vor ein paar Wochen habe ich dieses tolle Forum gefunden und schon einiges für mich und meinen Sohn (14 Wochen) entdeckt.
Ich habe beim lesen natürlich gesehen, wie die Stillberatung hier funktioniert. Noch habe ich keine Waage, könnte die aber natürlich besorgen.
Gerne möchte ich - hoffentlich alles wichtige, entschuldigung für unwichtiges - schreiben von uns und wissen, ob meine Ziele ggf, erreicht werden können. Natürlich weiß ich kann keiner der Mods irgendetwas versprechen oder vorhersagen, ich möchte auch nur, dass hier keiner von Euch quasi "umsonst" viel Arbeit hat. Es ist so toll, dass Ihr das
Forum hier betreut!
Geburt war am 5.7. sekundäre Sectio 30h nach Blasensprung und Einleitung ein paar Tage nach ET. Anlegen ca. nach einer Stunde. Eine Seite problemlos, andere bei einer sehr
ruppigen Hebamme woraufhin er 2 Tage die rechte Brust verweigert hat. Mit Stillhütchen und Pipette PRE dazwischen träufeln
dann geklappt, nach 2 Wochen auch wieder das Stillhütchen verbannt. Schnell Abnahme von 10% und einmal schlechte Blutzuckerwerte - Empfehlung zum Zufüttern,
was ich dann auch gemacht habe, erst Pipette, dann Flasche. Er hatte Gelbsucht und war anfangs sehr schläfrig, auch von der Geburt noch sehr erschöpft. Er hatte lauter blaue Flecken am Kopf, während der Wehen ist er im Bauch immer laut gegen einen Knochen geknallt (vermutlich Becken). Habe ihn aber ca. 8mal am Tag angelegt.
Mit 9% sind wir dann entlassen
worden. Geburtsgewicht (4060g) erst mit 3 Wochen wieder erreicht, in der Zeit natürlich weiter zugefüttert. Zufüttermenge in der Zeit nach und nach laut
Hebamme und Stillberaterin erhöht, damit er ordentlich zunimmt und die Ausscheidungen waren teils auch zu wenig. Es waren dann ca. 400ml mit einem Monat.
In der Zeit habe ich auch zusätzlich zu ca. 10 mal anlegen abgepumpt, die größte Ausbeute waren 8ml.
Eine wirkliche große Hilfe waren mir Hebamme und Stillberaterin nicht, beide meinten ich solle ruhig mit Flasche hinterherfüttern, er würde ja
super wechseln zwischen Brust und Flasche...Die Hebamme meinte sie hätte ihre Söhne ab der sechsten Woche eh abends immer
eine große Flasche gemacht das sei sehr praktisch. Und die Stillberaterin IBCLC meinte der Calma Sauger wäre super gegen Saugverwirrung...
Ich selber wollte dann das BES und die Stillberaterin hat es mir auch gut erklärt , meinte dann ich
müsse halt weiter Zwiemilch machen, ggf auch wieder Flasche. Ein paar Wochen habe ich dann auch wieder viel mit Flasche zugefüttert. Als ich merkte, dass
er nicht mehr an die Brust mag und sich die Zufüttermengen erhöhten habe ich folgende "Maßnahmen" ergriffen:
- quasi nur BES (2 mal Flasche unterwegs in 4 Wochen)
- 10-15 mal stillen am Tag
- nachts 1mal pumpen (meist 30ml), da der kleine sechs Stunden schläft
- Verkleinerung der Zufüttermengen von 90ml auf 30-70 ml (abends meist einmal 90ml)
- Anlegeversuche ohne BES, zwischen 3 und 8-10 Uhr reicht auch 3 mal stillen pur und meist im Laufe des Tages noch 2mal stillen ohne
Dadurch haben sich die Mengen von ca. 650ml auf ca. 530ml reduziert (habe nie von mir aus reduziert, immer genug angeboten)
Jetzt ist das ja ganz schön viel und das wir nicht mehr vollstillen ist mir natürlich klar. Allerdings muss er ja damit immerhin doch auch etwas an
Muttermilch abbekommen und trotz BES ist es für mich schöner als mit Flasche (musste mich mit dem Teil erst anfreunden
Schnuller kennt er nicht. Er ist tagsüber sehr aktiv (ich habe ihn den ganzen Tag mit im Büro, wir sind selbstständig) und schreit quasi nie. Er geht
jeden Mittag bei uns auf dem Arm mit essen...Er schläft abends mit im Wohnzimmer bei uns auf der Couch ein und schläft dann im Beistellbett oder bei uns im Bett.
Habe ihn immer bei mir auf dem Arm oder in der Trage, ca zweimal schläft er eine halbe Stunde im Kinderwagen, dann kann ich richtig gut arbeiten
beim Hundespaziergang döst er in der Trage.
Ich nehme Bockshornkleekapseln, rieche etwas und meine es wirkt ein wenig. Habe keinerlei Erkrankungen, noch 6kg zuviel aus der Schwangerschaft (aber kein Übergewicht).
Bei der Nachuntersuchung
bei der FA wurde eine leichte Anämie fesgestellt, da nehme ich jetzt etwas Eisen. Das habe ich im Krankenhaus auch einmal bekommen, die meinten allerdings,
ich müsse daheim nichts weiter nehmen. (Während Wehen mit ständig nachgebildetem Fruchtwasser einiges Blut verloren und dann natürlich noch die Sectio)
Ausscheidungen sind 0-3 mal Stuhl (ganz selten mal 1 Tag nicht) und ca 6Pipi Windeln, eher mehr, ich halte ihn auch ab, zumindest das große Geschäft klappt
meistens.
Mein großes Ziel wäre jetzt, dass ich die PRE ggf weiter etwas reduzieren kann und dann mal mit Beikost ersetzen kann. Beikostreife bereitet mir keine Sorgen,
der kleine sitzt super auf dem Schoß und langt schon immer in jeden Teller, die Vigantolette kriegt er als Brei mit Mumi angerührt vom Löffel und "isst" sie quasi wie Brei super
vom Löffel. Natürlich würde ich ihm aber jetzt noch nichts außer PRE/mumi geben.
Glaubt Ihr dass so etwas funktionieren könnte oder ist es bei dieser großen Zufüttermenge ausgeschlossen?
Vielen Dank schon mal fürs Lesen!