Stillen mit Urtikaria/Nesselsucht
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- britje
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Stillen mit Urtikaria/Nesselsucht
Hallo Ihr Lieben,
ich weiß nicht mehr weiter...
Vor der ersten Schwangerschaft mit Sohn Nr.1 vor 2 Jahren hatte ich vielleicht im Jahr 3-4Schübe. Nach der ersten Schwangerschaft waren es je 6 Schübe in den beiden Stilljahren und in der zweiten Schwangerschaft war die Urtikaria wie weggeblasen 9Monate kein Schub und jetzt... 8 Wochen nach der Geburt von Sohn Nr.2 hatte/habe ich heute den 6.Schub.
Die Quaddeln sind großflächig, ineinanderlaufend und stark juckend! Überall, wo irgendetwas meine Haut berührt, wenn es losgeht, entstehen die Quaddeln zusätzlich noch stärker. Bevor es richtig losgeht, kribbelt es hinter meinen Ohren und am Haaransatz und wenn ich dann ein Antihistaminikum nehme, quält mich der Juckreiz bzw. die (Höllen-)Schmerzen nur 2-3 Tage und nicht 5. Momentan juckt es mich aber dauerhaft und ich überlege, einige Tage/Wochen hintereinander Antihistaminika zu nehmen.
Gyn und Hebamme sagen, ich könne bis zu drei Tabletten Ceterizin täglich nehmen, aber im Beipackzettel steht was ganz anderes und so habe ich nur eine bei akutem Schub genommen.
Ich halte das so aber nicht mehr aus und Stillen mit so einer empfindlichen Haut an der Brust geht gar nicht.
Die Brust wird dann zu einer kompletten großflächigen Quaddel. Wenn es losgeht, kann ich 4std NICHT stillen. Ich weiß nie, wann es losgeht, traue mich nicht mehr lange aus dem Haus und lebe in ständiger Alarmbereitschaft.
Ich war schon bei zwei Hautärzten, in zwei Hautkliniken und in einem Allergiezentrum. Keiner weiß, wieso meine Mastzellen so überreagieren. Keiner findet den Auslöser.
Ich bin einfach nur noch verzweiflt. Ich habe jetzt sogar schon drei Beutelchen Mumi eingefroren für den nächsten Schub.
Kann ich bedenkenlos (für mein Stillbaby) über längere Zeit das Antihistaminikum nehmen?
Mir ist nur noch nach Heulen zu mute!
ich weiß nicht mehr weiter...
Vor der ersten Schwangerschaft mit Sohn Nr.1 vor 2 Jahren hatte ich vielleicht im Jahr 3-4Schübe. Nach der ersten Schwangerschaft waren es je 6 Schübe in den beiden Stilljahren und in der zweiten Schwangerschaft war die Urtikaria wie weggeblasen 9Monate kein Schub und jetzt... 8 Wochen nach der Geburt von Sohn Nr.2 hatte/habe ich heute den 6.Schub.
Die Quaddeln sind großflächig, ineinanderlaufend und stark juckend! Überall, wo irgendetwas meine Haut berührt, wenn es losgeht, entstehen die Quaddeln zusätzlich noch stärker. Bevor es richtig losgeht, kribbelt es hinter meinen Ohren und am Haaransatz und wenn ich dann ein Antihistaminikum nehme, quält mich der Juckreiz bzw. die (Höllen-)Schmerzen nur 2-3 Tage und nicht 5. Momentan juckt es mich aber dauerhaft und ich überlege, einige Tage/Wochen hintereinander Antihistaminika zu nehmen.
Gyn und Hebamme sagen, ich könne bis zu drei Tabletten Ceterizin täglich nehmen, aber im Beipackzettel steht was ganz anderes und so habe ich nur eine bei akutem Schub genommen.
Ich halte das so aber nicht mehr aus und Stillen mit so einer empfindlichen Haut an der Brust geht gar nicht.
Die Brust wird dann zu einer kompletten großflächigen Quaddel. Wenn es losgeht, kann ich 4std NICHT stillen. Ich weiß nie, wann es losgeht, traue mich nicht mehr lange aus dem Haus und lebe in ständiger Alarmbereitschaft.
Ich war schon bei zwei Hautärzten, in zwei Hautkliniken und in einem Allergiezentrum. Keiner weiß, wieso meine Mastzellen so überreagieren. Keiner findet den Auslöser.
Ich bin einfach nur noch verzweiflt. Ich habe jetzt sogar schon drei Beutelchen Mumi eingefroren für den nächsten Schub.
Kann ich bedenkenlos (für mein Stillbaby) über längere Zeit das Antihistaminikum nehmen?
Mir ist nur noch nach Heulen zu mute!
Zuletzt geändert von tania am 30.10.2016, 02:53, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Abkuerzung fuer Schwangerschaft ausgeschrieben
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Liebe Grüße von Christiane
- Berenike
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Stillen mit Urtikaria/Nesselsucht
Nur kurz zu Gyn und Beipackzettel: im Zweifel würde ich da immer dem Fachpersonal vertrauen! Also wenn dir eine Ärztin 3 Stück/Tag erlaubt, kannst du das auch so nehmen! Vor allem, wenn es dir hilft. Die Beipackzettel müssen immer sehr viel vorsichtiger formuliert sein. Und hier im Forum dürfen gar keine Medikamenten-Empfehlungen gegeben werden, da wirst du wahrscheinlich auf embryotox.de verwiesen.
Zur Nesselsucht: ich habe eine leichtere Form davon und mich daher mal näher informiert. Es scheint ja sehr üblich zu sein, dass man keinen wirklichen Auslöser findet und damit auch nicht wirklich therapieren kann. Kannst du nur bei einem Schub nicht stillen, oder hast du den Eindruck, dass das Stillen Schübe auslöst?
Ich wünsch dir gute Besserung und dass das Cetirizin wirkt!
Zur Nesselsucht: ich habe eine leichtere Form davon und mich daher mal näher informiert. Es scheint ja sehr üblich zu sein, dass man keinen wirklichen Auslöser findet und damit auch nicht wirklich therapieren kann. Kannst du nur bei einem Schub nicht stillen, oder hast du den Eindruck, dass das Stillen Schübe auslöst?
Ich wünsch dir gute Besserung und dass das Cetirizin wirkt!
Ich habe eine Tochter (01/14) und einen Sohn (10/16).
- britje
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Re: Stillen mit Urtikaria/Nesselsucht
Hallo betenike,
danke für deine Antwort!
Ich kann unter dem Schub nicht stillen aufgrund der Schmerzen. Kann dann auch nicht so lange still sitzen. Ziehe mich meistens nackt aus und muss rumlaufen und mich bewegen. Das Stillen löst es nicht aus, denke ich, denn dann hätte ich das ja noch viel häufiger, oder?
danke für deine Antwort!
Ich kann unter dem Schub nicht stillen aufgrund der Schmerzen. Kann dann auch nicht so lange still sitzen. Ziehe mich meistens nackt aus und muss rumlaufen und mich bewegen. Das Stillen löst es nicht aus, denke ich, denn dann hätte ich das ja noch viel häufiger, oder?
Liebe Grüße von Christiane
- Berenike
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Stillen mit Urtikaria/Nesselsucht
Ohje, das klingt ja wirklich schlimm. Bei mir tut es nicht weh, die Quaddeln jucken nur wie blöd und wenn ich mich nicht extrem zusammenreiße, dann tut es natürlich an den Stellen weh, die ich kratze
.
Ich glaube, wenn es bei mir so schlimm wäre wie bei dir, würde ich es mit der Dauereinnahme versuchen und dann immer wieder ausprobieren, ob man das Cetirizin wieder weglassen kann, eben in Absprache mit der Gyn. Es ist ja wichtig, dass du weiterhin eigentlich immer stillen kannst und nicht vier Stunden Zwangspause wegen Schmerzen machen musst!
Ich glaube, wenn es bei mir so schlimm wäre wie bei dir, würde ich es mit der Dauereinnahme versuchen und dann immer wieder ausprobieren, ob man das Cetirizin wieder weglassen kann, eben in Absprache mit der Gyn. Es ist ja wichtig, dass du weiterhin eigentlich immer stillen kannst und nicht vier Stunden Zwangspause wegen Schmerzen machen musst!
Ich habe eine Tochter (01/14) und einen Sohn (10/16).
- tania
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Re: Stillen mit Urtikaria/Nesselsucht
liebe britje,
bei embryotox steht
sollte dein baby zwischendrin gefuettert werden muessen, weil du fuer das stillen ausfaellst, ist es gut, das stllfreundlich zu tun - click.
alles gute und liebe gruesse, tania
ModTeam Stillberatung
bei embryotox steht
das plus die aussage deines arztes scheint mir ziemlich eindeutig. ich wuensche dir sehr, dass das medikament hilft!Empfehlung: Cetirizin kann in der Stillzeit eingenommen werden.
sollte dein baby zwischendrin gefuettert werden muessen, weil du fuer das stillen ausfaellst, ist es gut, das stllfreundlich zu tun - click.
alles gute und liebe gruesse, tania
ModTeam Stillberatung
tania mit sohn *09 und sohn *12
-
EhMibima
Re: Stillen mit Urtikaria/Nesselsucht
Hallo. Ich schnei mal kurz rein. Kann man denn da ernährungstechnich was machen? Histaminarm, reizarm essen könnte evtl helfen?!
Gute Besserung jedenfalls!
Gute Besserung jedenfalls!
- auri82
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 872
- Registriert: 12.06.2015, 20:46
Re: Stillen mit Urtikaria/Nesselsucht
Hallo, erstmal möchte ich dir einen (ganz vorsichtigen) Drücker dalassen, wenn du magst. ((( ))) Das klingt echt sehr hart und das um Wochenbett und mit Großkind.
Dann möchte ich mich der Idee anschließen, zu versuchen über die Ernährung was zu drehen. Durch die Schwangerschaft und Stillzeit kann sich jeweils so unterschiedlich was an deiner Darmflora und generell in deinem Körper verändern, Allergien können kommen oder gehen aber eben auch solche überschießenden Hautreaktionen... Ich habe das in viel geringerem Ausmaß als du aber auch völlig unvorhersehbar.
Daher denke ich, dass erneute Ursachenforschung sich jeweils in oder nach einer Schwangerschaft immer lohnt, auch wenn es natürlich eine große zusätzliche Belastung ist.
Dann möchte ich mich der Idee anschließen, zu versuchen über die Ernährung was zu drehen. Durch die Schwangerschaft und Stillzeit kann sich jeweils so unterschiedlich was an deiner Darmflora und generell in deinem Körper verändern, Allergien können kommen oder gehen aber eben auch solche überschießenden Hautreaktionen... Ich habe das in viel geringerem Ausmaß als du aber auch völlig unvorhersehbar.
Daher denke ich, dass erneute Ursachenforschung sich jeweils in oder nach einer Schwangerschaft immer lohnt, auch wenn es natürlich eine große zusätzliche Belastung ist.
Auri mit 2 Mädels 06/2015 und 04/2017
- Missy
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 28.06.2013, 15:49
Re: Stillen mit Urtikaria/Nesselsucht
Ich leide selbst darunter und benötige wirklich täglich meine Cetirizin-Tablette. Ich nehme sie jetzt seit bald 9 Jahren täglich, auch in der Schwangerschaft und auch in der Stillzeit, es wurde sowohl vom FA, als auch vom Arzt, der den Feinultraschall gemacht hat abgesegnet. Und auch wie bei dir sind die FachÄrzte bei mir recht ratlos.
Wenn ich sie nicht nehme, dann wird es bei mir so schlimm wie bei dir und wird nur mit Cortison ertäglich. Dann lieber Cetirizin.
Quäl dich bitte nicht so, ich weiß wie unangenhm das ist. So kann man sein Baby doch gar nicht geniessen. Alles Liebe!
Wenn ich sie nicht nehme, dann wird es bei mir so schlimm wie bei dir und wird nur mit Cortison ertäglich. Dann lieber Cetirizin.
Quäl dich bitte nicht so, ich weiß wie unangenhm das ist. So kann man sein Baby doch gar nicht geniessen. Alles Liebe!
Missy mit dem kleinen Wuselchen (6/13) und *(10/15)
- britje
- Moderatoren-Team
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- Registriert: 30.10.2014, 22:43
- Wohnort: Mitte-Schleswig-Holstein
Re: Stillen mit Urtikaria/Nesselsucht
Hallo Ihr Lieben,
habe heute moch mal mit meinem Allergologen Rücksprache gehalten, der mit dringend von genanntem Mittel abrät, da es das Baby müde machen würde. Ich habe stattdessen eine cortisonfreie Creme bekommen, die ich im Akutfall nehmen soll. Die werde ich aber nur begleitend einsetzen und das Antihistaminikum trotzdem nehmen, da ich es einfach nicht anders aushalte!
Danke für Eure lieben Worte und den Link...
Die Situation ist für mich auch psychisch extrem belastend.
Zur reizarmen/histaminarmen Ernährung, finde es schwierig auf so viel zu verzichten, ohne zu wissen was der Auslöser ist. Es ist zwar richtig, dass ich damit den Histamingehalt etwas runterregeln kann, aber es ist auch schwierig im Alltag unter zu bringen.
Ich habe es tatsächlich schon einige Wochen versucht.
Keine Weizenprodukte, kein Milcheiweiß, kein Hühnerei, keine Nüsse oder Fertigprodukte und keine Dosen-, sowie Sojaprodukte. Es wird nur leider trotzdem nicht besser.
Ich weiß echt nicht mehr weiter und der Allergologe hat mich heute auch nicht weiter gebracht.
habe heute moch mal mit meinem Allergologen Rücksprache gehalten, der mit dringend von genanntem Mittel abrät, da es das Baby müde machen würde. Ich habe stattdessen eine cortisonfreie Creme bekommen, die ich im Akutfall nehmen soll. Die werde ich aber nur begleitend einsetzen und das Antihistaminikum trotzdem nehmen, da ich es einfach nicht anders aushalte!
Danke für Eure lieben Worte und den Link...
Die Situation ist für mich auch psychisch extrem belastend.
Zur reizarmen/histaminarmen Ernährung, finde es schwierig auf so viel zu verzichten, ohne zu wissen was der Auslöser ist. Es ist zwar richtig, dass ich damit den Histamingehalt etwas runterregeln kann, aber es ist auch schwierig im Alltag unter zu bringen.
Ich habe es tatsächlich schon einige Wochen versucht.
Keine Weizenprodukte, kein Milcheiweiß, kein Hühnerei, keine Nüsse oder Fertigprodukte und keine Dosen-, sowie Sojaprodukte. Es wird nur leider trotzdem nicht besser.
Ich weiß echt nicht mehr weiter und der Allergologe hat mich heute auch nicht weiter gebracht.
Liebe Grüße von Christiane
- Missy
- alter SuT-Hase
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Re: Stillen mit Urtikaria/Nesselsucht
Welches Mittel meint der Allergologe denn?
Missy mit dem kleinen Wuselchen (6/13) und *(10/15)