zu haben, was die brauchten.
Ich weiß auch nicht, warum ich so unsicher bin. Ich find das doch total natürlich, dass man stillt und lange stillt und nach Bedarf.... das läuft hier alles völlig problemlos und ich hab mir noch NIE Gedanken drum gemacht. Aber das Abstillen war plötzlich ein riesen Ding und dann wieder zurück zu du darfst doch.... ach ja.
Emphatisch, rücksichtsvoll und selbstbewusst. Was will man mehr