stark untergewichtiges Baby mit 11,5 Monaten und wenig Interesse am Essen
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Re: stark untergewichtiges Baby mit 11,5 Monaten und wenig Interesse am Essen
S. bekommt seine Rationen je nach Tagesform auch in einzelnen Bissen aus meiner Hand.
mit S. (12/2015)
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fanta
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Re: stark untergewichtiges Baby mit 11,5 Monaten und wenig Interesse am Essen
Meine Tochter mochte nie Brei, fällt mir dabei ein. Sie mochte sehr konkretes Essen, am liebsten mit Geschmack. Also so richtig Geschmack: Vegetarischer Aufstrich auf ein Stück Brot, Zartbitter Schokolade (ja... ich weiß...), Cracker, Landjäger Würstchen,... All so ungesunde Zeug mochte sie. Bloß nichts "geschmackloses", mit Hirsekringeln oder -kugeln konnte man ihr nicht kommen. Nudeln auch nicht, zumindest nicht "nackt".
Nur so als Anregung.
Unsere SPZ Ernährungsberaterin hat all dies abgesegnet, damit unsere Kleine erst mal eine positive Einstellung zu essen bekommt. (Allerdings hat dein Kind ja schon mal 200g Brei gegessen, von daher kann es gut sein, dass es bei euch nicht angebracht wäre nun alles anzubieten, was der Supermarkt bereitstellt.)
Nur so als Anregung.
Unsere SPZ Ernährungsberaterin hat all dies abgesegnet, damit unsere Kleine erst mal eine positive Einstellung zu essen bekommt. (Allerdings hat dein Kind ja schon mal 200g Brei gegessen, von daher kann es gut sein, dass es bei euch nicht angebracht wäre nun alles anzubieten, was der Supermarkt bereitstellt.)
LG fanta
(Sohn 2011 und Tochter 2013)
und vier Sternchen
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Maja
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Re: stark untergewichtiges Baby mit 11,5 Monaten und wenig Interesse am Essen
Zunächst einmal: schön, dass Emma Freude am Essen gefunden hat und wieder gut ihre Milch trinkt! Das ist für euch sicher eine ganz große Beruhigung und Erleichterung!
So muss das sein. Dass noch viel auf dem Boden und sonst überall landet, ist normal, die Phase dauert auch noch ein paar Wochen oder Monate an
Aber es wird ganz bestimmt besser!
Ich denke, es passt für Emma, dass sie sich im Hochstuhl aufrecht hinsetzen kann, auch wenn sie bislang noch nicht frei sitzt. Es klingt ja so, als könne sie sich dort gut selbstständig halten für die Dauer der Mahlzeit.
Du ja geschrieben, dass die Ärztin gesagt habt, ihr sollt erstmal keinen Brei anbieten, sondern nur Milch, und dann die Beikost wieder einführen. Eventuell hat sie damit aber tatsächlich gemeint, dass Du nicht mit dem Brei hinter dem Kind herlaufen sollst wie der sprichwörtliche "Teufel hinter der armen Seele", sondern vor allem Druck rausnehmen sollst und dann langsam und systematisch vorgehen sollst, wenn sich die Kalorienaufnahme und Zunahme über die Milch wieder stabilisiert hast. Frag bei dem nächsten Termin - und am besten auch zukünftig - immer ganz genau nach, wenn die Formulierung unklar bleibt. Ich denke schon, dass es völlig ok ist, einem fast einjährigen Kind ein bißchen weiches, gesundes Fingerfood anzubieten. Aber wie gesagt, entscheiden müssen das die Ärzte. Dennoch, "töten" wird Dich bestimmt kein Arzt
und Du hast ja auch gesundes Essen angeboten!
Zu den Kalorien: Ja, die klassische Beikost und auch FingerFood ist oft nicht besonders kalorienreich. Normalerweise führt man diese Dinge ja nach und nach ein und die Kalorien liefert noch die Muttermilch oder Ersatznahrung. Selbstverständlich gibt es aber auch hochkalorische Beikost - gibt diesen Begriff ruhig mal in der Forensuche ein. Und auch Fingerfood kann energiereich sein, z.B. Käse, Avocado, Bananen, ... (natürlich nur, was Dein Kind schon kauen und schlucken kann.)
Zur Milchnahrung: Die Empfehlung, mit Maltodextrin anzureichern, hat sich bei euch offensichtlich nicht so bewährt. Du hast im Thread hier bestimmt schon gelesen, dass einige von hochkalorischer Milchnahrung (z.B. "Infatrini" oder ab 1 Jahr auch "Nutrini", es gibt aber natürlich verschiedene Hersteller) geschrieben haben. Das ist tatsächlich auch das, was häufiger verordnet wird, denn diese Nahrung ist fertig angemischt, man muss nichts selbst dosieren, und man kann die geöffnete Flasche auch nach und nach über den Tag als Getränk geben, damit Brei anrühren, etc. Wenn im SPZ also diese Malto-Geschichte noch mal thematisiert wird oder die Frage, wie es mit den Kalorien in der Beikost oder Milchnahrung aussieht, dann wird vielleicht auch eine solche hochkalorische Nahrung erwähnt oder Du kannst aktiv danach fragen, ob das für euch empfehlenswert wäre.
Und manche Kinder essen tatsächlich am besten, wenn alle um sie herum essen (und sie sich nicht so beobachtet fühlen), und wie hier viele schreiben, es gibt auch Kinder, die gar keinen Brei mögen sondern nur "richtiges Essen". Auch diesen Weg kannst Du mit dem SPZ besprechen - solange Emma mit Milchnahrung als "Backup" gut versorgt ist und keine organischen Befunde vorliegen. (Eine logopädische Beurteilung ist ja noch nicht erfolgt, oder? Es gibt schon verschiedene Kau- und Schluckprobleme, die zu Fütterstörungen führen können, die kann aber nur ein Profi erkennen, das wäre in dem Fall eben auch ein Logopäde - und die kann man behandeln...)
Wir helfen gerne, so gut wir können
Natürlich kann ein Onlineforum nie ärztlichen und therapeutischen Rat ersetzen, aber parallel zu euren weiteren Behandlungen ist hier natürlich ein Austausch von Müttern zu Müttern möglich 
Alles Gute und morgen einen guten Ess-Tag für euch
Das, was Du beschreibst, ist ein völlig normales Erkundungs- und Essverhalten eines KleinkindsWir waren heute bei Ikea und haben dort zu Mittag gegessen- Emma saß dabei im Hochstuhl. Ich habe ihr nur mal aus Spaß ein Stückchen Brokkoli in die Hand gegeben und ein winziges Stück in den Mund. Sie war total interessiert und hat es gegessen. Danach hat sie das restliche Essen auf unseren Tellern untersucht und dann hat sie sogar selbst ein Stück zuchhini in den Mund gesteckt und dran rumgekaut- was für sie ja wirklich enorm ist!! Normal würgt sie ja schon bei Globulis!
Den Stuhl mit Tablett dran haben wir dann mal direkt gekauft und unseren Tripp trapp erstmal verbannt. Und siehe da,auch zuhause hat sie jetzt total viel Spaß am Essen. Sie hat ihren eigenen Teller mit verschiedenen Sachen drauf. Sie tut sie nur nicht von sich aus den Mund,als ich ihr dann eine Nudel in den Mund geschoben habe (sie hat den Mund von sich gehöffnet)hat sie die auch gegessen-sowie ein Stück Avocado. Danach hat sie wieder den Kopf geschüttelt. Natürlich landet viel noch im Schoß oder auf dem Boden und sie dreht gern de Teller im und spielt damit aber für uns ist das ein Riesenfortschritt!
Ich denke, es passt für Emma, dass sie sich im Hochstuhl aufrecht hinsetzen kann, auch wenn sie bislang noch nicht frei sitzt. Es klingt ja so, als könne sie sich dort gut selbstständig halten für die Dauer der Mahlzeit.
Nun weiß ich nicht genau,wie ich weiter vorgehen soll. Laut des SPZ soll ich ja bei der Milch bleiben und ihr erstmal nichts anbieten!
Heute habe ich es so gemacht,dass ihr nach dem Essen und "ausprobieren" dann noch die Flasche gegeben hat.
Ich will ihr Interesse am Essen natürlich weiter wecken. Wenn ich jetzt nur die Milch gebe und sie dabei in ihrem Stuhl habe während ich esse?
Ich soll ja erst mit Brei anfangen... Und dann noch was: selbst wenn sie jetzt etwas Beikost essen würde:das hat ja alles kaum Kalorien vergleichen zu Breien die man noch anreichern kann. Und Emma lag heute bei nur 6400g!!bhaz also schon 250g in den letzen Tagen abgenommen.
Aber immerhin hat sie heute ca 650ml Milch getrunken. Das malto soll ich nun weiterhin ganz weglassen...
Wie Du vorgehen sollst können wir Dir hier natürlich auch nicht sagen. Das ist ja nur ein Internetforum und wir kennen Dich und Dein Kind nicht persönlich. Gerade über den Punkt mit der Gewichtsabnahme musst Du auf jeden Fall mit der Ärztin im SPZ sprechen.Ich sollte mich wahrscheinlich wirklich mal in dieses BLW einlesen. Und das geht auch hochkalorisch?
Mal sehen,was die Ärztin morgen sagt. Wahrscheinlich tötet sie mich dafür,dass ich neben der Milch noch feste Nahrung angeboten habe.
Du ja geschrieben, dass die Ärztin gesagt habt, ihr sollt erstmal keinen Brei anbieten, sondern nur Milch, und dann die Beikost wieder einführen. Eventuell hat sie damit aber tatsächlich gemeint, dass Du nicht mit dem Brei hinter dem Kind herlaufen sollst wie der sprichwörtliche "Teufel hinter der armen Seele", sondern vor allem Druck rausnehmen sollst und dann langsam und systematisch vorgehen sollst, wenn sich die Kalorienaufnahme und Zunahme über die Milch wieder stabilisiert hast. Frag bei dem nächsten Termin - und am besten auch zukünftig - immer ganz genau nach, wenn die Formulierung unklar bleibt. Ich denke schon, dass es völlig ok ist, einem fast einjährigen Kind ein bißchen weiches, gesundes Fingerfood anzubieten. Aber wie gesagt, entscheiden müssen das die Ärzte. Dennoch, "töten" wird Dich bestimmt kein Arzt
Zu den Kalorien: Ja, die klassische Beikost und auch FingerFood ist oft nicht besonders kalorienreich. Normalerweise führt man diese Dinge ja nach und nach ein und die Kalorien liefert noch die Muttermilch oder Ersatznahrung. Selbstverständlich gibt es aber auch hochkalorische Beikost - gibt diesen Begriff ruhig mal in der Forensuche ein. Und auch Fingerfood kann energiereich sein, z.B. Käse, Avocado, Bananen, ... (natürlich nur, was Dein Kind schon kauen und schlucken kann.)
Ja, die Tage davor war es definitiv zu wenig, das siehst Du ja auch am Gewicht. Aber Du hast genau richtig gehandelt, das ärztlich abklären zu lassen.700ml ist super,die Tage davor waren wir bei 300 und 450ml. Die Flasche nimmt sie also wieder!!
Zur Milchnahrung: Die Empfehlung, mit Maltodextrin anzureichern, hat sich bei euch offensichtlich nicht so bewährt. Du hast im Thread hier bestimmt schon gelesen, dass einige von hochkalorischer Milchnahrung (z.B. "Infatrini" oder ab 1 Jahr auch "Nutrini", es gibt aber natürlich verschiedene Hersteller) geschrieben haben. Das ist tatsächlich auch das, was häufiger verordnet wird, denn diese Nahrung ist fertig angemischt, man muss nichts selbst dosieren, und man kann die geöffnete Flasche auch nach und nach über den Tag als Getränk geben, damit Brei anrühren, etc. Wenn im SPZ also diese Malto-Geschichte noch mal thematisiert wird oder die Frage, wie es mit den Kalorien in der Beikost oder Milchnahrung aussieht, dann wird vielleicht auch eine solche hochkalorische Nahrung erwähnt oder Du kannst aktiv danach fragen, ob das für euch empfehlenswert wäre.
Ja genauMeinte meine Mutter auch schon,dass wir jetzt immer auswärts essen gehen sollen!
Klar, probier einfach alles aus, aber ohne Druck.Bisher habe ich ihr tatsächlich immer nur eine Nudel hingelegt. Überlege auch,ob ich den Teller mal weglasse und das Essen so aufs Tablett lege...
Und manche Kinder essen tatsächlich am besten, wenn alle um sie herum essen (und sie sich nicht so beobachtet fühlen), und wie hier viele schreiben, es gibt auch Kinder, die gar keinen Brei mögen sondern nur "richtiges Essen". Auch diesen Weg kannst Du mit dem SPZ besprechen - solange Emma mit Milchnahrung als "Backup" gut versorgt ist und keine organischen Befunde vorliegen. (Eine logopädische Beurteilung ist ja noch nicht erfolgt, oder? Es gibt schon verschiedene Kau- und Schluckprobleme, die zu Fütterstörungen führen können, die kann aber nur ein Profi erkennen, das wäre in dem Fall eben auch ein Logopäde - und die kann man behandeln...)
DankeUnd euch allen möchte ich schonmal auf jeden Fall für das ganze Mitgefühl und eure Ratschläge danken!! Das hat mir unheimlich geholfen und mich durch das lange,sorgenvolle Wochenende gebracht! Das Forum hier ist wirklich eine tolle Sache!! Danke, vor allem Maja!!
Alles Gute und morgen einen guten Ess-Tag für euch
2004/2006/2014
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Vanessa31
- gut eingelebt
- Beiträge: 44
- Registriert: 29.09.2016, 11:07
Re: stark untergewichtiges Baby mit 11,5 Monaten und wenig Interesse am Essen
Ich bin noch unterwegs daher nur kurz:
Kommen aus dem SPZ und dort wurde uns angeraten, für 4 Wochen in eine spezialklinik zugehen, und dort Emma von Experten das Essen bei zubringen. Auch wenn sie jetzt Milch trinke,reiche das bei weitem nicht aus für den kalorienbedarf. Ich bin total fertig. In mt sträubt sich alles gegen so einen Aufenthalt und dann noch 4 Std von uns weg!
Habe nochmal mit der Kinderärztin (die alternativ ist) gesprochen und sie ist auch total dagegen. Sollen erstmal angereicherte Milch geben (Holle 1 mit Haferflocken und breisauger) und dann nächste Woche wieder zu ihr kommen.
Ich bin total fertig. Wenn ich nicht in die Klinik ginge würde Emma nie lernen richtig zu essen und wir hätten richtige Problem.
Kommen aus dem SPZ und dort wurde uns angeraten, für 4 Wochen in eine spezialklinik zugehen, und dort Emma von Experten das Essen bei zubringen. Auch wenn sie jetzt Milch trinke,reiche das bei weitem nicht aus für den kalorienbedarf. Ich bin total fertig. In mt sträubt sich alles gegen so einen Aufenthalt und dann noch 4 Std von uns weg!
Habe nochmal mit der Kinderärztin (die alternativ ist) gesprochen und sie ist auch total dagegen. Sollen erstmal angereicherte Milch geben (Holle 1 mit Haferflocken und breisauger) und dann nächste Woche wieder zu ihr kommen.
Ich bin total fertig. Wenn ich nicht in die Klinik ginge würde Emma nie lernen richtig zu essen und wir hätten richtige Problem.
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EhMibima
Re: stark untergewichtiges Baby mit 11,5 Monaten und wenig Interesse am Essen
Ach Mensch, so schwierig, jeder sagt was anderes... 
Warum will denn die Kiä nicht daß ihr in die Klinik geht? Hat sie was gesagt?
Warum will denn die Kiä nicht daß ihr in die Klinik geht? Hat sie was gesagt?
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delfinstern
- Miss SuTiversum
- Beiträge: 14533
- Registriert: 13.01.2013, 09:20
- Wohnort: Nördliches Baden-Württemberg
Re: stark untergewichtiges Baby mit 11,5 Monaten und wenig Interesse am Essen
wurde denn vom SPZ ein Grund genannt WARUM ihr in die Klinik sollt? Nur ein "dann lernt sie nie richtig essen" fände ich etwas schwach. Es muss ja Ursachen geben, sonst könnten die in der Spezialklinik auch nichts tun, außer zugucken und ggf. Infussionen oder Sonde legen...
Liebe Grüße
Delfin*
mit Delfinzwerg(1/17), Delfinknirps(12/18)und Delfinmini(5/21) *(11.14) *(2.18) *(2.26)
KK-Bewertung
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fanta
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2259
- Registriert: 23.03.2013, 20:43
Re: stark untergewichtiges Baby mit 11,5 Monaten und wenig Interesse am Essen
Oh je, liebe Vanessa, dass das für dich ein Schock ist kann ich gut nachvollziehen.
Der Aufenthalt wäre dann vier Wochen mit dir und ihr, oder?
Welch ein Druck da jetzt auf Dir lastet mit der Aussage dein Kind wurde sonst nie lernen zu essen! ((()))
Der Aufenthalt wäre dann vier Wochen mit dir und ihr, oder?
Welch ein Druck da jetzt auf Dir lastet mit der Aussage dein Kind wurde sonst nie lernen zu essen! ((()))
LG fanta
(Sohn 2011 und Tochter 2013)
und vier Sternchen
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- Brianna
- Prof. Dr. SuT
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- Registriert: 13.11.2013, 12:33
Re: stark untergewichtiges Baby mit 11,5 Monaten und wenig Interesse am Essen
Da wäre ich auch geschockt. Diagnostik, ob eine organische Ursache vorliegt, fände ich wichtig. Da bringen Sie ihr Essen bei, hört sich nicht so an, als würden erstmal Ursachen gesucht.
Ich drücke die Daumen, dass ihr bald Hilfe findet.
Ich drücke die Daumen, dass ihr bald Hilfe findet.
J 05/13 L 12/15
-
Maja
- SuT-Legende
- Beiträge: 8590
- Registriert: 18.10.2004, 22:40
- Wohnort: NRW
Re: stark untergewichtiges Baby mit 11,5 Monaten und wenig Interesse am Essen
Das ist wirklich eine schwierige Situation - zwei Ärzte, zwei Meinungen, und nun müsst ihr zu einer Entscheidung kommen...
Für die Klinik spricht, dass dort eine strukturierte Diagnostik gemacht wird (hoffentlich), und dass ihr Esstraining, Physiotherapie, etc. Alles an einem Ort habt und Du Dich in Ruhe auf Emma konzentrieren kannst. Falls irgendwas wäre, wäre auch sofort ein Arzt in Reichweite.
Andererseits wäre es eine ungewohnte Umgebung und Emma hat schon schlechte Klinikerfahrung und würde sicher einige Eingewöhnung brauchen. Auch könnte Dein Partner nicht dauerhaft mit, nehme ich an.
Demnach spricht für die Variante zuhause, dass ihr als Familie gemeinsam üben könnt und Emma keinen Ortswechsel hat. Aber Du hättest viel Fahrerei und Stress: regelmäßig engmaschig zur Ärztin zur Kontrolle, außerdem die dringend notwendige Physiotherapie und vermutlich auch Logopädie, eventuell noch Diagnostik. Und vor allem: niemand hat täglich einen professionellen Blick aufs Kind, ob es noch gut versorgt ist, und niemand kann direkt helfen, wenn das Essen weiter nicht gut klappt.
Dass Emma "nie richtig essen lernt ohne Klinik" ist natürlich eine sehr absolute Aussage. Es gibt immer mehr als einen Weg. Allerdings: so ganz ohne Therapie und engmaschige Begleitung hat es ja bisher nicht besonders erfolgreich funktioniert. Einfach so weitermachen wie bisher könnt ihr ja schlecht. Und Haferbrei aus dem Fläschchen - nun ja, Hafer ist schon sehr gesund, aber der üblichere und auch besser erforschte Weg ist schon eher spezielle hochkalorische Trinknahrung und gleichzeitig Anbieten von Nahrungsmitteln zum Essen statt zum Trinken. Vermutlich hat Deine Ärztin triftige Gründe, Trinkbrei vorzuschlagen - sollt ihr denn parallel noch Therapie machen oder andere Nahrung anbieten?
Wie auch immer ihr euch entscheidet, wichtig ist, dass Emma weiterhin kontinuierlich ärztlich kontrolliert wird, bis die Zunahme stabil ist.
Für die Klinik spricht, dass dort eine strukturierte Diagnostik gemacht wird (hoffentlich), und dass ihr Esstraining, Physiotherapie, etc. Alles an einem Ort habt und Du Dich in Ruhe auf Emma konzentrieren kannst. Falls irgendwas wäre, wäre auch sofort ein Arzt in Reichweite.
Andererseits wäre es eine ungewohnte Umgebung und Emma hat schon schlechte Klinikerfahrung und würde sicher einige Eingewöhnung brauchen. Auch könnte Dein Partner nicht dauerhaft mit, nehme ich an.
Demnach spricht für die Variante zuhause, dass ihr als Familie gemeinsam üben könnt und Emma keinen Ortswechsel hat. Aber Du hättest viel Fahrerei und Stress: regelmäßig engmaschig zur Ärztin zur Kontrolle, außerdem die dringend notwendige Physiotherapie und vermutlich auch Logopädie, eventuell noch Diagnostik. Und vor allem: niemand hat täglich einen professionellen Blick aufs Kind, ob es noch gut versorgt ist, und niemand kann direkt helfen, wenn das Essen weiter nicht gut klappt.
Dass Emma "nie richtig essen lernt ohne Klinik" ist natürlich eine sehr absolute Aussage. Es gibt immer mehr als einen Weg. Allerdings: so ganz ohne Therapie und engmaschige Begleitung hat es ja bisher nicht besonders erfolgreich funktioniert. Einfach so weitermachen wie bisher könnt ihr ja schlecht. Und Haferbrei aus dem Fläschchen - nun ja, Hafer ist schon sehr gesund, aber der üblichere und auch besser erforschte Weg ist schon eher spezielle hochkalorische Trinknahrung und gleichzeitig Anbieten von Nahrungsmitteln zum Essen statt zum Trinken. Vermutlich hat Deine Ärztin triftige Gründe, Trinkbrei vorzuschlagen - sollt ihr denn parallel noch Therapie machen oder andere Nahrung anbieten?
Wie auch immer ihr euch entscheidet, wichtig ist, dass Emma weiterhin kontinuierlich ärztlich kontrolliert wird, bis die Zunahme stabil ist.
2004/2006/2014
- Peppa
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1458
- Registriert: 16.08.2015, 18:00
Re: stark untergewichtiges Baby mit 11,5 Monaten und wenig Interesse am Essen
Ich lese hier schon von Beginn an mit und es tut nur so leid, dass es bei euch gerade so schwierig ist. ...ich wollte nur Maja beipflichten, ich finde, es muss doch noch weitere Diagnostik laufen. Ich bin kein Kinderarzt, aber nicht richtig sitzen /krabbeln /hochziehen mit einem Jahr und nicht essen wollen. ..wurden schon muskuläre Ursachen ausgeschlossen? Elektrophysiologische Untersuchungen durchgeführt? War die Neuropädiatrie über das SPZ involviert? Es muss ja nichts in der Art sein...aber so ganz ohne Diagnostik dahingehend kommt ihr ja auch mit Haferbreiflaschen nicht weiter?
Ich wünsche euch alles Gute! Ich persönlich (!) würde wohl in die Klinik. Habt ihr noch andere Kinder? Was sagt denn der Papa?
Peppa mit Wutz (6/13) und Löwenmädchen (7/16)
Ich wünsche euch alles Gute! Ich persönlich (!) würde wohl in die Klinik. Habt ihr noch andere Kinder? Was sagt denn der Papa?
Peppa mit Wutz (6/13) und Löwenmädchen (7/16)