Nicht stillen können als psy. Belastung

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Fernweh
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Re: Nicht stillen können als psy. Belastung

Beitrag von Fernweh »

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Syltfee
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Re: Nicht stillen können als psy. Belastung

Beitrag von Syltfee »

Hallo Fernweh, fühl dich einfach mal ganz fest gedrückt.

unterwegs mit Tapatalk ...
Seifenblasenfrau
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Re: Nicht stillen können als psy. Belastung

Beitrag von Seifenblasenfrau »

Ich möchte dir auch einen Drücker dalassen. Du bist so tapfer!
Die Große 08/15
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Jägerin
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Re: Nicht stillen können als psy. Belastung

Beitrag von Jägerin »

Hallo Fernweh, ich lese hier schon lange mit und hoffe so sehr, dass es bald gut funktioniert bei euch.

Als ich gerade von dem gelungenem BES-Versuch und den danach misslungenen Versuchen gelesen habe, hat sich bei mir eine Frage aufgeworfen: war der Papa beim guten Versuch abwesend und bei den anderen anwesend? Er scheint dem ganzen ja schon sehr negativ gegenüber eingestellt zu sein. Gerade was ich aus einem deiner letzten Beiträge herauslese, demotiviert er eher.
Ich würde wohl nochmal versuchen ihm klar zu machen, wie wichtig dir die Sache ist. Evtl kann er es auch nicht nachvollziehen, dann soll er dich doch bitte trotzdem so gut wie möglich positiv unterstützen.

Ich wünsche dir auf jeden Fall einen nächsten erfolgreichen Versuch und noch weitere.

von unterwegs
LG
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Fernweh
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Re: Nicht stillen können als psy. Belastung

Beitrag von Fernweh »

Ja, er war bei dem gelungenen Versuch nicht dabei, aber bei den anderen schon. Ob seine Anwesenheit das jetzt wirklich so beeinflusst? Ich weiß es nicht.

Ich habe dann auch noch einmal das Gespräch gesucht und ihm gesagt, dass ich mich nicht immer rechtfertigen möchte. Er meint halt, dass ich die Kleine dadurch sehr stresse und sieht keinen Sinn in der Sache. Auch wegen der Mumi um die ich so kämpfe bleibt er bei seinem Standpunkt, dass das bisschen nichts "ausrichten" kann, wenn er das in der Relation betrachtet wie viel sie eigentlich davon bekommen sollte. Und wo ich ihm leider Recht geben muss, ist die Auswirkung auf mich, dass es mir oft sehr schlecht geht mit der Situation, vor allem bei Fehlschlägen.
Ich weiß wirklich nicht wie ich weiter machen soll. Manchmal wünsche ich mir, dass es keine halbwegs guten Erfolge geben hätte sollen, dann könnte ich "einfach" aufhören, weil ich es nicht schaffe. Aber vor allem dieser eine gelungene Versuch, wo eigentlich alles gepasst hat, zwingt mich zum weiter machen.


Und an alle, die mir immer so lieb schreiben: ich freue mich immer über eure Beiträge, aber komme nicht immer dazu euch persönlich zu antworten oder bin gerade zu aufgewühlt in diesem Moment. Ich schätze aber jedes Wort wert!
Schnucks 08/16
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Regenbogen82
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Re: Nicht stillen können als psy. Belastung

Beitrag von Regenbogen82 »

Fernweh, auch mit den kleinen Mengen tust Du Deinem Baby soviel Gutes! Pre enthält weder lebende Zellen noch Antikörper! Deine Tochter wächst (derzeit) nicht von Deiner Milch und wird von ihr nicht satt, aber jeder Tropfen davon tut ihr gut!
Ich glaube Dir, dass es Dich stresst und ohne die Versuche weniger anstrengend wäre, aber die Frage ist ja, ob es Dir damit besser ginge und die Trauer weniger würde? Ich habe mich in einer sehr ähnlichen Situation beim ersten Kind von meinem Umfeld dazu drängen lassen, es nicht nochmal mit dem Stillen zu versuchen und der Alltag wurde dadurch weniger stressig, aber die Trauer war immer präsent und die kommt jetzt, fünf Jahre später, noch manchmal hoch. Natürlich heißt das nicht, dass es bei Dir auch so sein muss, aber es KANN eben so sein.
Mein Mann findet Stillen leider auch nur gut und praktisch, solange es völlig problemlos verläuft und mein Stillen mit BES beim zweiten Kind und jetzt das häufige Stillen und Wecken beim dritten Kind wird von ihm eher skeptisch gesehen und weder unterstützt noch boykottiert. Ich habe aber für mich entschieden, es durchzuziehen, weil es einfach mir und meiner Mittleren sehr gut getan hat, was Gesundheit und Bindung angeht und das auch jetzt so ist/ sein wird und für mich eben die Anstrengung wert ist.

Mach doch den nächsten BES-Versuch mal ganz bewusst in Abwesenheit Deines Mannes! Ich wünsche Dir einen schönen Tag!
Brüderchen (09/11) und Schwesterchen (04/13) und kleines Schwesterchen (08/16)
Fernweh
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Re: Nicht stillen können als psy. Belastung

Beitrag von Fernweh »

Ich finde auch die Flasche stressig... Manchmal weiß ich ja, was ihr bei einem Versuch nicht gepasst hat. Aber bei diesen letzten Malen mit BES und Stillhütchen bin ich ratlos, weil ich gar nicht weiß, was ich ändern könnte. Pre ist geflossen, Hunger war da... Manchmal kommt es mir so vor, dass sie Neues zuerst annimmt und dann aber beim Wiederholen nicht mehr möchte. Ich verstehe ja, wenn ein Versuch nicht ganz klappt und sie das abspeichert und sich beim nächsten Mal daran "erinnert". Aber bei dem erfolgreichen Versuch mit BES und Stillhütchen wurde sie ja sogar satt (mehr odet weniger), also hätte das ein positives Erlebnis sein sollen.
Ich habe eben auch Angst davor, dass ich es in ein paar Wochen oder Monaten bereuen werde, wenn ich es jetzt nicht weiter versuche. Ich bereue jetzt schon so vieles im Verlauf der ersten Wochen, auch wenn ich weiß, dass mir einfach Informationen und Unterstützung gefehlt haben. Das macht es aber auch nicht leichter, denn schlussendlich war ich dafür verantwortlich und jetzt muss ich damit leben.
Schnucks 08/16
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Kuriburi
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Re: Nicht stillen können als psy. Belastung

Beitrag von Kuriburi »

Mache dir bloß keine Vorwürfe! Du hast bestimmt keine Schuld für irgendetwas und ich kenne kaum jemanden, der so für das Stillen kämpft wie du! Was bei uns wichtig war für irgendwelche Versuche bezüglich des Stillens war, dass das Baby gut ausgeschlafen war. Hier war ein müdes Baby schnell frustriert und es gab Geschrei an der Brust. Und dann möchte ich dir noch dalassen, dass du auch als Flaschenmama eine ganz tolle Mama sein kannst, deinem Kind viel Nähe und Liebe geben kannst. Auch wenn es hier oft so anders tönt, aber eine tolle Bindung zu deinem Baby kannst du auch aufbauen wenn du Flasche fütterst. Ich selber kann dich verstehen, ich habe bei meinem Baby beim Zufüttern der ersten Flasche geweint und es musste dann auch meist mein Mann machen weil sich alles in mir dagegen gesträubt hat. Aber wenn es physisch und psychisch zu einer zu großen Belastung wird, dann finde ich es ebenso legitim wenn du entscheidest dass du das nicht mehr kannst/möchtest mit dem Stillen. Es ist eine so schwierige Entscheidung die dir niemand hier abnehmen kann. Solange du noch unsicher bist, solltest du in jedem Fall weiter stillen. Aber denke bitte auch an dich! Ich wünsche dir so sehr, dass es noch klappt. Aber wenn nicht, dann solltest du dich nicht selbst auch noch mit schlechtem Gewissen und Vorwürfen strafen. Schließlich hast du mit allen Kräften dafür gekämpft und das ehrt dich so sehr. Ich kenne nur wenige Menschen, die das tun/getan haben. Du bist so oder so eine ganz tolle Mama!
Viele Grüße von Kuriburi mit Sohn (7/2016) und Sohn (09/2020)
Fernweh
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Re: Nicht stillen können als psy. Belastung

Beitrag von Fernweh »

Das mit dem müde sein und schlafen spüre ich recht gut bei ihr. Da wird dann tagsüber auch entweder auf mir oder im TT geschlafen.

Bezüglich unserer Bindung habe ich schon ein paar positive Meldungen von med. Fachpersonal erhalten. Wobei ich mich da frage, woran die das festmachen.
Schnucks 08/16
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deidamaus
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Re: Nicht stillen können als psy. Belastung

Beitrag von deidamaus »

Fernweh hat geschrieben:Ja, er war bei dem gelungenen Versuch nicht dabei, aber bei den anderen schon. Ob seine Anwesenheit das jetzt wirklich so beeinflusst? Ich weiß es nicht.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das bei euch der Auslöser für Erfolg oder Misserfolge sein kann. Dein Baby spürt deine innere Anspannung, die du sicherlich hast, wenn dein Mann dabei ist. Das kann der Auslöser sein, dass es nicht Stillen mag. Also nächster Versuch in Abwesenheit deines Mannes.

Liebe Grüße von deidamaus
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Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
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