Mit 25 Monaten in den KiGa geben??? Brauche Input...

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SpicyChili

Mit 25 Monaten in den KiGa geben??? Brauche Input...

Beitrag von SpicyChili »

Ich quäle mich im Moment mit einer Entscheidung herum.
Vielleicht habt ihr ja Spaß daran mir Input zu geben?

Meine Tochter ist jetzt 21 Monate alt. Im November erwarten wir das zweite Baby. Wir hätten die Möglichkeit, die Große ab November vormittags in den Kindergarten zu geben. Dann wäre sie 25 Monate alt. Sie käme in einen Waldorfkindergarten. Die drei Erzieherinnen, die wirklich super herzlich und aufmerksam sind, kümmern sich dann um ca. 14 Kinder, 5 oder 6 davon zwischen 2 und 3 Jahre alt. Die Süße geht jetzt schon jede Woche mit dem Papa in eine Spielgruppe dort. Da fühlt sie sich wohl. Allerdings ist Papa dann ja auch immer dabei.

Der Plan war ursprünglich, die Große nur in den KiGa dort zu geben, wenn sich dieses Jahr kein Baby mehr angekündigt hätte. Dann wäre mein Mann wieder Vollzeit arbeiten gegangen. (Im Moment sind wir beide Teilzeit und teilen uns die Betreuung.) Jetzt hatte sich Anfang des Jahres das Baby angekündigt, so dass wir unsere Anmeldung zurückstellen wollten. Da war die Leiterin total geknickt, weil sie dann zu wenig Kinder gehabt hätte, dass sie den KiGa hätten schließen müssen. Also haben wir die Anmeldung so belassen. Dann haben sich aber noch 2 Kinder angemeldet, so dass wir nicht mehr unbedingt dieses Jahr dabei bleiben müssten.

Hier meine Pro und Contraliste:

Für den KiGa ab 25 Monaten spricht:

- Wir würden ab September mit der Eingewöhnung beginnen. Der Papa könnte das in aller Ruhe übernehmen. Auch wenn sie im November noch nicht ganz im KiGa ankommen würde, hätte der Papa jede Menge Zeit, um das behutsam hinzubekommen.

-Ich weiß nicht, ob ich das schaffen würde mit 2 Kindern gleichzeitig. Ich bin was Schlafmangel angeht, sehr empfindlich. Wenn die Süße vormittags im KiGa wäre, dann könnte ich mich ganz dem Baby widmen und eventuell auch etwas schlafen. In Ruhe stillen, Kuscheln ect. Das ist mit dem großen Wirbelwind nicht möglich.

-Im KiGa bekäme sie jeden Tag frisch und vollwertig gekocht. Das würde ich so nicht leisten können mit Baby.

-Sie hätte ein vielfältiges Angebot an Unternehmungen und Kindern und Eindrücken. Es würde sie bestimmt fordern und fördern.

-Die Erzieherinnen da sind wirklich lieb. Ich weiß nicht, ob ich noch mit Baby und unter Stress so liebevoll sein kann. Auch wenn ich mir das sehr sehr wünschen würde. Aber ich habe echt keine Ahnung, wie ich mit der Belastung zurecht komme.

Gegen den KiGa ab 25 Monaten spricht:

- Ich weiß nicht, ob sie schon reif ist, so klein wie sie ist, von Mama wegzusein. Die Erzieherinnen, die ich privat kenne (sind nur 3), die beteuern, dass ein Kind bis zum 3. Lebensjahr zur Mama gehört.

- Sie kann noch nicht gut sprechen. Was ist, wenn sie was sagen will und niemand versteht sie? Das fände ich so schrecklich.

- Sie ist noch nicht trocken. Was ist, wenn sie in die Hose macht und niemand merkt es?

- Das Geld für den KiGa könnten wir in eine Putzhilfe investieren oder auf einen neuen Wohnwagen sparen.

- Ein ganzes Jahr mit meinen beiden Mäusen wäre doch auch purer Luxus, den ich so nicht mehr wiederbekommen würde. Vielleicht ist diese Zeit trotz Stress auch eine Gelegenheit, wunderbare Erinnerungen zu schaffen.

- Da die Süße im Oktober geboren wurde, geht sie quasi 1 Jahr später zur Schule. (Stichtag ist hier der 30.9.) Das bedeutet, dass sie fast 5 Jahre in den KiGa gehen würde. Wäre das nicht etwas arg lang?


Hmmmmm. Jetzt fällt mir nichts mehr ein. Vielleicht könnt ihr mir auch eure Erfahrungen mitteilen. Sei es als Mama mit 2 kleinen Kindern ohne Betreuung. Oder als Mama, die ihr Kind auch so früh weggegeben hat.
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Blubberella
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Re: Mit 25 Monaten in den KiGa geben??? Brauche Input...

Beitrag von Blubberella »

Ich kenne beide Seiten: Meine großen beiden sind 16 Monate auseinander, ich war mit beiden daheim bis der Große 2,5 und der kleine gut 1 war.
Es war stressig, turbulent, wunderschön, aufregend, langweilig - aber fast nie ruhig.

Ich habe 1.000 Erinnerungen an "Baby im Stich auf dem Rücken" aber keine einzige "gemeinsam schlafend auf dem Sofa".

Jetzt mit Nummer 3 ist es anders. Die Großen beiden sind in Betreuung und ich genieße die Babypause total. Es ist entspannt, ruhig, gemütlich. Ich schaffe viel oder auch nix - ist auch egal!

Jetzt bin ich mit Nummer 4 schwanger und habe keine Ahnung was ich machen soll.

Auf der einen Seite möchte ich Nummer 4 diese Exklusiv-Zeit geben. Kuscheln, Schlafen, Ruhe. Nicht "nur dabei" sondern "Grund hier zu sein".

Auf der anderen Seite möchte ich Nummer 3 gerne die Möglichkeit geben daheim betreut zu werden so lange es geht.

Bei uns wird es wahrscheinlich auf einen Mittelweg rauslaufen: 3 Tage Tagesmutter bis 14 Uhr. Dann habe ich meine Eklisiv-Zeit mit Nummer 4, aber auch "Quasi-Exklusiv-Zeit" mit Nummer 3.
Das Quartett ist komplett!
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Re: Mit 25 Monaten in den KiGa geben??? Brauche Input...

Beitrag von Maia »

Ich habe meine drei Kinder schon früh in die Kita gegeben - den Ältesten mit 6 Monaten, den Mittleren mit 8 Monaten, die Kleine mit 18 Monaten.
Beim Ältesten war das alles okay (er hatte so eine tolle Bezugserzieherin, er ist auf ihrer Hüfte festgewachsen und war überall mit dabei!), für den Mittleren war es deutlich zu früh (aber ich kam aus der Nummer wegen Arbeit nicht mehr raus) und die Kleine wäre so mit 15 Monaten soweit gewesen, den Platz hatten wir aber erst ab 18 Monate.
Insofern kann ich nichts gegen Kiga mit 25 Monaten finden. Unsere Kita hat altersgemischte Gruppen für Kinder von 1 bis 6 und ich finde das toll für die Kinder. Gewickelt wird häufig und wenn die Kinder anfangen auf Toilette zu gehen, geht halt immer mal was in die Hose, genau wie zu Hause. Dann werden die Kinder ins Bad begleitet und dort umgezogen bzw. angeleitet, sich umzuziehen. Das klappt prima.
Ich finde, dass es mit eurer Kindergartengruppe doch sehr stimmig klingt. Vielleicht kannst du mal einen Tag ohne deine Tochter dort hospitieren, um zu sehen, wie es für die Zweijährigen dort ist? Ganz oft ist es doch ein Bauchgefühl, das entscheidet - vielleicht fällt dir die Entscheidung dann leichter?
Ach ja, und ist es ganztags oder halbtags? Bei halbtags bliebe ja noch viel gemeinsame Zeit für euch übrig.
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Salo81
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Re: Mit 25 Monaten in den KiGa geben??? Brauche Input...

Beitrag von Salo81 »

Huhu,

ich habe es bei meinen beide Großen genau so gemacht.
Der Große ging bis mittags zum Kiga. Ich finde bis mittags reicht auch vollkommen.
Ich fand das gut gelöst so.

LG
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Re: Mit 25 Monaten in den KiGa geben??? Brauche Input...

Beitrag von prinzi »

Also meine Maus ist mit 16 Monaten in den KiGa gekommen. Im April diesen Jahres. Baby kommt im Oktober.
Eigentlich war es mir auch viel zu früh, aber wir haben die Zusage vom Wunschkindi bekommen und einen Platz dort wollte ich nicht mit einer Absage riskieren.
Die Eingewöhnung hat etwas länger als normal gedauert (ca 6-8 Wochen) aber nun geht sie super gern dahin, ich kriege ein Küsschen und weg ist sie. Sie musste nicht einmal weinen, weil ich ihr die Eingewöhnungszeit gelassen habe, die sie brauchte.
Und ich war lange mit in der Gruppe. Sicher können die Erzieher nicht jede Sekunde auf jedes Kind achten, aber die machen das echt gut.
Meine Maus hat dort schlagartig angefangen zu sprechen und hat jetzt mit 20 Monaten einen Wortschatz von bestimmt 200 Wörtern und kann super sagen, was sie will.
Natürlich ist das Argument der Zeit mit deinem Kind unschlagbar.
Aber ich bin froh, dass meine "Große" so gut eingewöhnt ist und ich die Zeit mit dem Baby auch in Ruhe genießen kann.
Sicher wird es morgens stressiger, weil ich eben pünktlich im KiGa sein muss, aber danach wird es sicher entspannter.
Mausi gefällt es dort, sie hat Spaß und wird Mittags nach dem Essen wieder abgeholt.

Wir sind glücklich mit dieser Entscheidung.
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swimfan
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Re: Mit 25 Monaten in den KiGa geben??? Brauche Input...

Beitrag von swimfan »

Meiner ging eh schon ab 1,5 in den kiga. Ihn trifft das genauso, hier stichtag 30.6. Und er juli Kind. Also 5,5 Jahre kiga.viele feiern hier ihren 1.geb. In der Kita sind also max 6 Jahre dort.
Unterschätz es nicht mit 2 kindern. Mein plan war den großen 2-3 tage daheim zu lassen.was ist, er kann froh sein wenn es ein Tag ist...an 1-2 tagen babykurse da wird sonst gar nix im Haushalt oder. Das ginge mit großkind nicht..an den anderen tagen einkaufen Sport putzen oder ausruhen. Was wir gemacht haben ist die Zeit zu verkürzen. Also statt 7:45-15:00 8-14.
Meiner ist aber absolut mein alleinspielkind. In anderen Threads las ich dass die großen sich allein beschäftigen.hier niemals. .
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swimfan
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Re: Mit 25 Monaten in den KiGa geben??? Brauche Input...

Beitrag von swimfan »

Absolut kein ...
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Re: Mit 25 Monaten in den KiGa geben??? Brauche Input...

Beitrag von Lösche Benutzer 7681 »

Hier mal ne Gegenstimme.

Ich würde sie auf jeden Fall Zuhause lassen.
Dafür reicht für mein empfinden ein einziger Punkt: dein Kind ist zu klein.
Da können die Erzieher noch so nett sein.

Grade jetzt, wenn sie sich in die Rolle der großen Schwester einfinden muß, braucht sie den sicheren Rückhalt umso mehr.

Dann kochst du eben die ersten Wochen nicht frisch, so what.
Davon nimmt dein Kind sicher keinen Schaden.

Ist nur meine Meinung zu dem Thema. Wenn man es sich finanziell leisten kann, gehört ein Kind unter drei ganz unbedingt zur Mama und nirgends anders hin.

Ich hatte zwei Jahre zwei Kinder Zuhause, davon eins ziemlich betreuungsintensiv. Das geht wunderbar.
Neuhier
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Re: Mit 25 Monaten in den KiGa geben??? Brauche Input...

Beitrag von Neuhier »

Vormittags heißt wie lange konkret?
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PaleFire
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Re: Mit 25 Monaten in den KiGa geben??? Brauche Input...

Beitrag von PaleFire »

Ich würde es machen. Die Betreuungssituation und der Personalschlüssel klingen super! Und wie Du schon selber sagst - Ruhe und die Möglichkeit, sich vormittags auch mal mit dem Baby hinzulegen, sind GOLD wert. Deine Tochter hat sicher nichts von einer dauermüden, gestressten Mama. Ich genieße unter der Woche die Exklusivzeit mit der Kleinen vormittags, mache auch Babykurse mit ihr (wieso sollte dieses Privileg eigentlich nur den Großen vorbehalten sein?), und freue mich jeden Nachmittag auf die Große - in den Stunden läuft dann das Baby mit bzw. versuche ich eben, mich dann so viel wie möglich nach der Großen zu richten.

Aussagen wie "ein Kind gehört bis drei zur Mutter" finde ich pauschalisierend und verunsichernd (ich weiß, dass Du da Deine eigene Meinung wiedergegeben hast, Sijay, aber es ist nunmal *echt* kind- UND mutterabhängig, ob das die beste Lösung ist). Daher mein Tipp an die TE: hör auf dein Bauchgefühl!
mit großem 11/2012 und kleinem 02/2016 Mädchen
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