Relaktion nach 6 monaten

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Mamii1322
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Relaktion nach 6 monaten

Beitrag von Mamii1322 »

Hallo.
Ich habe zwei kinder. Meine Tochter habe ich nach anfänglichen stillschwierigkeiten 10 monate stillen, dann hat sie sich selber abgestillt und komplett am familientisch mitgegessen. Selbst kuschelstillen wollte sie nicht mehe, womit ich auch einverstanden war.

Im februar letzten jahres habe ich mein zweites kind bekommen. Der stillstart war ein traum und wir haben das stillen sehr genossen, bis ich selber bemerk habe, das irgewas nicht stimmt. Bei der u4 stellte sich dann endlich heraus, dass mein sohn seit dem letzten wiegen der hebi (etwa 3 wochen vorher) 300 weniger wog. Mein gefühl von zu wenig mich bestätigte sich somit. Ich gehe stark davon aus, dass eine nicht verarbeitete schwangerschafts und wochenbettdepression die ursache war.
Ich besorgte mir am selben tag noch ein BES und pre nahrung und fütterte an der brust zu. Es war schön, endlicb ein entspanntes kind, die milchmenge wurde schnell wieder mehrr und wir konnten ganz ohne BES stillen, selbst beim pumpen kamen weit über 120 ml pro brust. Der erfolg war kurz. Schnell sank die milchmenge trotz vielem stillen wieder und nach 3 mal erfolgreichen relakatationen, verweigerte mein sohn beim dritten versuch nach 5 wochen die brust. Ihm war das wohl zu streßig und so stillte ich ihn mit 5 monaten schmerzerfüllt ab :(

Nun wird er in 22 tagen 1 jahr alt und trinkt noch sehr sehr viel pre. Er ist zwar schon vom tisch mit 3 mal täglich, braucht dannach aber noch seine 260 ml pre + 2 extra flaschen je 260 ml morgens und nachmittags.

Nach dem mir letztens die brust so kribbelte und ich noch milch rausbekam, legte ich vor etwa einer woche die pumpe an und nahm noch übrig gebliebene bockshornklee kapseln und tada: es kommen 1-2 tröpfchen milch beim pumpen.
Ich pumpe so oft es geht mit der medela freestyle doppelmilchpumpe 20-30 min 2-6 mal täglich (je nach zeit)

Nun kam die überlegung, da wirklich ein paar tropfen kommen und mein sohn noch sehr viel pre trinkt, ihn wieder zu stillen, der wunsch meinerseits ist soo groß.

Ich habe ihn heute morgen nach einer halben flasche versucht anzulegen und er hat mit interesse meine brust untersucht und meine milch gekostet, verzog aber das gesicht, war aber nicht abgeneigt mit den lippen an der brustwarze zu ziehen und einma kräftig reinzubeißen :D
Ich sagte ihn behutsam, dass er nicht beißen soll und er zog noch etwas dran, bis er von meinem schoß krabbelte.

Bei dem versuch mich mit ihm mit dem BES ins bett zu kuscheln statt ihn mit der flasche ins bett zu legen, war er weniger angetan, zog nur an dem schlauch und weinte. Ich legte ihn dann erstmal hin.

Wenn er wach ist und nicht müde und nölig ist würde ich es gerne erneut probieren.


Was haltet ihr davon? Ihrsinnige idee oder doch evtl machbar?

Ich habe einfach das gefühl ich MUSS es noch einmal auaprobieren, bevor ich nie wieder stillen werden und unsere sehr angeknackste mutter kind bindung würde es enorm stärken <3
Phytolacca
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Re: Relaktion nach 6 monaten

Beitrag von Phytolacca »

Hallo Mami1322,

Ich kann deine Kummer über das plötzliche nicht mehr stillen verstehen und hätte dir da mehr Unterstützung gewünscht.
Zur Relaktation habe ich keine Erfahrung, aber ich wollte dir mal einen Gruß da lassen.

Es wäre schön, wenn du dich noch in dem Forum "wer schreibt denn hier" vorstellst, das ist hier so üblich und so werden auch mehr Personen auf die aufmerksam.

:)
Nur mit Handy, daher Sorry für die Fehler

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Liebe Grüße
Phytolacca und zwei Streithähne
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deidamaus
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Re: Relaktion nach 6 monaten

Beitrag von deidamaus »

Hallo Mamii1322,

schön, dass du hierhergefunden hast. Jetzt schauen wir mal, was wir in deinem Fall gemeinsam erreichen können.
Mamii1322 hat geschrieben: Im februar letzten jahres habe ich mein zweites kind bekommen. Der stillstart war ein traum und wir haben das stillen sehr genossen, bis ich selber bemerk habe, das irgewas nicht stimmt. Bei der u4 stellte sich dann endlich heraus, dass mein sohn seit dem letzten wiegen der hebi (etwa 3 wochen vorher) 300 weniger wog. Mein gefühl von zu wenig mich bestätigte sich somit. Ich gehe stark davon aus, dass eine nicht verarbeitete schwangerschafts und wochenbettdepression die ursache war.
Ich besorgte mir am selben tag noch ein BES und pre nahrung und fütterte an der brust zu. Es war schön, endlicb ein entspanntes kind, die milchmenge wurde schnell wieder mehrr und wir konnten ganz ohne BES stillen, selbst beim pumpen kamen weit über 120 ml pro brust. Der erfolg war kurz. Schnell sank die milchmenge trotz vielem stillen wieder und nach 3 mal erfolgreichen relakatationen, verweigerte mein sohn beim dritten versuch nach 5 wochen die brust. Ihm war das wohl zu streßig und so stillte ich ihn mit 5 monaten schmerzerfüllt ab :(
Hattest du in der Zeit Betreuung durch eine Stillberaterin?
Nun wird er in 22 tagen 1 jahr alt und trinkt noch sehr sehr viel pre. Er ist zwar schon vom tisch mit 3 mal täglich, braucht dannach aber noch seine 260 ml pre + 2 extra flaschen je 260 ml morgens und nachmittags.
Das sind in der Tat noch sehr große Mengen Pre für ein Kind mit einem Jahr, da hast du Recht.
Nach dem mir letztens die brust so kribbelte und ich noch milch rausbekam, legte ich vor etwa einer woche die pumpe an und nahm noch übrig gebliebene bockshornklee kapseln und tada: es kommen 1-2 tröpfchen milch beim pumpen.
Ich pumpe so oft es geht mit der medela freestyle doppelmilchpumpe 20-30 min 2-6 mal täglich (je nach zeit)
Je nach Frau kann es eine ganze Weile dauern, bis die Milchproduktion vollkommen eingestellt wird.
Nun kam die überlegung, da wirklich ein paar tropfen kommen und mein sohn noch sehr viel pre trinkt, ihn wieder zu stillen, der wunsch meinerseits ist soo groß.
Ich kann deinen Wunsch sehr gut verstehen. Deine Milchproduktion wieder anzukurbeln ist sicherlich möglich (ob du jedoch die Menge an Milch wieder produzieren kannst, die dein Sohn im Moment trinkt, ist nicht sicher). Ein fast einjähriges Kind wieder an die Brust zu bekommen, das ein halbes Jahr nicht mehr an der Brust getrunken hat, dürfte recht schwierig sein. Probieren kannst du es auf jeden Fall, die Erfolgsaussichten sind aber nicht so hoch. Ich will dich jetzt nicht von deinem Vorhaben abhalten und unterstütze dich natürlich dabei, nur solltest du dir darüber im Klaren sein, dass dein Sohn wahrscheinlich nicht wieder stillen wird. Wichtig für eine Rückführung an die Brust ist auch ein hohes Saugbedürfnis deines Sohnes. Hat er einen Schnuller?

Du könntest natürlich durch eine Relaktation die dadurch gewonnene Muttermilch deinem Sohn auf jeden Fall geben.

Ich habe ihn heute morgen nach einer halben flasche versucht anzulegen und er hat mit interesse meine brust untersucht und meine milch gekostet, verzog aber das gesicht, war aber nicht abgeneigt mit den lippen an der brustwarze zu ziehen und einma kräftig reinzubeißen :D
Ich sagte ihn behutsam, dass er nicht beißen soll und er zog noch etwas dran, bis er von meinem schoß krabbelte.
Dein Sohn weiß leider nicht mehr, wie Stillen geht.
Bei dem versuch mich mit ihm mit dem BES ins bett zu kuscheln statt ihn mit der flasche ins bett zu legen, war er weniger angetan, zog nur an dem schlauch und weinte. Ich legte ihn dann erstmal hin.
Damit er dies wieder lernen kann, ist ein klassisches Rückgewöhnungsprogramm sinnvoll.
1) Verwendung von verschiedenen Flaschensaugern (Gewöhnung an unterschiedliche Mundgefühle)
2) Flaschengabe in Stillposition möglichst an der nackten Brust
3) Verwendung eines Flaschensaugers als Stillhütchen mit BES
4) Verwendung des Stillhütchens mit BES
5) Abgewöhnen von Stillhütchen und BES
Wenn er wach ist und nicht müde und nölig ist würde ich es gerne erneut probieren.
Sinnvoll ist eher obiges Rückgewöhnungsprogramm. Dein Sohn kann nicht mehr stillen und weiß nicht mehr, dass er aus der Brust Milch trinken kann. Das klappt bei so großen Kindern nicht mehr intuitiv (das geht meist nur in den ersten Lebenswochen).
Was haltet ihr davon? Ihrsinnige idee oder doch evtl machbar?
Deine Milchproduktion wieder ankurbeln ist auf jeden Fall möglich. Das dein Sohn wieder an der Brust trinken wird, leider eher unwahrscheinlich.
Ich habe einfach das gefühl ich MUSS es noch einmal auaprobieren, bevor ich nie wieder stillen werden und unsere sehr angeknackste mutter kind bindung würde es enorm stärken <3
Wenn du das Gefühl hast, du musst es nochmal probieren, dann tue es. Vielen Frauen hilft es, wenn sie wissen, dass sie alles dafür getan haben, dass das Baby wieder an die Brust geht. Stillen hilft natürlich beim Aufbau der Mutter-Kind-Bindung, aber das Stillen ist nur ein kleiner Teil (und dafür nicht nötig). Wichtig ist hier viel Körperkontakt und das Eingehen auf die Bedürfnisse deines Kindes.

Was meinst du?

Liebe Grüße von deidamaus
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