Ich suche nach Erfahrungsberichten für das sanfte Abstillen mit der Gordon Methode.
Meine Tochter ist 18 Monate alt. Ich stille sie, mal mehr mal weniger. Bedingt dadurch, dass sie schon über einen längeren Zeitraum in die Krippe, bzw. von mir getrennt ist (zwei Mal die Woche über einen Zeitraum von fast 10 Stunden). Am Wochenende stille ich sie tagsüber doch noch recht häufig, wir kommen bestimmt auf 4-5 Mal.
Nun akzeptiert sie Nachts leider ausschließlich mich, ihren Papa lehnt sie komplett ab. Tagsüber sind wir vom "Beliebtheitsgrad" her gleichauf, würde ich sagen. Dies würde ich gerne ändern, indem ich sie Nachts weitesgehend abstille. Bei der Recherche ist mit die oben genannte Methode in die Hände gefallen, sie sagte mir zu und wir sind gerade "mitten" dabei.
Ich habe wirklich gar nichts dagegen meine Tochter weiterhin über den Tag zu stillen, aber Nachts brauche ich langsam mehr "Freiheit", dass heißt Unterstützung durch meinen Freund.
Nun kommen aber doch immer mehr Fragen auf, vielleicht hat jemand von euch schon einmal ähnliche Erfahrungen gemacht?
1. Stillt hier jemand sein Kind noch Tagsüber, aber Nachts nicht mehr?
Ich lese / höre sonst immer das Gegenteil. "Tagsüber stille ich nicht mehr, nur noch Nachts"
2. Nach der Methode soll man sich einen Zeitraum von 7 Stunden aussuchen in denen man das Kind entwöhnen möchte. Bei uns: 22Uhr-5Uhr. Aber meine Tochter weißt doch nicht, dass noch alles tutti ist wenn sie um halb 10 aufwacht, wenn sie sich aber ne Stunde später meldet, der Busen unerreichbar ist.
Genauso letzte Nacht: sie ist gegen 1 Uhr aufgewacht, kein stillen, 2 Stunden schreien, sie wacht gegen 5:30 = stillen... hm...
3. Die ersten drei Nächte nach der Methode soll man das Kind stillen, aber wach "abdocken" damit es ohne Busen einschläft - hat gut geklappt.
Nun war gestern die erste Nacht ohne Stillen und sie ist eine Stunde komplett durchgedreht, eine weitere immer Mal wieder eingeschlafen und weinend wieder aufgewacht. Keine Thema, hat niemand gesagt, dass es ne Kutschfahrt wird, allerdings überspringen wir leider den zweiten Step bei dem das Kind hochgenommen, gewiegt etc. werden darf. Sie lässt sich nämlich nicht anfassen. Zumindest nicht die erste Stunde. Ich liege also neben ihr und habe meinen Arm um sie, ohne sie jedoch zu berühren. Ist der erste Schreck verdaut, kuschelt sie sich an. Jemand ähnliche Erfahrungen?
Meine Tochter schläft sonst auch ohne Stillen ein, in der Nonomo Federwiege, im Tuch, im Fahrradsitz, in der Krippe einfach so
Ich würde mich sehr über eure geteilten Erfahrungen freuen!
Liebe Grüße, Ines
