Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Zööö
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Zööö »

Eigentlich haben wir es sogar gelernt, dass erst alle anderen Möglichkeiten ausgeschlossen werden solle n und dann käme sogar wie videoanalysen oder so...
Viele Grüße
ich und
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Bienchen2016
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Bienchen2016 »

soda hat geschrieben:Vergessen:
Oder man empfiehlt dir ganz freundlich eine Psychotherapie. Natürlich ganz freundlich.
Und als nächstes steht bei der Mutter im Krankenblatt F32.irgendwas oder F43.irgendwas. Dann ist die Sache eh gegessen. Dann bist du die übergeschnappte Mutti, die es halt nicht hinkriegt und bei der man bei jedem Hindernis oder Meilenstein im Leben wieder auf das psychische Ereignis wartet bzw. bei der sämtliches Verhalten damit erklärt wird, dass (z. B.) eine Depression vorliegt. (Entschuldigung für die unangemessene Wortwahl und stark überspitzte Darstellung, aber ich erlebe es wirklich genau so immer wieder: Wenn eine Psycho-Diagnose mitgeführt wird, schalten viele Ärzte komplett ab.)
Damit wirst du auf jeden Fall recht haben!
Ich denke ich werde da die Untersuchung durch die Kinderärztin beim nächsten Termin wahrnehmen und das war es dann, es bringt ja vermutlich nichts, wenn die Ansichten so weit auseinander gehen.
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Bienchen2016 »

klecksauge hat geschrieben:Noch keine Kopfkontrolle? Wie alt ist sie denn jetzt genau (vielleicht magst du den geburtsmonat in deiner Signatur ergänzen?)?

EEH ist bei uns am Klinikum die Schreiambulanz. Hier wird definitiv nicht zum ferbern geraten.
Sie wird zum Jahreswechsel 5 Monate.
Keine Kopfkontrolle nicht, aber definitiv nicht ausreichend, damit ich sie wie in den YouTube Videos gezeigt auf den Rücken gewuppt bekomme. Ich habe mir einige abgesehen. Den Oberkörper hält sie kräftemässig auch nicht gut aufrecht. Bei der U3 war laut Kinderärztin alles okay, die U4 ist erst im Februar.
Ich habe ja nur den Vergleich zu anderen Babys, die ich beobachten konnte, die sind ihr da etwas voraus. Deswegen hatte ich auch vor einiger Zeit hier schon mal nachgefragt, ob so etwas durch häufiges Tragen kommen kann.
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Bienchen2016 »

Zööö hat geschrieben:Eigentlich haben wir es sogar gelernt, dass erst alle anderen Möglichkeiten ausgeschlossen werden solle n und dann käme sogar wie videoanalysen oder so...
Wie meinst du das? Wovor ausgeschlossen werden?
Vom Video war da auch die Rede. Habe ich in dem Moment nicht ganz verstanden. "Wir wollen sehen, wie Sie mit dem Baby umgehen" oder so ähnlich.
Hmm, wenn ich mich beobachtet fühle, bin ich mittlerweile so verunsichert. Vermutlich fällt sie mir dann runter oder ich mache etwas falsch, was dann kritisiert wird. :(
Eigentlich bin ich schon der Meinung, dass wir sehr behutsam mit ihr umgehen. Mein Mann auch sehr!
Einzig beim anziehen haben wir es recht flott gemacht um einfach die Dauer des weinens zu verkürzen. Das klappt nun seit der Kiss-Behandlung allerdings besser.
Zööö
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Zööö »

Es sollen alle körperlichen Ursachen zuerst ausgeschlossen werden. Also eig genau das was ihr wollt, soll zuerst gemacht werden.
Wir mussten in solchen Videos zB schauen, wie die Eltern das Kind ansprechen, was die Eltern dem Kind für "Angebote" machen etc. oft fallen da Dinge auf, die einem als Eltern in der Situation gar nicht bewusst sind. Die Videos sollten dann zum analysieren gemeinsam geschaut werden. Wenn ich dazu komme schau ich mal, ob ich in meinen Unterlagen was genaueres finde, das is schon so lang her...
Viele Grüße
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Diana
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Diana »

Hallo.

Die Video Analysen werden sicherlich in verschiedenen Institutionen eingesetzt. Ich kenne es aus der analytischen Kinder-und Jugendlichenpsychotherapie, also insbesondere aus der Säuglingsambulanz. Durch die Videoaufnahmen kann der Therapeut oftmals sehr schnell und sehr präzise erkennen und verstehen, wo eine Eltern-Kind-Interaktion bspw aneinander vorbei läuft. Nicht in dem Sinne, was die bösen Eltern falsch machen, sondern in der Form, dass ein besonders viel weinendes oder nicht-einschlafendes Kind möglicherweise einen Grund für sein Verhalten hat - das für einen selbst als Elternteil meist überhaupt nicht wahrnehmbar ist. Das kennen wir doch alle -
Von außen betrachtet sind die Dinge oftmals sehr klar un deutlich verstehbar, man selbst aber konnte nicht drauf kommen. Das Video soll nicht das Gefühl von beobachtet-werden geben, sondern verstehen helfen, was da los ist und wie die problematische Situation Eltern und Kind erleichtert werden kann. Das ist keine Beratung mit allgemeinen Tipps, die jeder Mutter mitgegeben werden. Sondern es ist ein analytisches Einlassen auf genau diese eine Familie und das Erforschen der Zusammenhänge....was meist bei Säuglingen nur wenige Termine in Anspruch nimmt.
Wenn man sich abgestempelt fühlt wegen einer F-Ziffer, kann man eine solche therapeutische Hilfe natürlich nicht in Anspruch nehmen. Darüber müsste man sich hinweg setzen koennen. Denn es hilft eben einfach...
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Bienchen2016 »

Zööö hat geschrieben:Es sollen alle körperlichen Ursachen zuerst ausgeschlossen werden. Also eig genau das was ihr wollt, soll zuerst gemacht werden.
Wir mussten in solchen Videos zB schauen, wie die Eltern das Kind ansprechen, was die Eltern dem Kind für "Angebote" machen etc. oft fallen da Dinge auf, die einem als Eltern in der Situation gar nicht bewusst sind. Die Videos sollten dann zum analysieren gemeinsam geschaut werden. Wenn ich dazu komme schau ich mal, ob ich in meinen Unterlagen was genaueres finde, das is schon so lang her...
Ok, jetzt habe ich verstanden, was du schon im vorherigen Beitrag meintest.
Das klingt sinnvoll. Wird das denn regulär bei der Familie zu Hause gemacht, oder im Institut? Zu Hause habe ich logischerweise viel mehr Möglichkeiten, auf meine Tochter einzugehen, als an einem fremden Ort.
Zööö
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Zööö »

Das war unterschiedlich und hängt sicher vom jeweiligen Fall ab.
Viele Grüße
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soda
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von soda »

Diana, wenn man aber doch abgestempelt wird, ohne wirklich Hilfe zu erhalten, dann bringt es nix. Gegen so eine Analyse hab ich ja nix gesagt. Das mag eine ganz professionelle Methode sein. Die erfordert aber hoffentlich nicht das Vorhandensein einer F32 oder F43.
Das fände ich skandalös. Ein Schreibaby zu haben, ist doch keine Krankheit!
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Diana
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Diana »

Hi Tina.
Wenn man eine analytische Ausbildung hat, kann man solche Säuglingsbehandlungen über die Kasse abrechnen. Und die Kasse braucht eine Diagnose, um die Kosten zu übernehmen. So ist unser Gesundheitssystem (leider). Wenn es nichts bringt, dann ist es natürlich total ätzend. Aber wenn es was bringt -und das ist bei einem kompetenten analytiker in der Regel so-, dann würde es aus meiner Sicht lohnen. Aber ich bin da auch einigermaßen locker. Ich bin eben selber Kinderanalytikerin und war bereits mehrfach zu Beratungen bei Kollegen und klar bekommt die Kasse dann irgendwelche Ziffern zugesandt....so what. Mich und meine Kinder haben die Stunden deutlich weiter gebracht. Das ist es für mich, was zählt. Wenn man sich aber so viel befasst mit Therapie, dann wird es einen eben auch völlig normal. Dazu kann ich nur ermuntern.
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