Welche Stillposition bei Verdacht auf Tracheomalazie?

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Armella
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Welche Stillposition bei Verdacht auf Tracheomalazie?

Beitrag von Armella »

Hallo liebe Beraterinnen. Meine Tochter ist voll gestillt, kein Schnuller, kein abpumpen, sie ist 7 Wochen alt, Geburtsgewicht 3800g auf 51cm. Sie wird nicht mehr gewogen außerhalb der Us, da die Gewichtsentwicklung in den ersten 3 Wochen gut war. U1-U3 waren unauffällig. APGAR war 10-10-10

Was ich Anfangs für einen Atemwegsinfekt hielt scheint eine zu weiche Luftröhre zu sein. Sie "schnorchelt" häufig, atmet manchmal sehr angestrengt, teils auch pfeifend, manchmal auch unauffällig. Nachts kam es mehrfach vor, (etwa 3-4 mal bisher) dass sie nur nuckelte und ich am nächsten Tag eine sehr harte Brust hatte. Überhaupt holt sie sich die Milch überwiegend tagsüber in Wiegehaltung. Stillen in Seitenlage klappt oft gut, manchmal aber eben nicht. Dann wird genuckelt.

Ich habe gelesen ein nach hinten überstreckter Kopf würde die Luftröhre entlasten, weiß aber nicht wie das beim Stillen ist, da sie ja auch schlucken muss.
Habt ihr einen Rat wie ich damit am besten umgehe? Ich würde sehr gerne nachts liegen bleiben zum stillen, wir schlafen alle nicht besonders gut, auch wegen der Atemgeräusche.

Tagsüber trinkt sie in Wiegehaltung, meistens klappt es gut, ab und zu hat sie auch hier Atembeschwerden, die sie beim Trinken stören. je nachdem wie schlimm es ist und wie groß der Hunger nuckelt sie dann nur, oder fängt an zu meckern bzw. weinen.

Sollte ich wieder das Gewicht kontrollieren (lassen)? Sie wirkt sonst fit.
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bayleaf
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Re: Welche Stillposition bei Verdacht auf Tracheomalazie?

Beitrag von bayleaf »

Hallo Armella!
Ich melde mich morgen ausfuerlich.
Liebe Gruesse,
bayleaf
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bayleaf
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Welche Stillposition bei Verdacht auf Tracheomalazie?

Beitrag von bayleaf »

Armella hat geschrieben:Hallo liebe Beraterinnen. Meine Tochter ist voll gestillt, kein Schnuller, kein abpumpen, sie ist 7 Wochen alt, Geburtsgewicht 3800g auf 51cm. Sie wird nicht mehr gewogen außerhalb der Us, da die Gewichtsentwicklung in den ersten 3 Wochen gut war. U1-U3 waren unauffällig. APGAR war 10-10-10
Herzlichen Glueckwunsch zur Geburt Deiner Tochter, das klingt nach einem tollem Start!
Armella hat geschrieben:Was ich Anfangs für einen Atemwegsinfekt hielt scheint eine zu weiche Luftröhre zu sein. Sie "schnorchelt" häufig, atmet manchmal sehr angestrengt, teils auch pfeifend, manchmal auch unauffällig.
Seid ihr in Behandlung? Wurde der Verdacht auf Tracheomalazie vom Arzt angesprochen?
Armella hat geschrieben:Nachts kam es mehrfach vor, (etwa 3-4 mal bisher) dass sie nur nuckelte und ich am nächsten Tag eine sehr harte Brust hatte.
Das gibt es oft. Um Deine Tochter zum aktivem Saugen und Schlucken zu animieren kannst Du Brustkompressionen und Wechselstillen versuchen.
Armella hat geschrieben:
Ich habe gelesen ein nach hinten überstreckter Kopf würde die Luftröhre entlasten, weiß aber nicht wie das beim Stillen ist, da sie ja auch schlucken muss.
Habt ihr einen Rat wie ich damit am besten umgehe? Ich würde sehr gerne nachts liegen bleiben zum stillen, wir schlafen alle nicht besonders gut, auch wegen der Atemgeräusche.

Tagsüber trinkt sie in Wiegehaltung, meistens klappt es gut, ab und zu hat sie auch hier Atembeschwerden, die sie beim Trinken stören. je nachdem wie schlimm es ist und wie groß der Hunger nuckelt sie dann nur, oder fängt an zu meckern bzw. weinen.
Du kannst mal versuchen, Dich bequehm hinzusetzen und zurueckgelehnt zu stillen (siehe Foto).So kann Deine Tochter den Kopf nach hinten strecken und damit den Milchfluss besser regulieren.

Bild
Armella hat geschrieben:Sollte ich wieder das Gewicht kontrollieren (lassen)? Sie wirkt sonst fit
Wenn ihr nicht in aerztlicher Behandlung seid und Du das Gefuehl hast, dass sie anderweitig gut gedeiht (wie sind denn ihre Ausscheidungen?) ist Wiegen zwischen den Us nicht noetig.

Liebe Gruesse

bayleaf
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Re: Welche Stillposition bei Verdacht auf Tracheomalazie?

Beitrag von Armella »

Danke für die Glückwünsche, es war eine problemlose Hausgeburt und für uns alle ein guter Start.
Ich war mit ihr diese Woche beim Arzt, dieser vermutet eine weiche Luftröhre als Ursache der Atemprobleme und auch, dass uns das noch mindestens über mehrere Wochen begleiten wird. Ich konnte natürlich die Füße nicht still halten und habe gegoogelt. :roll: Falls der Verdacht stimmt hat sie eine recht leichte Form, Atemnot hat sie nicht, sie nutzt die Atemhilfsmuskulatur im Brustbereich hin und wieder, "schnorchelt" oder klingt wie jemand der vom Rennen außer Atem ist. Sie toleriert Rückenlage nicht gut, dreht sich sehr schnell auf die Seite beim Wickeln oder im Bett oder ist auf dem Arm unzufrieden, wenn sie eben liegt und nicht aufgerichtet wird.
Wir waren am Dienstag dort, weil die Atemproblematik schlimmer wurde, jetzt sollen wir erst mal Kochsalzlösung geben und stellen uns nächste Woche wieder vor.
Stillwissen ist allerdings nicht gerade die Stärke unserers Kinderarztes, deshalb frage ich lieber hier.

Die letzte Nacht war sehr anstrengend, weil sie so schlecht Luft bekam und nicht zur Ruhe fand. Ich wusste mir dann irgendwann nicht mehr anders zu helfen und habe ihr ein Stillkissen in den Rücken gelegt, damit sie in Seitenlage bleibt, so konnte sie wenigstens schlafen.

Gestillt habe ich in Seitenlage, da hat sie wieder öfter nur genuckelt und laut "geschnorchelt". Wiegehaltung im Schneidersitz mache ich manchmal noch, wenn die Müdigkeit für mich nicht ganz so erdrückend ist. Ich schaffe es nicht immer mich mit Baby neben mir zum aufsetzen zu zwingen, weil ich so platt bin. :oops: Oberkörper hochlagern zum Stillen habe ich versucht, das schaffen wir irgendwie nicht oder ich stelle mich zu doof an.

Ich gebe mir viel Mühe auf frühe Hungerzeichen zu reagieren, auch um ihr die Anstregung beim Schreien zu ersparen. Sie atmet so pfeifend ein. Dass es nachts so schlecht klappt mit dem Stillen und Schlafen schlaucht uns gerade alle sehr, mir und meinem Mann fehlt der Schlaf ganz schön, obwohl unsere Maus nachts nicht schreit. Die Atemgeräusche sind einfach laut und sie ist teilweise sehr unruhig. Und natürlich mache ich mir auch Sorgen.
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Re: Welche Stillposition bei Verdacht auf Tracheomalazie?

Beitrag von bayleaf »

Ich kann total gut verstehen, dass Du Dir Sorgen machst, besonders wenn in der Nacht die Atemgeraeusche so laut sind.
Wenn Du Bedenken hast, oder das Gefuehl hast, dass es schlimmer wird, gehe bitte wieder zum Arzt.
Gerade auch um so Sachen wie Seitenlage beim Schlafen und das Pfeifen beim Einatmen zu besprechen.
Hier sind noch mehr Tipps fuer das zurueckgelehnte Stillen und die Rueckenhaltung.
Ich bin mir sicher, dass ihr beide bald eine Postion findet wo sie aktiver saugt und trinkt.
Liebe Gruesse
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Re: Welche Stillposition bei Verdacht auf Tracheomalazie?

Beitrag von bayleaf »

Was Du noch versuchen kannst ist mit einer gerollten Decke unter der Matratze das Bett ein bisschen abschüssig zu machen, vielleicht hilft das Euch beide beim Stillen und Schlafen ohne das Du mit Kissen hantieren musst.
Liebe Grüße
bayleaf
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